Das ist ja wohl der Gipfel: Hamburg, G20 und die Krawalle

...Wer in so einer Situation die Polizisten mit Beleidigungen zustätzlich reißt, darf sich hinterher nicht wundern.
Wie gesagt, einfach mal friedlich bleiben. Das gilt auch für die Worte, die man gegenüber Polzisten benutzt...
Es geht um die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Das es Dir, wie schon festgestellt, eine persönliche Freude ist, wenn anders Denkende verprügelt werden, musst Du nicht ständig wiederholen. Wir haben es verstanden. Das Verhalten der prügelnden Polizei ist und bleibt trotzdem kritikwürdig, egal ob Du es als wünschenwert einstufst.

Die Polizei soll Straftäter festnehmen. Sie zu Verprügeln ist ein Mittel des Polizeistaats.

...Sowas kommt bei Sozialisten (die ja das Geld nur von anderen nehmen können, wie schon Adenauer wusste) nicht gut an...
Ein Blick in unser Grundgesetz würde Dir Erleuchtung bringen: Unser Wirtschaftssystem ist eine soziale Marktwirtschaft und kein hemmungsloser Kapitalismus. Eigentum verpflichtet. Da diese Wirtschaftordnung Grundgesetzwidrig angegriffen wir, ist Widerstand ausdrücklich erlaubt.
 
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Es geht um die Verhältnismäßigkeit der Mittel. Das es Dir, wie schon festgestellt, eine persönliche Freude ist, wenn anders Denkende verprügelt werden, musst Du nicht ständig wiederholen. Wir haben es verstanden. Das Verhalten der prügelnden Polizei ist und bleibt trotzdem kritikwürdig, egal ob Du es als wünschenwert einstufst.

Die Polizei soll Straftäter festnehmen. Sie zu Verprügeln ist ein Mittel des Polizeistaats.

Wie kann man eigentlich gegen bei Beleidigung prügelende ausländische Mitbürger sein und das gleichzeitig bei der Polizei begrüßen, das die dann um sich hauen? :ugly:
 
Also soll sich die Polizei einfach mit Steinen und Molotow-Cocktails beschmeißen lassen?

Und auch hier wird schon wieder das Pferd von hinten aufgezäunt. Erst kommt die Aktion, dann die Reaktion.

Wer nicht von der Polizei verprügelt werden will, soll halt friedlich demonstrieren.

Nochmal als Nachfrage. Ist das zuviel verlangt? Friedlich und ohne Waffen (so wie es in Art. 8 GG steht) zu demonstrieren? Ist das echt so schwer, sowas durchzuziehen?
 
Und wo ist die Verhältnismässigkeit gewahrt, wenn wegen Beleidigung erstmal die Person zusammengeschlagen wird? Das ganze erinnert mich mittlerweile daran:

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Ein Blick in unser Grundgesetz würde Dir Erleuchtung bringen: Unser Wirtschaftssystem ist eine soziale Marktwirtschaft und kein hemmungsloser Kapitalismus. Eigentum verpflichtet. Da diese Wirtschaftordnung Grundgesetzwidrig angegriffen wir, ist Widerstand ausdrücklich erlaubt.

Steile These. Und wer bestimmt, welcher Widerstand legitim ist und welcher nicht?

Der schwarze Block der Linksautonomen?

Nein ist es nicht, ändert aber trotzdem nichts daran das auch das Fehlverhalten der Polizei angesprochen, diskutiert, untersucht und ggf. abgestraft gehört. ;)

Aktion, Reaktion.

Woher kam das Verhalten der Polizei denn? Weil das Motto "Welcome to Hell" so friedlich war? Weil die Vermummten (immernoch ein Straftatbestand) so friedlich waren?

Und wo ist die Verhältnismässigkeit gewahrt, wenn wegen Beleidigung erstmal die Person zusammengeschlagen wird?

Siehe zuvor. Einfach mal friedlich sein, dann klappt es auch mit der Polizeit. Der beste Beweis ist das letzte Wochenende in Hamburg. Zwei Großveranstaltungen ohne Probleme. Warum? Es waren keine Linksautonomen vor Ort und haben randaliert.
 
Hört doch endlich mit dem Relativieren der Gewalttaten auf!

Wenn die Polizei sich falsch verhalten hat, dann ist das schlicht null komma garkeine Rechtfertigung für das, was passiert ist. Punkt.

Ihr macht Euch mit dieser ewigen Relativiererei keinen Gefallen. Ich finde sie sogar richtig widerlich.
 
Also soll sich die Polizei einfach mit Steinen und Molotow-Cocktails beschmeißen lassen?
Du Entstellst bewußt. In dem verlinkten Video sieht man verprügelte Demonstranten. Die schmissen keine Steine oder Molotow Cocktails.
Maximal haben sie beleidigt. Was spricht dagegen, sie festzunehmen, wenn es eine entsprechende Tat war? Wild und in Rage um sich zu
schlagen ist nicht das, was ich von Polizisten sehen will. Dann sollen sie ihren Job aufgeben, wenn sie überfordert sind.

Was ist friedlich? Verkehrsbehinderung? Schau Dir an, was passiert:
G20-Gipfel in Hamburg: Polizei geht gegen Demonstranten vor - YouTube

Sowas haben wir früher auch gemacht. Spontane Demonstration, in dem wir mit tausenden Studenden in einem Kreisel
in Ruhe spazieren gingen und den Autofahren Handzettel mit dem Grund der Demonstration gaben. Die Polizei kam natürlich
sofort, aber Gewalt gab es keine, warum auch, wenn man im Kreis spazieren geht. Was dagegen passiert auf dem Video?
Nicht gut, gar nicht. Verstehst Du es wirklich nicht! Da wirft niemand Steine oder Molotow Cocktails.

Und nein, Steine oder Molotow Cocktails sind nicht zu rechtfertigen. Es geht darum beide Seiten zu betrachten.

Steile These. Und wer bestimmt, welcher Widerstand legitim ist und welcher nicht?
Das ist keine "steile These", sondern es sind die Lehren aus unserem Faschismus. Das schreibt der Bundestag dazu:
Deutscher Bundestag - Das Recht auf Widerstand zum Schutz der Verfassung

Aber wann ein Staatsstreich passiert, ist schwer zu dehinieren. Natürlich haben wir aktuell keinen, aber Artikel 20 ist
die Basis, die uns Bürgern Gewalt ausdrücklich erlaubt.
 
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1) Mal wieder ein Video. Niemand weiß, wie das zurecht geschnitten wurde.

2) Schon bei Sekunde 14. "haben den Verkehr behindert". Da haben wir also Eingriff in den Straßenverkehr.

3) Ansonsten jede Menge Menschen die rumdisktuieren, statt Anweisungen Folge zu leisten.

Aber wieder mal ein schöner Fall von Relativieren und Verhamlosen. Also genau das, was seit Seite 1 angesprochen wird. Deutschland ist und bleibt auf dem linken Auge blind.

PS: Sowas wie "**** die Polizei" ist natürlich sehr friedlich. Wie gesagt, genau solche Leute sind nicht friedlich und wundern sich dann über die Reaktion?

Die Kommentare unter dem Video erkennen zum Glück auch (zum größten Teil) woher der Wind weht.

Das ist keine "steile These", sondern es sind die Lehren aus unserem Faschismus. Das schreibt der Bundestag dazu:
Deutscher Bundestag - Das Recht auf Widerstand zum Schutz der Verfassung

Aber wann ein Staatsstreich passiert, ist schwer zu dehinieren. Natürlich haben wir aktuell keinen, aber Artikel 20 ist
die Basis, die uns Bürgern Gewalt ausdrücklich erlaubt.

"Gemeint ist die Ordnung der parlamentarischen Demokratie, des sozialen und föderalen Rechtsstaates, die in Artikel 20 Absatz 1 bis 3 genannt werden."

Ach und die (die Ordnung der parlamentarischen Demokratie) ist derart in Gefahr gewesen, dass man so reagieren muss? Ne, ist klar.

Wie gesagt, es ist und bleibt ne steile These und der Artikel auf den du dich hier berufst, findet hier keine Anwendung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon bei Sekunde 14. "haben den Verkehr behindert". Da haben wir also Eingriff in den Straßenverkehr.
Und das rechtfertigt Gewalt? Werden in Zukunft auch Verkehrssünder erstmal zusammen geschlagen? Ist es Dir wirklich so egal,
wie sich unsere Polizei ihren Mitbürgern gegenüber verhält? Mir ist das nicht egal. Und ich erwarte etwas anderes. Die Polizei
hat Vorbildfunktion.

"Gemeint ist die Ordnung der parlamentarischen Demokratie, des sozialen und föderalen Rechtsstaates, die in Artikel 20 Absatz 1 bis 3 genannt werden."
Ach und die (die Ordnung der parlamentarischen Demokratie) ist derart in Gefahr gewesen, dass man so reagieren muss? Ne, ist klar.
Wie gesagt, es ist und bleibt ne steile These und der Artikel auf den du dich hier berufst, findet hier keine Anwendung.
Du solltest lesen, was ich schreibe. Aber wir sind uns einig, dass Gewalt in bestimmten Fällen legitimiert ist. Wann dieser Fall eintritt
entscheidest nicht Du und auch nicht ich, sondern es werden hinterher Gerichte entscheiden. Ich sehe die Grundordnung aktuell nicht
gefährdet. Wie andere die Situation einschätzen ist deren Entscheidung und sie müssen mit den Konsequenzen leben. Wenn unsere Welt
auf einen G20 Gipfel "verschachert" wird, finde ich das zumindest hinterfragenswert.
 
Hört doch endlich mit dem Relativieren der Gewalttaten auf!

Wenn die Polizei sich falsch verhalten hat, dann ist das schlicht null komma garkeine Rechtfertigung für das, was passiert ist. Punkt.

Ihr macht Euch mit dieser ewigen Relativiererei keinen Gefallen. Ich finde sie sogar richtig widerlich.


Habe jetzt nur die letzten Posts überflogen, aber hier relativiert doch niemand was. Hier wird doch nur auf falsches Vorgehen auf der "anderen" Seite hingewiesen. Ob das in Hamburg der Fall war... keine Ahnung. Aber meine Güte, dass die Polizei, oder vielmehr manche Polizisten, einfach gerne ohne triftigen Grund drauflosprügeln ist doch nichts neues mehr und hat wenig mit relativieren zu tun...

Im übrigen lassen sich Gewalttaten ganz einfach relativieren bzw. rechtfertigen. Eine Polizei, die grundsätzlich erst mal drauflosprügelt, rein willkürlich handelt und alles, was nicht stramm rechts ist unterdrückt, WÜRDE Gewalt rechtfertigen. Ist nämlich unser gutes Recht, gegen sowas vorzugehen.;)
Ich schreibe hier bewusst im Konjunktiv, vor allem auf Hamburg bezogen. Trotzdem, wenn man das Problem Polizeigewalt totschweigt ist auch niemandem geholfen.
 
Habe jetzt nur die letzten Posts überflogen, aber hier relativiert doch niemand was. Hier wird doch nur auf falsches Vorgehen auf der "anderen" Seite hingewiesen. Ob das in Hamburg der Fall war... keine Ahnung. Aber meine Güte, dass die Polizei, oder vielmehr manche Polizisten, einfach gerne ohne triftigen Grund drauflosprügeln ist doch nichts neues mehr und hat wenig mit relativieren zu tun...

Im übrigen lassen sich Gewalttaten ganz einfach relativieren bzw. rechtfertigen. Eine Polizei, die grundsätzlich erst mal drauflosprügelt, rein willkürlich handelt und alles, was nicht stramm rechts ist unterdrückt, WÜRDE Gewalt rechtfertigen. Ist nämlich unser gutes Recht, gegen sowas vorzugehen.;)
Ich schreibe hier bewusst im Konjunktiv, vor allem auf Hamburg bezogen. Trotzdem, wenn man das Problem Polizeigewalt totschweigt ist auch niemandem geholfen.

Sagte ich ja

diese (rechts vs links vs Polizei )ist wie Schalke gegen Dortmund..kommt nur Pups raus..und wir drehen uns mehrmals um Kreis...und jeder will nur das sehen..was er will.

Und ich sehe es wie Nightsalver.
Muss ich ja net verlinken.... naja ihr habt es bestimmt vergessen :D

p.s
pcgh forum/ wirtschaft politik

pauschalisieren pauschalisieren pauschalisieren pauschalisieren pauschalisieren
 
Wer nicht von der Polizei verprügelt werden will, soll halt friedlich demonstrieren.

Und plötzlich wirft einer von hinten einen Stein, genau über dich hinweg auf die Polizei. Die rückt vor.
Du versuchst den Abstand zu vergrößern.
Weil du das versuchst, fokussieren die Polizisten die Bemühungen auf dich. Man drückt nach, greift ein, der erste Schlagstock trifft dich am Bein.
Du versucht zu beschwichtigen, weil du ja nichts gemacht hast. Doch dann wird einer der Cops, die dich attackieren, von einer Flasche getroffen.
Weil sie nicht ausmachen können, wer das war, du aber vor ihnen stehst, gehen sie davon aus, dass das einer deiner "Kumpels" gewesen sein muss. Also dreschen jetzt 4 Cops auf dich ein und schwupps liegst du am Boden und hast einen Rippenbruch.
Was machst du? Was hast du falsch gemacht? Wieso trifft es dich?
 
Gut, dann sind wir uns ja einig :)

WTF? Seit wann bitte schön ist die Vollkasko für fremdverschuldete Schäden zuständig?

Du solltest dich dringend mal informieren. Eine KFZ Versicherung und Teilkasko deckt KEINEN Vandalismus ab. Man benötigt dazu eine VOLLKASKO. Sorry, aber nur weil dir das nicht klar ist, ist das trotzdem so!

Ich kennen zwar nicht alle Versicherungen, aber alle mit denen ich bisher zu tun hatte und mich informiert habe bestätigen genau das. Mutwillige Zerstörung wird über Versicherung und Teilkasko NICHt abgedeckt.

Mal abgesehen davon wurde schon MEHRFACH in den Medien erwähnt, dass die Leute auf Ihren Kosten sitzen bleiben, sollte der Staat nicht freiwillig einspringen!
 
Du solltest dich dringend mal informieren. Eine KFZ Versicherung und Teilkasko deckt KEINEN Vandalismus ab. Man benötigt dazu eine VOLLKASKO. Sorry, aber nur weil dir das nicht klar ist, ist das trotzdem so!

Die Vollkasko zahlt aber nur den Zeitwert. Den vollen Kaufpreis zahlen sie in der Regel nur innerhalb der ersten 6 Monate nach Kauf des Autos. Gegen Aufpreis kannst du das auf 24 Monate verlängern.
Und vom Zeitwert kannst du dir nicht das Auto in der Fahrzeugklasse leisten, das du vorher hattest.
 
...Eine KFZ Versicherung und Teilkasko deckt KEINEN Vandalismus ab. Man benötigt dazu eine VOLLKASKO. Sorry, aber nur weil dir das nicht klar ist, ist das trotzdem so!...
Das stimmt leider nicht mehr allgemein, weil es heute absolut freie Versicherungsvertragsdreiheit gibt. Die Versicherungen können nach belieben aussortieren. Je nach Wohngebiet bekommt man auch schnell man Angebote ohne abgedeckten Vandalismus, jeder kennt das z.B. auch von Hausratsversicherungen, die in Überflutungsgebieten keinen Hochwasserschutz beinnhalten. Das hat die FDP wunderschön als Klientelpolitik eingetütet und dem "Wahlvieh" als Freiheit verkauft. In Wirklichkeit haben nur Versicherungen die Optoion, individuelle Fremdrisiken auszurechnen.

Aber im Prinzip hast Du recht. Eine ordentliche Vollkaskoversicherung deckt die Schäden durch Vandalismus ab. "Mutti" hat aber allen Opfern versprochen, die Schäden zu bezahlen. Bleiben die immateriellen Schäden und die können im Einzelfall hoch sein. Warum diese Idioten Autos anzünden und nicht, wenn sie schon unbedingt Gewalt gegen den Staat ausüben wollen, wie es sich gehört den Reichstag, ähhh Bundestag als Ziel wählen, muss ich aber nicht verstehen. Das hat mit Politik wenig zu tun.
 
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Habe jetzt nur die letzten Posts überflogen, aber hier relativiert doch niemand was. Hier wird doch nur auf falsches Vorgehen auf der "anderen" Seite hingewiesen. Ob das in Hamburg der Fall war... keine Ahnung. Aber meine Güte, dass die Polizei, oder vielmehr manche Polizisten, einfach gerne ohne triftigen Grund drauflosprügeln ist doch nichts neues mehr und hat wenig mit relativieren zu tun...

Doch, jede Art der "die haben aber auch" und "hätte man dies oder das nicht gemacht, dann wäre nichts passiert" usw. ist eine Art der Rechtfertigung und Relativierung.

An vielen Stellen kann ich das auch akzeptieren, dass man sich vor jemanden stellt, der Sch... gebaut hat.

Nicht aber hier. Diese Menschen sind mit dem Ziel angereist, Randale zu machen. Es war schlicht nicht die Polizei, die sie durch ihre Verhalten dazu genötigt hat. Das ist eine totale Verdrehung der Tatsachen. Auch wenn die Polizei in Hamburg oder auch in der Vergangenheit Fehler gemacht hat, unschöne Dinge passiert sind (<- Relativierung! ), dann ist das absolut kein Grund für dieses Verhalten.

Ich verabscheue diese Menschen, diesen Gewalttourismus.

Ich habe auch ein echtes Problem mit Menschen, die ernsthaft Anarchie als erstrebenswertes Lebensmodell sehen. Die sind in meinen Augen einfach nur grenzenlos naiv oder egoistisch und in ihre eigene Stärke verliebt. Jemand, der meint, es würde gerecht zugehen, wenn es keine Hierarchie mehr, und niemanden gibt, der die Gerechtigkeit einfordert, wenn nötig auch mit Nachdruck, der hat den Menschen einfach nicht verstanden.

Wie ich schon schrieb, das Ziel des Humanismus, alle Menschen gleich, fair, gerecht und menschlich zu behandeln ist ein sehr ehernes Ziel, dem ich mich sofort anschließe. Deswegen finde ich den linken Gedanken auch grundsätzlich ok, auch wenn er von vielen völlig falsch interpretiert wird, und so zu einem Medium für Gleichmacherei, Missgunst, Neid, Egoismus und Faulheit herabgesetzt wird. Aber wie dem auch sei, den absolut berechtigten Belangen der linken Demonstranten, die sich mit teilweise absolut nachvollziehbaren Argumenten gegen die Globalisierung aussprechen (ohne aber allerdings eine sinnvolle Alternative bieten zu können, was ich ihnen wieder gerne vorhalten würde), diese legitimen Belange werden schlicht konterkariert durch diese Gewaltexzesse.

Und warum dann ausgerechnet Menschen, denen die linke Idee nahe liegt, die sie leben und verteidigen wollen, sich VOR die Gewalttäter stellen, ihre Aktionen in irgendeiner Weise relativieren ("...aber die Polizei hat doch auch..." oder "...es waren doch auch sooo viele friedliche dabei") kann ich einfach überhaupt gar nicht verstehen.

Ich meine, wenn jemand ernsthaft die Gräueltaten der Nazis damit relativiert, indem er sagt "aber die Türken haben doch auch massenhaft Albaner getötet", "die Juden haben uns doch alle ausgenommen" oder "es gab Millionen Deutsche, die gar nichts böses getan haben", dann wird das im Allgemeinen auch zurecht in keinster Weise akzeptiert. Genauer: Wenn ich das zu meiner Meinung machen würde, dann würdet ihr mich sofort in die rechtsextreme Ecke stellen. Und das vollkommen zurecht!
 
Doch, jede Art der "die haben aber auch" und "hätte man dies oder das nicht gemacht, dann wäre nichts passiert" usw. ist eine Art der Rechtfertigung und Relativierung.
Es sind getrennte Dinge. Ich möchte in einem friedlichen Staat leben. Was ich von den Chaoten halte, habe ich oft genug thematisiert.

Unabängig von den Chaoten gibt es auch Polizisten und deren Verhalten. Das betrifft mich viel häufiger, denn Polizisten sehe ich täglich.
Und ich brauche keine Polizei, die sich nicht an bestehende Gesetze hält. Demonstrationen, gerade welche mit massiver Gewalt, sind
natürlich Extremsituationen. Ich erwarte von Polizisten in Extremsituation besonnenheit. Im kleinen Massstab empfinde ich ich das
Verhalten mancher Polizisten wie eine absolutistische Macht und absoluter Ohnmacht. Das ist einer Demokratie nicht würdig.

Und dann kommen hier Leute und sagen mir, man soll doch einfach nur machen, was der Herr Hauptamtmann sagt. So läuft das aber heute
nicht mehr, und wenn der Herr Hauptamtmann meint, mich nieder zu prügeln, weil ich auf einer Straße sitze, um gegen einen G20 Gipfel
zu demonstrieren, dann finde ich dieses Verhalten diskussionswürdig und hinterfragbar. Ich habe noch die Studentendemonstrationen in
der sechzigern erlebt, iuch wr auf der Startbahn-West und auch vielen Anti Atomkraftdemonstrationen, z.B. in Wackersdorf. Was man da
an blinder Polizeiwut erlebte, war kaum auszuhalten. Ich bleibe trotzdem friedlich, glücklich bin ich aber nicht
 
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