Der "Naturwissenschaften" Thread

Damit könntest du Recht haben. Viele oder die meisten Informationen welche wir durch Sterne und Planeten gewinnen sind ja optisch. Anhand astronomischer Beobachtungen.
Nun, da Schall sich nur schwer im All verbreitet, kann im ersten Ansatz so eine Art von Alien die Sterne zunächst überhaupt nicht wahrnehmen.
Klar kann man argumentieren, sie sind technologisch begabt und bauen sich was.
Dazu benötigt man aber einen Impuls.
Wir nutzen was ähnliches unter Wasser, Echolot etc..
Der Sprung aber von, ich "sehe" was in meiner dichten Atmosphäre zu ich baue mir jetzt was optisches für nicht erkennbare Sterne und baue einen Dekoder ein, um davon ein "Echolot" Bild zu sehen, ist aber verdammt weit - also in meiner Vorstellung zumindest.
Vielleicht - aber im Film nicht dargestellt - haben sie eine zusätzliche Infrarotempfindung, was ja auf solch einem Planeten Sinn ergeben würde.

Der biologische Ansatz war witzig und recht glaubwürdig.
Dass so eine Lebensform dann ein Raumschiff baut, mag ich jedoch weniger glauben.
Vor allem, komme mal zu Anfang derer Technologieentwicklung mit chemischen Raketen von einem Planeten weg, der die doppelte Gravitation hat. Die bräuchte ein Schub-Gewichtsverhältnis von mind. 2 (Saturn V hatte 1,2 oder so ähnlich)
Eine Satun V mit 3-4fachem Schub zum dann auch noch beschleunigen zu können, könnten wir bis heute gar nicht bauen.
Glaube, das gibt gar kein chemischer Treibstoff her, bin aber jetzt zu faul, ums zu rechnen.
Fürchte, in der Realität bleiben diese Aliens für immer auf dem Planeten sitzen., evtl. sind sie nicht mal in der Lage, mit vertretbarem Aufwand Satelliten ins all zu senden.
 
Ganz schön anthropozentrisch, emp1, das hätte ich nicht erwartet. ;) Dir fallen mit Sicherheit mehr Naturphänomene ein als mir, für die Menschen kein Sinnesorgan besitzen und die sich sich trotzdem technologisch nutzbar gemacht haben. Und wenn der Alien-Planet eine zu hohe Schwerkraft für chemische Antriebe hat, dann müssen die Bewohner halt so lange unten bleiben, bis sie was mit mehr Power entdeckt haben.
 
Ganz schön anthropozentrisch, emp1, das hätte ich nicht erwartet. ;)
Nicht wirklich, eventuell schon, ich weiss es nicht. :)
Dir fallen mit Sicherheit mehr Naturphänomene ein als mir, für die Menschen kein Sinnesorgan besitzen und die sich sich trotzdem technologisch nutzbar gemacht haben.
Das ist zweifellos so, also nicht, dass mir mehr einfallen würden, aber dass wir eine ganze Bandbreite anderer technischer Wahrnehmungsformen im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Vielleicht wars zu versteckt, aber der eigentliche Ansatz von mir ist der, dass wenn eine Alienspezies per se keine Erkennungsreize eintwickelt hat, um z. B. überhaupt Sterne erkennen zu können, wird es eben schwer, die Gesamtzusammenhänge zu begreifen.

Mal in Wicki näher gelesen.
Erid hat ca. 210° Oberflächentemperatur, recht genau 2 fache Anziehungskraft, eine sehr dichte Ammoniakatmosphäre, kein/kaum Lichteinfall auf der Oberfläche und 28-29 Atmosphären Druck und daher haben die "Rockys" Echolokation = hören und Magnetfelddedektion als Sinnesorgane entwickelt (also nix Infrarot, wie Eingangs vermutet).
Das wird halt schon tricky mit dieser hochgradigen Umwelt-Spezialisierung, finde ich zumindest.
Das Raumschiff wurde aus festem Xenongas postuliert, Schmelz-/Siedepunkt bei ca. -110° C).
Das funzt im kalten Weltraum, aber wehe , ein Sternchenlicht erwärmt das ein wenig auf über -100° C, schwupps ist das Raumschiff weggeweht.
Da Erid wirklich sehr Nahe um die Sonne 40 Eridiani A kreist, ist es mir etwas unklar, wie zum Teufel die das Raumschiff im Orbit überhaupt zusammenbauen konnten.
De Stern gibt ja in Korrelation zur Oberflächentemperatur von Erid etwas mehr Energie auf den Planeten, als unsere Sonne auf die Erde und im Orbit wird die ISS exemplarisch bis zu +120° C warm.
Auch Tricky.
Und wenn der Alien-Planet eine zu hohe Schwerkraft für chemische Antriebe hat, dann müssen die Bewohner halt so lange unten bleiben, bis sie was mit mehr Power entdeckt haben.
Ja, da fehlt mir dann etwas Phantasie.
Da Ammonjak nicht mit H2 reagiert, wäre eine H2 + O2 Rakete wie die Saturn machbar und das ist von der chemischen Reaktion her das Optimum, dass es gibt.
Aber, damit kommste eben nicht vom Planeten weg, weil zu wenig Schub-Gewichtsverhältnis übrig bleibt.
Bleibt im Prinzip als Primitiverstlingsrakete ein Atommotor.
Ob die das dann machen wollen, ne Atomrakete vom Planeten zu starten?
 
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wenn eine Alienspezies per se keine Erkennungsreize eintwickelt hat, um z. B. überhaupt Sterne erkennen zu können, wird es eben schwer, die Gesamtzusammenhänge zu begreifen.

"Keine Erkennungsreize" ist mir schon wieder zu eng gefasst. Was ist mit einem Radiosinn? Vielleicht können sie auch Gravitationswellen spüren. Oder wenigstens Gezeitenkräfte oder magnetische Felder über planetare oder sogar stellare Distanzen hinweg. Oder was anderes, das wir noch gar nicht entdeckt haben.

Zugegeben, es ist einfach, sich prinzipiell alles offenzuhalten, was denkbar wäre (oder noch nicht mal gedacht wurde). Aber darum geht's ja bei meiner Kritik: die menschliche Perspektive mit ihrer Fokussierung auf sogenanntes sichtbares Licht zu verlassen.

Mal in Wicki näher gelesen.

Das ist unfair! :D Außer dem Namen des Systems wurde im Film so gut nichts über die Gegebenheiten auf Erid gesagt! Du ziehst Fakten heran, die nicht Grundlage dieser spielerischen Diskussion sein dürften.

Bleibt im Prinzip als Primitiverstlingsrakete ein Atommotor.
Ob die das dann machen wollen, ne Atomrakete vom Planeten zu starten?

Ok, bleiben wir beim Atom. Da sie früh erkennen, dass chemische Antriebe ihnen nicht bei Wegkommen helfen, könnte ihre wissenschaftliche Entwicklung anders verlaufen sein als unsere: Das Atomzeitalter beginnt weit vor dem Raketenzeitalter. Somit könnten bereits die ersten Raketen auf einer Nukleartechnologie basieren, die unserer heutigen überlegen ist und die ihren (unseren!) Schrecken verloren hat, weil sie vollständig beherrscht wird. Die "Primitiverstlingsrakete" hätte einen Atommotor, von dem wir nur träumen können.

Edit
Gravitationswellen nehm ich als Vorschlag zurück, bevor da ein berechtigtes Veto kommt. Kein Rezeptor wäre wohl fein genug, um solche Signale aus dem molekularen "Eigenrauschen" des biologischen Gewebes selbst herauszufiltern. Da fehlen Größenordnungen. Nachgelesen.
 
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Irrelevant für diese Diskussion. You're missing the point! :)

Aber meinetwegen, ich erfinde was: Erid hat einen Gesteinsmond mit sehr tiefen Kratern, in die in keiner Phase des gemeinsamen Orbits um den Stern Sonnenlicht fällt. In so einem wurde das Xenon-Schiff gebaut. Und gestartet dann im Mondkernschatten.
 
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Ich hab dann jetzt doch mal das Lesch-Video geguckt. :P

Andy Weir? Der "Der Marsianer" geschrieben hat? :hail: Wieso sagt mir das keiner!? Buch ist bestellt. Und obwohl ich den Film unterhaltsam, aber ein wenig albern fand, wird die Lektüre ganz sicher keine Enttäuschung.
 
Irrelevant für diese Diskussion. You're missing the point! :)
Naja, der Film basiert aber auf dem Buch! :ugly:

Ich hab dann jetzt doch mal das Lesch-Video geguckt. :P

Andy Weir? Der "Der Marsianer" geschrieben hat? :hail:Wieso sagt mir das keiner!? Buch ist bestellt. Und obwohl ich den Film unterhaltsam, aber ein wenig albern fand, wird die Lektüre ganz sicher keine Enttäuschung.
Viel Spaß! :daumen:
 
Das ist unfair! :D Außer dem Namen des Systems wurde im Film so gut nichts über die Gegebenheiten auf Erid gesagt! Du ziehst Fakten heran, die nicht Grundlage dieser spielerischen Diskussion sein dürften.
Siehe oben von @RyzA
Sofern es zu einem Film ein Buch gibt, lese ich zuerst das Buch um mich hinterher darüber aufregen zu können, wie schlecht der Film das Buch umsetzt :D
Das meine ich in der Regel scherzhaft, bei "Foundation" ist das mein völliger ernst.
Selten so einen dämlichen Film gesehen, mal abgesehen von ein paar Spongebob Folgen.
Ok, bleiben wir beim Atom. Da sie früh erkennen, dass chemische Antriebe ihnen nicht bei Wegkommen helfen, könnte ihre wissenschaftliche Entwicklung anders verlaufen sein als unsere: Das Atomzeitalter beginnt weit vor dem Raketenzeitalter. Somit könnten bereits die ersten Raketen auf einer Nukleartechnologie basieren, die unserer heutigen überlegen ist und die ihren (unseren!) Schrecken verloren hat, weil sie vollständig beherrscht wird. Die "Primitiverstlingsrakete" hätte einen Atommotor, von dem wir nur träumen können.
Das kann alles sein.
Du kommst aber kaum drumherum, dass die Gefahr einer atomaren Verseuchung im Raum steht.
Weniger her von den Abgasen (wie man evtl. irrtümlich meinen könnte), sondern aus einem Unfallgeschehen heraus.
Kommt jetzt eben drauf an, wie die Rockys diesbezüglich ticken.
Kann ich aber nicht beurteilen.

Da der Rocky im Film prima Ketten aus Xenongas in Handarbeit knüpfen kann, halte ich es dann für wahrscheinlicher, dass die sich irgendwas "haptisches" überlegen und evtl. eine Art Weltraumlift bauen - also nicht aus Xenongas, versteht sich.
Der Grund, dies zu tun, bleibt dennoch offen.
 
Womöglich gehe ich als Nichtwissenschaftler einfach unbefangener (oder unbedarfter, wenn dir das lieber ist) an solche Sachen ran. Während ich noch denke, warum nicht, sagst du schon: "Eher nein, denn ...".

Du kommst aber kaum drumherum, dass die Gefahr einer atomaren Verseuchung im Raum steht.

Nur mal als Idee: Kennst du "Conan, das Bakterium"? Ich verzichte auf Links, kann ja jeder nachschlagen, den das interessiert. Wenn es eine so widerstandsfähige Lebensform sogar auf der strahlungsarmen Erde gibt, wie könnte sich Biologie dann auf einem Planeten entwickelt haben, auf dem hohe Radioaktivität Standard ist? Füttere mal die KI deines Vertrauens mit dieser Ausgangsbasis. Ich fand die Lektüre hochspannend, ohne das jetzt alles wiedergegeben zu wollen. Nur ein Zitat aus der Konklusion:

Da Radioaktivität auf ihrem Planeten als normale Energiedichte verstanden wird, betrachten ihre Ingenieure chemische Verbrennung als primitive, ineffiziente Spielerei.
Wenn sie den Sprung von ihrer schweren 2g-Welt schaffen wollen, greifen sie ganz selbstverständlich zu Nuklear-Puls-Antrieben oder Kernfusions-Triebwerken. Die Vorstellung, hunderte kleine Atombomben hinter dem eigenen Raumschiff zu zünden, löst bei ihren Astronauten keine Angst aus, sondern wirkt so banal wie ein Verbrennungsmotor für uns.

Zurück zum Ursprung: Buch ist da, mal sehen, was die Lektüre hergibt. Kann aber dauern, bis ich mich aufraffe, wieder Papier zu lesen. Die 500 Seiten "Marsianer" hab ich seinerzeit allerdings in wenigen Tagen verschlungen. Jahre vor der – dort recht gelungenen – Verfilmung.
 
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Es wurden dieses Jahr 3 Mathematiker und eine Mathematikerin mit der Fields-Medaille ausgezeichnet.
Ich finde das faszinierend wie diese talentierten Menschen schwierige mathematische Probleme lösen.
Selbst bleibt mir das verwehrt und ich kann nur staunen!
 
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