CPU-Leiterbahnen freilegen für Mikroskopie

AW: CPU-Leiterbahnen freilegen für Mikroskopie

Bei nem aktuellem i3 i5 oder i7 währe kein Lot sondern wlp die man einfach mit einer Alkohollösung runterbekommt unterm Ihs. Das Problem ist nur, dass die dann freiwerdende Schicht nichts zeigt ausser irgendeine plane Siliziumverbindung.
Nutzt ganz viel wenn die CPU wie nun mal jeder Chip mit vielen Pins pro Flächeneinheit gedreht per Chipbonding befestigt ist.
Lesen hilft:ugly::schief:
 
AW: CPU-Leiterbahnen freilegen für Mikroskopie

Bei den alten Pentium-CPUs reichte es damals die Platte an der Unterseite zu lösen, dann konnte man den Die sehen. Falls dein Vorhaben also nicht klappen sollte, wäre das ja evtl. eine Alternative. Gibt bestimmt noch irgendwo einen alten Pentium 1. Hier bei Wikipedia gibt es auch einen Dieshot.

:daumen: Das Foto hat mein finnischer Freund unter dem Mikroskop gemacht - ich habe ihm die Prozessoren zur Verfügung gestellt. Die Kappe ("lid") des Pentiums hat er mit einer einfachen Heißluftpistole sauber entfernt.
Das wäre sein ganzes Archiv: User contributions for Birdman86 - Wikimedia Commons

Bisher hat er nur CPGA mit einfach zu öffnenden Lids und einige Keramik-QFPs durch einen franz. Freund öffnen können und dann fotografieren können. Bald wird er, wenn er einige andere durch hat, das zweite Mal versuchen, einen Athlon XP Palomino zu öffnen. Dieser ist ja, wie praktisch alle modernen CPUs Flip-Chip - und er verwendet Chemikalien, um die Oberfläche zu verätzen und so an die Leiterbahnen zu kommen. Die genauen Chemikalien habe ich leider nicht im Kopf - müsste dann auch mal im Chatlog nachschauen ;)

Mein Vorschlag zu diesem äußerst interessantem und faszinierenden Thread wäre, lieber einen alten 486er oder Pentium (1), vor P54CS als "Lehrmaterial" zu verwenden. Diese (vor allem Intel & AMD) sind sehr leicht zu öffnen und reflektieren ein großes Farbspektrum (Prozessoren einschl. 80386 ohne "IV" reflektieren fast nur silber) und die Prozessoren nach P54CS (hier sehr deutlich zu sehen bei VIA C3, Pentium Pro (Kern) und Cyrix MediaGX: Modern x86 - CPU MUSEUM - MUSEUM OF MICROPROCESSORS & DIE PHOTOGRAPHY - er hat diese noch nicht veröffentlicht auf seiner Wikipedia-Contributions-Seite sondern bisher nur mich das auf meinem Museum veröffentlichen lassen) sind mit einem Metall-Layer geschützt und lassen sich nur durch vollständiger Zerstörung des restlichen Chip-Packages mit allen Details zeigen. 486er (am meisten gefallen mir die großen Intel 486er ohne SL-Enhancement) bekommt man für wenige Euronen auf eBay - und sind auch wie gesagt sehr leicht zu öffnen. Also wäre sicherlich sehr schönes Lehrmaterial, wenn die Aktualität des Dies nicht berücksichtigt wird ;)

Mh, ich hoffe ich konnte das "Projekt" ein wenig Unterstützung geben ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück