Gut, unbedarft von seiner eigenen Aussage, Maskenverweigerer zu sein, ist der schlichtweg durchgeknallt.
Wenn man Pech hat, bekommt der gar keinen Knast, sondern nur Anstalt, auch so ein Thema.
Nahezu per Definition ist praktisch jeder Schwerverbrecher nicht ganz richtig im Kopf. Denn wenn er das wäre, würde er sich ja nicht so verhalten. Finde ich auch immer wieder bescheuert nach so ziemlich allen Gewalttaten, vor allem aber mutmaßlichen Anschlägen: "Es ist noch unklar, ob der Täter ein persönliches oder ein privates Motiv hatte oder psychisch gestört war". Wieso ODER? Wenn jemand auf die Straße geht, um Menschen zu erschießen, dann ist der definitiv psychisch gestört und wenn er seine Opfer nach rassistischen, religiösen oder geographischen Aspekten auswählt hat die Tat definitiv einen politischen Aspekt und da all diese Faktoren über Monate bis Jahre konstant bleiben, kommt nahezu immer noch ein privater Auslöser hinzu...
Die Frage ist aber, was das wieso am Strafmaß ändern soll?
Bin zwar auch gegen die Todesstrafe, aber lebenslange Haft sollte in Deutschland auch lebenslang bedeuten. Zudem sollten in den Haftanstalten zumindest ein Teil der Kosten durch harte Arbeit wieder reingeholt werden.
Bei letzterem würde ich zustimmen, da auf viel zu viele potentielle Straftäter "im Knast sitzen" in etwa so abschreckend wie ein Hotelurlaub zu sein scheint (okay, wenn ich an manch Urlaubhotels denke...) und für die Gemeinschaft sogar noch teurer ist, während so ziemlich jeder Arbeit hasst. Aber bei ersterem würde ich klar wiedersprechen. Die Kombination aus 15 Jahre und Sicherheitsverwahrung ist schon ein recht guter Kompromiss, maximal könnte man auf 20 Jahre hochgehen. Das resultiert einfach aus der Frage, wen man da eigentlich noch in der Zelle sitzen hat, denn Menschen ändern sich im Laufe der Zeit. Und wenn man eine 30 Jährige verurteilt, dann ist die mit 45 nicht mehr der gleiche Mensch, sondern jemand der sein halbes Leben als mehr-oder-minder Erwachsener hinter Gittern verbracht hat. Sowas verändert Menschen - nicht zwingend zum guten, aber deswegen gibt es ja die Option mit Prüfung und Sicherheitsverwarung.
Letztlich läuft alles auf die oben gestellte Frage hinaus, was wir eigentlich von einer "Strafe" wollen:
Schutz vor Wiederholung? Wiedergutmachung? Abschreckung? Rache?
Spätestens wenn man bedenkt, dass irgend ein "besser tot als ..." fast immer zum Weltbild selbst erklärter schwerer Jungs gehört, bringt die Todesstrafe in keinerlei Hinsicht Vorteile. Mit einer rechtsstaatlichen, nicht perfekten Justiz, wie wir (oder die USA) sie nun einmal haben, hat sie aber den Nachteil höherer Kosten im Vergleich zu "lebenslang wegsperren". Und das ist in den Fällen, in denen nach 15 Jahren eine Sicherheitsverwahrung eindeutig nicht nötig wäre, schon Geldverschwendung gemäß der Punkte 1 bis 3 - und Punkt 4, "Rache", hat in einem zivilisierten Strafsystem nichts zu suchen.