Wir berufen uns also auf eine Datenlage aus unserer Beobachtungsfähigkeit von weniger als 30% freie Messung der kosm. Hintergrundstrahlung.
Es wird ja immer weiter gemessen und gegengemessen, usw.
Dass nicht wöchentlich neue Ergebnisse erscheinen, sollte klar sein.
Und kein seriöser Wissenschaftler forscht, weil die Forschungsgelder seinen Porsche bezahlen.
Damit das Modell "flaches Universum" aufgeht, wird also der Messbestand aufgenommen und festgestellt, dass in dieser 30% Probe exakt jener kritischen Masse entspricht, damit das Universum flach ist.
Man hat angefangen zu messen und egal, wo du misst, das Universum ist flach.
Was für Erkenntnisse gewinnst du dadurch, dass es ja weiterhin einen Urknall, also einen Anfang gegeben hat?
Das Universum muss unfassbar groß sein, viel größer als bisher angenommen.
Du siehst also einen Teil des Universums und dieser Teil ist auf Strecke flach.
Stell dir vor, du hockst auf einen Planeten und willst dessen Krümmung messen um festzustellen, wie groß er ist.
Aber so sehr du dich anstrengst, du misst immer 180 Grad in deinen Dreiecken.
Du hast also das Dilemma, dass du die tatsächliche Größe nicht bestdimmen kannst. Das kann sich vielleicht in Zukunft ändern, wenn man die Messmethoden verfeinert, aber genau weiß das niemand. Aber durch die besseren Messmethoden haben wir ja heraus gefunden, dass es Fluktuationen in de Hintergrundstrahlung gibt.
Es gibt also ein Ungleichgewicht in der Massenkonzentration und damit einen Hinweis zur dunklen Materie und dunkler Energie. Gleichzeitig ist sie ein Hinweis auf den endlichen Anfang des Universums.
Was das aber am Ende bedeutet, weiß noch keiner abzuschätzen. Direkt auf den Urknall werden wir aber nie blicken können, da es immer diese Mauer der Lichtundurchlässigkeit gibt.
Damit dies wiederum funktioniert, wird hypothetisch angenommen, dass es dies sog. kosmische Inflation gab.
Ja, damit arbeitet man. Anders kann man nicht beschreien, wie sich die 4 Grundkräfte voneinander getrennt haben sollen. Erst danach setzt die Friedman Gleichung ein.
Und es gibt dafür ja auch Hinweise, wie Experimente in Teilchenbeschleunigern gezeigt haben. Man kann heute die schwache Wechselwirkung und die elektromagnetische Wechselwirkung miteinander vereinen. Bei höherer Energie kommt dann auch die starke Wechselwirkung dazu. Wann die Gravitation sich mit den anderen Kräften vereint, ist bisher unbekannt. Die Gravitation hat sich vielleicht schon bei Unterschreitung der Planck Temperatur von den anderen Kräften getrennt und man müsste fragen, wieso das Universum nicht zu einem schwarzen Loch zusammen gefallen ist.
Man kann die Inflation als willkürlich bezeichnen, wie so vieles in der Kosmologie, aber sie löst Probleme, die sonst keine andere Theorie lösen kann.
Unter anderem auch erklärt sie das beschleunigte Ausdehnen des Universums (skalares Quantenfeld und abnehmende Energiedichte sind für mich mathematisch betrachtet schwer Neuland. Ich hab da eine Formel zu gesehen und zuckte mit den Schultern -- Hä?

).
Yo, mei, kann man machen, damit man in der eigenen Wissenschaftsblase bleibt.
Aber selbst das gängigste Lambda-CDM-Standardmodell stellt fest:
Es ist immer besser, mit einfachsten Mitteln etwas zu beschreiben anstatt mit komplizierten Formeln etwas erklären, das man noch nicht verstanden hat.
Vielleicht irren wir uns auch beim Alter, aber bisher hat eben keiner einen Stern entdeckt, der älter als das Universum selbst ist.
Und, das Lambda-CDM-Standardmodell geht absolutistisch von der Grundannahme aus, dass unser Universum nicht in eine größere Struktur eingebettet ist - was wir schlicht weg nicht wissen.
Davon muss man ausgehen, da bisher jede Messung gezeigt hat, dass das beobachtete Universum flach ist.
Wenn dem nicht so wäre, hätte man eine Krümmung festgestellt.
Das ist unstrittig.
Der Mensch ist, unbedarft seiner Messungen und Berechnungen, lediglich in der Lage , den euklidischen Raum wahrzunehmen.
Korrekt. Die gekrümmte Raumzeit können wir nicht sehen, aber wir können sie messen. Wieso also sollten wir die Krümmung des Universums nicht messen können?
Mei, ich kann kaum eine Theorie a la Doktorarbeit verteidigen.
Nur wenns die eigne Doktorarbeit ist.
Ich finde den Ansatz per se spannend, dass mit der Ausdehnung des Universums sich die entstehende Dunkle Energie in den schwarzen Löchern ansammelt und dafür zuständig ist, dass das Universum dadurch immer weiter ausbreitet.
Wie das genau funktioniert

Aber diese Hypothese ist im Prinzip genau so wackelig wie alles andere bisher vorliegende.
Das Problem ist ja, dass sich die Anzahl der schwarzen Löcher nicht mehr so signifikant steigert, die dunkle Energie mit der Ausdehnung des Universums weiter steigt.
Wie willst du das erklären? Dass die Energie in der Singularität steigt? Dann müsste es ja massenweise schwarze Löcher in den Leerräumen geben. Wenn dem so wäre, müsste man einen Effekt sehen. Entweder eine Einstein-Linse oder genau das Gegenteil. Dem ist aber nicht so.
Die Hypothese passt nicht zu dem, was wir beobachten.
Also, man muss ich ja nur vor Augen führen, was die bisherige Kosmologie aussagt:
Damit der Raum sich so ausdehnt, wie er es getan hat, bedarf es einer kosm. Inflation
Die dazugehörige Dunkle Energie ist lediglich eine Beschreibung des Effekts, damit man die beschleunigte Ausdehnung des Universums erklären kann und diese ist von 0 auf mittlerweile ca. 72% aller Energie/Materie angewachsen. (Gretchenfrage: woher?)
Woher die Energie kommt und wieso sie kontinuierlich ansteigt, weiß keiner.
Gilt der erste Hauptsatz der Thermodynamik auch für das Universum?
Wir wissen es nicht. In unserer Welt gilt die Thermodynamik.
Die Thermodynamik lässt jeden verstummen, der an freie Energie und mehr raus als rein glaubt.
Damit das funktioniert bedarf es dunkler Materie, weil die beobachteten Anziehungskräfte im Universum mit kosm. Inflation nicht funktioniert.
Dunkle Materie brauchst du auch, um die Strukturen des Universums zu erklären. Ohne dunkle Materie keine Galaxien.
Jeder, der die dunkle Materie ablehnt, muss das erklären können.
Sprich, damit die Theorie bzw. die Formeln als ganzes funktionieren, musste der Mensch ca. 95% nicht beobachtbare/nicht deketierbare und rein hypothetische DM und DE dem Universum hinzufügen.
Weiss dies das Universum auch?
Das ist natürlich ist das ein Dilemma. Aber bisher funktioniert diese Annahme und vielleicht finden wir in den nächsten 50 Jahren heraus, was dunkle Materie ist.
Es bleibt spannend in der Forschung. Stay tuned.
