AW: Die Ãra Merkel geht zu Ende
Also @ruyven:
Im Zuge der letzten großen Aufregung wurde zum Beispiel ein Bild von Helmut Schmidt abgehangen.
Das freut deine Soldaten richtig, wenn du das machst. Helmut Schmidt bewundern, is ja Naziverherrlichung. (Sarkusmus erkennen)
Okay, wenn sich über Dekoration (nicht) freuende Soldaten für dich tatsächlich das größte Problem der Bundeswehr sind, dann ist von der Leyen in der Tat besonders ungeeignet. Veränderungen sorgen immer dafür, dass die meisten erstmal angepisst sind und sie macht nunmal vieles anderes.
Ich dachte bislang, die Bundeswehr würde primär darunter leiden, dass nur zu Fuß gehende Truppenteile ohne Waffen eine vollständig funktionierende Ausrüstung haben, obwohl jährlich über 7 Milliarden für Neuanschaffungen durchs Fenster wandern, aber da habe ich mich wohl getäuscht
Neues Fazit daher: Der Bundeswehr gehts so gut, dass sie nicht zwingend einen noch besseren Minister als in den letzten Jahrzehnten braucht. Ein Innenraumdesigner wäre aber ggf. angebracht.
Unabhängig davon ob sie ihren Job wirklich objektiv besser macht als andere:
Dann würden die Bürger eben andere wählen... dann eben nicht nach 12 oder 16 Jahren, sondern nach 8. Ich glaube da könnten sich alle ganz schnell dran gewöhnen.
Gewöhnen können sich die deutschen nachweislich an sehr viel, da werde ich garantiert nicht widersprechen. Aber "sich daran gewöhnen" ist nicht das gleiche wie "etwas wollen" und schon gar nicht wie "das Optimum". Und in einer Demokratie sollte das Volk eigentlich per Definition soviel Handlungsspielraum bzw. in einer repräsentativen Demokratie soviel Wahlmöglichkeiten wie irgendmöglich haben, solange das nicht die demokratische Grundordnung als solche oder die Grundrechte anderer stört. Und das tut Merkel zwar häufiger, als einem lieb sein kann, aber nicht erst seit 6 Jahren, sondern schon wesentlich länger als sie überhaupt Bundespolitikerin ist.
Interessant, der Fall war mir nicht bekannt, muss ich mir mal genauer anschauen, wäre allerdings wirklich etwas besonderes, und eine nicht sonderlich weitgehende Diktatur.
Das solltest du dir wirklich mal genauer anschauen und den Teil mit dem "nicht sonderlich weitgehend" dann noch einmal ganz genau überdenken... Die Zahl der Grausamkeiten ist zwar weitaus geringer und er ist in seinen Landesgrenzen geblieben, aber was die Durchdringung der Gesellschaft und den Einfluss auf das Leben der Menschen (sowohl Art und Weise als auch bei seinen direkten Gegnern das Leben als solches) angeht, stand Pinochett einem Hitler, Mussolini oder Stalin in nichts nach.
Aber er war halt CIA-Liebling und dazu gehören auch offene Türen für US-Unternehmen auf der Suche nach Gewinnmöglichkeiten.
Nochmal. Kapitalismus hat nichts mit einem politischen System zu tun.
Was für ein Wirtschaftssystem hat denn eine Diktatur? Die hat natürlich Kapitalismus.
? Kapitalismus schließt eine Diktatur zwar nicht aus (s.o.) aber er ist so ziemlich die ungünstigste Wirtschaftsform, weil er eben nicht den Führer über alles stellt (wie der Faschismus) und im Gegenteil wirtschaftlich frei agierende Individuen proklamiert (im Gegensatz zu z.B. der Planwirtschaft); also einen nicht unwichtigen Teil des Systems der direkten Kontrolle des Diktators entzieht.
Sorry, dafür das ich jetzt echt sauer werde, aber willst du hier alle interlektuell beleidigen?
Kapitalismus hat nun rein gar nichts mit einer Gesellschaftsordnung zu tun, sondern rein etwas mit einer Marktordnung, wer solchen interlektuellen und faktischen Bullshit verbreitet ist echt nicht ernst zu nehmen! Das ist schlimmer als jede SED Propaganda!
Gehts noch? Solche Ausdrücke sollte man sich verkneifen, insbesondere wenn die eigene Position alles andere als unerschütterlicher Fakt ist. Und auch wenn ich Poulton nicht in allem Recht geben muss, aber deine Aussage ist nun wirklich komplett falsch. Der Kaptialismus umfasst per Definition alles und er sieht alles Kapital und als Teil des Wirtschaftskreislaufes. Bis hin zum blanken Leben der Menschen respektive den Voraussetzungen dafür und das umfasst natürlich auch die komplette Gesellschaftsordnung.
Unsere Gesellschaftsordnung ist Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und unsere wirtschaftliche Marktordnung ist die soziale Marktwirtschaft!
Du sagt also dass wir keinen Kapitalismus haben (stimmt) und unsere Gesellschaft nicht vollständig kapitalistisch strukturiert ist (stimmt auch) und dass soll jetzt belegen, dass das Konzept Kapitalismus keine Gesellschaftsstrukturen betrifft?
nach den letzten Befragungen waren 80% aller Deutschen mit ihrer wirtschaftlichen Lage zufrieden, dass man da das Ziel haben kann, mehr Leute in Aktien zu bringen, ist doch völlig legitim
Wieso? Damit künftig mehr als 20% mit ihrer wirtschaftlichen Lage unzufrieden sind?
Man müsste jetzt darüber diskutieren, ob freie Marktwirtschaft und Kapitalismus das selbe sind, oder nicht. Schon in der damaligen Zeit gab es ja die Tendenz zur Monopolisierung, zur Bildung großer "Trusts", zur mindestens mittelbaren Verschmelzung von Industrie und Banken. Insbesondere in der chemischen und der Montanindustrie. Letztlich alsodie Aushebelung des freien Marktes oder der "freien Konkurrenz" durch die Mechanismen des Kapitalismus.
Das ist dann aber jeweils sowohl Kapitalismus als auch freie Marktwirtschaft gewesen. Letztere ist zwar nicht dasselbe wie ersteres, aber das Kernideal/Ziel.