Erste Versuche, mit Hilfe von KI die Eigenschaften des supermassereichen Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße zu bestimmen, liefern ein erstaunliches Ergebnis. Demnach rotiert das 4,3 Millionen Sonnenmassen schwere Objekt nahezu mit seiner maximal möglichen Geschwindigkeit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Michael Janssen von der Radboud University in den Niederlanden anhand von Daten der Event Horizon Telescope-Kooperation (EHT). Wie das Team nun in der Fachzeitschrift »Astronomy & Astrophysics« berichtet, passen die Daten am besten zu einer Rotation mit 80 bis 90 Prozent der höchsten theoretisch möglichen Geschwindigkeit, und die einfallende Materie umkreist das Loch in der gleichen Richtung. Die Resultate stimmten mit Richtwerten überein, die anhand von Beobachtungen ermittelte wurden, seien aber deutlich präziser, schreibt die Arbeitsgruppe. Allerdings seien die theoretischen Modelle hinter der Arbeit noch nicht perfekt.