CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

TheGermanEngineer

BIOS-Overclocker(in)
CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

Hallo,

ich hatte letztens eine Diskussion mit einem PC-Schrauber, der fest davon überzeugt war, dass CPUs keine Verschleißteile sind und daher gebraucht auch nahe des Neupreises verkauft werden können.

Jetzt habe ich mich an die Meldung von Intel erinnert, in der vom OC abgeraten wird, da die Lebensdauer signifikant verringert werden könnte.
Soweit ich weiß, hängt die Lebensdauer hauptsächlich von der anliegenden Spannung ab, weshalb OC-CPUs gerne etwas früher das zeitliche segnen (höhere Spannung -> höherer Takt -> geringere Lebensdauer). Demnach müsste statistisch gesehen eine gebrauchte CPU weniger lange funktionieren als eine fabrikneue.


Also sind CPUs jetzt Verschleißteile oder nicht?
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

In erster Linie kommt es wohl auf drauf an wie lange man die CPU nutz bevor man sie Verkauft .... wenn ich ne CPU 3 Jahre nutze kann ich sie schon allein deswegen nicht für nahe des Neupreises Verkaufen weil es inzwischen 5 neuer und bessere zum ähnlichen Neupreis gibt wie deiner vor 3 Jahren gekostet hat
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

Ja, CPUs sind definitiv Verschleißteile.
Allerdings halten CPUs im Normalfall echt lange.
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

Das ist genau der Punkt. Das Argument ist nicht Verschleißteil "ja" oder "nein" - sondern hängt damit zusammen, dass eine CPU nicht wertstabil ist - dem technischen Fortschritt geschuldet.

Ist ja kein Stück Gold.
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

wertstabilität und verschleiss bedingen ja nicht zwangsläufig. ich hatte schon so um die 10 cpu's und alle oced, dabei rauchte keine bisher ab. das die lebensdauer dadurch verringert wird steht ausser frage aber hängt auch mit der dauer bzw. höhe des oc (anliegende spannung) zusammen.

allgemein unterliegt (in meinen augen) eine cpu in bezug zur normalen nutzungsdauer keinem verschleiss bzw. ist dieser zu geringfügig um messbar zu sein. widerrum habe ich scho häufig gelesen das user die v-core nach etlichen jahren oc erhöhen mussten um die gleiche taktzahl stabil zu halten.

also bei 2 jahren (normalem) oc ist alles schick natürlich verliert die cpu durch oc zusätzlich an wert da die lebensdauer verkürzt wird. ich würde keine gebrauchte cpu kaufen welche 5 jahre an der kotzgrenze lag.


Also sind CPUs jetzt Verschleißteile oder nicht?
je nach nutzungsverhalten, betrieb innerhalb der spezifkationen ist der verschleiss nahezu null und ausserhalb korreliert er direkt proportional mit der erhöhten spannung ( elektronenmigration)
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

Was ich sagen will: der Großteil des Wertverlustes einer CPU kommt nicht von "OC" oder "kein OC", sondern hängt zusammen mit dem Alter und besserer/neuerer Technik.

Klar, 5 Jahre später kriegst du wahrscheinlich bissl mehr Geld für eine jungfräuliche CPU verglichen mit einer einer, die krass übertaktet wurde. Aber prozentual macht das nicht viel aus. Und damit ist die obige Aussage bzgl "fest davon überzeugt war, dass CPUs keine Verschleißteile sind und daher gebraucht auch nahe des Neupreises verkauft werden können" in der Argumentation falsch - meiner Meinung nach.
 
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Ich würde zwar sagen, dass Gehäuse prinzipiell länger halten, aber ja ;)
 
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Okay, um es nun mal auf den Punkt zu bringen: Es geht weniger darum, ob der Preis gerechtfertigt ist aufgrund der technischen Entwicklung. Es geht auch nicht darum, ob man den Verschleiß merkt oder nicht. Es geht nur um die Frage an sich.
Also ja, eine CPU ist ein Verschleißteil. Als Beispiel: Ein 6700K geht neu für rund 270€ weg. Ein 6700K, der aber schon ein Jahr gearbeitet hat, wenn auch bei humanen Umständen, dürfte preislich dann trotzdem eine Ecke weiter unten liegen
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

Okay, um es nun mal auf den Punkt zu bringen: Es geht weniger darum, ob der Preis gerechtfertigt ist aufgrund der technischen Entwicklung. Es geht auch nicht darum, ob man den Verschleiß merkt oder nicht. Es geht nur um die Frage an sich.
Also ja, eine CPU ist ein Verschleißteil. Als Beispiel: Ein 6700K geht neu für rund 270€ weg. Ein 6700K, der aber schon ein Jahr gearbeitet hat, wenn auch bei humanen Umständen, dürfte preislich dann trotzdem eine Ecke weiter unten liegen

Korrekt. Die CPU ist ein Verschleißteil und mit einem Jahr Betrieb auf dem Buckel keine Neuware mehr. Auch mit einer Woche oder Stunde Betrieb keine Neuware mehr.
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

Die richtige Frage wäre: Ist der Preisabschlag bei gebrauchten CPUs durch den Verschleiss begründet?
Antwort: Aus meiner Sicht nicht.
Wenn ne CPU neu 270€ kostet, kaufe ich keine Gebrauchte für 260€ die ~1 Jahr im Einsatz war.
Da kann ich ja gleich eine Neue kaufen, und bekomme noch 2 Jahre Garantie darauf.
Wenn die gebrauchte CPU 200€ kostet dann überlege ich es mir ob ich dann das Risiko eingehe.
Hat aber nichts damit zu tun, dass ich Angst vor dem Verschleiss habe, sondern einfach weil gebrauchte Ware eine Wertminderung hat.
Bei einer CPU die voraussichtlich 5 Jahre im Einsatz ist und schon ein Jahr hinter sich hat zahl ich eben nur noch 4/5 des Preises dafür.

edit: ein bisschen kompliziert geschrieben, aber ich hoffe man versteht was ich meine ^^
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

*Klugscheißmodus an*
"Verschleißteil" und Angebotspreis haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.
Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt.
Beispiele:
1.
Mercedes 300SL --> 50 tkm gelaufen, mehrere Jahrzehnte alt, Roststellen vorhanden --> der Preis dürfte sich momentan bei 5-10-fachen des Neuwagenpreises bewegen.
2.
Briefmarken können durch Sammler ihren Wert explosionsartig steigern
3. (um mal bei PCs zu bleiben)
Ram Preise schwanken z.T. extrem, ein 1 Jahr gelaufener Riegel kann durch ungünstige Marktsituation auf einmal mehr einbringen als er ursprünglich gekostet hat.

Zurück zur Frage:
Grundsätzlich würde ich eine CPU ebenfalls als Verschleißteil ansehen.
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

*Ultramegagigasuperklugscheißmodus an*

Verschleiß bezeichnet nach der 1997 zurückgezogenen DIN 50320 den fortschreitenden Materialverlust aus der Oberfläche eines festen Körpers (Grundkörper), hervorgerufen durch mechanische Ursachen, d. h. Kontakt- und Relativbewegung eines festen, flüssigen oder gasförmigen Gegenkörpers, also den Masseverlust (Oberflächenabtrag) einer Stoffoberfläche durch schleifende, rollende, schlagende, kratzende, chemische und thermische Beanspruchung.

Ich sehe nicht, wo an der CPU ein Materialverlust eintreten sollte ... Laut DIN-Norm ist eine CPU also definitiv KEIN Verschleißteil ;)

*Ultramegagigasuperklugscheißmodus aus*

Ansonsten sehe ich das genauso wie aloha84.
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

*Klugscheißmodus an*
"Verschleißteil" und Angebotspreis haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.
Der Preis wird durch Angebot und Nachfrage am Markt bestimmt.
Beispiele:
1.
Mercedes 300SL --> 50 tkm gelaufen, mehrere Jahrzehnte alt, Roststellen vorhanden --> der Preis dürfte sich momentan bei 5-10-fachen des Neuwagenpreises bewegen.
2.
Briefmarken können durch Sammler ihren Wert explosionsartig steigern
3. (um mal bei PCs zu bleiben)
Ram Preise schwanken z.T. extrem, ein 1 Jahr gelaufener Riegel kann durch ungünstige Marktsituation auf einmal mehr einbringen als er ursprünglich gekostet hat.

Zurück zur Frage:
Grundsätzlich würde ich eine CPU ebenfalls als Verschleißteil ansehen.

da hast du aber auch Äpfel mit Birnen verglichen: Autos (speziell so ein edles Ross wie der 300SL) sowie Briefmarken sind Wertanlagen. Bei CPUs wäre mir das neu :)
 
AW: CPUs ein Verschleißteil - ja oder nein?

*Ultramegagigasuperklugscheißmodus an*



Ich sehe nicht, wo an der CPU ein Materialverlust eintreten sollte ... Laut DIN-Norm ist eine CPU also definitiv KEIN Verschleißteil ;)

*Ultramegagigasuperklugscheißmodus aus*

Ansonsten sehe ich das genauso wie aloha84.

*infinitumrectumkakamodus an*

Elektromigration
Ränder eines Leiters, die durch Elektromigration „angefressen“ sind
Kleiner werdende Prozessorstrukturen führen zu neuen Problemen. Die Leiterbahnen im Inneren moderner CPUs und GPUs sind teilweise nur noch 15 bis 20 Atome dick. Die Magnetfelder um jeden Leiter herum, verbunden mit den hohen Temperaturen im Inneren des Chips, bewirken, dass vereinzelte Atome ihren Platz im Kristallgefüge verlassen, das nennt man „Elektromigration“. Wenn dadurch ein hauchdünner Leiterzug noch dünner wird, steigt sein elektrischer Widerstand. Es kann zu einem sich verstärkenden Effekt kommen: Je größer der Widerstand wird, desto mehr erwärmt sich der Leiter durch den Stromfluss. Die Abwanderung der Atome beschleunigt sich, bis der Leiterzug durchbrennt.
Quelle: Computerhardware: Alterung – Wikibooks, Sammlung freier Lehr-, Sach- und Fachbucher


@Kusanar
Per deiner Definition passt es auch auf CPUs.....sie verschleißen....sogar mechanisch.:ugly:

da hast du aber auch Äpfel mit Birnen verglichen: Autos (speziell so ein edles Ross wie der 300SL) sowie Briefmarken sind Wertanlagen. Bei CPUs wäre mir das neu :)

Natürlich ist das weit hergeholt.
Aber es zeigt trotzdem, nur weil etwas "verschleißt" muss es nicht günstiger werden.:)
 
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*Ultramegagigasuperklugscheißmodus an*
Ich sehe nicht, wo an der CPU ein Materialverlust eintreten sollte ...
*Ultramegagigasuperklugscheißmodus aus*

*GodModeOn*
Schau dir mal "Elektromigration" an ;-)
*GodModeOff*


edit: zu langsam -.-
 
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*infinitumrectumkakamodus an*


Quelle: Computerhardware: Alterung – Wikibooks, Sammlung freier Lehr-, Sach- und Fachbucher


@Kusanar
Per deiner Definition passt es auch auf CPUs.....sie verschleißen....sogar mechanisch.:ugly:



Natürlich ist das weit hergeholt.
Aber es zeigt trotzdem, nur weil etwas "verschleißt" muss es nicht günstiger werden.:)

So sieht es aus.
Außerdem "altert" jedes Material allein durch's "rumliegen" (Strahlung, Oxidation)
Normalerweise ist das bei CPUs nicht weiter tragisch, denn bis dieser Fall eintritt, man sicher kein kompatibles/funktionierendes Mainboard mehr dafür bekommt.
Allerdings werden die Strukturen immer feiner, und dadurch (theoretisch) die Ausfallwahrscheinlichkeit mit zunehmenden Alter immer höher.

Nicht umsonst ist die Raumfahrttechnik geradezu in der "Steinzeit", wenn es um Strukturgrößen geht....

mfg
 
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*infinitumrectumkakamodus an*

@Kusanar
Per deiner Definition passt es auch auf CPUs.....sie verschleißen....sogar mechanisch.:ugly:

Harr harr... Aaaaaber Moment: Bei Elektromigration verlässt allerdings kein Material die CPU sondern wandert nur innerhalb der Komponente! In der DIN-Norm ging es explizit um Material-Abtrag, und der findet hier ja nicht statt.

Mal vom Klugscheißen abgesehen, würde ich trotzdem Generell sagen dass die Definition für ein Verschleißteil eher auf andere Komponenten wie Lüfter oder Festplatten zutrifft.

@teachmeluv: Es gibt durchaus auch im CPU-Bereich "Wertanlagen" bzw. Modelle mit extremen Sammlerwerten.

intel8080_engineering.png
 
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Geil - ich schreib bei meiner nächsten eBay Auktion auch "unbelievably rare" in den Titel. Klappt vielleicht ;)
 
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