Tschuldige, ich geh in die Ecke zum schämen.
Nein wurden niemals präzise erfasst, lediglich eine smarte Personenwaage behauptet das. Wobei ich in anbetracht meines Körpers dem ganzen nicht widersprechen möchte.
Ja würd auch sagen, ab einem bestimmten KFA ist das Spiegelbild da oft sogar noch am brauchbarsten zur Einschätzung.
Das ich insgesamt damit ein Risikopatient bin ist mir bewußt und nehme ich in Kauf. Die Vorteile überwiegen für mich momentan.
Da hätte mich interessiert, welche Vorteile Du meinst.
Meinst Du das jetzt in Bezug auf die sportliche Leistung gesehen, oder noch etwas anderes?
Finde das Thema nämlich auch interessant, da es ja oft die Meinung gibt, dass für Kraftleistungen ein bisschen "Bauch", sprich ein etwas höherer KFA von Vorteil sei (Gewichtsklassen mal außen vorgelassen).
Aus eigener Erfahrung heraus tu ich mich da schwer, das zu beurteilen.
Ich bilde mir zwar ein, bei höherem KFA mehr Kraft zu haben und mich auch schneller steigern zu können;
allerdings liegt das wahrscheinlich eher daran, dass ich in solcher Zeit eben in einem Kalorienüberschuss bin und damit einhergehend auch auf recht viele Carbs komme. Beides, kcal-Überschuss und Kohlenhydrate steigern natürlich die gefühlte und auch tatsächliche Leistung ganz beträchtlich im Vergleich mit einer Phase im Defizit.
Dann gibt es natürlich viele aus der Kraft-Ecke, die sagen dass Ihnen das Vorteile bringt. Und man sieht vielen Leuten das ja auch an, die entsprechende Wettkämpfe betreiben. ; D
Allerdings ist da natürlich dann auch wieder die Frage, ob es da nicht vielleicht bewusst oder unbewusst auch eine Art "Rechtfertigung vor sich selbst" für die Leute ist, sprich es käme ihnen eben sehr gelegen, wenn diese Verbindung "höherer KFA - mehr Kraft" vorhanden wäre, da man sich dann beim Essen nicht so disziplinieren muss.

Ich habe schon von sehr vielen Bodybuildern gehört, die irgendwann einfach keinen Bock mehr auf so viel Disziplin beim Essen hatten, und dann zum Kraftdreikampf gewechselt sind...
Und natürlich brauchts zum Aufbau auch ein Kalorien-Plus, so dass der Bauch dann wahrscheinlich weniger der Grund dafür, sondern eher der Nebeneffekt davon ist...
Auf der anderen Seite gibts dann natürlich Leute aus der Fitness-Ecke, die sagen, da gibt es keinen direkten Zusammenhang.
Da werden dann Beispiele von Spitzensportlern gebracht, die trotz extrem niedrigen KFA (teilweise bis runter auf 6%) Kraft-technische Höchstleistungen bringen und auch in Wettbewerben ganz vorne dabei sind.
Das finde ich aber nicht gut argumentiert, denn es sind Anekdoten. Einzelfälle, aus denen man hier eigentlich keine Aussage ableiten kann.
Denn vielleicht sind diese Leute ganz einfach nur TROTZ des niedrigen KFAs noch so gut, weil sie vielleicht einfach besser trainiert haben, bessere Gene haben, eine bessere Technik drauf haben, weil die Konkurrenz nur schwächelt oder mehrere dieser Gründe zugleich.
Vielleicht wären diese Leute noch zu mehr Kraftleistung in der Lage, wenn der KFA höher liegen würde.
Dann gibts natürlich durch die sich änderdnen Proportionen teils auch andere Bewegungsabläufe, andere Wegstrecken für den Widerstand usw... und natürlich beeinflusst ein höheres Körpergewicht alle Übungen mit dem Körpergewicht bzw. auch Übungen, wo das KG dazu kommt (Kniebeuge zum Beispiel).
Es gibt auch Studien zum Thema "welcher KFA ist gesundheitlich optimal".
Klar, bei Übergewicht steigt hier die Morbiditätsrate; allerdings steigt sie auch dann, wenn der KFA zu niedrig ist.
Hier ist allerdings zu beachten, dass die Kausalität auch umgekehrt sein kann, sprich der KFA ist deshalb so niedrig, WEIL bestimmte Erkrankungen vorher schon bereits vorliegen. Was dann die Studien natürlich deutlich beeinflusst.
Machst Du denn auch Wettkämpfe?
Finds jedenfalls immer wieder cool, wie unterschiedlich die Leute hier trainieren.
Wir haben Leute, die einfach abnehmen wollen, manche aus gesundheitlichen Gründen, wir haben Bodybuilder, wir haben Kraftsportler, wir haben Kampfsportler...
