Das Drama um Godus und die Selbstdemontage des Molyneux

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Bei Godus lief es zuletzt gar nicht mehr wie geplant. Die Finanziers sind sauer, der "Nachlassverwalter" muss die Scherben zusammenkehren und Peter Molyneux gießt eifrig Öl ins Feuer - merkt dabei aber offenbar nicht, dass er sich selbst demontiert.

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Das einzige Spiel von dem Peter welches mir gefallen hat war sein Erstes Großes! Populous ... der Rest (und davor) war eher :huh:
 
Das einzige Spiel von dem Peter welches mir gefallen hat war sein Erstes Großes! Populous ... der Rest (und davor) war eher :huh:

An Syndicate, Magic Carpet oder Dungeon Keeper hat er auch (maßgeblich) mitgewirkt. Immerhin.

Bei mir war aber schon nach Black & White 1 Feierabend. Seitdem kam auch nichts mehr Interessantes von meiner Warte aus.
 
B&W war auch für mich eine Katastrophe. Da gebe ich Dir Recht Thilo (hoffe das Du [Dir] ist OK, bin auch älter als 10 Jahre :lol: )

Im Forum duzen wir uns doch alle. Nur auf der Main nicht. Da gab es mal eine Umfrage, da wollten die Leute das Du nicht. Naja. :-)


Fable 1 fand ich damals noch ganz schön. Danach hab ich seine Projekte nicht mehr weiter verfolgt.

Übrigens auch traurig, passt aber ins Bild: Curiosity: Gewinner hat "lebensverändernden Preis" nie erhalten - Peter Molyneux entschuldigt sich

Ja, das haben wir im letzten Absatz noch erwähnt.
 
Auf eins ist Verlass beim Pete:
Auf die Umsetzung seiner tollen Ideen ist absolut kein Verlass. :D

Der arme Mann hat viel Hate von mir bekommen in den letzten Tagen.
Leider macht er es einem aber auch zu einfach... :/


Ich bin mal gespannt, wie das für Backer und Entwickler ausgeht.
 
Von den Spielen in seiner Bio habe ich eigentlich nur Theme Park wirklich gezockt ..... auf dem SNES. Das fand ich damals als 10 jähriger noch ganz cool. Einige andere hatte ich zwar auch angespielt. Aber die haben mich nicht so gefesselt wie Theme Park damals. Allgemein scheinen die Leute nur etwas von den Bullfrog-Games zu halten. Alles danach kam nicht annähernd so gut weg.
 
Von den Spielen in seiner Bio habe ich eigentlich nur Theme Park wirklich gezockt ..... auf dem SNES. Das fand ich damals als 10 jähriger noch ganz cool. Einige andere hatte ich zwar auch angespielt. Aber die haben mich nicht so gefesselt wie Theme Park damals. Allgemein scheinen die Leute nur etwas von den Bullfrog-Games zu halten. Alles danach kam nicht annähernd so gut weg.

Ich weiß noch genau, wie Black & White die Lager gespalten hat. Selbst hausintern. Molyneux ist ja schon ein brillianter Präsentator. Der war damals bei uns im Hause und hat Dutzende Kollegen bei der Präsi von B&W1 um sich geschart. So muss das sein, wenn Entwicklungshelfer in Afrika in entlegenen Dörfern ankommen. Aber gebockt hat man sich das Spiel nie.
 
Ich denke man sollte mit Kritik immer vorsichtig walten weil am anderen Ende auch ein Mensch sitzt dem man gute Absichten unterstellen muss. Denn ich glaube nicht daran, dass er immer solche großen Ideen hervorbringt wo das Angekündigte ausgezeichnet klingt, aber die Umsetzung es nicht einmal im Ansatz schafft diese einzuhalten. Solche Visionäre leben in ihren Gedanken in einer idealen Welt und scheitern dann an der Realität meist aus finanziellen Gründen. Das ist eigentlich sehr tragisch, denn jedesmal gibt er sich richtig Mühe und scheitert wieder und wieder. Diese Sturheit erkenne ich ihm an. Aber ich fürchte, dass dies das letzte, oder einer seiner letzten Spiele sein wird.
 
Ich weiß noch genau, wie Black & White die Lager gespalten hat. Selbst hausintern. Molyneux ist ja schon ein brillianter Präsentator. Der war damals bei uns im Hause und hat Dutzende Kollegen bei der Präsi von B&W1 um sich geschart. So muss das sein, wenn Entwicklungshelfer in Afrika in entlegenen Dörfern ankommen. Aber gebockt hat man sich das Spiel nie.
Mir kommt es halt oft so vor, das er den Aufwand für die Entwicklung seiner Ideen einfach unterschätzt. Im Grunde haben alle seine Ideen immer Potenzial gehabt. Aber so bald die Spiele alle 3D wurden, kam das ganze ins Straucheln. Bei Dungeon Keeper schien es ja noch einigermaßen zu gehen. Aber bei allen anderen Titeln danach (ab Lionhead), wo dann alles 3D war, kam er wohl mit der Umsetzung nicht richtig zurecht. B&W sowie Fable blieben ja immer hinter den Erwartungen zurück. Und mit 22 Cans hat er ja auch noch nichts geleistet. Beeindruckend ist aber, das er den Fame von vor 15 Jahren immernoch bis heute mitziehen konnte und im Gespräch geblieben ist. B&W sowie Fable hatte zwar eine gewisse Fan-Base. Aber die haben andere Entwickler und dessen Spiele auch. Nur die Entwickler kennt nach 5 Jahren kaum noch ein Schwein :lol:
 
Molineux ist für mich schon längst nur noch ein Schwätzer. Die Zeit in der er gute Spiele abgeliefert hat, ist weit weit her. Nach Dungeon Keeper 2 hätte er am besten aufgehört. Egal ob Black&White oder Fable, die Games sind einfach Mist.
 
Molyneux ist für mich seit B&W ein rotes Tuch. Das Spiel war furchtbar. Kann auch nicht verstehen, wie sein xtes verhauenes Projekt seitdem immernoch backer findet...aber gut, nicht mein Bier :) . Wenn sein Name fällt, schalte ich auch jeden Fall schon ab.
Popolus, Theme Park/Hospital waren aber gut. Die gabs damals in den riesen 20er-Pappschuber-Spielesammlungen, falls sich da noch wer dran erinnert heutzutage :D
 
Molineux ist für mich schon längst nur noch ein Schwätzer. Die Zeit in der er gute Spiele abgeliefert hat, ist weit weit her. Nach Dungeon Keeper 2 hätte er am besten aufgehört. Egal ob Black&White oder Fable, die Games sind einfach Mist.
Naja die Games hätten ja groß werden können. Ich mein mal gelesen zu haben, das er auch immer schnell aufbrausend wird. So ein Verhalten in der Branche ist sowieso der Tod. Denn wenn man mit einem strengen Regiment die Motivation der Mitarbeiter mit Füßen tritt, dann geht auch kaum noch etwas vorran. Aus seinem Scheitern der letzten 15 Jahre scheint er aber auch nicht gelernt zu haben. Das ist eben das Problem mit Visionären. Die haben eine Idee von Anfang bis Ende und eine künstlerische Freiheit, die von anderen Entwicklern des Studios genutzt werden könnte, gibt es dann eben auch nicht. So würde ich in der Branche nicht arbeiten wollen. Wenn ein Entwickler etwas verbessern kann und damit dafür sorgt, das ein Spiel daraus einen erheblichen Mehrwert bekommt, dann sollte das auch entsprechend angenommen werden. Visionäre wollen aber, das alles genauso wird, wie sie es im Kopf hatten. Und dann kommt so etwas wie B&W und Fable dabei heraus.

Er ist nun einmal bei der Entwicklung von seinem Studio abhängig. Und das vergisst der Mann anscheinend ganz gerne. Ein Schwätzer ist er eigentlich nicht. Aber wenn man seine Entwickler demoralisiert und keinen Raum für Abweichungen in seinen Visionen lässt, dann verliert das Spiel an Herz und Optimismus, den der Typ noch in seinen Ankündigungen/Vorstellungen an die Käuferschaft offeriert.
 
Man könnte auch sagen:
Sobald er nur noch Designer und Produktionsleiter war, aber nicht mehr selbst entwickelt hat, ging der Ärger los. Seitdem klingen seine Ideen auch zunehmend abgehobener - kein Wunder, wenn er nicht selbst mit der unmöglichen Umsetzung konfrontiert ist.
Meiner Meinung nach lagen nicht erst bei Black & White die Ambitionen deutlich über den technischen Möglichkeiten des Teams (und damit meine ich nicht nur 3D, dass gabs im letzten Populous ja auch schon), auch in Dungeon Keeper fand ich die gesamte grafische Präsentation sehr fragwürdig. Die aufwendige 3D-Engine hat zwar den originellen Ego-Modus ermöglicht, aber praktisch war der in einem Strategiespiel kaum brauchbar. Im Gegenzug blieben aber auch Auflösung und damit Übersicht in der Iso-Ansicht weit hinter dem zurück, was 1997 mit 2D-Engines möglich war.
 
Es ist doch immer das Gleiche mit dem Kerl: Riesige, revolutionäre Ankündigungen, die allesamt ganz nett klingen und schön präsentiert werden, aber am Ende kommt IRGENDetwas dabei raus, was dann auch nur IRGENDwie spielbar ist. Von einem richtig guten Spiel, das funktioniert und dauerhaft Spaß macht, ist das doch meist weit entfernt. Von daher ist und bleibt er für mich ein Schwätzer sondergleichen. Ich wundere mich wirklich, dass die Leute jedes Mal aufs Neue seinem Geschwätz glauben und dann (mal wieder) überrascht sind; ja ihm sogar freiwillig Geld im Voraus geben :schief:
 
Ehrlich gesagt, kann ich die ganze Aufregung hier nur zum Teil nachvollziehen und finde die Entrüstung macherorts bestenfalls amüsant.

Was ist denn genau passiert?

Ein Kickstarter Titel kann seine Erwartungen nicht erfüllen und ggf. liegt schlussendlich sogar ein Verstoß gegen die bestehenden Bestimmungen von Kickstarter vor. Nunja...... ich lehne mich mal gaaaanz weit aus dem Fenster und behaupte: das ist nicht das erste Mal! Sagen wir es doch mal so: jeder der auf Kickstarter Geld in die Hand nimmt, macht im Prinzip doch nichts anderes als: WETTEN. Man wettet darauf das ein Projekt, welches mal als unterstützungswürdig ansieht, so toll wird wie es vom Entwickler "vermarktet" wird. Dann können genau 2 Dinge passieren: 1. Das Projekt ist so gut -oder sogar nocht besser- als erwartet. 2. Das Projekt ist schlechter als erwartet. Im Fall von Godus wird wohl (leider) der zweite Fall eintreten. Und nun? Klar kann man sich darüber aufregen daß etwas in die Hose geht, besonders wenn man mit Geld an der Sache beteiligt ist. Aber man sollte niemals ausser acht lassen, worauf man sich am Anfang eingelassen hat. Die Entwicklung eines Computerspieles ist ein künstlerischer Vorgang bei dem eine Million Dinge schief gehen können. Von der technischen Umsetzung bis hin zur zwischenmenschlichen Situation im Team. Und da man als Aussenstehender nichtmal den minimalsten Ansatz hat um sich ein 100% sicheres Bild über den Verlauf einer Entwicklung zu machen, (geschweige denn über die Ideen in den Köpfen der Entwickler), sollte man sein Geld lieber für sich behalten und warten bis ein Spiel fertig ist (oder auch nicht), sofern man mit einem Rückschlag nicht leben kann.

Der zweite Punkt ist die Beteiligung des Herrn Molyneux. Meiner Meinung nach ist er, nach wie vor, einer der brilliantesten Köpfe der Spieleindustrie. Das heisst aber nicht zwangsläufig, daß alles zu Gold wird was er anfasst. Evtl. ist es sogar genau umgekehrt, was bei Visionären durchaus nachvollziehbar ist. Sich jetzt besonders aufzuregen, er sei ein Schwätzer, ein Blender oder er hätte es verlernt, gute Spiele abzuliefern? Das zeigt mMn nur daß die Augen der "Kundschaft" vielleicht größer waren als ihre Vernunft. Beim nächsten Mal vielleicht überlegen, ob Populous, Theme Park, Dungeon Keeper und Black and White 1 (ich fands nie so schlecht wie es in der Presse gemacht wurde), als Referenz ausreichen für ein Backing in 2013-2015 und Godus "nur gut werden konnte"!?

Schönes Wochenende und Grüße!
 
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