Das ist ja wohl der Gipfel: Hamburg, G20 und die Krawalle

Es sind getrennte Dinge. Ich möchte in einem friedlichen Staat leben. Was ich von den Chaoten halte, habe ich oft genug thematisiert.

Unabängig von den Chaoten gibt es auch Polizisten und deren Verhalten. Das betrifft mich viel häufiger, denn Polizisten sehe ich täglich.
Und ich brauche keine Polizei, die sich nicht an bestehende Gesetze hält. Demonstrationen, gerade welche mit massiver Gewalt, sind
natürlich Extremsituationen. Ich erwarte von Polizisten in Extremsituation besonnenheit. Im kleinen Massstab empfinde ich ich das
Verhalten mancher Polizisten wie eine absolutistische Macht und absoluter Ohnmacht. Das ist einer Demokratie nicht würdig.

Und dann kommen hier Leute und sagen mir, man soll doch einfach nur machen, was der Herr Hauptamtmann sagt. So läuft das aber heute
nicht mehr, und wenn der Herr Hauptamtmann meint, mich nieder zu prügeln, weil ich auf einer Straße sitze, um gegen einen G20 Gipfel
zu demonstrieren, dann finde ich dieses Verhalten diskussionswürdig und hinterfragbar. Ich habe noch die Studentendemonstrationen in
der sechzigern erlebt, iuch wr auf der Startbahn-West und auch vielen Anti Atomkraftdemonstrationen, z.B. in Wackersdorf. Was man da
an blinder Polizeiwut erlebte, war kaum auszuhalten. Ich bleibe trotzdem friedlich, glücklich bin ich aber nicht

was meinst du den was hier los wäre, wenn es nicht ein einziges foto/video gäbe wo ein demonstrant ein stein wirft oder ähnliches, oder wenn nicht ein auto laden oder sonst irgendwas beschädigt worden wäre, sondern lediglich die brutalität der polizei schwarz auf weiß vorliegen würde, wäre das nicht viel effektiver gewesen um das aufzuzeigen?

dann hätte man auf der linken seite, eine deutlich besserer verhandlungsposition und das gesamtbild sähe nicht so katastrophal aus wie es jetzt ist. ich für meinen teil kann die linke nicht wählen, allein schon aus dem grund, das es offensichtlich clientel gibt die den rechtsstaat und dessen gesetze mit füßen treten.
 
Kritik an der Polizei ist sicher an vielen Stellen angebracht und notwendig. Ich bezweifle auch keine Sekunde, dass das was Du, iU erlebt hast, für Dich prägend war und Deine Kritik berechtigt ist.
Niemand wird bestreiten, dass links-liberales Gedankengut in den Polizeikreisen eher unterrepräsentiert und dagegen rechts-konservatives überrepräsentiert sein wird ... :)

Aber diese Kritik bitte nicht in dem Zusammenhang mit den Randalen zum G20. Und wenn, dann bitte bei jedem Satz oder wenigstens Posting mit dem Disclaimer, dass diese Kritik eben in keinster Weise einen Teil der Schuld des Geschehenen in die Schuhe der Polizei schieben soll, sondern nur ganz allgemeine Kritik ist.

Denn die Polizei kann schlicht absolut nichts dafür, dass sich Menschen zusammengerottet haben, mit dem alleinigen Ziel in Hamburg für Krawall zu sorgen. Wer Fehlverhalten der Polizei als Rechtfertigung für geplante Krawalle missbraucht, der macht sich m.E. schlicht die Ziele der Krawallbrüder zu Eigen.
 
Kritik an der Polizei ist sicher an vielen Stellen angebracht und notwendig. Ich bezweifle auch keine Sekunde, dass das was Du, iU erlebt hast, für Dich prägend war und Deine Kritik berechtigt ist.
Niemand wird bestreiten, dass links-liberales Gedankengut in den Polizeikreisen eher unterrepräsentiert und dagegen rechts-konservatives überrepräsentiert sein wird ... :)

Aber diese Kritik bitte nicht in dem Zusammenhang mit den Randalen zum G20. Und wenn, dann bitte bei jedem Satz oder wenigstens Posting mit dem Disclaimer, dass diese Kritik eben in keinster Weise einen Teil der Schuld des Geschehenen in die Schuhe der Polizei schieben soll, sondern nur ganz allgemeine Kritik ist.

Denn die Polizei kann schlicht absolut nichts dafür, dass sich Menschen zusammengerottet haben, mit dem alleinigen Ziel in Hamburg für Krawall zu sorgen. Wer Fehlverhalten der Polizei als Rechtfertigung für geplante Krawalle missbraucht, der macht sich m.E. schlicht die Ziele der Krawallbrüder zu Eigen.

Es geht doch auch nicht darum was in der Schanze, vor allem dann Abends / Nachts los war. Das waren auch keine Demonstrationen mehr, das war offener Straßenkrieg von Gewalttätern mit der Polizei. Das dagegen vorgegangen werden muss und das Verhalten dieser plündernden und zerstörungswütigen Vandalen verurteilenswert ist hat hier niemand bestritten.

G20 bestand aber nunmal nicht nur aus diesen Ereignissen, darüber hinaus gab es auch Demonstrationen die im Grunde friedlich abliefen, wo aber seitens der Polizei unverhältnismäßig hart vorgegangen wurde, das ist nunmal auch nicht abstreitbar.
Davon hören tut man aber aus der Politik wieder mal nichts, da wird jetzt nur wahlkampfwirksam der extremste Teil der Ausschreitungen abgeackert und die Polizei für ihr sonstige Fehlverhalten noch mit Leckerli belohnt, wie der Kampfhund der das Kind im Kinderwagen gebissen hat...

Das die Randale und Zerstörungen verurteilenswert sind darüber herrscht hier schon seit unzähligen Seiten im Grunde konsenz, aber gerade von Kaaruzo und hazelol, das muss man leider sagen, werden hier sofort Nebelkerzen in Form von Beschuldigungen geworfen sobald die andere Seite der Medaille thematisiert wird und jeglicher Versuch einer Diskusion torpediert.

Das erinnert mich leider schon ein wenig an die jüngsten VT-Threads...
 
Sorry, Nightslaver, aber offenbar reden wir über zwei verschiedene Threads. In diesem Zusammenhang bitte ich Dich, auch mal den Titel des Threads und das originale Posting anzuschauen.

Meine Aussage ist, dass sich die Kritiker des G20 und auch von Polizeigewalt selbst keinen Gefallen tun, wenn sie das in irgendeinem Zusammenhang mit den Geschehnissen in Hamburg tun. Denn dann entsteht sofort der Beigeschmack der Assoziierung und Relativierung. Ob beabsichtigt oder nicht!

Wieso bindet ihr Euch diesen Eindruck denn überhaupt ans Bein?

Es klingt halt nach einer VT, wenn versucht wird, hier "dem System" die Schuld an den Randalen in die Schuhe zu schieben, und genau das Gefühl bekommt man, wenn man einige Beiträge hier liest. In so fern ist Dein Vergleich mit den VT Threads gar nicht so weit hergeholt, aber anders, als Du vielleicht meinst.
 
Und das rechtfertigt Gewalt?

Absolut. Wer nicht hören will, muss fühlen. Wie gesagt, die Lösung ist so einfach. Friedlich sein, keine Gesetze brechen, Anweisungen folgen.

Sind diese einfache Methoden zuviel verlangt?

Werden in Zukunft auch Verkehrssünder erstmal zusammen geschlagen?

Wenn diese sich partout allen Anweisungen der Polizei widersetzen und dabei ausfallend werden, muss man als Verkehrssünder im Zweifel damit rechnen.

Ist es Dir wirklich so egal, wie sich unsere Polizei ihren Mitbürgern gegenüber verhält?

Als Hamburger weiß ich, wer mit der Gewalt angefangen hat und wer darauf reagiert hat. Diese „Mitbürger“ sind selber schuld. Wer nicht friedlich sein kann, soll nicht über Polizeigewalt rumheulen. Ganz einfach.

Mir ist das nicht egal. Und ich erwarte etwas anderes. Die Polizei hat Vorbildfunktion.

Absolut. Und Polizisten müssen sich genauso wenig beleidigen lassen und/oder mit Waffen bewerfen lassen. Da soll und muss die Polizei schon aus Eigenschutz robust gegen vorgehen. Gerne noch robuster. Vielleicht wäre das für manche eine Lehre.

Du solltest lesen, was ich schreibe. Aber wir sind uns einig, dass Gewalt in bestimmten Fällen legitimiert ist. Wann dieser Fall eintritt entscheidest nicht Du und auch nicht ich, sondern es werden hinterher Gerichte entscheiden. Ich sehe die Grundordnung aktuell nicht gefährdet.

In jedem Fall entscheidet es nicht der Mob auf der Straße und schon gar keine kriminellen Hausbesetzer. Aber denen gestehest du ja den „Widerstand“ zu.

Und das ist falsch. Der Artikel auf den du dich da berufst (Art.20. GG) findet hier keine Anwendung, weil, wie du richtig erkannt hast, keine Gefährdung der Grundordnung vorliegt.

Wenn unsere Weltauf einen G20 Gipfel "verschachert" wird, finde ich das zumindest hinterfragenswert.

Wo wird die Welt denn bitte „verschachert“? Und hinterfragen darf man alles. Steine schmeißen, Barrikaden erreichten und Autos anzünden hingegen nicht.

Habe jetzt nur die letzten Posts überflogen, aber hier relativiert doch niemand was.

Doch und zwar seit Seite 1.

Hier wird doch nur auf falsches Vorgehen auf der "anderen" Seite hingewiesen.

Und der Hinweis wurde mit dem Gegenhinweis, dass die Gewalt von den Autonomen ausging, bereits geklärt. Also ist jeder weitere Versuch ein Fall von Relativierung.

Aber meine Güte, dass die Polizei, oder vielmehr manche Polizisten, einfach gerne ohne triftigen Grund drauflosprügeln ist doch nichts neues mehr und hat wenig mit relativieren zu tun...

Alleine dieser Satz strotzt doch nur so vor Relativierung.

Was hingegen nichts neues ist, ist die Tatsache, dass (insbesondere in Hamburg) Linksautonome sich nicht benehmen können. Jedes Jahr am 1. Mai zu erkennen.

Trotzdem, wenn man das Problem Polizeigewalt totschweigt ist auch niemandem geholfen.

Vor allem ist niemanden geholfen, wenn man die Gewalt von den Linksautonomen in einer Tour relativiert.

Und plötzlich wirft einer von hinten einen Stein, genau über dich hinweg auf die Polizei. Die rückt vor.
Du versuchst den Abstand zu vergrößern.
Weil du das versuchst, fokussieren die Polizisten die Bemühungen auf dich. Man drückt nach, greift ein, der erste Schlagstock trifft dich am Bein.
Du versucht zu beschwichtigen, weil du ja nichts gemacht hast. Doch dann wird einer der Cops, die dich attackieren, von einer Flasche getroffen.
Weil sie nicht ausmachen können, wer das war, du aber vor ihnen stehst, gehen sie davon aus, dass das einer deiner "Kumpels" gewesen sein muss. Also dreschen jetzt 4 Cops auf dich ein und schwupps liegst du am Boden und hast einen Rippenbruch.
Was machst du? Was hast du falsch gemacht? Wieso trifft es dich?

Komisch, auf was für Demos ihr euch so rumtreibt. Ich war bisher auf keiner Demo, wo das, was du geschildert hast, passiert.

Vielleicht sollte man sich dann mal überlegen, nicht auf solche Demos zu gehen, wo sowas passiert. Ansonsten, wie wäre es, denn entsprechende Steineschmeißer aus der Demo herauszuholen und der Polizei zu übergeben?

Das Jedermann-Anhalte- und Festnahmerecht ermöglicht dir das absolut. Also einfach andere friedliche Demoteilnehmer ansprechen, den Steineschmeißer festnehmen und der Polizei übergeben.

Funktioniert natürlich nicht, wenn man auf einer Demo ist, wo die Mehrheit a) Steine schmeißt oder b) mit diesen Leuten sympathisiert. Aber dann ist man halt selbst schuld.

Na du warst auf einer Demo wo Autonome waren, hättest halt auf ne friedliche Demo gehen müssen. ;) Bist also vermutlich nach der Meinung bestimmter Leute hier selber schuld. :ugly:

Ich wüsste nicht, was an dieser Feststellung lustig wäre. Genauso ist es doch. Wenn ich bewusst auf eine Demo gehe, wo sowas zu erwarten ist (und das war bei der „Welcome to Hell“ Demo absolut so), dann darf ich mich nicht wundern.

Also ist es nicht möglich, dass ein paar Autonome meine Demo infiltriert haben? :huh: Verdammt: :motz: ;)

Natürlich, die überaus „friedliche“ „Welcome to Hell“ Demo wurde nur von ein „paar“ Autonomen infiltriert.

Ich möchte in einem friedlichen Staat leben.

Ich auch. Und gerade hier in Hamburg ist der friedliche Staat oft genug durch Linksautonome in Gefahr. Und genau dagegen muss die Polizei vorgehen.

Und ich brauche keine Polizei, die sich nicht an bestehende Gesetze hält. Demonstrationen, gerade welche mit massiver Gewalt, sind natürlich Extremsituationen. Ich erwarte von Polizisten in Extremsituation besonnenheit.

Besonnenheit heißt aber nicht, sich beleidigen und bewerfen zu lassen. Auch die Polizei darf und muss sich (alleine schon zum Selbstschutz) wehren.

Im kleinen Massstab empfinde ich ich dasVerhalten mancher Polizisten wie eine absolutistische Macht und absoluter Ohnmacht. Das ist einer Demokratie nicht würdig.

Eine Gesellschaft ohne Regeln funktioniert nicht. Und Regeln, die nicht kontrolliert und durchgesetzt werden, sind sinnlos. Ergo braucht es eine Polizei. Egal was du dabei empfindest.

Und dann kommen hier Leute und sagen mir, man soll doch einfach nur machen, was der Herr Hauptamtmann sagt. So läuft das aber heute nicht mehr, und wenn der Herr Hauptamtmann meint, mich nieder zu prügeln, weil ich auf einer Straße sitze, um gegen einen G20 Gipfel zu demonstrieren, dann finde ich dieses Verhalten diskussionswürdig und hinterfragbar.

Gab es eine Anweisung die Straße zu räumen? Dann hat man das zu tun. Es steht natürlich jedem frei, sich dieser Anweisung zu widersetzen. Dann aber bitte nicht hinterher rumheulen, dass die Polizei dagegen vorgegangen ist.

Komischerweise haben friedliche Demos dieses Problem so gut wie nie. Es sind immer die Demos der Linksautonomen, die das Problem „Polizeigewalt“ haben.

Vielleicht sollte man dann einfach mal über die eigene Vorgehensweise nachdenken.
 
Sorry, Nightslaver, aber offenbar reden wir über zwei verschiedene Threads. In diesem Zusammenhang bitte ich Dich, auch mal den Titel des Threads und das originale Posting anzuschauen.

Ich habe sowohl den Titel als auch die Posts gelesen und im Titel steht eindeutig "G20 und die Krawalle" und nicht die "Die Krawalle während G20" heißt für mich es soll auch um G20 insgesammt gehen und da ist unverhältnismäßige Gewalt der Polizei nunmal auch ein Thema.

Meine Aussage ist, dass sich die Kritiker des G20 und auch von Polizeigewalt selbst keinen Gefallen tun, wenn sie das in irgendeinem Zusammenhang mit den Geschehnissen in Hamburg tun. Denn dann entsteht sofort der Beigeschmack der Assoziierung und Relativierung. Ob beabsichtigt oder nicht!

Ja und wie ich vor einigen Seiten schon in meinen Post schrieb, für manch einen hat es sofort den Beigeschmack das ich Häuserwände besprühen will nur weil ich in der U-Bahn eine Spraydose mit Farbe dabei habe. ;)
Sorry, aber sowas ist alles andere als rational und ich bin, so sehe ich mich zumindest, eigentlich ein zimlich rationaler Mensch. Das was hier im Thread über Seiten passiert hat aber nichts mehr mit Rationalität und einer sachlichen Betachtung zu tun das ist nur noch Stammtisch gewüte und gekeife, ohne wirkliches Interesse an einer Diskusion soll hier nur dem eine Feindbild gefröhnt werden, dem autonomen Vandalen.

Da frag ich dich, wozu brauchen wir dann noch ein Diskusionsforum wen das Feindbild schon feststeht und es darüber hinaus keine Nuancen mehr gibt über die man sprechen sollte / kann?
Dann kann die Moderation hier auch dicht machen weil es ja nichts mehr zu sagen gibt.

Wieso bindet ihr Euch diesen Eindruck denn überhaupt ans Bein?

Weil der Eindruck nunmal nicht richtig ist und hier noch jeder diskutieren darf, auch wen das im Moment nichts mit einer Diskusion zu tun hat.
 
Das Wort "und" ist eine Assoziation.

Kurz, ich bin einfach völlig anderer Meinung als Du, Nightslaver. Wenn Du G20 kritisieren willst und das nicht als Relativierung der Kravalle sehen willst, dann mach besser einen eigenen Thread dafür auf.

Um nochmal das Beispiel heranzuziehen: Wenn in einem Thread "Die Probleme der 30er Jahre und die Ermordung der Juden" am Ende eine hitzige Debatte über die Probleme geführt werden, wie es zur Machtergreifung der Nazis kommen konnte, dann werde ich das auch als Relativierung der Greueltaten sehen. Und es tut mir ehrlich leid, wenn Du das nicht sehen kannst.
 
Sorry, Nightslaver, aber offenbar reden wir über zwei verschiedene Threads. In diesem Zusammenhang bitte ich Dich, auch mal den Titel des Threads und das originale Posting anzuschauen.

Meine Aussage ist, dass sich die Kritiker des G20 und auch von Polizeigewalt selbst keinen Gefallen tun, wenn sie das in irgendeinem Zusammenhang mit den Geschehnissen in Hamburg tun. Denn dann entsteht sofort der Beigeschmack der Assoziierung und Relativierung. Ob beabsichtigt oder nicht!

Wieso bindet ihr Euch diesen Eindruck denn überhaupt ans Bein?

Es klingt halt nach einer VT, wenn versucht wird, hier "dem System" die Schuld an den Randalen in die Schuhe zu schieben, und genau das Gefühl bekommt man, wenn man einige Beiträge hier liest. In so fern ist Dein Vergleich mit den VT Threads gar nicht so weit hergeholt, aber anders, als Du vielleicht meinst.
Man kann also Polizeigewalt während des G20-Gipfels nicht kritisieren, ohne dass es eine Relativierung wäre? Ähm, ja, das ist halt ziemlich engstirnig.
Hier hat doch niemand mit "ja aber der hat auch"-Argumenten angefangen (zumindest nicht auf den letzten Seiten), also traue ich dir schon zu das ganze etwas differenzierter zu beurteilen.

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Da frag ich dich, wozu brauchen wir dann noch ein Diskusionsforum wen das Feindbild schon feststeht und es darüber hinaus keine Nuancen mehr gibt über die man sprechen sollte / kann?

Welche Nuancen? Die Gewalt ging von den Linksautonomen auf der „Welcome to Hell“ Demo aus. Die Polizei hat darauf reagiert, unter Umständen vielleicht auch über die Stränge geschlagen, das wird ja gerade untersucht.

Also was genau muss man da noch besprechen? Welcher Punkt ist bitte unklar. Was hier seit Seite 1 versucht wird zu etablieren, ist das Bild einer Polizei der man von vorne herein nicht trauen kann und die sowieso nur darauf wartet loszuschlagen.

Wo sind denn da bitte die „Nuancen“? Das ist doch eine Üble Pauschalisierung und Verallgemeinerung. Und es kommt doch nicht von ungefähr, dass es immer die Demonstrationen der Linksautonomen sind, die das Problem „Polizeigewalt“ haben. Aber das fällt hier unter den Tisch, denn die Polizei hat vielleicht überreagiert im Einzelfall.

Man kann also Polizeigewalt während des G20-Gipfels nicht kritisieren, ohne dass es eine Relativierung wäre? Ähm, ja, das ist halt ziemlich engstirnig.
Hier hat doch niemand mit "ja aber der hat auch"-Argumenten angefangen (zumindest nicht auf den letzten Seiten), also traue ich dir schon zu das ganze etwas differenzierter zu beurteilen.

Die Relativierung fängt doch schon mit dem Begriff „Polizeigewalt“ an. Als wäre die ganze Gruppe gewalttätig, oder wie?

Wie lautet der Wortlaut in anderen Fällen doch immer:

Man kann doch nicht eine ganze Gruppe verurteilen, für die Taten einzelner?

Also müsste man korrekt sagen, Gewalt einzelner Polizisten, ergo Einzelfälle. Vielleicht sollte man da mal mit dem Differenzieren anfagen.
 
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Man kann also Polizeigewalt während des G20-Gipfels nicht kritisieren, ohne dass es eine Relativierung wäre? Ähm, ja, das ist halt ziemlich engstirnig.
Was man kann oder nicht, ist nicht meine Entscheidung.

Wenn man es aber tut, dann erzeugt man einen bestimmten Eindruck, und das ist nicht meine Schuld. Ich sage nur, welchen Eindruck das bei mir auslöst, und ich bin sicher, dass ich damit absolut nicht alleine stehe.

Und - bitte - unterlasse solche Spitzen wie 'engstirnig'. Das kommt superschlecht bei mir an.

Hier hat doch niemand mit "ja aber der hat auch"-Argumenten angefangen (zumindest nicht auf den letzten Seiten), also traue ich dir schon zu das ganze etwas differenzierter zu beurteilen.

Eigentlich wirkt jedes einzelne Posting in diesem Thread, in dem auf Fehler der Polizei und anderer hingewiesen wird, auf mich wie ein laut schreiendes "JA, ABER". Wenn das nicht so gemeint wäre, dann müsste man diese Dinge nicht in DIESEM Thread hier anbringen. Oder man müsste es gleich daneben schreiben - und selbst dann... hätte ich ein Problem damit.

"Ich finde es ja echt Mist, dass Nordkorea die Atombombe baut. Aber ich muss echt schon kritisieren, wie der Staat von den anderen Völkern diskriminiert wird..." - wie bitte?!
 
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Also ist es eine Relativierung des Nationalsozialmus wenn ich feststelle, dass Millionen von Deutschen nicht an den Verbrechen beteiligt waren? Das ist interessant.
Das macht den Nationalsozialismus nicht besser oder schlechter, das ist nur eine etwas differenziertere Sicht im Gegensatz zu "alle Deutschen waren Nationalsozialisten", denn das stimmt schlicht nicht.

Dann wäre es genauso eine Relativierung wenn ich sage dass nicht viele GIs im Vietnam nicht an Kriegsverbrechen beteiligt waren? Nein, tut mir leid, so eine undifferenzierte Sichtweise kann man ruhig engstirnig nennen.

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Ja, Leob12, genau das ist es. Es ist eine Relativierung.

In diesem Thread hat niemand die friedlichen Demonstranten kritisiert. Deswegen müssen die sich auch nicht angegriffen fühlen. Wenn sie aber die Randalierer entschuldigen, egal wie, dann machen sie sich mitschuldig. Punkt.

Und was die GIs angeht... lass uns nicht in diese Richtung argumentieren. Es dürfte sehr sehr wenige GIs geben, die ein reines Gewissen haben. Insbesondere, da kein GI in den Einsatz gezwungen worden ist.
 
Also ist es eine Relativierung des Nationalsozialmus wenn ich feststelle, dass Millionen von Deutschen nicht an den Verbrechen beteiligt waren? Das ist interessant.
Das macht den Nationalsozialismus nicht besser oder schlechter, das ist nur eine etwas differenziertere Sicht im Gegensatz zu "alle Deutschen waren Nationalsozialisten", denn das stimmt schlicht nicht.

Dann wäre es genauso eine Relativierung wenn ich sage dass nicht viele GIs im Vietnam nicht an Kriegsverbrechen beteiligt waren? Nein, tut mir leid, so eine undifferenzierte Sichtweise kann man ruhig engstirnig nennen.

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Sieh mal an, dann kannst ud odch auf einmal differenzieren. Wer aber einfach von "Polizeigewalt" spricht, der differenziert nicht, sondern verurteilt einen ganzen Berufsstand.
 
Mir ging es rein darum, dass Polizeigewalt stattgefunden hat und darum, dass man das sehr wohl aufzeigen kann.
Hier ging es mir nie darum, sämtliche Aktionen der Polizei irgendwie zu verurteilen, mir ging es rein darum dass man eben auch die stattgefundene Polizeigewalt als solche thematisieren kann, ohne dass gleich das Argument Relativierung kommt. Mir ging es hier nicht um die konkreten Ausmaße oder Rechtfertigung von irgendwas, das sollen bitteschön die zuständigen Behörden klären.


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Mir ging es rein darum, dass Polizeigewalt stattgefunden hat und darum, dass man das sehr wohl aufzeigen kann.
Klar kann man das.

Aber man sollte es besser nicht im Zusammenhang mit den Randalen in Hamburg machen. Es sei denn, man möchte der Polizei eine Mitschuld an diesen speziellen Randalen geben und dann sollte man auch offen zu dieser Meinung stehen und sich offen dem entsprechenden Echo stellen.

Wenn man Polizeigewalt kritisieren möchte, dann tut man sich selbst einen Gefallen, das in einem freien, kontextlosen Umfeld zu machen, oder halt in einem Kontext, bei dem es konkret zu Zwischenfällen gekommen ist, die klar ursächlich durch Polizeigewalt ausgelöst worden sind.
 
Es gab keine "Polizeigewalt." Es gab (wenn überhaupt) Verfehlungen einzelner Polizisten.

Ich dachte, du wolltest differenzieren?
Ach so, dann gab es auch keine Ausschreitungen der Demonstranten, sondern nur Verfehlungen einiger.

Bei Polizeigewalt kann man auch bei Verfehlungen einzelner sprechen, denn genau darauf bezieht sich der Begriff.
Tut mir leid für dich, Polizeigewalt ist nicht abhängig von Zahlen.

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Ach so, dann gab es auch keine Ausschreitungen der Demonstranten, sondern nur Verfehlungen einiger.

Genau darum geht es. es geht AUSSCHLIEßLICH um diejenigen, die gewaltbereit und zerstörerisch waren. Darum geht es doch in diesem Thread! Keiner hat etwas gegen friedliche Demonstranten!

Bei Polizeigewalt kann man auch bei Verfehlungen einzelner sprechen, denn genau darauf bezieht sich der Begriff.
Tut mir leid für dich, Polizeigewalt ist nicht abhängig von Zahlen.
Wtf? Wir sind also soweit dass ALLE Polizisten gewalttätige Verbrecher sind? Ohne jegliche Differenzierung und ausschließlich mit Pauschalisierungen kannst du keine Arguemntation für dich entscheiden!
 
Nein, die ganze Demo Welcome to Hell, war eine reine Gewaltveranstaltung.

Aber hier kann man schön sehen, wie Relativierung funktioniert. Dich interssiert nur die angebliche "Polizeigewalt". Die Gewalt von den Linksautonomen (von den sie ja letzendlich ausging), ist nicht weiter erwähnenswert.

Man sieht es wieder mal sehr deutlich. Deutschland ist auf dem linken Auge blind. So sind rechtsfreie Räume wie die Rote Flora entstanden und dagegen muss endlich mal mit aller Härte des Staates vorgegangen werden. Solange es aber offene und versteckte Sympathien für die Linksautonomen gibt und man einseitig die Polizei als Schuldigen sucht, wird das nichts.

Würdet ihr eigentlich auch genauso relativieren, wenn es Rechtsautonomen gewesen wären?
 
....Denn die Polizei kann schlicht absolut nichts dafür, dass sich Menschen zusammengerottet haben, mit dem alleinigen Ziel in Hamburg für Krawall zu sorgen. ...
Nicht die heutige Polizei und nicht die heutige Gewalt. In der Summe sehe ich aber eine sich seit fünfzig Jahren aufschaukelnde Gewaltspirale. Die Verantwortung liegt natürlich im gegenseitigen Verhalten und es geht nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen "Der hat aber angefangen". . Demonstranten dürfen auch deeskalieren, sie sollten es sogar. Ich dachte, das kommt aus meinen Beiträge heraus. Nein, ich rechtfertige und dulde keineswegs die Gewalt von Demonstranten. Und wenn ich mit Artikel 20 Grundgesetz ankomme, dann nicht, weil ich das also Legitimation für die Gewalt sehe, sondern weil ich es als einzige juristische Legitimation sehe, wann wir als Nichtpolizisten, neben der Notwehr, überhaupt jemals gewalttätig gegeben über dem Staat werden können. Und die Voraussetzungen sind natürlich nicht erfüllt.

Bleibt für mich nur noch die Frage, ob der Notwehrbegriff gegen Polizisten anwendbar ist. Das muss ich mal in ein Juro-Forum einstellen. Ich denke nicht. Wenn fünf Polizisten auf jemanden am Boden liegend einprügeln darf man, so mein Rechtsgefühl, als Außenstehender die Polizisten nicht angreifen und Notwehr leisten. Und genau darum hat die Polizei ihre Gewalt sehr maßvoll und kontrolliert einzusetzen. Und wenn das nicht geschieht, sollte man sich nicht wundern, wenn Demonstranten sich wehren. Zwillen z.B. gelten juristisch nicht als Schusswaffe. Sie sind zwar, mit Stahlkugeln bestückt, extrem gefährliche Waffen, aber der reine Besitz ist im Gegensatz zu langen Messern oder Schusswaffen nicht verboten und kein Grund, jemanden festzunehmen. Das diese Deppen, die so was nutzen die Spirale extrem anheizen, bemängel ich doch die ganze Zeit.

Und so schaukelt es sich auf, seit Jahrzehnten. Und das ist keine gute Entwicklung.

... Wer aber einfach von "Polizeigewalt" spricht, der differenziert nicht, sondern verurteilt einen ganzen Berufsstand.
Das ist Dein Problem? Wenn ich Polizeigewalt sage, dann meine ich konkret die Gewalt von Polizisten. Nur das und nichts anderes. Und das es nur sehr wenige Polizisten waren, die massiv übergriffig wurden, haben wir auch festgestellt. Gutheißen kann ich das trotzdem nicht. Und genau das machst Du hier die ganze Zeit. Nach dem Motto, wenn Demonstranten nicht verprügelt werden sollen, sollen sie doch gehen. Wenn friedlichen Bürgern Augenausgeschossen werden, sind sie selber Schuld. Und genau das ist Untergrabung des Demonstrationsrechtes, zeigen der Staatsgewalt und abdriften in einen Polizeistaat. Verstehst Du das nicht? Das Gewaltbereite Demonstranten absolut untragbar sind, hat damit nichts zu tun.
 
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