VORSICHT! hier wird wieder gefährliches Halbwissen verbreitet! aber von Anfang an:
1. Der DT 990 ist offen gebaut, der HyperX Cloud 1 geschlossen. Das allein bietet schon eine andere Klangdarstellung, nur bietet der DT 990 auch noch eine wesentlich breitere Bühne in der Darstellung, was vllt. schon das plötzliche Hallen erklärt. Einfach mal an einer anderen unabhängigen Quelle (Smartphone und co.) testen, auch wenn diese zu wenig Leistung haben könnte, sollte man das "Hallen" trotzdem ausmachen können.
2. Wieso überhaupt ein DT 990 mit 250 Ohm, wenn man kein Wissen darüber hat, wie man so einen Kopfhörer überhaupt vernünftig antreiben kann?
3. Einen Kopfhörerverstärker hat jedes Mainboard verbaut, sonst würde man nichts hören, egal welcher Kopfhörer angeschlossen ist, nur ist die Frage, wie stark dieser ist und welche Anschlüsse verstärkt werden. Dazu später mehr.
4. Die Impedanz allein ist nur die halbe Wahrheit, wie schwer ein Kopfhörer anzutreiben ist. Ein großer ausschlaggebender Punkt ist eher der Wirkungsgrad vom Kopfhörer und da kann ein 60 Ohm Kopfhörer mit schlechtem Wirkungsgrad durchaus schwerer anzutreiben sein wie ein 250 Ohm Kopfhörer mit gutem Wirkungsgrad. Generell ist das Lautstärkeempfinden aber auch ein subjektives Thema, da jeder Lautheit anders einstuft.
5. Einen Unterschied von 32Bit/384KHz zu 16Bit/48KHz wirst du nicht hören. Kann aber jeder selbst testen. Ist immer lustig wie sich Leute wie PCTom hier vom Marketing beeinflussen lassen, Hauptsache High Numbers, egal ob man davon einen Nutzen hat (das macht maximal bei der Musik-Produktion noch Sinn, da man dort dann ein hochwertiges Grundmaterial hat). Auch sind 24Bit/96KHz Hi-Res-Standard, keine Ahnung was hier von "Anfang" die Rede ist. Wenn hier eine Soundkarte einen anderen Klang als ein Sharkoon Gaming DAC Pro S abliefert, dann schafft die das nur durch Klangverfälschung (Bassboost und so Späße z.B.), da der Sharkoon schon sehr anständig wandelt und verstärkt (klangliche Unterschiede zu meinem 230€ DSD-DAC mit 450€ Tesla-Kopfhörern sind so gut wie nicht vorhanden).
6. Man muss schon viel Glück haben, dass ein Kopfhörer ohne Equalizer seinen persönlichen Bedürfnissen zu 100% entspricht. Ein DT 990 hat z.B. einen sehr unangenehmen Hochton-Peak, den viele über EQ entschärfen müssen, um schmerzfrei hören zu können. Generell sind aber Menschen Gewöhnungstiere und man gewöhnt sich an eine Klangsignatur. Kommt man z.B. von basslastigen Gaming Headsets zu einem neutraleren Hifi-Kopfhörer, dann ist der neue Klang eher unspektakulär langweilig. Hat man sich daran aber gewöhnt und vergleicht nach 1-2 Wochen mal wieder mit dem damals gewohnten Gaming-Headsets, meint man, die Ohren müssen abfallen, so unerträglich viel Bass wird da wiedergegeben. Das trifft aber auf den HyperX Cloud nicht zu, da der selbst schon auf guten Hifi-Kopfhörern basiert und ähnlich viel Bass wie der DT 990 wieder gibt:
DT 990 vs. HyperX Cloud
7. Zum Mainboard-Onboard, denn da hat sich PCTom anscheinend vergessen zu informieren, denn MSI selbst schreibt folgendes:
Das hört sich erstmal nicht schlecht an, muss aber auch nichts heißen, da das hauptsächlich viel Marketing-Blabla ist. Da muss man selbst testen. Hol dir den Sharkoon Gaming DAC Pro S und vergleiche, meine DT 770 250Ohm kann er mit 80% Pegel sehr laut antreiben. Wenn dir zum Onboard kaum Vorteile im Klang ausmachbar sind, dann ist das nicht schlimm, dann weißt du nämlich, dass dein Onboard gut ist.