Was ist daran denn nun so schlimm? Ich zitiere:
„Das waren erfolgreiche Tage!“, heißt es in dem Schrieb. Und weiter: „Wenn wir unser Bündnis Welcome to Hell genannt haben, dann meinten wir genau das: Den Herrschenden ihr G-20-Treffen in Hamburg ansatzweise zu der Hölle zu machen, die sie zu verantworten haben und für die sie stehen.“ Man habe ein großes Maß an Solidarität erfahren. Man lasse sich nicht auf friedlichen Protest reduzieren.
Es lasse die Verfasser zwar nicht unberührt, „wenn in der Schanze eine Dynamik entstand, die von dort anwesenden oder wohnenden Menschen als Bedrohung wahrgenommen wurde und offenbar auch bedrohliche Situationen produziert hat“. Man habe aber auch viel Sympathie für die Zerstörung erfahren."
Du darfst es nicht aus dem Kontext reißen, wie es die Medien gerne machen. "Erfolgreich", weil es ein klares Zeichen gegen eine bestimmte menschenverachtende Politik ist, deren Ziel der vermehrte Reichtum sehr weniger und eine stillschweigende Tolerierung von Milliardenfacher Verarmung auf der Welt ist. Friedlicher Protest, der seit Jahrzehnten durchgeführt wird, erzeugt nach Ansicht des Verfassers keinerlei Umdenken. Gewaltbereiter Protest, der mit hohem eigenem Risiko verbunden ist, scheint dem Verfasser sinnvoll. Das Gewalt leider für einzelne Unbeteiligte bedauerlich ist, ist ihm klar, der Zweck heiligt aber die Mittel. Es geht ihm aber nur um "ein bisschen" Gewalt, Auswüchse wie in der Schanze verurteilt er.
Alles andere wurde dem Mann in den Mund gelegt. Von wegen, Gewalt auf der Schanze nicht, woanders ja, steht im Text überhaupt nicht. Lernt zu lesen und plappert nicht Kommentare nach.
Was ist daran jetzt so schlimm? Da stehen Menschen zu ihren Zielen und kämpfen dafür. Wäre es nicht sinnvoller, über die Ziele zu reden und erst danach über die Mittel? Ich persönlich stimme mit vielen Zielen der extrem Linken nicht überein, aber damit würde man zuerst eine inhaltliche Diskussion starten. Und danach kann man die Mittel bewerten. Ich erwähnte es schon, Gewalt ist laut Verfassung nicht verboten, es gibt Sonderfälle. Ob die hier vorliegen, bestreite ich zwar und darum ist jede ordentliche Verurteilung der Straftäter mich mich angemessen. W
Wenn aber jetzt genau jene Kräfte aus dem Busch springen, die berechtigte Angst vor einer Entwicklung haben, die sie benachteiligen würde und wenn diese Menschen darauf einwirken, unser Grundgesetz zu ändern und Artikel 20 GG ändern wollen, dann sollte man das mit Argusaugen betrachten. Artikel 20 GG wurde von den Gründervätern unserer Verfassung mit Bedacht implementiert.