Dual CPU? Vorteile?

Ghost1o2

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo zusammen,

im Rahmen meiner Arbeit suche ich gerade nach einer sehr Leistungsstarken Workstation -> jetzt stellt sich mir die Frage, was bringt mehr?

Bspw. ein einzelner Xeon mit 16 Kernen oder zwei auf nem Dual-Sockel mit je 8 Kernen? Die Software kann mit dem Dual Sockel auf jeden Fall umgehen.
Dazu kommt wohl eine Quadro M5000 bzw. P5000 und 64GB DDR4-Ram.

Danke schon mal.
 
Kommt drauf an. Wie immer.
Bei dem was ich mache ist ein System mit 2CPUs einem System mit einer CPU bei gleicher Kernanzahl haushoch überlegen. Grund ist dass die verfügbare Speicherbandbreite bei 2 CPUs einfach doppelt so hoch ist.
Außerdem ist es so dass Intel dual-CPU-fähige 8-Kerner im Programm hat die eine sehr hohe Taktfrequenz liefern. Der entsprechende 16-Kerner taktet deutlich niedriger.

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Kurzum: ein System mit 2 CPUs ist je nach Anwendung etwas bis deutlich schneller. Die Nachteile liegen auf der Hand: höhere Anschaffungskosten, höherer Stromverbrauch.
 
Eins musst du zusätzlich berücksichtigen: Wenn du zwei Sockets haben willst, muss dein OS dies auch unterstützen. Wenn es Windows sein soll, dann checke welche Windows Version du ggf. zusätzlich brauchst. Windows 10 Pro unterstützt z.B. max. 2 Sockets. Windows 10 Home nur ein Socket.
 
Also kann man quasi als Fazit ziehen, dass wenn OS und nötige Software mit den zwei Sockets umgehen können, dann lohnt es sich schon?

Geld spielt dabei eine recht untergeordnete Rolle.
 
Wenn du Workload hast der so viele Threads sinnvoll nutzen kann (etwa professionelle Bild/Videobearbeitung oder das Arbeiten mit riesigen Datenbanken) sind solche Systeme Welten schneller als "normale" PCs.
Hast du diesen Workload nicht und willst mit dem PC Surfen und Spielen dann ist er langsamer als ein normaler Einsockel-PC, dafür aber viel teurer, lauter und stromfressender.

Wenns dir um den Vergleich "2x8Kerne gegen 1x16Kerne" geht - das macht in der Praxis kaum einen Unterschied - der Software ist es egal wie die kerne auf Sockel verteilt sind (so lange es unterstützt wird). Hier ist wenn mans genau nimmt die Einsockelvariante meist schneller wenn man eine einzelne Anwendung laufen lässt, da hier die langsamere Kommunikation zwischen den beiden CPUs wegfällt ("mehr Bandbreite" bringt da absolut nichts - wenn CPU1 Daten aus Cache/RAM von CPU2 braucht dauert das gefühlt Ewigkeiten). Wenn man dagegen zwei Anwendungen parallel betreibt und diese entsprechenden kernen dediziert zuweist ist das 2-Sockel System schneller weil sich die Anwendungen dann nicht gegenseitig in die Quere kommen.
 
Mit Verlaub: das ist Quatsch.
Die Latenzen sind etwas höher wenn auf weiter entfernte Speicherbereiche zugegriffen wird, aber nicht in dem Ausmaß wie du behauptest.
Hinzu kommen die schon genannten Vorteile: Höherer Takt, mehr L3 Cache insgesamt (siehe die beiden CPUs die ich als als Beispiel verlinkt habe) und mehr Speicherbandbreite.
In dem Bereich in dem ich arbeite (CFD) geht es sogar so weit dass für teures Geld Dual-CPU Workstations angeschaft werden obwohl nur Lizenzen für 4 oder 8 Kerne vorhanden sind. Einfach weil es beispielsweise schneller ist auf einem 2x4-Kerner nur 2 Kerne pro CPU für insgesamt 4 Kerne zu nutzen. Mehr Cache, mehr Speicherbandbreite, höherer Takt...dass da Daten mit etwas höheren Latenzen über QPI ausgetauscht werden fällt weniger ins Gewicht.

Aber du kannst natürlich gerne Benchmarks anbringen die deine Behauptung bestätigen. Ich mir ziemlich sicher dass du keine finden wirst ;)
 
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Nein, werde ich nicht - ich arbeite gelegentlich tatsächlich mit solchen Systemen und benche nicht nur rum. Da fällt dir sowas automatisch auf.

Fakt ist: Wenn du ein System aus zwei Xeons auf zwei Sockeln hast und du transcodierst beispielsweise zwei Videos gleichzeitig in den HEVC10 dann wird das System merklich schneller, wenn du die Kodierung 1 manuell auf die Threads der ersten CPU schiebst und gleiches mit Kodierung 2 auf CPU 2 tust.
Dürfen beide Prozesse beide CPUs nutzen kostet das Performance weil ständig Daten von CPU a nach B hin und hergeschoben werden müssen. Dafür muss dieser "Schiebeprozess" nicht besonders viel langsamer sein, aber wenn du bei jedem Transfer ein paar Taktzyklen verlierst weil die Latenzen nunmal größer sind als direkt von RAM zur CPU wird deine Leistung nunmal schlechter.

Das kannste mir nun als jemand der das seit Jahren praktisch nutzt glauben oder du kannst die typische Internetmentalität weiter verfolgen und warten bis sich jemand aus dem Bereich die Mühe macht das auf bunten Benchmarkbildchen aufzumalen (das wird tendentiell eher nicht passieren da Leute die sowas machen das ohnehin wissen und jeder bessere Bediener eines solchen Systems sowieso Threads manuell zuweist). ;)

Was natürlich stimmt ist dass ein 2-Sockel-System Vorteile hat wenn die verwendeten CPUs aufgrund der viel höheren Powerlimitierung (2x130W sind nunmal mehr als 1x165W beispielsweise) weitaus höher takten können als ein 16-Kerner. Das erschlägt das andere Problem in der Regel problemlos. Es ging aber wie ich es verstanden habe ja um gleichwertige CPUs und nur um den systembedingten Unterschied.

Auch ist es natürlich extrem von Workload und Software abhängig. Ich kenns nur von Videokompression und von der Arbeit mit extremen Datenbanken. Wies mit CFD aussieht weiß ich nicht.
 
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Du kannst auch mir glauben dass ich solche Systeme seit Jahren praktisch nutze.

Davon abgesehen dass ich deine Argumentation unnötig unsachlich finde (Internetmentalität??? du mich auch) hinkt sie. Du behauptest dass Latenzen das A und O bei Speicherzugriffen seinen, eine halbierte Speicherbandbreite hingegen soll irrelevant sein.
Da mir deine Argumentation zu sehr auf persönlichem Angriff beruht lasse ich es hier dann auch gut sein. Das Feld gehört dir, empfiehl dem TE eine single-CPU Workstation mit 16 Kernen :crazy:
 
Du behauptest dass Latenzen das A und O bei Speicherzugriffen seinen
Nö.
Ich behaupte dass sie bei meinem Workload einen merklichen Performanceeinfluss hat wenn ein Encoder auf zwei Sockeln gleichzeitig laufen muss.

eine halbierte Speicherbandbreite hingegen soll irrelevant sein.
Das ist sie beim HEVC sogar tatsächlich. Ob du DDR3-1600 im Dualchannel oder DDR4-3000 im Quadchannel benutzt (was so grob die 4-fache Bandbreite ist) macht noch keine 2% Leistungsunterschied aus. Bei anderen Anwendungen sieht das natürlich anders aus.

Da mir deine Argumentation zu sehr auf persönlichem Angriff beruht lasse ich es hier dann auch gut sein.
Das tut mir leid (ehrlich), so sollte es nicht gemeint sein. Ich bin nur immer etwas verärgert wenn bei jedem entsprechenden Thema immer wieder sofort nach den bunten Balken gefragt wird. Wenn man mal soweit ist dass man verstanden hat, dass man hier erstens die Realität nur sehr sehr grob abbilden kann und zweitens durch die Art und weise von Durchführung und Darstellung der Werte quasi alles hinzaubern kann was man will gehn einem solche Benches (bis auf ganz ganz wenige die wirklich gut gemacht sind) ziemlich am Allerwertesten vorbei. ;-)
Aber die Masse der Leute steht halt drauf. :ka:
 
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