Deine elektronische Patientenakte

Ich habe meiner ePa widersprochen. Mir ist die Gefahr einer vorgefertigten Meinung/ Diagnose bei einem neuen Arzt#in/Therapeut#in zu hoch. Und das sage ich mit einer 40 jährigen Berufserfahrung.
Gruß T.
Ja ich nenne es mal " Gesundheit Schufa" !

Nein Danke.
etzt man sich ganz anders mit einer Krankeheit auseinander, als wenn mann "digital zum Artz geht" und sagt :"mach mal".
Das psychologische Procedere dahinter sollte niemals unterschätzt werden.
Erinnert mich an den Test wo man 2 Psychologen die sich Gegenseitig therapieren sollen, erzählt, der andere
hätte ein Problem und meint er ist Psychiater :lol:
 
Unterschied zw. Chirurg, Internist, Pathologe und Psychiater?
- Chirurg kann alles, weiß aber nix
- Internist weiß alles kann aber nichts
- Pathologe kann alles, weiß alles, ist aber immer zu spät
Psychiater kann nix, weiß nix, hat aber für alles Verständnis
Greuß T.
 
Aber jeder dieser Therapeuten mußte sich der Mühe unterziehen und deiner Frau zuhören, ohne "vorbelastet" in die Diagnostik zu gehen.
Es ist wie mit Sprache und Schreiben lernen. Das geht besser mit einem Stift, statt mit der Tastatur. Und wenn man immer wieder Papiere sortieren, abheften und kopieren muß, setzt man sich ganz anders mit einer Krankeheit auseinander, als wenn mann "digital zum Artz geht" und sagt :"mach mal".
Ärztliche Dokumentation und deren Abruf zur Informationsgewinnug erfolgt ohnehin weitgehend digital. In Arztpraxen mag das mitunter anders sein. Mein Hausarzt dokumentiert alles digital. In Kliniken werden digitale Systeme für Berichte und Laborwerte zunehmend implementiert; man hat nur noch selten Papier in der Hand.
Wir gut und aufmerksam Ärzt*innen zurhören, liegt vielmehr an deren Kompentenzen und situativen oder persönlichen Hindernissen (Stress, Ungeduld). Die ePa hindert Ärzt*innen nicht daran, sich mit den Menschen auseinander zu setzen, wenn ich dich da richtig verstanden habe.
 
"So kann auch ein Orthopäde sehen, dass der Patient in jahrelanger psychotherapeutischer Behandlung ist, selbst wenn der Patient diese Information nur für neurologische Fachärzte zur Verfügung stellen will", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Nachrichtenagentur KNA. "Wird diese Information aber für den Orthopäden gesperrt, wird sie für alle Ärzte gesperrt. Will der Versicherte jedoch den Orthopäden von einem bestimmten Dokument ausschließen, bleibt nur die Möglichkeit, diesem Facharzt den kompletten Zugriff zu verweigern".



Ich weiß schon, warum ich dem widersprochen habe. Es ist so typisch deutsch. Zum :-$
 
Ich weiß schon, warum ich dem widersprochen habe. Es ist so typisch deutsch. Zum :-$
Eigentlich dachte ich auch, dass Patient*innen den Lesezugriff ihrer ePa modular verwalten können sollen. Das halte ich in der geforderten Form aber für ein zweischneidiges Schwert. Patient*innen ohne Fachwissen können nicht einschätzen, welche Informationen für Ärzt*innen relevant sein können.

Man würde vermuten, ein Orthopäde müsste nichts von psychischen Erkrankungen wissen, aber weiß man's gut genug? Müssten Orthopäden nicht ohnehin den Medikationsplan sehen, um zu wissen, welche Schmerzmittel sie mit Blick auf Wechselwirkungen zwischen einzelnen Arzneimitteln verschreiben können? Würden man dort nicht ohnehin Antidepressiva sehen? Muss eine Ärztin wissen, dass ein Patient an Schlafapnoe leidet, obwohl er nur ein Schlafmittel bracht? (Spoiler: Ja.)

Die in dem verlinkten Artikel genannte Kritik, die sogar explizit davon spricht, einzelne Medikamente des Medikationsplans auszublenden, ist interprofessionel betrachtet nicht haltbar. Ein 'Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz' sollte sowas wissen bzw. weiß es vermutlich auch.

Vielleicht sollte man sich auch daran erinnern, dass alle Ärzt*innen an eine Schweigepflicht gebunden sind. Ca. 9/10 Menschen haben großes Vertrauen in Ärzt*innen, und das hat auch seine Berechtigung und seinen Nutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Definitiv! Wenn er ohne Atemgerät schläft und ein Schlafmittel nimmt, kann er sterben.
Auch bei korrekter Handhabung gibt es Risiken. Hier mal die Wechselwirkung und Kontraindikationen von Zopiclon, einem sehr populären Schlafmittel in der stationären Versorgung.

Wechselwirkungen

Für die Anwendung von Zopiclon bestehen folgende Wechselwirkungen:

Opioide; Risiko für Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung wird erhöht
Sedativa, Hypnotika, Analgetika, Narkotika, Anästhetika, Neuroleptika, Antiepileptika, Anxiolytika, sedativ wirksame Antihistaminika, Antidepressiva, Lithium-Präparate: gegenseitige Verstärkung der zentraldämpfenden Wirkung
Narkoanalgetika: Verstärkung der euphorisierenden Wirkung und damit beschleunigte Abhängigkeitsentwicklung möglich
Muskelrelaxanzien; relaxierende Wirkung wird verstärkt
CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Cimetidin, Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir): Erhöhung der Plasmaspiegel von Zopiclon
CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Johanniskraut): Erniedrigung der Plasmaspiegel von Zopiclon
Alkohol: Während der Behandlung mit Zopiclon sollte kein Alkohol getrunken werden, da hierdurch die Wirkung von Zopiclon in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden durch diese Kombination zusätzlich beeinträchtigt.

Kontraindikation

Zopiclon darf nicht angewendet werden:

bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
bei Myasthenia gravis
bei schwerer Ateminsuffizienz
bei schwerem Schlafapnoe-Syndrom
bei schwerer Leberinsuffizienz (aufgrund der Gefahr einer Enzephalopathie)
bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
in der Stillzeit

https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Zopiclon_10330#Wechselwirkungen

Wie soll es denn rechtlich gehandhabt werden, wenn ein Patient Schaden nimmt, weil der Ärztin relevante Informationen durch den Patienten vorenthalten worden sind? Wer einem Narkosearzt einen jahrlangen Drogenabusus unterschlägt, muss sich nicht wundern, wenn's weh tut.
 
Auch bei korrekter Handhabung gibt es Risiken. Hier mal die Wechselwirkung und Kontraindikationen von Zopiclon, einem sehr populären Schlafmittel in der stationären Versorgung.

Wechselwirkungen

Für die Anwendung von Zopiclon bestehen folgende Wechselwirkungen:

Opioide; Risiko für Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod aufgrund einer additiven ZNS-dämpfenden Wirkung wird erhöht
Sedativa, Hypnotika, Analgetika, Narkotika, Anästhetika, Neuroleptika, Antiepileptika, Anxiolytika, sedativ wirksame Antihistaminika, Antidepressiva, Lithium-Präparate: gegenseitige Verstärkung der zentraldämpfenden Wirkung
Narkoanalgetika: Verstärkung der euphorisierenden Wirkung und damit beschleunigte Abhängigkeitsentwicklung möglich
Muskelrelaxanzien; relaxierende Wirkung wird verstärkt
CYP3A4-Inhibitoren (z. B. Cimetidin, Erythromycin, Clarithromycin, Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir): Erhöhung der Plasmaspiegel von Zopiclon
CYP3A4-Induktoren (z. B. Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Johanniskraut): Erniedrigung der Plasmaspiegel von Zopiclon
Alkohol: Während der Behandlung mit Zopiclon sollte kein Alkohol getrunken werden, da hierdurch die Wirkung von Zopiclon in nicht vorhersehbarer Weise verändert und verstärkt werden kann. Auch die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, werden durch diese Kombination zusätzlich beeinträchtigt.

Kontraindikation

Zopiclon darf nicht angewendet werden:

bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
bei Myasthenia gravis
bei schwerer Ateminsuffizienz
bei schwerem Schlafapnoe-Syndrom
bei schwerer Leberinsuffizienz (aufgrund der Gefahr einer Enzephalopathie)
bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren
in der Stillzeit

https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Zopiclon_10330#Wechselwirkungen
Dazu kommt noch dass das Medikament abhängig machen kann.

Edit: Achso steht da ja auch.

Auch "Benzos" wie "Tavor" sind gefährlich für Schlafapnoepatienten.
 
Auch "Benzos" wie "Tavor" sind gefährlich für Schlafapnoepatienten.
Ja.

Solche Formulierungen können Laien mitunter gar nicht verstehen. Dann hat man ggf. auch junge Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlichen wollen/müssen, aber keine Ahnung haben, dass manche Medikamente plazentagängig sind. Wer soll sowas denn verantworten? Na klar, Ärzt*innen, denn die wissen oder sollten wissen, was sie tun. Also wird man ihnen auch vertrauen müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man würde vermuten, ein Orthopäde müsste nichts von psychischen Erkrankungen wissen, aber weiß man's gut genug? Müssten Orthopäden nicht ohnehin den Medikationsplan sehen, um zu wissen, welche Schmerzmittel sie mit Blick auf Wechselwirkungen zwischen einzelnen Arzneimitteln verschreiben können? Würden man dort nicht ohnehin Antidepressiva sehen? Muss eine Ärztin wissen, dass ein Patient an Schlafapnoe leidet, obwohl er nur ein Schlafmittel bracht? (Spoiler: Ja.)
Das setzt voraus, dass man davon ausgeht, alle Patient*innen seien so dämlich, dass sie gar nicht wissen, was sie eigentlich so alles schlucken.

Na klar, Ärzt*innen, denn die wissen oder sollte wissen, was sie tun. Also wird man ihnen auch vertrauen müssen.
Das ist Pixie-Im-Wolkenkuckuksland-Denke. Mit der Realität hat das NICHTS zu tun. Ich erlebe das immer wieder bei meiner Schwiegermutter. Die kommt MIT Medikamentenplan ins KH und bekommt dann dort Medikamente, die man wegen der Wechselwirkungen nicht mit denen auf dem Medikamentenplan nehmen soll, obwohl es alternative Präparate gibt!

Ein guter Arzt frag bei der Anamnese obendrein, ob und wenn welche Medikamente genommen werden. Das steht in aller Regel sogar auf jedem Aufnahmefragebogen. Warum das jetzt in der ePA für JEDEN frei zugänglich stehen soll, kann ich nicht nachvollziehen.
 
Puh! Bin nur durch Zufall auf dieses Thema aufmerksam geworden (verklickt) und dachte ich lese zum ersten Mal davon. Kurz nachgeschaut, TK ePa und gesehen, dass meine Versicherung (für die bekloppten unter uns: DATENLECK! SICHERHEITSRISIKO!) das einfach ab Januar 25 automatisch bei allen Kunden eingeführt hat.
Ist für mich also eh gelaufen das Thema.

Auch kann ich das nur begrüßen. Wenn mir beispielsweise ein Arzt Röntgenbilder mitgibt, oder eine CD/einen Stick mit CT-Daten drauf, von einem Termin zu dem mich meine Frau genötigt hat, dann kann er sie auch gleich entsorgen. Die kommen entweder nie zuhause an, oder ich schmeiß sie in die dunkelste Ecke, vergesse sie dort und wenn der nächste Arzt nach den Bildern fragt um mich besser behandeln zu können, weiß ich nicht wovon der spricht und sage er solls einfach versuchen so gut er's kann, ich verzichte auf Klagen.

Beim lesen hier war ich fast schon entsetzt, wie wichtig das manchen Leuten ist. Was soll denn passieren, wenn z.B. die Apothekerin weiß dass man eine geistige Macke hat, außer dass sie das aufgeschriebene Medikament hinterfragt und was besseres empfiehlt? Ich beispielsweise sage beim Arzt nicht mal wenn die Betäubung noch fehlt, vor der Wurzelbehandlung, denn wenn der nicht danach fragt, woher soll ich wissen ob die vorgesehen ist? Im Anschluss fragen die dann immer: Na, gar nicht so viel gespürt, oder? Worauf ich erwidere: Doch, als der grobe Bohre den Nerv getroffen hat, das war schon heftig. Arzt: Ja warum sagen Sie denn nichts? Ich: Wer bewegt sich denn und riskiert noch mehr Kontakt damit?

Kennt ihr diese Patientenfragebögen? Wenn da steht, wurden Sie in letzter Zeit geröntgt? Dann schreibe ich nein, weil ich es vergessen habe, oder ich nicht weiß wann das war. Auch steht da nicht, haben Sie Strahlung abbekommen? Ich röntge beruflich selbst des Öfteren und ja, da bekommt man ab und an auch mal deutlich mehr ab. Danach ist aber nicht gefragt, also schreibe ich das auch nicht auf.
Versteht ihr was ich damit sagen will? Es gibt Menschen wie mich, für die das nur besser werden kann und Vorteile bietet, die manche hier gar nicht erahnen können.

Nichts an diesem Beispiel hier ist überzeichnet, sondern alles genau so zutreffend. Schaut es euch an und befindet mal für euch, ob bei solch Typen wie mir dadurch Vorteile entstehen könnten, oder nicht.
 
Ich beispielsweise sage beim Arzt nicht mal wenn die Betäubung noch fehlt, vor der Wurzelbehandlung, denn wenn der nicht danach fragt, woher soll ich wissen ob die vorgesehen ist? Im Anschluss fragen die dann immer: Na, gar nicht so viel gespürt, oder? Worauf ich erwidere: Doch, als der grobe Bohre den Nerv getroffen hat, das war schon heftig. Arzt: Ja warum sagen Sie denn nichts? Ich: Wer bewegt sich denn und riskiert noch mehr Kontakt damit?
Sorry aber ist das nicht dämlich? :ugly:
Nichts an diesem Beispiel hier ist überzeichnet, sondern alles genau so zutreffend. Schaut es euch an und befindet mal für euch, ob bei solch Typen wie mir dadurch Vorteile entstehen könnten, oder nicht.
Dann hast du dich noch nie ernsthaft mit deiner Gesundheit auseinandergesetzt.;)

Wenn du es noch nicht musstest... sei froh.
 
Das setzt voraus, dass man davon ausgeht, alle Patient*innen seien so dämlich, dass sie gar nicht wissen, was sie eigentlich so alles schlucken.
Hier! Ist als Patient doch gar nicht meine Aufgabe, jedes Medikament und seine Wechselwirkungen zu kennen. Wenn ich das selbst beurteilen könnte, bräuchte es doch den Arzt nicht.
Sorry aber ist das nicht dämlich? :ugly:
Ne, aber schmerzhaft. Nur hat mir ja keiner vorher gesagt es dürfte nicht schmerzen.
Dann hast du dich noch nie ernsthaft mit deiner Gesundheit auseinandergesetzt.;)
Ne, habe ich auch nicht.
Wenn du es noch nicht musstest... sei froh.
Muss niemand. Es sei denn, er wünscht sich ein langes und unbeschwertes Leben. Tut das denn jeder? Ich denke nein.
 
Ist als Patient doch gar nicht meine Aufgabe, jedes Medikament und seine Wechselwirkungen zu kennen.
Von Eigenverantwortung wohl noch nie was gehört? Und wenn die Götter in Weiß einen Fehler machen, was dann? Hinnehmen, weil gottgegeben oder aufschreien: BEHANDLUNGSFEHLER!? In beiden Fällen hat man den Schaden bei vielleicht sogar gar keinen Nutzen.

Kannst ja mal darüber nachdenken, wie relevant es für dich ist, wenn du etwas informierter darüber wärst, was die Ärzteschaft mit deinem Körper anzustellen versucht.

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Ich verstehe auch nicht, was da so ein großes technisches Hindernis ist, dass sinnvoll zu gestalten. Man kann doch ein Terminal haben, da steht dann:

Dr. XYZ will Zugriff auf

* Medikamentenplan
* Röntgenbilder der letzten 3 Monate

Dieser Zugriff gilt für x Monate / ein Quartal / Whaterver.

Wollen Sie das zulassen?

Ja | Nein

Und dann kann eine Pinabfrage erfolgen. Das ist ein Nobrainer.

Stattdessen macht man die Scheunentore w e i t auf. Und zu allem Überfluss kommen hier dann die "ich habe eh nix zu verbergen"-Leute und erzählen einem, dass das alles schon so gut sei.

Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
 
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