Das Drama um Godus und die Selbstdemontage des Molyneux

Sich jetzt besonders aufzuregen, er sei ein Schwätzer, ein Blender oder er hätte es verlernt, gute Spiele abzuliefern?
Ich finds legitim, ihn dann so zu betiteln. Schließlich hat er Sachen versprochen, die anscheinend niemals so abgeliefert werden.
Das Aufregen selbst hilft wohl nichts, das stimmt. ^^
 
Ein kleiner Rant

Das Problem an der ganzen Geschichte ist, dass die letzten Tage nur die Krönung des ganzen Debakels sind.
Seit knapp einem Jahr vertrete ich die Meinung, dass Molyneux Kickstarter nur benutzt hat,
um sich von den PC Spielern ein mobilen Grinder ala Farmville finanzieren zu lassen. Und die letzten Tage haben mir Recht gegeben.

Gar nicht so witzig ist, dass Molyneux stolz äußert mit der mobilen Version "Millionen über Millionen" zu machen, die bezahlten Kickstarterziele aber für nicht mehr finanzierbar befindet und die Schuld an dem Schlamassel auch noch den Backern bzw Kickstarter in die Schuhe schiebt.
Auf reddit gibt es momentan Anleitungen wie man zumindest versuchen kann sich sein Geld zurück zu holen reddit-Link.
Wäre doch schön wenn es zumindest hier oder da funktioniert.

Sich jetzt besonders aufzuregen, er sei ein Schwätzer, ein Blender oder er hätte es verlernt, gute Spiele abzuliefern? Das zeigt mMn nur daß die Augen der "Kundschaft" vielleicht größer waren als ihre Vernunft. Beim nächsten Mal vielleicht überlegen, ob Populous, Theme Park, Dungeon Keeper und Black and White 1 (ich fands nie so schlecht wie es in der Presse gemacht wurde), als Referenz ausreichen für ein Backing in 2013-2015 und Godus "nur gut werden konnte"!?

Leider nicht wahr, würdest du so etwas über Jemanden wie Tim Schäfer erzählen, der sich auch schon den ein oder anderen Ausrutscher mit Crowdfunding geleistet hat, würde ich zustimmen - Molyneux aber zeigte während der ganzen Entwicklung von Godus, dass ihm die Community am Allerwertesten vorbei ging.
Erst in den letzten paar Monaten, als das Kind schon längst in den Brunnen gefallen war, gab es plötzlich Entwicklervideos und Kontakte mit den Backern.
Das er zusätzlich von Anfang an einem das Blau vom Himmel versprochen hatte, was er gewohnheitsmäßig nicht einhalten konnte, spielte eigentlich nie eine Rolle, da man dieses von Molyneux längst kannte.
Man denke nur zurück an die fortwährend wachsenden Bäume von Fable.

Ich bin auf Molyneux reingefallen, da ich seinen Versprechungen an ein Populous Remake glaubte. Ich hätte ein schlechtes Spiel in Kauf genommen, hätte aber nie damit gerechnet, dass man mein Geld benutzt um Godusville für Handys zu entwickeln.
Für mich, der Godus sehr früh gekauft hat (September 2013, leider via Steam und somit wg. Early Access nicht regressfähig) ist Molyneux nun wirklich ein rotes Tuch und ich werde laut protestieren, sollte irgendeiner meiner Freunde, Bekannten, Mitglieder meiner Comunity, Redditoren oder Mittwitterer auch nur auf die Idee kommen sich einem neuen Projekt von ihm zu nähern!

Molyneux mag tolle Ideen in der Vergangenheit gehabt zu haben aber sein Missmanagement, seine Arroganz und die Art und Weise mit der er mit seinen Kunden umgeht lässt mich entweder an seinem Verstand zweifeln oder ob er die Community nicht mit Vorsatz hintergangen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach der Peter. Erinnerte mich schon immer an einen 5-jährigen, der meint, mit einem Karton zum Mond fliegen zu können. Nur dass er den Karton für ein echtes Raumschiff hält, das Vorhaben entsprechend verkauft und Leute findet, die ihm das abkaufen (weil sie ihn nicht kennen?).
Wird Zeit, dass aus "Molyneux" ein Alltagswort wird für total überzogene Versprechen, die von Anfang an nicht eingehalten werden können.
"Hey, der Flughafen Berlin Brandenburg soll nächstes Jahr endlich fertig werden." "Ach was, die molyneuxen uns doch wieder."
 
Die Frage die sich mir stellt, war Peter jemals überhaupt das Genie für das man ihn hielt, oder waren bei den alten Erfolgen evt. die anderen Entwickler ausschlaggebend und er nur parasitärer Nutzniesser? Man muss Angesicht was danach folgte darauf schliessen. Und seine Selbstdarstellung ist schlimm, aber er wird von Redaktionen etc. immer wieder gerne empfangen und wie ein Gott präsentiert. Er ist quasi das was Bono in der Musikindustrie einfach das Pendant der Spielindustrie.
 
Gibt ein Update im Artikel. (Hinweis für alle die über's Forum kommen.)

Da ist ein kleiner Fehler drin, soll wohl so aussehen:
"Molyneux ist nicht mehr der Jüngste und offenbar wurden es ihm in den letzten drei Tagen auch etwas zu viel, als er sich "dem Internet zum Fraß vorgeworfen hat"."
Mit den Anführungstrichen bin ich mir aber nicht sicher.
Gutes Header Foto übrigens! :daumen: Passt einfach.
 
Ich frag mich mittlerweile was da nicht stimmt.Hat der Mann nur Ideen und kann sie nicht umsetzen?
Kann man seine Ideen überhaupt umsetzen,und wenn macht das Spaß?Oder kosten seine Ideen soviel,daß sie nicht finanzierbar sind?
Kann er selber überhaupt programmieren?Warum immer nur dasselbe Spiel?( Populus Aufguss x):huh:
 
Es hat etwas tragisches. Für alle Beteiligten.
Im (Gurdian-) Interview spricht Peter Molyneux darüber, dass wenn er leidenschaftlich
über seine Spiele spricht, wirklich daran glaubt.
Und das nahm ich ihm auch schon immer ab. Das er mit dem Kickstarter von vornherein die Lizenz
zum Gelddrucken per Mobilspiel suchte, wie hier im Thread angeklungen, denke ich nicht.
Er erscheint eher als der Visionär, weniger als jemand, der diese Visionen dann zu einem befriedigendem Ende bringt.
Ein bisschen wie ein Don Quichotte, der an der harten Wirklichkeit scheitert..
Er tut mir da etwas leid; auch wenn Backer natürlich auf ein fertiges Spiel pochen.

Es ist aber auch traurig für uns Gamer. Ich finde es gibt viel zu wenige Visionäre, in der Spielelandschaft.
Spiele, die anscheinend hauptsächlich von Marketingfachleuten konzipiert werden mit dem Ziel, mit jedem
Game ein möglichst großes Publikum zu erreichen.
Dann sehe ich lieber ein paar Visionäre scheitern, als den großen Einheitsbrei zu unterstützen
 
Ich bin wirklich kein Fan von Molyneux - zu oft hat er das Blaue vom Himmel gepredigt, die Realität war dann aber doch eine andere (wenngleich mir umstrittene Spiele wie B&W oder Fable 1 durchaus gefallen haben).

Das ganze Theater um seine Person inklusive der wirklich geschmacklosen Drohungen sind aber zuviel - es sind letztlich nur Spiele. Für die Backer natürlich dennoch ärgerlich.
 
Der größte Schaumschläger der Spielegeschichte mal wieder bei der Arbeit ... mehr sag ich dazu nicht.

Godus interessierte mich genau deswegen von Anfang an nicht, weil ich den Moly ja jetzt auch schon ein paar Jährchen kenne. Dass nicht nur die versprochenen Features nicht so unglaublich sind wie versprochen sondern auch das Spiel selber nicht so wirklich wird ist aber neu.
 
Seine Ideen können alle umgesetzt werden. Allerdings je ausgefallener es ist, um so schwieriger ist es auch, das ganze umzusetzen und um so länger dauert es auch. Und vor allem das Können ;)
 
Ich hab 20 Pfund in Godus investiert. Das Spiel gefällt mir zwar nicht, aber wenn ich deswegen einen Mann und seine Familie mit dem Tod bedrohen würde denke ich würde es weiter fehlen im Hirn.

Das Problem bei Kickstarter ist dasselbe das Politker haben: Will man Erfolg und viel Zustimmung zu seinem Projekt, braucht es gute Ideen und oft auch zu große und schwierig bis gar nicht umsetzbare Visionen, siehe Obama. Sagt man ehrlich das man möglicherweise mit den Ideen scheitern KÖNNTE bekommt man kein Geld bzw. keine Stimmen mehr.:rollen:
 
Als langjähriger Spieler kotzt es mich in den letzten Jahren echt an, dass sich die Branche mehr und mehr Richtung Seifenoper zu entwickeln scheint. Wird Zeit, sich mal wieder aufs Wesentliche zu konzentrieren und vielleicht sollt man wieder fertige Produkte kaufen, über die man sich vorher per Tests etc. informiert hat. Preorder(-boni), Early Access, Kickstarter und viele DLCs scheinen der Branche eher zu schaden als zu nutzen. Was sich da für Dramen in letzter Zeit abspielen...
Zudem sollt man manchen Leuten scheinbar den Zugang zum Internet völlig versagen, wenn man sich die Gewaltandrohungen in ettlichen Fällen anschaut. Gibts aber leider in anderen Medien auch; z.B. erhielt eine Schauspielerin Morddrohungen wegen ihrer Rolle als Bösewichtin in ner deutschen Fernsehserie.

Das Molyneux ein Schwätzer ist, sollte eigentlich den meisten inzwischen klar sein. Spätestens seit Fable.
Übrigens ist er noch keine 35 Jahre aktiv in der Spielebranche tätig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich so etwas lese kommt mir leider sofort wieder das leidige Bild der nerdigen, aggressiven Gamer-Herde in den Kopf die keinen Shitstorm auslässt und dabei nicht selten unter die Gürtellinie geht.
Und so etwas konnte ich noch nie leiden. :daumen2:

Es ist ja nichts Neues, dass sich ein Großteil aller Gamer für den absoluten Experten in nahezu jedem Bereich in und ums Gaming hält. Man muss keine 5 Minuten in Gaming- oder Hardwareforen suchen um einen neunmalklugen Nerd zu finden der jeden eines Besseren belehren will. Und das natürlich einzig und allein auf Basis seines eigenen Geschmacks.
Wenn Personen (sind ja wir Gamer im Weitesten Sinne auch :ugly:) aber dazu auch noch anfangen jemanden wegen eines Spiels (!) wüst zu beschimpfen oder sogar zu bedrohen sollte gegen diese Menschen tatsächlich ermittelt werden.
Eine gewisse Anonymität im Netz ist ja schön und wichtig, aber leider gibt es halt auch immer diejenigen die meinen das gnadenlos ausnutzen zu können. Mobbing, Drohungen, Troll-Posts und Ähnliches sind ja leider keine Seltenheit mehr.

Wer bei Kickstarter und Co mitmacht kennt die Risiken und sollte daher vor allem eins haben: Geduld.
Wer das nicht hat sollte solche Sites eigentlich von vornherein meiden. Wenn dazu dann auch noch fehlendes Niveau und mangelndes Einfühlungsvermögen dazukommen ist eine Grenze erreicht. Von daher kann ich Spieleentwickler wie Herrn Molyneux durchaus verstehen. Natürlich hat jeder der ein Projekt einstellt um es von Privatleuten finanzieren zu lassen Verplichtungen, logisch. Aber trotzdem sollte manch einer vor dem Schreiben besser erst einmal nachdenken ob er das was er eigentlich schreiben wollte wirklich so meint oder nur ein dümmlich-emotionaler Ausbruch seines Geistes war.
Zum Glück gibt es noch genügend Gamer die sich nicht auf ein so niedriges Niveau herablassen. Sonst würde ich es keinem Entwickler verübeln wenn er sich auf gänzlich andere Gebiete konzentrieren würde.
 
Das beste Spiel von Peter Molyneux, neben Populous natürlich, ist für mich "The Movies". Ein geniales Spielkonzept und ein tolles Grundgerüst für eigene Movies. Meinen Respekt wird der gute Mann immer haben, alleine durch seine Erfahrung und sein Alter.
 
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