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DLAN oder WLAN oder WLAN zu LAN was nehmen?

pudelmuetz

Kabelverknoter(in)
Hallo ich bin gerade in eine neue WG gezogen, mit einer 100 Mbit Leitung.

Mein Problem ist jetzt aber, dass ausgerechnet in meinem Zimmer keine Lan-Dose vorinstalliert ist. Ich hatte mich schon gefreut bei der Führung im Keller als ich die LAN-Kabel gesehen hatte, da war die Enttäuschung groß. Naja ich habe mit dem Vermieter geredet und er meinte ich kann mir eine Lösung suchen, es sollen nur keine Löcher in die Wände gebohrt werden.

Der Router ist ein Vodafone Easybox 804 und befindet sich im direkten Nebenraum.

Jetzt überlege ich gerade wie ich in dieses Zimmer am besten eine LAN Verbindung aufbauen kann. Ich habe bis jetzt eine direkte WLAN Verbindung mit dem Router, der sich im anliegenden Zimmer befindet aufgebaut, die Karte ist aber eine 802.11n Karte. Damit kamen nicht mal 10 Mbit an.

Dann habe ich versucht in einem TP-Link Repeater (TL-WA850RE), der auch einen LAN Ausgang hat eine Verbindung herzustellen. Dabei kommen um die 30-35 Mbit an. Jedoch kommt es selbst bei normalen Webseiten immer wieder zu Verzögerungen, was super nervig ist.

Und zu guter Letzt hab ich mich gefragt, ob ich nicht einfach ein Kabel aus dem Keller in das Zimmer "legen" kann? Auf dem Gebiet bin ich ein totaler Laie. In diesem Zimmer ist zwar keine Netzwerkdose, jedoch eine Antennendose, und das Kabel dafür muss ja auch irgendwie in den Keller oder ähnliches kommen?

Die beste Lösung wäre natürlich die Variante mit dem Kabel in den Keller, was aber vielleicht nicht so einfach möglich ist.
Deshalb suche ich schon mal direkt eine alternative Lösung.

Hatte mich bereits schon etwas erkundigt hier im Forum und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass DLAN sehr abhängig von den Umständen der Stromleitungen ist. Der Router ist schon direkt mit einer Fritz!Powerline 540E verbunden. Und ich wohne in einem Reihenhaus, vielleicht ist das ja schon ein Indiz für eine gute oder schlechte Ausgangslage.

Alternativ würde auch eine neuere WLAN Karte in Frage kommen, sofern sie besser als die jetzige ist. (Mindestens 80% (80 MBit) der Leitung würde ich schon haben wollen).

Oder ein Repeater, der das WLAN Signal auffängt und als LAN weiter gibt.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee für jeden einzelnen Bereich, würde mich über jeden Vorschlag freuen.

PS: Ein Kabel durch den Flur zu legen kommt auch nicht in Frage (leider :()
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
Es ist recht einfach:
Kabelverbindung ist immer die beste Lösung (performanceseitig) und zwar mit großem Abstand. Selbst mit günstigen Kabeln kannste 10.000 MBit/s über 50+ Meter schieben sofern die Endgeräte das unterstützen.
Für sowas brauchste auch kein Experte zu sein - ausreichend langes CAT6a SFTP Kabel kaufen (mit der Variante haste bis 10 GBit/s ausgesorgt, kostet deutlich unter 1€ pro Meter), ein Ende in den Router, das andere Ende in den Netzwerkanschluss des PCs (beides RJ45-Buchsen) und fertig. Das Problem ist immer nur das Kabel zu verlegen, nicht es anzuschließen. ;-)
Wichtig: Patchkabel funktionieren nur für Verbindungen Router --> Endgerät. Wenn du ein Kabelkunde bist bei Vodafone muss ein Kabelmodem vorhanden sein, dass die DOCSIS-Signale (das "Antennenkabel") in TCP/IP (Patchkabel) übersetzt. Wenn deine Vodafonebox die in deiner Etage steht dieses Kabelmodem ist (also das Antennenkabel da rein geht) kannst du mit nem Patchkabel in den Keller nix anfangen.

Zweitbeste Variante ist WLAN. Hier ist die Bandbreite stark davon abhängig, wie hochwertig die genutzten Komponenten sind (Sender und Empfänger), wie weit der Abstand zwischen ihnen ist und vor allem wie viele/welche Hindernisse im Weg sind. Theoretisch kann man unter guten Bedingungen 1000 MBit/s und mehr erreichen, die Bandbreiten sacken aber sehr schnell stark ab wenn man billigere Geräte benutzt oder mehrere Wände dazwischen liegen. Um duch ein, zwei Wände hindurch stabile 100+ MBit zu haben brauchste nicht mit irgendwelchen uralten 802.11n Geräte oder gammligen Repeatern zu kommen (wie du bemerkt hast), dafür brauchts ne anständige 802.11ac oder Karte sowie einen entsprechenden guten WLAN-Router der ebenfalls 802.11ac, bestenfalls mit MU-MIMO beherrscht (nein, die gimmligen Vodafone-Standardgeräte sind keine guten WLAN-Router...).

Notlösung ist DLAN. Wie du richtig sagst ist das was da rauskommt extrem davon anhängig wie welche Stromleitungen liegen. Bei kürzeren Direktverbindungen zwischen zwei Steckdosen schaffen die Dinger mehrere 100 MBit, wenn dagegen das Kabel länger wird, mehrere Dosen/Abzweigungen oder sogar Sicherungen dazwischen sind kommt so gut wie nix mehr an. Ob du jetzt in nem Reihenhaus wohnst oder nicht macht keine Aussage - einzig und alleine wie die Kabel liegen kann ein Anhaltspunkt sein. Wie gesagt - Notlösung.

Wenn du nicht einfach ein Kabel ausm Keller hoch legen kannst (was am günstigsten, einfachsten und schnellsten ist) wäre die technisch nächstbeste (aber auch nicht ganz günstige) Lösung, einen ordentlichen WLAN-Router per Patchkabel hinter deine Easybox zu schnallen und das gammlige WLAN von letzterer auszuschalten bzw. durch das neue zu ersetzen. Dann besorgst du dir noch ne gute WLAN-Karte für deinen PC und schwupps haste mehrere Hundert MBit/s Datenrate (also auch noch Puffer für spätere schnellere Leitungen). Da biste am Ende halt mit etwa 200€ dabei - hast aber alles erschlagen und viele Jahre Ruhe.

Beispielsweise ein ASUS RT-AC86U Router und eine ASUS PCE-AC56 Karte. Diese Kombination schiebt dir deine 100 MBit/s sehr wahrscheinlich stabil durch die ganze WG wenn ihr nicht grade 60cm dicke Steinwände habt. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
P

pudelmuetz

Kabelverknoter(in)
Hey Alk,

danke für die schnelle und ausführliche Antwort. Du hast alles ziemlich gut auf den Punkt gebracht danke schon mal.

Ich habe mich in der Zwischenzeit nochmal etwas weiter informiert und bin auf den TP Link Archer AX50 gestoßen, da 802.11ax. Die passende Karte wäre eine Gigabyte GC-WBAX200.

Ich glaube das wird es dann wohl werden. Da ein Kabel zu verlegen nicht mehr in Frage kommt (laut Vermieter). Er hat aber auch schon angedeutet, dass er die Kosten übernehmen würde, sofern es sich in Grenzen hält.
 

DJKuhpisse

BIOS-Overclocker(in)
Mit dLAN (Powerline) störst du vorsätzlich massiv den Kurzwellenrunfunk und -Amateurfunk, das so in einem Radius von 50 Metern, da die Leitungen abstrahlen.
Ist zudem störanfällig, da diese Signale auch dein Powerline stören.
Ergo: Finger weg davon, spreche mit dem Vermieter und verlege Kabel, erhöht zudem den Wohnwert, da der nächste Mieter das dann nutzen kann.
 

CoLuxe

Freizeitschrauber(in)
Oder eben mit einem Flachbandkabel unter den Fußleisten. Sollte eigentlich kein Problem sein, wenn der Router direkt im anderen Zimmer ist.
 

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Oder eben mit einem Flachbandkabel unter den Fußleisten. Sollte eigentlich kein Problem sein, wenn der Router direkt im anderen Zimmer ist.
Den Weg bin ich damals in meiner Mietwohnung gegangen und mittlerweile liegt das selbe Kabel bei meinen Eltern. Wenn man Holz/Teppich Fußleisten hat geht das prima. Mittlerweile habe ich Fliesen, da kann man sowas leider vergessen.
Ohne die genauen Bedingungen zu kennen ist es immer schwer Tipps zu geben. Die EasyBox ist aber Afaik eine DSL-Box, da kann man Recht leicht und günstig den Router durch was AC oder mehr fähiges ersetzten.
 

Incredible Alk

Moderator
Teammitglied
bin auf den TP Link Archer AX50 gestoßen, da 802.11ax.
Dazu nur zwei Gedanken:
1.) der ax-Standard ("WIFI6") hat vor allem dann Vorteile, wenn du sehr viele Geräte gtleichzeitig mit hohen Datenraten verbinden willst. Als reines "Router zu PC" Funkgerät bringt dir ax in deinem Falle gar nichts (die 100 MBit schafft der ac-Standard genauso locker). Die Mehrkosten, die ax-Geräte aktuell noch haben sind also nur in bestimmten Fällen sinnvoll.
2.) der AX50 Router hat je nach Umgebung Temperaturprobleme da auch seine Leistungsaufnahme vergleichsweise hoch ist. Wenn er in einem kühlen/belüfteten Raum steht ist alles ok, sollte der Raum aber im Sommer sehr warm werden oder der Router irgendwie schlecht belüftet oder sogar in der Sonne stehen wird er bei längerer Belastung abschmieren.


Man sollte ja eigentlich nicht zu "Grauzonentipps" raten aber ganz ehrlich in genau deinem Falle würde ich auch die Lösung wählen, die robbe vorschlägt. Die ist die mit Abstand beste und billigste - und ein 8mm Loch beim Auszug wieder zu verschließen wenn der Vermieter darauf besteht ist mit ein paar Gramm Plast/Füllmittel auch in einer Minute erledigt.
 

flx23

Software-Overclocker(in)
Also ein Loch zu bohren darf dir der Vermieter eigentlich gar nicht verbieten, solange du dabei keine Außenwände durchbrichst oder Leitungen beschädigst...
Ich habe in Mietwohnungen schon öfters LAN und sat Kabel verlegt. Danach mit moltofill zumachen und fertig ist es.

Ansonsten würde ich für den Nachbarraum WLAN nutzen
 
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