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Der Kunde ist kein König - Verbraucherschutz oft mangelhaft bei Online-Händlern

skyboo

Schraubenverwechsler(in)
AW: Der Kunde ist kein König - Verbraucherschutz oft mangelhaft bei Online-Händlern

So gerne ich Amazon selber nutze, ich weiß leider wie es dahinter aussieht. Denn der Händler wird jetzt ein ernsthaftes Problem bekommen, bei Amazon herrscht in dieser Beziehung eher eine Schreckensherrschaft und selbst die kleinen Anbieter werden dort geknechtet und geknebelt, so dass sie lieber die Waren zurücknehmen als ihre gesetzlichen Ansprüche geltend zu machen. Wir als Kunden sehen das als "Kundenservice" an, aus Unternehmersicht ist dies aber Harakiri und wirtschaftlicher Selbstmord. Es wird uns auf Dauer nicht gut zu Gesicht stehen, denn wir sind noch ein paar Jahre entfernt, aber kurz davor, dass Amazon sich als Quasimonopolist etablieren kann und dann werden wir schon sehen was wir davon haben.

Aber in DE ist es sowieso sehr schwer für Onlinehändler. Die ehrlichen unter denen werden sehr schnell mit schwarzen Schaafen verglichen, die die wirklichen Support anbieten werden teils wie die örtlichen Abieter als Supportsklave auzsgenutzt nur um dann doch beim günstigsten zu kaufen usw. Amazon wird hier von Kunden über den Klee gelobt, weil sie die Kämpfe eben auf den Rücken der Unternehmer ausfechten und diese teilweise mit 15-20% Provisionen, einbehaltenen Beträgen oder Kontosperrungen drangsalieren. Für einen kleinen Händler kann dies und wird dies regelmäßig das Ende sein. Die wenigsten werden zwei Monatsumsätze auf der hohen Kante haben und können bei ausbleibenden Auszahlungen ganz schnell nicht mehr zahlen. Zack, Licht aus!

Das trifft es sehr genau - ich habe bei 2 Arbeitgebern erlebt wie Amazon mit Lieferanten umspringt bzw. wie sie ihre Vertragsklauseln nutzen, außerdem von Kunden meiner Arbeitgeber von eingefrorenen Auszahlungen oder z.B. Abzügen (z.B. für den Kunden der bei Amazon meckert weil der Händler nicht spurt) von den erwirtschafteten Beträgen gehört.

Das große Problem für viele direkte Zulieferer von Amazon ist der Umsatz, den sie kaum auffangen könnten wenn sie das Geschäft mit Amazon stoppen, für Marketplace-Händler ist oft das Problem, dass sie die Kunden nicht auf ihre eigenen Plattformen kriegen.

Die größten Marketplace-Händler in DE machen einen extem guten Job - nicht nur sind sie schnell und meist kulant bei Versand, Service etc. - nein, die sind es auch, die die neuen Artikel zu Amazon bringen bevor Amazon den Krams dann selbst sourced oder gleich als Amazon Basics Produkt mit Preisdumping die eigenen Marketplace-Händler wegkickt. Problem der Marketplace-Händler: ohne Amazon kriegen sie nix verkauft, mit Amazon müssen sie gegen eine Windmühle kämpfen.

Ich kaufe so viel wie möglich bei Ebay und deutschen Onlinehändlern deren Namen ich lange kenne - im Normalfall sind Ebay-Verkäufer (oft Italien oder Frankreich) und auch deutsche Onlineshops nicht wesentlich langsamer als Amazon.

*edit* Ach ja... und bevor es hier in der Stadt gar nix mehr gibt kaufe ich gerne auch mal was vor Ort... einfach mal hinfahren... unser Expert, der Euronics und selbst der kleine Elektroladen in der Stadt sind nicht viel teurer als Online wenn man bedenkt, dass ich das Produkt gleich habe und auch noch einen - bisher immer sehr kulanten - Ansprechpartner vor Ort.
 

Phobos001

Freizeitschrauber(in)
AW: Der Kunde ist kein König - Verbraucherschutz oft mangelhaft bei Online-Händlern

Muss ich leider auch feststellen bei uns im Industriegebiet ist so ein Kleidungsgeschäft welches Marken allerhand bietet, ähnlich wie P&C.

Was ich dort erlebt habe ist einfach Wahnsinn. Da fragt man nach einem Hemd, da kommt als freche Antwort die ungefähr so war "Was denkst du denn?! Entweder so ODER so, beides gibts beim (Marke) nicht" Und das in einer Tonart das ist unfassbar.
Da habe ich mir dann nur gedacht, hätte er das freundlich gesagt, ok schade kann man nichts machen aber so?

Minuten später eine "Verkäuferin" bringt einer Frau 4-5 Oberteile zur Kabine da sagt die Frau, "ich habe Ihnen doch eben gesagt das so sowas eher nicht so schön finde" (Ganz ruhig...) Da sagt die Verkäuferin kacken dreist "Ja wofür bringe ich Ihnen dann hier noch Sachen? Da verdiene ich ja nichts dran wenn sie jetzt nur die zwei Sachen kaufen"

Also da habe ich meinen Kollegen angeschaut und gesagt "Was ein Laden, da braucht man sich nicht wundern das der Einzelhandel ausstirbt"

Ich hab ja für vieles Verständnis aber sowas geht echt garnicht.
Nun diese Geschichten gehen auch in die andere Richtung.
Während meiner Studiumszeit habe ich mir an einer Tankstelle ein paar zusätzliche Kröten verdient.
Was man sich als Verkäufer anhören darf ist teils an Dreistigkeit nicht zu überbieten, und irgendwann reicht es dem besten und freundlichsten Angestellten.

Das fängt bei den grundlegendsten sozialen Gepflogenheiten an.
Dinge wie "Hallo,Bitte,Danke,Wiedersehen" sind heutzutage schon Luxus.
Die Angestellten werden blöd angeblafft, und wehe es geht etwas mal nicht nach ihrem Kopf.

"-Nein tut mir leid, ich kann den 500€ Schein bei einem Betrag von 1,85€ aus Sicherheitsgründen nicht annehmen, wie sie es auch den Aufklebern an den Zapfsäulen sowie unserer Eingangstür entnehmen können.
Ich bitte Sie um Verständnis.

- Das ist aber unfreundlich, ich gehe mich bei DEINEM Chef beschweren"

Wenn Kunden auch wie solche behandelt werden wollen, sollten diese sich auch wie Kunden benehmen, und nicht wie das exemplarische Beispiel einer narzisstischen Persönlichkeit.
Und diese sind dieser Tage weit in der Überzahl.


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Rolk

Lötkolbengott/-göttin
AW: Der Kunde ist kein König - Verbraucherschutz oft mangelhaft bei Online-Händlern

So ein 500 € Schein Beispiel habe ich auch, aber umgekehrt. "Den 500 € Schein können wir nicht annehmen (bei einer ~480 € Rechnung und keinerlei Hinweis das keine 500 € Scheine angenommen werden). Wenn sie nicht anderweitig bezahlen können müßen sie die zwei Paletten Mineralwasser wieder ausladen." :ugly:

Die andere Seite mit Kunden der unverschämtesten Art kenne ich leider aber auch.
 

cryon1c

Volt-Modder(in)
AW: Der Kunde ist kein König - Verbraucherschutz oft mangelhaft bei Online-Händlern

So ein 500 € Schein Beispiel habe ich auch, aber umgekehrt. "Den 500 € Schein können wir nicht annehmen (bei einer ~480 € Rechnung und keinerlei Hinweis das keine 500 € Scheine angenommen werden). Wenn sie nicht anderweitig bezahlen können müßen sie die zwei Paletten Mineralwasser wieder ausladen." :ugly:

Die andere Seite mit Kunden der unverschämtesten Art kenne ich leider aber auch.

Also wenn mir im Restaurant mitten in Köln (nach der Gamescom) gesagt wird - keine Kartenzahlung und mein Chef der für alle knapp 200€ zahlen will zum Geldautomaten rennt in einer Stadt die er nicht kennt, dann ist das NICHT kundenfreundlich.
Der Kunde darf ein König sein und sich über jeden Mist aufregen und Händler sowie Dienstleister müssen das akzeptieren und höflich umsetzen. Aber die haben kein Bock. Solche Kleinigkeiten wie eine Kartenzahlung oder Barzahlung ablehnen sorgen beim Kunden nicht gerade dafür das er gerne wieder hingeht. Die richtige Antwort wäre - geben sie mir eine Minute, ich regel das. So und nicht anders.

P.S. Hab selbst mit VIP Kunden zu tun, nur wenn etwas gar nicht machbar ist wird denen was verwährt - aber gleichzeitig was anderes angeboten damit die einen guten Service bekommen, immer.

Der Kunde kann ein Psychopat sein, ein Diktator oder einfach ein Idiot, er ist und bleibt König und der Service muss passen.
 
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