News Defekte RX-6000-Grafikkarten: Treiber offenbar doch nicht schuld

So ganz hab ich die Sache mit der fehlenden Garantie/Gewährleistung noch nicht verstanden. Wenn die Karten doch von einem Shop verkauft wurden, dann wäre doch die Gewährleistung gegeben. Und warum sollten sie dann keine Hersteller-Garantie mehr haben?

Und wenn es ein Shop ist, wieso haben die Käufer (bis auf 2?) dann keine Rechnung? :confused:
ja,...Fragen über Fragen....
 
Nichts genaues weiß man.
Man ist also noch immer genauso schlau wie vorher. Sind ja alles nur Vermutungen...
Nein!

Es steht zumindest fest, das es gebrauchte Grafikkarten sind.

Was auch nicht Spekulation ist, das viele Händler, auch so einige namenhafte, solche Ware eigentlich als Outlet-/B-Ware mit Beschreibung bestimmter Mängelangaben verkaufen. (sollten)
Aber selbst dann, wäre eine Rechnung gestellt worden, sofern man seriös Handel betreibt.

Allerdings habe ich noch nirgends gelesen, das ein Händler jemals die gebrauchte Ware als Mining-Ware deklariert hat.

Auf die Angabe durch die Händler "auf Funktionsfähigkeit geprüft", würde ich nie mehr Vertrauen, denn das ist zu 80% eine glatte Lüge, außer man hat die Funktionsprüfung nur so durchgeführt, das mindestens die Lüfter, oder nur einer an z.B. der gehandelten Grafikkarte, eingesteckt im Slot, beim Anschalten des Prüfsystem, sich selbstständig drehen.
Das wäre nie eine Funktionsprüfung im Sinne eines Kunden!
Letzteres ist leider immer noch Alltag, weshalb ein recht beträchtlicher Teil beanstandeter Ware, und Rücksendungen, weiter als gehandelte Ware im Umlauf sind.
Auch hier im Forum brüsten sich immer wieder User, das hier vorsätzliche Täuschung ganz gut bei den Händlern durch geht und man kostenfrei Ersatz für seine selbst zerstörte Hardware bekommen hat.

Eine weitere selbst gemachte Erfahrung, ist die inakzeptable Handlung eines Mitarbeiter, der des Händler's Namen als Reputation unerlaubt benutzt, um auf eigene Faust, ein unseriöses Geschäft zu betreiben!
Das würde, nur zum Teil, fehlende Rechnungen begründen.
In meinem Fall, habe ich persönlich für die Aufdeckung eines solchen Skandal in 2015 gesorgt, welcher für den Mitarbeiter eine sehr derbe Konsequenz seitens des Händlers nach sich zog.
Mein Lohn dafür, war ein geschenktes Enthusiast- Mainboard und ein Dankschreiben des Händler.
 
Nein!

Es steht zumindest fest, das es gebrauchte Grafikkarten sind.

Was auch nicht Spekulation ist, das viele Händler, auch so einige namenhafte, solche Ware eigentlich als Outlet-/B-Ware mit Beschreibung bestimmter Mängelangaben verkaufen. (sollten)
Aber selbst dann, wäre eine Rechnung gestellt worden, sofern man seriös Handel betreibt.

Allerdings habe ich noch nirgends gelesen, das ein Händler jemals die gebrauchte Ware als Mining-Ware deklariert hat.

Auf die Angabe durch die Händler "auf Funktionsfähigkeit geprüft", würde ich nie mehr Vertrauen, denn das ist zu 80% eine glatte Lüge, außer man hat die Funktionsprüfung nur so durchgeführt, das mindestens die Lüfter, oder nur einer an z.B. der gehandelten Grafikkarte, eingesteckt im Slot, beim Anschalten des Prüfsystem, sich selbstständig drehen.
Das wäre nie eine Funktionsprüfung im Sinne eines Kunden!
Letzteres ist leider immer noch Alltag, weshalb ein recht beträchtlicher Teil beanstandeter Ware, und Rücksendungen, weiter als gehandelte Ware im Umlauf sind.
Auch hier im Forum brüsten sich immer wieder User, das hier vorsätzliche Täuschung ganz gut bei den Händlern durch geht und man kostenfrei Ersatz für seine selbst zerstörte Hardware bekommen hat.

Eine weitere selbst gemachte Erfahrung, ist die inakzeptable Handlung eines Mitarbeiter, der des Händler's Namen als Reputation unerlaubt benutzt, um auf eigene Faust, ein unseriöses Geschäft zu betreiben!
Das würde, nur zum Teil, fehlende Rechnungen begründen.
In meinem Fall, habe ich persönlich für die Aufdeckung eines solchen Skandal in 2015 gesorgt, welcher für den Mitarbeiter eine sehr derbe Konsequenz seitens des Händlers nach sich zog.
Mein Lohn dafür, war ein geschenktes Enthusiast- Mainboard und ein Dankschreiben des Händler.
,dass die meisten der betroffenen Grafikkarten vom selben Händler verkauft wurden.

Es sind nur die Meisten und nicht alle Karten von diesem Händler und oder gebraucht. Also sind auch Karten aus anderer Quelle betroffen, die auch neu sein könnten.
Also Null Aussage.
 
,dass die meisten der betroffenen Grafikkarten vom selben Händler verkauft wurden.

Es sind nur die Meisten und nicht alle Karten von diesem Händler und oder gebraucht. Also sind auch Karten aus anderer Quelle betroffen, die auch neu sein könnten.
Also Null Aussage.
Das eine schließt, das andere nicht aus!
Mal sehen, ob es überhaupt eine komplette Aufklärung gibt, ohne das sich ein benannter dabei ins derb schlechte Licht stellen muß.
Meist wie immer, verläuft alles im Sand, was so brühwarm ausgegossen wurde.
 
Erzählt mir was neues! Hätte mich doch sehr stark verwundert der AMD-Grafiktreiber kann vieles bzw. vieles Nicht aber das war von Anfang an Humbug!

Um fair zu bleiben: Nvidia hat es mal geschafft, dass einige Karten durch einen neuen Treiber das Zeitliche gesegnet haben und AMD hat extra einen Treiber rausgebracht, damit die HD 4870X2 im FurMark eben nicht das Zeitliche segnet.

Von daher ist sowas, zumindest in der Theorie, durchaus möglich.

So ganz hab ich die Sache mit der fehlenden Garantie/Gewährleistung noch nicht verstanden. Wenn die Karten doch von einem Shop verkauft wurden, dann wäre doch die Gewährleistung gegeben. Und warum sollten sie dann keine Hersteller-Garantie mehr haben?

Die Garantie gilt für Endkunden und da auch oft nur für den ersten. Kann also durchaus sein, dass die MIningfarm der Erstkunde war und die Karten dann keine Garantie mehr hatten.
 
,dass die meisten der betroffenen Grafikkarten vom selben Händler verkauft wurden.

Es sind nur die Meisten und nicht alle Karten von diesem Händler und oder gebraucht. Also sind auch Karten aus anderer Quelle betroffen, die auch neu sein könnten.
Also Null Aussage.

Im Video von Krisfix wird nicht erwähnt dass die Karten vom selben Händler sind. Die interessanten Fakten sind:
- die Karten sind alle "zu" sauber
- sie sind alle noch versiegelt
- sie müssten alle noch Garantie haben

Er hat mit Kunden Kontakt aufgenommen und gefragt warum sie die Karten zu Ihm zur reparatur gesandt haben statt sie zum Händler zurück zu senden. Einige Kunden haben ihm geantwortet dass sie keine Rechnung haben, der Rest hat nicht geantwortet. Daraus kann man nun vermuten dass es Gebrauchte Karten waren die über Kleinanzeigen etc erworben wurden. Aus seiner Erfahrung sagt er dass Chips meist dann so aufplatzen wenn sie entweder zu lange in hoher Luftfeuchte gelagert/transportiert wurden oder sie gewaschen wurden und in beiden Fällen danach nicht ausreichend getrocknet wurden bevor sie wieder eingesetzt wurden.
Ergo geht man halt davon aus dass es ex-crypto Karten sind
 
So ganz hab ich die Sache mit der fehlenden Garantie/Gewährleistung noch nicht verstanden. Wenn die Karten doch von einem Shop verkauft wurden, dann wäre doch die Gewährleistung gegeben. Und warum sollten sie dann keine Hersteller-Garantie mehr haben?

Und wenn es ein Shop ist, wieso haben die Käufer (bis auf 2?) dann keine Rechnung? :confused:
Garantie und Gewährleistung sind was vollkommen verschiedenes. Garantie ist vom Hersteller und freiwillig. Zudem wird sie meist auf den Erstkäufer beschränkt und kann auch eingeschränkt werden, z.B. nur auf bestimmte Schadensbilder.

Gewährleistung ist per Gesetz geregelt und müsste bei einem Gewerbetreibenden bei gebrauchter Ware mindestens 12 Monate gelten, wobei schon nach 6 Monaten die Beweislastumkehr ein Problem für den Käufer werden kann.

Eine Rechnung ist natürlich auch Pflicht. Kann natürlich sein das der Zustand der Karten dem Verkäufer bewusst war und er die Rechnung zwar für das Finanzamt erstellt, aber dem Kunden nicht mitgesandt hat...
 
Allein die Tatsache, dass alle Karten bei diesem einen dubiosen Laden "KrisFix" eingeschickt wurden, zeigt doch schon, dass es sich bei diesen Karten nicht um normale Karten handelt die von normalen Kunden gekauft wurden. Diese würden sie einfach an Amazon und co schicken bekomm ne neue, und Amazon wirft die Karten in den Müll oder schickt sie an AMD.
 
Das "offenbar" im Titel dieses Artikels sollte man entfernen. Ein derartiger Titel legt nahe, dass der Treiber nicht ausgeschlossen werden kann, was aber definitiv der Fall ist.

Dass das Problem nicht dem Treiber geschuldet war, war darüber hinaus von Anfang an klar. Dafür sprach schon alleine die Tatsache, dass das Problem nur in einem sehr begrenzten Rahmen aufgetreten ist: Nämlich bei EINEM Shop in Deutschland. KrisFix ist ganz offensichtlich die Bekanntheit durch die Zusammenarbeit mit Der8auer zu Kopf gestiegen und im Zusammenhang mit der Vaporchamberaffaire ist das Ganze dann komplett aus dem Ruder gelaufen. Darüber hinaus gab es keine vergleichbaren Berichte, obwohl der Treiber zum Zeitpunkt der "Warnung" bereits mehr als einen Monat alt war. Bei mehreren Millionen RX 6000 GPUs wäre dies wohl recht schnell aufgefallen. Hätte KrisFix besser recherchiert und nicht gleich ein Video auf den Äther losgelassen, wäre daraus vielleicht sogar ein lehrreiches Stück geworden (Thema "Gebrauchte Karten" oder "Wie man Hardware in der kalten Jahreszeit behandelt").

Man sollte den Fall am besten unter der Kategorie: Gutes Beispiel für schlechte Hintergrundarbeit ablegen und schnellst möglich die Berichterstattung darüber einstellen.
Aus seiner Erfahrung sagt er dass Chips meist dann so aufplatzen wenn sie entweder zu lange in hoher Luftfeuchte gelagert/transportiert wurden oder sie gewaschen wurden und in beiden Fällen danach nicht ausreichend getrocknet wurden bevor sie wieder eingesetzt wurden.

Den selben Effekt kannst du auch dadurch erzielen, wenn man Hardware im Winter (in der fraglichen Zeit war es in Deutschland deutlich kälter als in vergleichbaren Zeiträumen der letzten Jahre) gleich nach Anlieferung verbaust. Dann steigt das Temperaturdelta sprunghaft an und spröde Gegenstände wie Chips platzen. Kannst du sehr einfach testen, in dem du heißes Wasser in ein eiskaltes Glas gießt.

Nicht ohne Grund wird bei bestellten Elektroartikeln empfohlen sie nach Anlieferung erst eine Weile bei Raumtemperatur ruhen zu lassen, das sorgt nicht nur für deren langsame Erwärmung, es erlaubt auch die Verdunstung von eventuell enstandenem Kondenswasser.

Man darf in diesem Fall wohl von einer Anhäufung von Dummheit ausgehen - sowohl bei den "Opfern" als auch bei KrisFix.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie jetzt? Der AMD-Treiber funktioniert? Kann doch nicht wahr sein!
Wir befinden uns im Jahre 2023 in einem Hardware-EXTREM-Forum und somit sind wir Hobbyisten. Grauenvolles Pack.
Vorsicht! Es gibt einen Grund für die Luftfeuchtigkeitsproblematik bei Radeon Grafikkarten.

Manche Bauteile der Radeon Grafikkarten unterscheiden sich von denen in Nvidia Karten. AMD hat sich für teils organische Bauteile entschieden. Dies geht auf das Jahr 2002 zurück und wurde zuerst in der Radeon 9000er Serie eingesetzt.

Die Bauteile bieten zwar eine gewisse Flexibilität in der Herstellung, aber genau diese Bauteile fangen an (wortwörtlich) zu schimmeln. Dies insbesondere in Verbindung mit Elektromigration. Die Radeon Karten waren im Miningbetrieb außerordentlich stark beansprucht (Elektromigration) und die Bauteile sind nun betroffen von Fäulnis.

Nvidia hat sich seinerzeit gegen diese Bauteile entschieden. Natürlich haben beide Hersteller damals nichts von dem Fäulnisproblem gewusst. Diese treten auch nur in einer seltenen Kombination von Einflüssen auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Physik gilt nicht nur für "Radeon", insofern ist dein "Beitrag" einfach stuss.
Es kommt schlicht zu einer diffusion, man hat die Karten falsch gelagert/betrieben. Einfach X hundert Karten in dem "kühlen" Kellerraum zu betreiben mag zwar im ersten moment "smart" erscheinen, wird sich auf längere Zeit aber ganz sicher als dumme Idee erweisen.

Das die Karten trotz Siegel so neu erscheinen wird wohl dem "Dampfstrahler" geschuldet sein. ;)

@PCGH Pressefreiheit bedeutet nicht, dass man Fake News nicht nur nicht erfindet, sondern auch, dass man nicht jede NEWS (fake News) so unreflektiert kopiert und weiterverbreitet wie ihr es in diesem fall getan habt. Bei euch kann man auch nur noch mit dem Kopfschütteln.
 
Vorsicht! Es gibt einen Grund für die Luftfeuchtigkeitsproblematik bei Radeon Grafikkarten.

Manche Bauteile der Radeon Grafikkarten unterscheiden sich von denen in Nvidia Karten. AMD hat sich für teils organische Bauteile entschieden. Dies geht auf das Jahr 2002 zurück und wurde zuerst in der Radeon 9000er Serie eingesetzt.

Die Bauteile bieten zwar eine gewisse Flexibilität in der Herstellung, aber genau diese Bauteile fangen an (wortwörtlich) zu schimmeln. Dies insbesondere in Verbindung mit Elektromigration. Die Radeon Katen waren im Miningbetrieb außerordentlich stark beansprucht (Elektromigration) und die Bauteile sind nun betroffen von Fäulnis.

Nvidia hat sich seinerzeit gegen diese Bauteile entschieden. Natürlich haben beide Hersteller damals nicht von dem Fäulnisproblem gewusst. Diese treten auch nur in einer seltenen Kombination von Einflüssen auf.
Bitte was?
 
Garantie und Gewährleistung sind was vollkommen verschiedenes. Garantie ist vom Hersteller und freiwillig. Zudem wird sie meist auf den Erstkäufer beschränkt und kann auch eingeschränkt werden, z.B. nur auf bestimmte Schadensbilder.

Gewährleistung ist per Gesetz geregelt und müsste bei einem Gewerbetreibenden bei gebrauchter Ware mindestens 12 Monate gelten, wobei schon nach 6 Monaten die Beweislastumkehr ein Problem für den Käufer werden kann.

Eine Rechnung ist natürlich auch Pflicht. Kann natürlich sein das der Zustand der Karten dem Verkäufer bewusst war und er die Rechnung zwar für das Finanzamt erstellt, aber dem Kunden nicht mitgesandt hat...

Dein Wissen ist veraltet. Seit dem 1.1.2022 ist die Beweislastumkehr auf 12 Monate geregelt. :) (außer bei lebenden Tieren)

Zum Nachlesen: https://www.haufe.de/recht/weitere-...recht-gegenueber-verbrauchern_208_567672.html
 
(...)
@PCGH Pressefreiheit bedeutet nicht, dass man Fake News nicht nur nicht erfindet, sondern auch, dass man nicht jede NEWS (fake News) so unreflektiert kopiert und weiterverbreitet wie ihr es in diesem fall getan habt. Bei euch kann man auch nur noch mit dem Kopfschütteln.
Nein, wenn man den Artikel gelesen hat, sieht man, dass dort genau das Richtige stand. Es wurde einfach berichtet, dass irgendein Youtuber eine Vermutung aufgestellt hat.

Der Fehler liegt bei dem, der so eine Meldung überbewertet.

PCGH hat nie behauptet, da wäre ein Defekt wegen dem Treiber aufgetreten (und klang auch sehr skeptisch).
Das haben nur die rausgelesen, die es wollten.
 
Die Physik gilt nicht nur für "Radeon", insofern ist dein "Beitrag" einfach stuss.
Es kommt schlicht zu einer diffusion, man hat die Karten falsch gelagert/betrieben. Einfach X hundert Karten in dem "kühlen" Kellerraum zu betreiben mag zwar im ersten moment "smart" erscheinen, wird sich auf längere Zeit aber ganz sicher als dumme Idee erweisen.
Bitte reflektiert schreiben und meinen ursprünglichen Beitrag nochmal lesen. Ich gehöre nicht zu denjenigen die Schreiben, dass eine Radeon Grafikkarte mit der Zeit verschimmelt. Dieser Spott ist teilweise in chinesischen Foren zu lesen.

Die Problematik ist viel differenzierter. Indirekt schimmelt eine Radeon Grafikkarte aufgrund teil-organischer Baustoffe. Die Fäulnis ist mit einem Hochleistungsmikroskop gut sichtbar.

Bitte nicht alles als "Stuss" abtun, nur weil du noch nie etwas von dem Problem gehört hast.
 
Dass das Problem nicht dem Treiber geschuldet war, war darüber hinaus von Anfang an klar. Dafür sprach schon alleine die Tatsache, dass das Problem nur in einem sehr begrenzten Rahmen aufgetreten ist: Nämlich bei EINEM Shop in Deutschland. KrisFix ist ganz offensichtlich die Bekanntheit durch die Zusammenarbeit mit Der8auer zu Kopf gestiegen und im Zusammenhang mit der Vaporchamberaffaire ist das Ganze dann komplett aus dem Ruder gelaufen. Darüber hinaus gab es keine vergleichbaren Berichte, obwohl der Treiber zum Zeitpunkt der "Warnung" bereits mehr als einen Monat alt war. Bei mehreren Millionen RX 6000 GPUs wäre dies wohl recht schnell aufgefallen. Hätte KrisFix besser recherchiert und nicht gleich ein Video auf den Äther losgelassen, wäre daraus vielleicht sogar ein lehrreiches Stück geworden (Thema "Gebrauchte Karten" oder "Wie man Hardware in der kalten Jahreszeit behandelt").
Das sind ziemlich viele unverschämte Anschuldigungen. Ich finde man sollte hier schon differenzieren zwischen dem was KrisFix in den zwei Videos gesagt und gezeigt hat und dem, was die Techpresse mit ihren tollen Newsartikeln und Clickbait-Titeln draus gemacht hat.
Die ganze Sache mit den Treibern wurde für 30 Sekunden im ersten 4min Video diskutiert, dabei wurde auch gesagt, dass er zu wenig Karten hat und gerne mehr Infos hätte und noch ein weiteres Video mit vernünftig recherchierten Infos kommt. Eine Warnung hat es nie gegeben, dass haben die Techseiten sich selber aus dem Hintern gezogen. Das Video war nie als das Gedacht, was unsere Sensatiosmedien daraus gemacht haben. Es war ein kurzer vier minütiger Aufruf ihm mehr solcher Karten zu schicken, eben weil er keine Kausalität herleiten konnte, sehr wohl aber ein Problem gesehen hat.
Man kann die Theorie mit dem Driver sicher kritisieren (denn dafür waren die Schäden zu massiv, das hätte ihm eigentlich auch auffallen müssen), aber zu dem Zeitpunkt hatte er halt nur den Anhaltspunkt, dass alle den neuen Treiber benutzt haben.


Den selben Effekt kannst du auch dadurch erzielen, wenn man Hardware im Winter (in der fraglichen Zeit war es in Deutschland deutlich kälter als in vergleichbaren Zeiträumen der letzten Jahre) gleich nach Anlieferung verbaust. Dann steigt das Temperaturdelta sprunghaft an und spröde Gegenstände wie Chips platzen. Kannst du sehr einfach testen, in dem du heißes Wasser in ein eiskaltes Glas gießt.

Nicht ohne Grund wird bei bestellten Elektroartikeln empfohlen sie nach Anlieferung erst eine Weile bei Raumtemperatur ruhen zu lassen, das sorgt nicht nur für deren langsame Erwärmung, es erlaubt auch die Verdunstung von eventuell enstandenem Kondenswasser.

Man darf in diesem Fall wohl von einer Anhäufung von Dummheit ausgehen - sowohl bei den "Opfern" als auch bei KrisFix.
Kein normaler Kunde legt seine gekaufte GPU für Tage auf die Heizung, wäre mir auch neu, dass das großartig empfohlen wird, jedenfalls nicht bei klassischer Endkundenhardware (bei z.B. Ramchips von AliExpress, die Wochen unterwegs waren, ist das natürlich was anderes). Bei den Meisten im Beispiel von KrisFix sind die GPU's wenige Tage nach Kauf draufgegangen (nicht direkt beim Einschalten), da hätte kein ruhenlassen in der Wohnung was gebracht, sondern nur hartnäckiges austrocknen, sprich Kühler runter und moderate Wärme für mal mindestens nen paar Tage.
Ich vermute die GPU's lagerten in einem massiv zu feuchten Raum (Keller?) oder wurden brachial mit Spülmaschine o.ä. gereinigt und dann nicht vernünftig getrocknet (wahrscheinlicher eher letzteres, da die Karten wirklich verdächtig sauber waren). Das in Kombination mit den Käufern, die vielleicht ihre Heizung im PC-Zimmer abgedreht haben (bei den Heizkosten) und etwaiges Wasser hätte viel Spielraum sich beim Gaming auszudehnen und nachts zusammenzuziehen.
Die "Dummheit" die ich hier irgendwem vorwerfen könnte ist sich ne gebrauchte Karte (wahrscheinlich auf Ebay) zu kaufen. Da kann man halt immer reinfallen, wie hier wohl geschehen.

Nein, wenn man den Artikel gelesen hat, sieht man, dass dort genau das Richtige stand. Es wurde einfach berichtet, dass irgendein Youtuber eine Vermutung aufgestellt hat.

Der Fehler liegt bei dem, der so eine Meldung überbewertet.

PCGH hat nie behauptet, da wäre ein Defekt wegen dem Treiber aufgetreten (und klang auch sehr skeptisch).
Das haben nur die rausgelesen, die es wollten.
Ich zitiere mal den Titel von PCGH vom 11.01.:

"Treiber schuld? Bericht über Häufung von defekten RX 6000-Grafikkarten"​

Im Artikel wertet der Autor gar nicht, sondern gibt nur wieder, was KrisFix in dem kurzen Video sagt. Skeptisch klingt da gar nichts.
Da muss man sich nicht sonderlich anstrengen irgendwas herauszulesen, ist ziemlich klar was mit so einem Titel bezweckt wird (Bei 160+ Kommentaren unter der News war es ja auch erfolgreich). Man hätte das "Treiber Schuld?" auch einfach weglassen können, von einer guten News würde ich das auch erwarten (weil es schon von der Primärquelle höchst Spekulativ ist) und dann nur im Fließtext darauf eingehen.
Ist halt nen klassischer Newsartikel hier. Das kann man auch ruhig kritisieren, denn um ungefilterte und abgeschriebene Newsartikel zu lesen muss ich nicht bei PCGH sein, das geht überall anders auch.
 
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