Der "Naturwissenschaften" Thread

Obwohl es heutzutage ja (statistisch gesehen) viel mehr hochintelligente Menschen gibt.
Ich denke, dass es nicht um Hochintelligenz geht (oder zumindest nicht zwangsweise).
Die exemplarisch Genannten (und viel ungenannte) hatten einen Geistesblitz und waren in der Lage, diesen Blitz reproduzierbar aufs Papier zu bringen.
Ob beim Spazieren, auf dem Klo oder unter der Dusche ist grad egal.

Die Leute damals hatten größere Freiheiten beim Denken, sie erschufen jene Gedankenmodelle, an die wir uns heute fast sklavisch halten. Kritik können sich nur die ganz große Namen leisten und selbst die machen das wohlüberlegt - es geht um Reputation und den wohldotierten Anstellungsvertrag.

Bestes Beispiel ist aktuell die KI Branche.
Die boomt nicht, weil es lauter Cracks sind oder wir nun die Rechenkapazitäten haben, sondern weil ein noch nicht zementiertes Regelwerk ihre Geistesblitze eben nicht einschränkt.
 
Die Leute damals hatten größere Freiheiten beim Denken, sie erschufen jene Gedankenmodelle, an die wir uns heute fast sklavisch halten.
Diese Unterscheidung zu heute würde ich nicht treffen. Einstein löste sich gegen massive Widerstände seiner Zunft von der zementierten Newtonschen Physik, der seinerseits eine völlig neue Sicht auf das Funktionieren der Welt geschaffen hatte. Muss jetzt nicht zu Kopernikus oder Galilei zurückgehen, um zu behaupten: Jeder neue große Gedanke muss sich gegen die Beharrungskräfte seiner Zeit durchsetzen, damals wie heute. Die Theorien und Experimente der großen von dir genannten Namen der Quantenmechanik mussten ja zunächst auch um Anerkennung kämpfen. Nicht zuletzt gegen – genau, Einstein. Da der Mechanismus "neu vs. etabliert" hinlänglich bekannt ist, sollte er kein Hindernnis für out-of-the-box-thinking sein. Eigentlich.

Kritik können sich nur die ganz große Namen leisten und selbst die machen das wohlüberlegt - es geht um Reputation und den wohldotierten Anstellungsvertrag.
Verstehe. Ist auch immer einfach, von der Seitenlinie aus in Richtung Spielfeld zu meckern. Ich glaube trotzdem, dass es am genialen Gedanken fehlt, der dann auch nicht an Strukturen scheitern würde. Wie heißt es? "Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist." Müssen wir halt weiter warten, bis ihr uns die Welt erklären könnt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Unterscheidung zu heute würde ich nicht treffen. Einstein löste sich gegen massive Widerstände seiner Zunft von der zementierten Newtonschen Physik, der seinerseits eine völlig neue Sicht auf das Funktionieren der Welt geschaffen hatte. Muss jetzt nicht zu Kopernikus oder Galilei zurückgehen, um zu behaupten: Jeder neue große Gedanke muss sich gegen die Beharrungskräfte seiner Zeit durchsetzen, damals wie heute. Die Theorien und Experimente der großen von dir genannten Namen der Quantenmechanik mussten ja zunächst auch um Anerkennung kämpfen. Nicht zuletzt gegen – genau, Einstein. Da der Mechanismus "neu vs. etabliert" hinlänglich bekannt ist, sollte er kein Hindernnis für out-of-the-box-thinking sein. Eigentlich.
Auch wieder wahr, vermutlich bin ich diesbezüglich auch schon gefangen...
 
Wenn man aber eine "Theory of everything" finden würde, dann würde das doch bedeuten das ALLES determiniert ist oder nicht? Dann wäre doch jeder Vorgang im Universum vorhersehbar und berechenbar.
 
Wenn man aber eine "Theory of everything" finden würde, dann würde das doch bedeuten das ALLES determiniert ist oder nicht? Dann wäre doch jeder Vorgang im Universum vorhersehbar und berechenbar.
Vermutlich bleibt das ein feuchter Traum.
Ich persönlich sehe die heißersehnte "Weltenformel" nicht ein Mal im Ansatz am Horizont.
 
Solche Doktortitel kenne ich. :D
Ich habe den Titel im Rahmen meiner Dissertation erworben.
Diese war Grundlage, dass ich überhaupt einen ordentlichen Job bekommen habe.
Durchaus vergleichbar, mit der Notwendigkeit, einen Gesellenbrief, einen Meistertitel oder Ingenieurstitel zu bekommen, um beruflich voran zu kommen.
Wenn ich mir manche Vorausetzungen für einen Meister angucke, dann behaupte ich mal, der meinige Aufwand für die Dissertation hielt sich in Grenzen.
Das kenne ich von meinem Bruder. Der hat seinen Doktor in Biologie gemacht, um überhaupt einen job an der Uni Ulm zu bekommen und das war noch eine halbe Doktorstelle, weil der Staat konsequent an der Bildung bei Hochschulen gespart hatte.
Heute arbeitet er in der Wirtschaft, verdient mehr Geld und hat weniger Stress.
Die eigentliche Herausforderung besteht darin, ein Thema zu finden und abzuhandeln, das zuvor noch kein Mensch abgehandelt hat (theoretisch). Das ist in der Quantenoptik problemlos, da eh völliges Neuland.
Die Quantenphysik bietet ja überall noch Neuland.
Man kann das auch mit anderen naturwissenschaftlichen Bereichen vermischen.
Es braucht eine neue Quantenphysik, um die Entstehung des Lebens erklären zu können, ab wann aus toter Materie lebendige Materie wird.
Fachidiot klingt besser :daumen:
Sag einfach "Wissender". :D
Wenn man aber eine "Theory of everything" finden würde, dann würde das doch bedeuten das ALLES determiniert ist oder nicht? Dann wäre doch jeder Vorgang im Universum vorhersehbar und berechenbar.
Findet man aber nicht. Heisenberg ist überall.
Wollen wir wirklich alles Wissen?
Natürlich.
 
Wenn sie alles erklären kann ist das Universum auch deterministisch.
Sie soll die vier Grundkräfte erklären können, Dazu die Kosmologie, also dunkel Materie und dunkle Energie. Dazu soll sie die Masse und die Elementarkräfte erklären.
Deterministisch kann sie nicht sein, weil Heisenberg herumgeistert.
 
Mich würde mal interessieren ab wann genau nun die Quantenwelt aufhört und die Materielle beginnt. Es soll ja so sein dass sogar Atompakete sich wie subatomare Teilchen verhalten, sogar fast schon sichtbare Masse bestehend aus diesen Atompaketen soll sich noch wie ein Subatom verhalten. Als ob die Quantenwelt und die materielle Welt in sich gehend, und gleichermaßen gültig sind. Ergo es gibt garkeine Grenze zwischen atomarer u subatomarer Welt ?
 
Außerdem dachte ich das die "Weltformel" alles vereinen will. Relativitätstheorie und Quantenmechanik. :ka:
Ja. Wie geschrieben bedeutet das aber nicht, dass das Universum deterministisch wird, jedenfalls nicht im Laplace'schen Sinne ("Wenn ich den genauen Standort und das Momentum jedes Atoms im Universum kenne, kann ich die gesamte Vergangenheit und Zukunft unseres Universums vorhersagen."). Es wird "nur" erklärbar.

Nochmal kurz hierzu:
Obwohl es heutzutage ja (statistisch gesehen) viel mehr hochintelligente Menschen gibt.
Ich kenne keine Zahlen dazu, aber: Ist das so? Oder wird vielleicht nur mehr getestet und gefördert? Mal China und Indien genommen mit ihren zusammen bald drei Milliarden Leuten: Vor 50 Jahren standen dort mehrheitlich Grundbedürfnisse, sprich: der tägliche Kampf ums Überleben, im täglichen Fokus. Erst mit steigendem Wohlstand von Gesellschaften entsteht die Freiheit, in der ganzen Breite der Bevölkerung nach Talenten zu suchen.
 
Mich würde mal interessieren ab wann genau nun die Quantenwelt aufhört und die Materielle beginnt. Es soll ja so sein dass sogar Atompakete sich wie subatomare Teilchen verhalten, sogar fast schon sichtbare Masse bestehend aus diesen Atompaketen soll sich noch wie ein Subatom verhalten. Als ob die Quantenwelt und die materielle Welt in sich gehend, und gleichermaßen gültig sind. Ergo es gibt garkeine Grenze zwischen atomarer u subatomarer Welt ?
Angeblich konnte man das Doppelspalt-Experiment auch schon auf Molekülgröße durchführen.
Ja. Wie geschrieben bedeutet das aber nicht, dass das Universum deterministisch wird, jedenfalls nicht im Laplace'schen Sinne ("Wenn ich den genauen Standort und das Momentum jedes Atoms im Universum kenne, kann ich die gesamte Vergangenheit und Zukunft unseres Universums vorhersagen.") Es wird "nur" erklärbar.
Das ist klar. Ich meine nur "theoretisch" wenn man die Rechenpower hätte.
Aber trotzdem wäre das ein Beweis dafür das alles deterministisch ist.
Nochmal kurz hierzu:

Ich kenne keine Zahlen dazu, aber: Ist das so? Oder wird vielleicht nur mehr getestet und gefördert? Mal "nur" China und Indien genommen mit ihren zusammen bald drei Milliarden Leuten: Vor 50 Jahren standen dort mehrheitlich Grundbedürfnisse, sprich: der tägliche Kampf ums Überleben, im täglichen Fokus. Erst mit steigendem Wohlstand von Gesellschaften entsteht die Freiheit, in der ganzen Breite der Bevölkerung nach Talenten zu suchen.
Anfang des 1900 Jahrhunderts gab es nur 1/5 der Menschen von heute. Demnach ist die Wahrscheinlichtkeit statistisch gesehen 5 mal so hoch.
 
Das ist klar. Ich meine nur "theoretisch" wenn man die Rechenpower hätte.
Aber trotzdem wäre das ein Beweis dafür das alles deterministisch ist.
Nur, wenn eine GUT die Quantentheorie widerlegen würde, oder? Dann wäre die m. E. aber nicht "unified". Sonst gilt:
Heisenberg ist überall.

Anfang des 1900 Jahrhunderts gab es nur 1/5 der Menschen von heute.
Ach, du meinst in absoluten Zahlen? Das stimmt natürlich. =) Fünfmal so viele Dumme gibt's aber auch, gefühlt mehr. :lol:
 
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