Die Todesstrafe - eine grausame Praxis welche abgeschafft gehört

warum sollte dieser dann seine Rechte noch behalten dürfen?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. [...] Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. [...]" Art. 1 GG
 
"Die Würde des Menschen ist unantastbar. [...] Das deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. [...]" Art. 1 GG
Wer auf die würde anderer Menschen keinen Wert legt, hat für mich nicht das Recht, selbst auf seine Würde zu bestehen.

Ich weiß aber, das ich meine Meinung allgemein nicht gut ankommt...von daher, Finger weg von meiner Familie.^^
 
Ihr habt beide Recht und Unrecht.
Rechtskräftig verurteilte Straftäter in Sachen Mord, Totschlag ,Vergewaltigung etc. werden in sehr erheblichen Maße Rechte entzogen, z.B. Freiheit, Wahlrecht und das Recht selbständig über seine Person zu entscheiden (Gefängnis Alltag),insoweit ist dann auch Artikel 1 GG nur nur noch begrenzt einschlägig, denn jeder definiert wahrscheinlich Würde eher subjektiv für sich anders und in Artikel 1 kommt nur zum Ausdruck, das jeder Mensch an sich einen Wert hat, nicht mehr und nicht weniger.
Somit gibt es keine Todesstrafe, allerdings dürfte 15 Jahre oder lebenslänglich alles andere als ein würdevolles Leben sein, denn selbstbestimmt ist da so gut wie gar nichts mehr.
 
Ich bin ansich gegen die Todesstrafe.
Ausnahmen kann es meiner Meinung nach nur für Fälle in der Größenordnung Völkermord, Holocaust etc geben
und dann entsprechend vor Internationalen Gerichten.

Meiner Meinung nach wäre es falsch gewesen z.B. aus den Nürnberger Prozessen ohne Todesurteile raus zu gehen.
 
Zweifellos, kein Widerspruch.
Bedenke: Wir hatten auch in D. schon Durchgeknallte, die aus Fremdenhass Amok gelaufen sind und viele Menschen getötet haben.
Wer ist kranker im Kopf?
Oder z. B. dieser Arzt, der durch die Bildpresse ging, der drei Menschen getötet hat.
War dessen Motivation besser?

Prinzipiell sind Morde für uns Normalsterbliche nicht nachvollziehbar, egal welche Motivationslage dahinter steckt.
Wie gesagt müssen Fachleute dann beurteilen ob ein pathologischer Befund und/oder eine besondere Gefährlichkeit gegeben ist. Wenn ja, können solche Täter für immer weggesperrt werden.
Das ganze macht die angesprochene Einzeltat eben nicht verständlicher oder weniger grausam.
Unbedarft davon ist es wichtig, so weit es geht zu eruieren, was die Motivationslage war,
um Präventivmaßnahmen erkennen zu können.
Leider wird es wohl immer solche Taten geben. Und es gibt keinen 100% ´tigen Schutz davor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz einfach, die Todesstrafe ist barbarisch und hat in einer (vermeintlich zivilisierten) Gesellschaft nichts zu suchen.

Niemand sollte das Recht haben über das Leben oder den Tod anderer Menschen entscheiden zu dürfen. Gleiches mit gleichem zu vergelten ist eigentlich immer die Falsche Antwort.

Bin zwar auch gegen die Todesstrafe, aber lebenslange Haft sollte in Deutschland auch lebenslang bedeuten. Zudem sollten in den Haftanstalten zumindest ein Teil der Kosten durch harte Arbeit wieder reingeholt werden.
 
Wer auf die würde anderer Menschen keinen Wert legt, hat für mich nicht das Recht, selbst auf seine Würde zu bestehen.
Doch genau das kann er und das ist auch völlig richtig so. Genauso wie jeder als unschuldig gilt bis zweifelsfrei das Gegenteil bewiesen wird. Manchmal habe ich bei dir echt das Gefühl das du echt nicht viel über deine Aussagen nachdenkst...
 
Ich bin ansich gegen die Todesstrafe.
Ausnahmen kann es meiner Meinung nach nur für Fälle in der Größenordnung Völkermord, Holocaust etc geben
und dann entsprechend vor Internationalen Gerichten.
Das wäre aber dann nicht konsequent. Sondern Hü oder hott.

Und umgekehrt kann man fragen: wäre es nicht richtig gewesen Osama bin Laden auch vor ein Gericht zu stellen?
 
Doch genau das kann er und das ist auch völlig richtig so. Genauso wie jeder als unschuldig gilt bis zweifelsfrei das Gegenteil bewiesen wird. Manchmal habe ich bei dir echt das Gefühl das du echt nicht viel über deine Aussagen nachdenkst...
Wer hier nicht überlegt oder liest merkt man...nicht umsonst steht da "für mich"...

Zudem hat man auch in einigen Ländern sein Recht auf Würde verwirkt...sofern es dort überhaupt sowas gibt.^^
 
Du wärst da vollkommen teilnamslos, wenn jemand z.B. dein Kind stundenlang gequält hätte bevor er/sie es getötet hätte?
Klaro, kannst ja nen neues machen...ich bekäme da Blutdruck.
Du verwechselst persönliche Gefühle mit staatlicher Legalisierung.
Das sind vollkommen unterschiedliche Ebenen.

Wie HenneHuhn schreibt: Emotionen dürfen nicht Basis eines Rechtssystems sein.
Das ist wie die Debatte darüber, ob man von Terroristen gekaperte Flugzeuge abschießen lassen darf oder nicht. Und hier sollte der Staat keine Generalvollmacht bekommen indem er diese Entscheidung grundsätzlich straffrei treffen darf.

Klar kannst du immer irgendwelche Fälle konstruieren, diese ins Extreme treiben und dann auf deinen Punkt pochen, das ist aber nicht hilfreich wenn man ein verbindliches Rechtsystem für 80 Millionen Menschen betreiben möchte.

Die "tytpische" Entwicklung des Strafrechts, 1924 wurde noch entschieden, das ein Grundstücksbesitzer dem "Apfelklauer" völlig zu "recht" die Birne wegschiessen durfte, Gott sei Dank sind wir weiter.

Gibt Länder auf dem europäischen Kontinent, da wird das noch genau so geregelt.
Da hat einer das Feuer eröffnet, weil jemand anders seine Heuwiese gemäht hat.
 
Ich bin ansich gegen die Todesstrafe.
Ausnahmen kann es meiner Meinung nach nur für Fälle in der Größenordnung Völkermord, Holocaust etc geben
und dann entsprechend vor Internationalen Gerichten.

Meiner Meinung nach wäre es falsch gewesen z.B. aus den Nürnberger Prozessen ohne Todesurteile raus zu gehen.
Da bin ich mir noch unsicher.
Zweifellos und emotional hätte man einige der Protagonisten gleich hundertfach hintereinander aufhängen müssen.
Aber:
Da wurden einige Wenige für ein ganzes System stellvertretend hingerichtet.
Und für viele, die "mitgelaufen" sind, war das auch sicherlich das Zeichen, OK, abgehakt, ich war es ja nicht.
Für die Aufarbeitung und der Erinnerung an die Opfer hätte evtl. eine Lebenslange Haftstrafe dienlicher sein können.
Wie geschrieben unsicher, wie willst du millionenfachen Mord mit einem banalen Todesurteil gerecht werden?
Sehr schwierig.
Mir erscheint eine lebenslange Strafe im fensterlosen Kerker bei dreckigem Wasser und schimmligem Brot gerechter zu sein.
 
Mir erscheint eine lebenslange Strafe im fensterlosen Kerker bei dreckigem Wasser und schimmligem Brot gerechter zu sein.
Na ja, auch ein verurteilter Straftäter ist ein Mensch und ein Mensch muss vernünftig behandelt werden.
Und es geht immer auch um Prävention. Je mehr man versteht, wieso wer was macht, desto größer ist die Chance ein weiteres Verbrechen zu verhindern und ein Täter zu ermitteln, bevor er Täter wird, ist die beste Methode, Verbrechen zu verhindern.
 
Na ja, auch ein verurteilter Straftäter ist ein Mensch und ein Mensch muss vernünftig behandelt werden.
Und es geht immer auch um Prävention. Je mehr man versteht, wieso wer was macht, desto größer ist die Chance ein weiteres Verbrechen zu verhindern und ein Täter zu ermitteln, bevor er Täter wird, ist die beste Methode, Verbrechen zu verhindern.
Naja, bei Massenmördern und Kriegsverbrechern braucht man keine Prävention mehr.
 
Gut, unbedarft von seiner eigenen Aussage, Maskenverweigerer zu sein, ist der schlichtweg durchgeknallt.
Wenn man Pech hat, bekommt der gar keinen Knast, sondern nur Anstalt, auch so ein Thema.

Nahezu per Definition ist praktisch jeder Schwerverbrecher nicht ganz richtig im Kopf. Denn wenn er das wäre, würde er sich ja nicht so verhalten. Finde ich auch immer wieder bescheuert nach so ziemlich allen Gewalttaten, vor allem aber mutmaßlichen Anschlägen: "Es ist noch unklar, ob der Täter ein persönliches oder ein privates Motiv hatte oder psychisch gestört war". Wieso ODER? Wenn jemand auf die Straße geht, um Menschen zu erschießen, dann ist der definitiv psychisch gestört und wenn er seine Opfer nach rassistischen, religiösen oder geographischen Aspekten auswählt hat die Tat definitiv einen politischen Aspekt und da all diese Faktoren über Monate bis Jahre konstant bleiben, kommt nahezu immer noch ein privater Auslöser hinzu...

Die Frage ist aber, was das wieso am Strafmaß ändern soll?


Bin zwar auch gegen die Todesstrafe, aber lebenslange Haft sollte in Deutschland auch lebenslang bedeuten. Zudem sollten in den Haftanstalten zumindest ein Teil der Kosten durch harte Arbeit wieder reingeholt werden.

Bei letzterem würde ich zustimmen, da auf viel zu viele potentielle Straftäter "im Knast sitzen" in etwa so abschreckend wie ein Hotelurlaub zu sein scheint (okay, wenn ich an manch Urlaubhotels denke...) und für die Gemeinschaft sogar noch teurer ist, während so ziemlich jeder Arbeit hasst. Aber bei ersterem würde ich klar wiedersprechen. Die Kombination aus 15 Jahre und Sicherheitsverwahrung ist schon ein recht guter Kompromiss, maximal könnte man auf 20 Jahre hochgehen. Das resultiert einfach aus der Frage, wen man da eigentlich noch in der Zelle sitzen hat, denn Menschen ändern sich im Laufe der Zeit. Und wenn man eine 30 Jährige verurteilt, dann ist die mit 45 nicht mehr der gleiche Mensch, sondern jemand der sein halbes Leben als mehr-oder-minder Erwachsener hinter Gittern verbracht hat. Sowas verändert Menschen - nicht zwingend zum guten, aber deswegen gibt es ja die Option mit Prüfung und Sicherheitsverwarung.

Letztlich läuft alles auf die oben gestellte Frage hinaus, was wir eigentlich von einer "Strafe" wollen:
Schutz vor Wiederholung? Wiedergutmachung? Abschreckung? Rache?
Spätestens wenn man bedenkt, dass irgend ein "besser tot als ..." fast immer zum Weltbild selbst erklärter schwerer Jungs gehört, bringt die Todesstrafe in keinerlei Hinsicht Vorteile. Mit einer rechtsstaatlichen, nicht perfekten Justiz, wie wir (oder die USA) sie nun einmal haben, hat sie aber den Nachteil höherer Kosten im Vergleich zu "lebenslang wegsperren". Und das ist in den Fällen, in denen nach 15 Jahren eine Sicherheitsverwahrung eindeutig nicht nötig wäre, schon Geldverschwendung gemäß der Punkte 1 bis 3 - und Punkt 4, "Rache", hat in einem zivilisierten Strafsystem nichts zu suchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sehen Psychologen aber erheblich anders...
Unzurechnungsfähigkeit im Rahmen einer temporären Psychose (selbst Mal gehabt und auch in der Familie von aussen erlebt, da ist ein Mensch plötzlich komplett anders) im Gegensatz zu grundsätzlich ungewöhnlich gewaltbereit sind zwei getrennte Kategorien, aber keine davon bedeutet "normal im Kopf".
In sofern gebe ich @ruyven_macaran mit seiner Aussage zwar recht, glaube aber trotzdem dass man mit ersterem anders umgehen sollte als mit letzterem.
 
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