Der Herr der Ringe - Die Ringe der Macht: Der erste Trailer zur neuen Amazon-Serie ist da!

Alles richtig was du sagst, außer der Erzählstruktur, die ist irrelevant in dieser Diskussion. Leider treffen deine Argumente nicht auf Tolkiens Mittelerde zu, denn Tolkien hat seine Welt und die Völker sehr wohl minutiös beschrieben.
Wenn du magst, hör' die mal diesen Kommentar an:
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Danke für's Teilen! Schaue ich mir später zu Hause mal an. Falls in dem Video tatsächlich beschrieben wird, dass Tolkien alle seiner Wesen Hautfarben zugewiesen hat, könnte man vorneweg darüber sinnieren, ob Tolkiens Weltbild nicht aus einer bestimmtem Zeit ist, die heute eher fragwürdig zu betrachten ist.
Sowas wird in der Sozialwissenschaft ja auch kritisch reflektiert. Zum Beispiel gilt Immanuel Kant als einer der einflussreichsten Philosophen des modernen "westlichen" Denkens, trotzdem war der Kerl rassistisch sozialisiert und hat auch dahingehend ganz abstruse Gedanken geschildert, die heute zurecht kritisiert werden. Daher ist es auch okay, Schriftsteller und ihre Werke kritisch zu differenzieren, insbesondere wenn sie einen ausschließenden Charakter haben.
 
@Birdy84 Aber warum ist es denn so schlimm, dass da jetzt auch andere Hautfarben vorkommen? All das Theater, wofür? Den meisten Menschen wird es nichtmal auffallen.
Das habe ich leider immernoch nicht verstanden.

Wakanda ist ein schlechtes Beispiel, da meiner Meinung nach Wakanda als großer Mittelfinger für die westlich amerikanische Kultur designed wurde, die immer von oben auf Afrika und deren Bewohner herab gesehen hat. Da würde eine Änderung der Ethnien das Konzept von Wakanda verändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für's Teilen! Schaue ich mir später zu Hause mal an. Falls in dem Video tatsächlich beschrieben wird, dass Tolkien alle seiner Wesen Hautfarben zugewiesen hat, könnte man vorneweg darüber sinnieren, ob Tolkiens Weltbild nicht aus einer bestimmtem Zeit ist, die heute eher fragwürdig zu betrachten ist.
Ja, könnte man. Nun hat er allerdings für seine Welt eine recht konkrete historische und mythologische Vorlage gewählt. Und wenn man seine Geschichten kennt, dann wäre es absurd ihm einen rassistischen Hintergrund zu zuschreiben. Denn HdR erzählt ja genau das Gegenteil. Es zeigt doch bereits wie eigentlich Verfeindete gemeinsam erfolgreich sind und ansonsten belanglose Außenseiter plötzlich eine zentrale Bedeutung bekommen. Das lässt sich ganz einfach auf die wirkliche Gesellschaft übertragen. Aber so einfach ist es dann offenbar doch nicht für manche.

Sowas wird in der Sozialwissenschaft ja auch kritisch reflektiert. Zum Beispiel gilt Immanuel Kant als einer der einflussreichsten Philosophen des modernen "westlichen" Denkens, trotzdem war der Kerl rassistisch sozialisiert und hat auch dahingehend ganz abstruse Gedanken geschildert, die heute zurecht kritisiert werden. Daher ist es auch okay, Schriftsteller und ihre Werke kritisch zu differenzieren, insbesondere wenn sie einen ausschließenden Charakter haben.
Volle Zustimmung.

@Birdy84 Aber warum ist es denn so schlimm, dass da jetzt auch andere Hautfarben vorkommen? All das Theater, wofür? Den meisten Menschen wird es nichtmal auffallen.
Das habe ich leider immernoch nicht verstanden.
Ich versuche es mal mit einer Gegenfrage deutlich zu machen: Warum bedarf es einer Änderung an der Vorlage und was soll durch diese Änderung besser werden? Die Frage stellt sich erst recht, wenn es deiner Meinung nach, kaum jemandem auffällt. Warum riskieren die Kenner zu entfremden?
 
@Birdy84 Vielleicht haben die Schauspieler beim Vorsprechen so brilliert, dass sie das Risiko eingegangen sind. Warum sollte die Hautfarbe heute generell noch eine Rolle spielen oder gar ein Hinderniss sein, solange es nicht um Geschichte geht?
 
Ja, könnte man. Nun hat er allerdings für seine Welt eine recht konkrete historische und mythologische Vorlage gewählt. Und wenn man seine Geschichten kennt, dann wäre es absurd ihm einen rassistischen Hintergrund zu zuschreiben. Denn HdR erzählt ja genau das Gegenteil. Es zeigt doch bereits wie eigentlich Verfeindete gemeinsam erfolgreich sind und ansonsten belanglose Außenseiter plötzlich eine zentrale Bedeutung bekommen. Das lässt sich ganz einfach auf die wirkliche Gesellschaft übertragen. Aber so einfach ist es dann offenbar doch nicht für manche.
Na ja, wenn du rein phänotypisch die Mehrheit der Weltbevölkerung in einer global-vernetzten Welt ausgrenzt, hat es wenig Verbindendes. Ich finde die von dir beschriebene Allegorie super, daher wäre es doch dann auch total im Geiste von Tolkien wenn in einer global-vernetzten Welt der Zugang zu seinen Werken, nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch geschaffen wird, indem Menschen der ganzen Welt vorkommen.
Warum bedarf es einer Änderung an der Vorlage und was soll durch diese Änderung besser werden? Die Frage stellt sich erst recht, wenn es deiner Meinung nach, kaum jemandem auffällt.
Ich bin nicht dieser Meinung und finde es wichtig, dass Pluralität sichtbar gemacht wird. Ich arbeite an einer Schule und kriege auch von schwarzen Kindern erzählt. dass sie es toll finden, dass der neue Spiderman (Miles Morales) auch wie sie aussieht. Ich glaube tatsächlich, dass das eine Position ist, die man nicht so auf Anhieb verstehen kann, wenn man nicht die Erfahrung gemacht hat. Weiß-Sein ist fast überall die Norm und somit auch unbewusst ein Ideal in den Köpfen vieler Menschen. Ich habe einen tunesischen Freund, der mir erzählt hat, dass er als Kind immer gerne blond und hell sein wollte und tatsächlich deckt sich das, mit dem Sozialexperiment, bei dem Kinder verschiedener Hautfarben Puppen verschiedener Hautfarben auswählen sollten. Selbst die schwarzen Kinder nahmen die blonden, weißen Puppen und besetzten diese mit positiven Attributen, wie hübsch, toll, beliebt usw. He-Man war blond, in US-Filmen sind die meisten Helden in den 80/90er weiße Männer, während dunkelhäutige oder schwarze oft negativ besetzt wurden usw.
Das macht etwas mit dir, wenn du selber nicht weiß bist. Daher finde ich es naiv, wenn die Leute meinen, dass Hautfarben keinen Unterschied machen. Tun sie wohl!
Man schafft einfach dadurch ein positives Verhältnis zum eigenen Aussehen, wenn in Filmen/Serien/Games/Comics Helden und Gute auch wie du aussehen und nicht immer die Bösen/die Zuhälter/ die Gangster/ die Terroristen sind.

Aber letzteres, und da gebe ich dir vollkommen recht Birdy, darf nicht auf Teufel komm raus geschehen und gezwungen sein. Es soll mit Qualität geschehen.
 
Also, ich finde den Trailer erst einmal interessant.
In wie fern die Story dann gut ist, weiss man eigentlich erst dann, wenn man mal ein paar Folgen angeschaut hat.
Die Chance bekommt die Serie von mir.

Die oben anstehende, etwas merkwürdige Diskussion bzgl. Rassen und Hautfarben interpretiere ich mal so, das kaum einer mal das Buch Silmarillion (bzw. den umfangreichen Anhang) gelesen hat.

Film schauen als Wissensgrundlage bei Tolkien ist Schwachsinn, die Bücher müssen gelesen werden.
Und bevor man mit "Herr der Ringe" zu lesen anfängt, muss man das Silmarillion auswendig kennen, sonst versteht man ja nur die Hälfte, was Tolkien geschrieben hat.

Es ist ganz klar das Land Near Harad erwähnt, in dem es Kamele und Olifanten gibt und weit südlicher (unkartiert) die dunkelhäutigen Völker leben.
Mittelerde ist ja letztlich nur ein kleiner Ausschnitt eines viel größeren Kontinents und wenn man so will, das literarische Pendant zu Europa.

Tolkien hat bewußt oder unbewußt das elbische Volk der Avari nie näher beschrieben.
Es gibt eine einzige Stelle auf hunderten von Buchseiten, dass diese evtl. südlich von South Gondor und somit originär aus den Ländern Near Harad oder südlicher abstammen.

Nimmt man nun zur Kenntnis, dass Jahrtausende zw. den bekannten Ringgeschichten und der jetzigen Serie liegen, kann man durchaus glaubhaft ein dunkelhäutiges Elbenvolk darstellen.

PS: Noch vergessen: Witziger Weise heissen die Avari auch "Dunkelelben" oder "Wildelben":

und gelten nach dem link evtl. als Ahnen der Orcs.
 
Zuletzt bearbeitet:
Immerhin hat Gimli hauptberuflich einen ganzen Motorpark
5cb832eaba94b233117262.png
 
Na ja, wenn du rein phänotypisch die Mehrheit der Weltbevölkerung in einer global-vernetzten Welt ausgrenzt, hat es wenig Verbindendes. Ich finde die von dir beschriebene Allegorie super, daher wäre es doch dann auch total im Geiste von Tolkien wenn in einer global-vernetzten Welt der Zugang zu seinen Werken, nicht nur erzählerisch, sondern auch optisch geschaffen wird, indem Menschen der ganzen Welt vorkommen.
Man hat keine Verbindung zu einem Charakter nur wegen seines Aussehens, sondern wenn er gut geschriebenen ist. Es ist einfach sehr platt, wenn ein Medium dem Konsumenten Oberflächkeiten so offensichtlich unter die Nase reibt. Die alten Star Treks zeigen wunderbar, wie es stimmig geht.

Ich bin nicht dieser Meinung und finde es wichtig, dass Pluralität sichtbar gemacht wird.
Richtig, aber wie du unten sagst und wie schon zu "Black Dynamite" geschrieben wurde, muss der Kontext passen. Wenn nicht, verfehlt die Geschichte u.U. ihre Wirkung. Wenn Wakanda oder "Black Dynamite" zur Hälfte aus irgendwelchen Ethnien bestehen würde, würde das grundsätzlich die Handlung untergraben.

Aber letzteres, und da gebe ich dir vollkommen recht Birdy, darf nicht auf Teufel komm raus geschehen und gezwungen sein. Es soll mit Qualität geschehen.
Genau.
Hast du dir das Video aus dem Link ansehen können?

@Birdy84 Vielleicht haben die Schauspieler beim Vorsprechen so brilliert, dass sie das Risiko eingegangen sind. Warum sollte die Hautfarbe heute generell noch eine Rolle spielen oder gar ein Hinderniss sein, solange es nicht um Geschichte geht?
Das Argument mit dem Casting halte ich für an den Haaren herbeigezogen. Denn auch das ist letztlich in einem gewissen Rahmen kein Hindernis um sich an die Vorlage zu halten.
Ich sehe das auch unabhängig von einem geschichtlichen Zusammenhang. Gerade hier im Forum wurde zuletzt wieder Stimmern laut, wenn Spiele in D, nicht wie vom Produzenten erdacht, veröffentlich werden. Das lässt sich auf diese Situation um Tolkiens Werke auch übertragen.
 
dass Tolkien alle seiner Wesen Hautfarben zugewiesen hat, könnte man vorneweg darüber sinnieren, ob Tolkiens Weltbild nicht aus einer bestimmtem Zeit ist, die heute eher fragwürdig zu betrachten ist.
Mit "Hautfarbe" hat das praktisch nix zu tun!


Sowas wird in der Sozialwissenschaft ja auch kritisch reflektiert. Zum Beispiel gilt Immanuel Kant als einer der einflussreichsten Philosophen des modernen "westlichen" Denkens, trotzdem war der Kerl rassistisch sozialisiert und hat auch dahingehend ganz abstruse Gedanken geschildert, die heute zurecht kritisiert werden. Daher ist es auch okay, Schriftsteller und ihre Werke kritisch zu differenzieren, insbesondere wenn sie einen ausschließenden Charakter haben.
Du kommst hier mit dem Kampfbegriff Wissenschaft und redest trotzdem von Hautfarbe. Daran sieht man, dass du im Grunde ideologisch argumentierst.
Natürlich ist die Hautfarbe bei verschiedenen Völkern unterschiedlich ausgeprägt. Andere Eigenschaften sind aber natürlich auch anders ausgeprägt. Aber aus irgendeinem Grund kommst du immer wieder auf "Farbe", das Totschlagargument Rassismus und relativierst westliche Kultur.

Objektiv geht anders.
 
@Brontomimo :
Was genau ist denn jetzt eigentlich Dein Kritikpunkt an dem Trailerschnipsel, der primär aus ein paar Landschaftsrenderings und geschminkten Schaupielern besteht?
...um mal wieder ins topic zu kommen...
 
Man hat keine Verbindung zu einem Charakter nur wegen seines Aussehens, sondern wenn er gut geschriebenen ist.
Das eine schließt das andere nicht aus. Das Gesamtkonzept muss stimmen und ich denke, dass man darüber keine pauschalen Aussagen treffen kann (wie so oft im Leben). Ich kann verstehen, dass Menschen sich auch durch äußerliche Merkmale repräsentiert sehen wollen.
Richtig, aber wie du unten sagst und wie schon zu "Black Dynamite" geschrieben wurde, muss der Kontext passen. Wenn nicht, verfehlt die Geschichte u.U. ihre Wirkung. Wenn Wakanda oder "Black Dynamite" zur Hälfte aus irgendwelchen Ethnien bestehen würde, würde das grundsätzlich die Handlung untergraben.
Wobei das ein Äpfel und Birnen - Vergleich ist. Sowohl bei Black Dynamite, als auch bei Black Panther ist Empowerment und Selbstermächtigung von Black People ein essenzielles Kernthema. Wüsste nicht, dass es in Tolkiens Werken um Empowerment und Selbstermächtigung von Mittel-/Nordeuropäern geht.
Daher hinkt der Vergleich hier schon stark.
Genau.
Hast du dir das Video aus dem Link ansehen können?
Ja, hab es mir eben angesehen. Das Video gibt auch, die von dir beschriebene Position nur wieder, hatte daher auch keinen weiteren informellen Mehrwert in meinen Augen. Summa Summarum lautet ja die Kernaussage in etwa so: Tolkien hat sein Werk fiktiv in Nordeuropa verortet, während es Bezug auf nordische Mythologien nimmt, und in Nordeuropa leben halt weiße Menschen, daher ist das Ändern der Hautfarbe etwas, was Tolkien mit Sicherheit nicht beabsichtigt hat. Alles andere ist nur die bewusste Abschlachtung einer Franchise, um gierige Produzenten und Political Correctness-Agenda zu befriedigen.
Soweit die schon bekannte Argumentation.

Ich halte letztere Begründung jedoch für eine üble Unterstellung, die erstmal bewiesen werden muss. Das Medien-Firmen gewinnorientiert arbeiten ist halt nun mal so, wenn nun Produkte mit Diversität sich besser verkaufen, scheint es ja ne organische Entwicklung in der Gesellschaft zu sein, weil der Markt es ja sonst nicht annehmen würde. Dass das aber von einer geheimen Gesellschaft geplant und absichtlich organisiert wird, um die europäische Kultur zu zersetzen, ist mir zu sehr "Die Weisen von Zion". Und wir wissen alle, was in Deutschland geschehen ist, als die politische Führung dieses Weltbild vertrat...

Nichtsdestotrotz: Was ich nicht verstehe ist, wieso bei einem fiktiven Werk so eine dogmatische Position von manchen Personen vertreten wird. Diese beschriebene Welt ist eine fiktive und keine Wikinger-Doku, wo ich auch sagen würde, dass es etwas strange wäre, wenn Lodbrok schwarz gecastet wird. Wobei auch dort dunkelhäutige Menschen vorkommen könnten, da es Belege gibt, dass arabische Händler Kontakt und wahrscheinlich Handelsbeziehungen zu den Wikingern pflegten.

Ich frage mich halt ernsthaft, was in einem Menschen vorgeht, wenn er sich darüber aufregen kann, dass ein Hobbit oder eine Elfe schwarz ist, und damit meine ich dich nicht, weil ich an deiner Schreibweise eine gewisse Distanz zu der ganzen Sache zu erkennen meine.
Aber bei den anderen denke ich mir nur, wie hängengeblieben und realitätsfern diese Menschen sein müssen, dass ihnen die Änderung der Hautfarbe in einer fiktiven Geschichte sauer aufstoßen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
General
@Brontomimo :
Was genau ist denn jetzt eigentlich Dein Kritikpunkt an dem Trailerschnipsel, der primär aus ein paar Landschaftsrenderings und geschminkten Schaupielern besteht?
...um mal wieder ins topic zu kommen...
Ich versuche es mal chronologisch aus dem Kopf (haben den Trailer 2x gesehen):

Der Trailer macht den Eindruck, man würde mal wieder dem Narrativ eines jungen Mädchens/jungen Frau folgen (Zeitgeist). Hobbits (Harfüße) gibt es in dem Zeitalter nicht. Es soll vor Königen sein, obwohl es zuvor jede Menge Könige gab. „General“ Galadriel in menschlicher Rüstung, die dem Zeitgeist entsprechend eher wie ein Mann auftritt (generic_strong_female_character_template). In der HdR-Trilogie hat es z.B. Peter Jackson sehr gut verstanden ihre mächtige Aura rüberzubringen. Der Auftritt im Trailer wirkt im Vergleich zur Vorlage und der Trilogie unfreiwillig komisch.
Ein schwarzer Elf mit perfekt geschnittenen kurzen Haaren. Selbst bei Schwarz- bzw. Dunkelelfen handelt es sich, wie auch bei manchen Zwergen aus Gedichten der nordischen Mythologie, um „schwarz“ im Sinne von Helligkeit und Dunkelheit. Elfen werden von Tolkien als fast schon transparent mit langen Haaren beschrieben. Tolkien unterscheidet bei der Beschreibung von Elfen (auch bei Zwergen) nur Augen- und Haarfarben. Amazon präsentiert uns hier, genau wie bei der „Zwergenprinzessin“ ohne Bart und in Kleidung, die kein Zwerg tragen würde, eine Quotenbesetzung nach aktueller und transparenter Firmenpolitik. Ich zitiere:

„[….Weiteres Ziel ist die Einstellung von Schauspielern, deren Identität mit den von ihnen dargestellten Charakteren übereinstimmt, und die Besetzung von mindestens einer Rolle mit einer Person aus der LGBTQ-Gemeinschaft, einer Person mit einer Behinderung und drei unterrepräsentierten Rassen, Ethnien oder kulturellen Gruppen in jeder Produktion.“

Der Krieger Elrond ist jetzt ein Politiker, der offensichtlich ebenfalls einen Friseur in Mittelerde gefunden hat. Er erscheint, genau wie Galadriel, viel zu jung.
Bei so einem Budget habe ich auf viele praktische Effekte, ausgefeilte Kulissen, Kleidungen, Kostüme und Rüstungen gehofft. Davon war im Trailer nichts zu sehen. Ich war überrascht wie schlecht das CGI bei Amazon aussieht. In GoT hat man es kaum bis gar nie (zumindest in den ersten Staffeln) bemerkt. So stellt man sich das in einer guten Produktion vor.
 
@Brontomimo :
Was genau ist denn jetzt eigentlich Dein Kritikpunkt an dem Trailerschnipsel, der primär aus ein paar Landschaftsrenderings und geschminkten Schaupielern besteht?
...um mal wieder ins topic zu kommen...
Mach dir nicht die Mühe. Er erkennt in einem 1 Minuten Trailer "Wokeness über Allem" und wirft anderen dabei ideologische Hasspropaganda vor...

Kognitive Dissonanz at it's finest.
 
Mach dir nicht die Mühe. Er erkennt in einem 1 Minuten Trailer "Wokeness über Allem" und wirft anderen dabei ideologische Hasspropaganda vor...

Kognitive Dissonanz at it's finest.
Ich habe dir genaustens erlärt warum deine Tirade unsachlich, hasserfüllt und schlicht falsch ist. Trotzdem benutzt du weiterhin falsche Kampfbegriffe wie "Hautfarbe", siehe im letzten Post:
dass ihnen die Änderung der Hautfarbe in einer fiktiven Geschichte sauer aufstoßen kann.
Wer hat jetzt kognitive Dissonanz?
Versuchen wir es mal mit direkter Falsifikation:
Ein Aborigine leidet an Albinismus. Offensichtlich hält ihn trotzdem niemand für einen Europäer, weder seine Familie noch Aussenstehende oder jedwede Institution.

Man kann deine Indoktrination gut erkennen weil du auf solche klaren Argumente nicht eingehen willst. Du bist überzeugt nicht nur im Recht zu sein, sondern moralisch zu handeln und siehst so ziemlich jede Widerrede als amoralisch.
 
Ich habe dir genaustens erlärt warum deine Tirade unsachlich, hasserfüllt und schlicht falsch ist. Trotzdem benutzt du weiterhin falsche Kampfbegriffe wie "Hautfarbe", siehe im letzten Post:

Wer hat jetzt kognitive Dissonanz?
Versuchen wir es mal mit direkter Falsifikation:
Ein Aborigine leidet an Albinismus. Offensichtlich hält ihn trotzdem niemand für einen Europäer, weder seine Familie noch Aussenstehende oder jedwede Institution.

Man kann deine Indoktrination gut erkennen weil du auf solche klaren Argumente nicht eingehen willst. Du bist überzeugt nicht nur im Recht zu sein, sondern moralisch zu handeln und siehst so ziemlich jede Widerrede als amoralisch.
Deine ganzen Sätze haben null Aussagekraft. Vielmehr projizierst du hier irgendein Feindbild in mich hinein und unterstellst mir irgendwelche absurden Dinge, wie "hasserfüllt sein".
Ich sitze hier total gechillt :D Wenn ich mir aber deine Wortwahl so anschaue, dann scheinst eher du hier irgendwelche Hassfilme zu schieben.
Nur zur Erinnerung, dass du es warst, den die Diversität in dem Trailer hart getriggert hat.

Ich schaue mir erst das fertige Produkt an und urteile danach, wie ich es finde, und bashe nicht direkt etwas in einem offen zugänglichen Forum, nur weil darin Menschen vorkommen, die nicht weiß sind...

Tu dir selbst ein Gefallen und denk mal über diese Sätze bisschen nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich frage mich halt ernsthaft, was in einem Menschen vorgeht, wenn er sich darüber aufregen kann, dass ein Hobbit oder eine Elfe schwarz ist, und damit meine ich dich nicht, weil ich an deiner Schreibweise eine gewisse Distanz zu der ganzen Sache zu erkennen meine.
Aber bei den anderen denke ich mir nur, wie hängengeblieben und realitätsfern diese Menschen sein müssen, dass ihnen die Änderung der Hautfarbe in einer fiktiven Geschichte sauer aufstoßen kann.
Das ganze ist eine Gratwanderung. Auf der einen Seite gibt es etablierte Geschichten, auf der anderen Seite gibt es Gruppen, die sich mehr repräsentiert sehen wollen. Es gibt eben auch Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit, wo ganze Franchises (auch finanziell) gegen die Wand gefahren wurden, weil dabei ohne Rücksicht auf Verluste eine Agenda verfolgt wurde (z.B. Ghostbusters, Batwoman, 3 Engel für Charlie, Star Wars, Battlefield V). Dabei wird auch deutlich, dass man Charaktere eben nicht ohne Konsequenzen ersetzen oder austauschen kann. Und dabei muss man nicht mal Männer gegen Frauen tauschen (oder ähnliches). Sarah Connor in Terminator Genisys ist z.B. ein absoluter "Fehlcast" mit Emilia Clarke.
Von daher Frage ich mal etwas provokant, aus welchen Grund möchte denn jemand irgendwo repräsentiert werden, obwohl es keinen kulturhistorischen Zusammenhang gibt? Würdest du auf die Idee kommen und sagen, Westeuropäer müssen in Filmen, basierend auf indischer Mythologie, häufiger vertreten sein?
 
General

Ich versuche es mal chronologisch aus dem Kopf (haben den Trailer 2x gesehen):
Danke, das war konstruktiv und für mich sehr erfreulich, dass Du dich in Tolkien eingelesen hast.

Zum Trailer:
Deine Kritik bzgl. der Schauspieler ist verständlich, allerdings dürfte es auch klar sein, dass alleine vom Kundenkreis her natürlich so viele wie möglich auf der Welt angesprochen werden müssen/sollen, damit es sich finanziell lohnt.
Mir persönlich ist es wurscht, wer tragende Rollen bekommt, Hauptsache sie füllen Ihre Rollen inhaltlich aus.

Generell zu Tolkien:
Die maßgeblichen Einflüsse auf ihn sind definitiv keltisch (somit: walisisch, seine singend-kratzende Lieblingssprache, irisch, schottisch). Darüber stülpt er Elemente aus dem nordischen (Edda) und lehnt sich statt and die Stäbchen-Runen der Kelten (was arg doof aussieht) in seinen erfundenen Sprachen/Schriften an die altnordischen Runen an.

Wie ich schon weiter oben ausgeführt habe, schreibt schlichtweg nicht viel über bestimmte Elbenvölker, beschreibt nur einen Teil des ganzen Kontinents und räumt somit dem Autorenteam von dieser Serie relativ viel Freiräume ein, zumal das Ganze dann 10.000 (!!!) Jahre vor den Ringereignissen statt findet.
Der freie Raum einer sehr fiktiven und weitgehend von Tolkien losgelösten Erzählung ist also mehr als gegeben.

PS:
Vergessen:
All das, was wir z. B. über Zwerge zu wissen glauben, beruht im Prinzip zunächst auf der Edda, dann auf Tolkien und dem, was darauffolgende Autoren, Medien, Filme usw. gemacht haben.
 
Danke, das war konstruktiv und für mich sehr erfreulich, dass Du dich in Tolkien eingelesen hast.
Amazon hat nicht die Rechte für das Silmarillion, sondern lediglich für Die Gefährten, Die zwei Türme, Die Rückkehr des Königs, die Anhänge und Der Hobbit. Allein was im Trailer gezeigt wurde, könnte für einen sehr interessanten Rechtstreit reichen – wenn ihn denn jemand führen möchte.
Wenn man so sehr besorgt ist, dass Menschen (Kunden) nicht damit klarkommen, wenn ihre eigene Hautfarbe, Geschlecht, Haarfarbe, Größe, Augenfarbe etc. repräsentiert ist, dann fragt man sich schon, wie das in den letzten Jahrtausenden überhaupt funktionieren konnte?
Tolkien entwickelte mehrere Sprachen, Welten, Zeitalter, Familienstammbäume, Mythen, Legenden, Lieder, ganze Nationen, Stämme, Kulturen, Subkulturen usw. und trotzdem trifft man immer wieder auf Leute die was von Spielräumen erzählen. Tolkien und sein Sohn Christopher hatten Jahrzehnte dafür gehabt, doch stattdessen haben sie immer und immer wieder ihre Ansichten untermauert.
Übrigens wird Tolkien verfilmt und nicht die Edda. Tolkiens Ziel war es eine eigene angelsächsische Mythologie zu erschaffen. Dafür bediente er sich u.a. der nordischen aber auch der germanischen Mythologie. Dazu war Tolkien ein großer Freund der deutschen Sprache.
Wenn Amazon Tolkien „zu weiß“ oder nicht „woke“ genug ist, warum überhaupt erst versuchen den Stoff zu verfilmen? Wenn man die Vorlage sowieso ignoriert, warum steckt man die Schauspieler überhaupt in Rüstungen und filmt sie nicht direkt in Jeans oder Jogginghosen? Bezos will unbedingt sein Game of Thrones haben und wählt dafür Tolkien…
 
Zurück