Wahrscheinlich liegt es doch daran, dass dein BIOS noch ein "Haswell-E BIOS" ist und das System nicht mit Broadwell-E startet, allen Asrock-Beteuerungen zum Trotz. Die Speicherkompatibilitätslisten der Hersteller werden, meinen Beobachtungen nach, oft nicht auf dem aktuellem Stand gehalten bzw. das breite Marktangebot von neueren Speicherriegeln wird nur unvollständig d.h. stichprobenartig getestet und in die Listen eingepflegt.
Ist auch einfach zu erklären: Kingston, Corsair, Avexir, Klevv, usw. sind keine RAM Hersteller bzw. keine Chiphersteller und so kommen auf den unterschiedlichsten RAM so gut wie immer die gleichen Chips zum Einsatz. Wer fleissig die Print der PCGH liest, der hat es z.B. bei den Grakas schon gesehen, so ähnlich (einfach mit paar Hersteller mehr) sieht es auch beim Arbeitsspeicher aus. Eine der wenigen Ausnahmen ist Crucial, denn sie verwenden die Bausteine aus ihrem Mutterhaus: Micron (k.A., ob Crucial auch RAM mit Elpida, SK Hynix, usw. Chips macht, aber der Grossteil ist mit Micron).
Zudem steht die QVL Liste eben nicht als reine Kompatibilitätsliste, man muss nur mal den Namen lesen: Qualified Vendor List. Wer wirklich glaubt, dass z.B. Asus, Gigabunt, AsRock, usw. alle im Büchlein aufgelisteten Kits einem Herz-und-Nieren-Test unterzieht, der lebt wohl leider in ner Traumwelt. Wäre dem nämlich so, dann würden Bretter nur noch sehr spät nach release erscheinen, da es einfach zu viele Möglichkeiten gibt, plus erscheinen nach dem Druck des Büchleins ja meist wiederum unzählige neue Kits.... Manche Hersteller testen gar nix (z.B. hatte ich bei nem Biostar Brett mal RAM in der Liste, der unmöglich gehen konnte: Board war für DDR3, aber die Bezeichnung im Handbuch war von nem DDR3 Kit

), andere wiederum einzelne Module und andere bissel mehr. Ist ja auch kein Beinbruch, da RAM eher selten(!) zu den grossen Problemkindern in PCs gehört.
Aber, nebst dem BIOS, gibt es bei Intel noch so paar Feinheiten, die Ursache sein könnten. Im einen Code hast du "
Problem related to memory. Please re-install the CPU and memory then clear CMOS. If the problem still exists, please install only one memory module or try using other memory modules" geschrieben, aber nicht, ob du auch die CPU rausgenommen und wieder eingesetzt hast und dabei gleich mal geguckt hast, ob evtl. Pins im Sockel verbogen sind. Verbogene Pins sind leider schnell passiert. Zudem wäre interessant zu wissen, was für ein kühler zum Einsatz kommt. Denn: seit dem Sockel 1156 und dem Speichercontroller in der CPU, mögen Intel CPUs nicht mehr so gerne hohen Anpressdruck. Ist bei einigen Kühlern kein Problem, da sie limitierende Gewinde haben (z.B. Noctua, da kann man anziehen bis man blau anläuft), aber es gibt genügend Kühler ohne limitierende Befestigungsschrauben (z.B. Scythe Ashura/Mugen 3 oder 4, usw.) und wenn man da mal zu fest anzieht, kann es eben auch zu Probs mit dem Speichercontroller kommen. Folgen: entweder bootet es gar nicht oder nur schlecht oder es wird nur ein Teil vom RAM erkannt.
Wenn du dir zu 100% sicher bist, dass die CPU nicht defekt ist bzw. deren Speichercontroller, dann könnte eben das BIOS der Übeltäter sein. Hatte ähnliches bei nem AM3 Brett, als ich vergass das BIOS upzudaten und nen FX-4300 reinsteckte: da ging gar nix, nada. Erst nachdem ich mit nem Athlon II X4 das BIOS auf die neuste Version gerbacht hatte, kam ich rein. Leider hatte das Brett keine Debug-LEDs, so weiss ich leider auch nicht, was es angezeigt hätte. Bei den meisten Hersteller braucht man ja zum Glück bei den neueren Brettern nicht immer ne CPU zum updaten (z.B. Asus mit dem Flashback vom Stick: da braucht man nur Strom, Mobo und Stick mit BIOS, aber keine CPU oder RAM), weiss aber nicht, wie es bei AsRock ist.
PS: Übrigens, dass Kundensupporter manchmal null Ahnung von der Materie haben, ist auch einfach zu erklären: die meisten Hersteller, Shops, usw. nutzen dafür einfache Callcenter und die lesen die Antworten zu Kundenfragen einfach vom Monitor ab. Kingston war bei mir(!) der erste Hersteller, der mir auf eine Mailanfrage per Telefon(!) anrief und die Info mitteilte (was mich doch positiv überraschte). Aber sonst waren es oftmals Callcenter, was ein erfahrener Bastler auch schnell mal merkt (ist noch doof, wenn der Fragensteller mehr weiss als der kundendienst

).