Core ix-10000: Welche CPUs sind verlötet und welche nicht?

Verlöten ist nicht gerade Billig. Deswegen werden die kleineren Prozessoren ohne offenem Multiplikator mit Paste/Grease versehen.
Ich weiß gar nicht ob jemals ein Hersteller seine Prozessoren mit Flüssigmetall ausgeliefert hat. Bleibt die dort wo sie hinsoll wenn der Prozessor z.b. im Karton runterfällt ???

Das ist kein Problem, es wird ja nur eine Schicht zwischen den Kontaktflächen aufgetragen. Flüssigmetall hat eine so hohe Oberflächenspannung, dass selbst 5-mm-Tropfen kopfüber hängen bleiben. Diese Menge würde für 30-40 Silizium Chips der hier diskutierten Größe ausreichen.


Genau, und weil die Die so dick ist und weil auch das Lot bei den aktuellen Intel CPUs so dick ist, um Wärmespannungen in der CPU zu vermeiden, ist es thermisch nicht so gut, wie es sein sollte und abschleifen der Die und Flüssigmetall lohnt noch ein bisschen, ..., jana, "lohnt", nur für den Extremübertakter


Das kenne ich nicht. Hast Du dazu einen Link und auch den Korrosionsmechanismus was mit dem Silizium eine Verbindung eingeht? Keine Ahung , wie Gallium aus Flüssigmetall mit Silizium reagieren sollen. Zinn aus Lotmittel und Silizium dagegen bilden Legierungen aus. Das dauert, das Zinn diffundiert zuerst in das Silizium und bildet ganz langsam unter Volumenvergrößerung eine Legierung

Roman selbst hat das vor Jahren mal so erläutert (ich würde ja versuchen, einen Link zu finden, aber der geschätzte Kollege/Konkurrent hat es ja nicht so mit durchsuchbaren Textfassungen :-)). Zwischen Lot und Chip, aber auch zwischen Lot und Heatspreader, werden noch zwei bis drei weitere Schichten aufgetragen. Darunter auch Gold als Diffusionssperre. Ungeachtet dessen sind die aggresivsten Bestandteile von in Frage kommenden Lot auch die Hauptzutat für Flüssigmetall. Letzteres kann man getrost als eine Lot-Legierung mit extrem niedrigen Schmelzpunkt betrachten. Flüssigmetall statt bei Raumtemperatur festem Lot zu verwenden würde diese Probleme also eher steigern. Obwohl CPUs, deren Package für normale Wärmeleitpaste ausgelegt ist und auf Diffusionssperren verzichtet, von der Ivy-Bridge- bis zu ersten Coffee-Lake-Generation in großer Zahl geköpft wurden, sind mir aber keine erhöhten Ausfallraten bekannt. Man darf nicht vergessen, dass der aktive Bereich eines Mikro-Chip nur ein paar dutzend Nanometer dick ist, das komplette Silizium aber mindestens einen halben, zum Teil über einen Millimeter. Diese Masse hat keine elektrische Funktion, sondern dient nur der mechanischen Stabilität. Wenn hier ein paar Indium-Atome ungeplanterweise die Rückseite dotieren, ist das noch lange kein Problem.
 
... Darunter auch Gold als Diffusionssperre. ....
Danke, das war mir wieder entfallen. Ja, schlüssige Argumentation, dann behaupte ich jetzt das Gegenteil. Einzig die Zusammensetzung des Lotes auf der Die finde ich nirgends. Ich gehe nicht davon aus, dass es ähnlich dem verwendeten Flüssigmetall auf Galliumbasis ist, ich ahne eine Zinnbasis. Aber das ist reiner Kaffeesatz.
 
Mir doch egal ich hab neuen AMD und ich bleib dabei , intel braucht zuviel Strom ausserdem ist es eh viel zu teuer . Und darüber hinnaus glaube ich das intel und nvidia wenn sie pech haben sich warm anziehen können . Denn AMD wird nicht wieder so zurück fallen wie einst , und ich denke es gibt hl ³ wenn sie s richtig timen könnte das ein big bang sein der nur auf amd gut rennt . Und wer weiss schon welcher neuer Standard gemacht wird in hl ³ also ich bin lieber auf der richtigen Seite . Weil sie haben schon mit hl AlyX gezeigt , das es sachen gibt mit dennen man nicht rechnet und wäre da vorrsichtig . Denn es wird nicht mehr ewig dauern bis CS Source 2 oder hl ³ kommt , ich denke es ist eine frage des moments und der Technik abwarten da wird was kommen denke ich .
 
Das Problem bei Verlöten ist, dass die Die durch das Zusammenziehen des Lots schnell brechen kann. Je kleiner die Die desto höher das Risiko. Somit hat man einen höhren Ausschuss von funktionierenden Chips, was wenn man, wie Intel, mit Lieferschwierigkeiten kämpft die Lage unnötig verschlimmert.

Danke, das war mir wieder entfallen. Ja, schlüssige Argumentation, dann behaupte ich jetzt das Gegenteil. Einzig die Zusammensetzung des Lotes auf der Die finde ich nirgends. Ich gehe nicht davon aus, dass es ähnlich dem verwendeten Flüssigmetall auf Galliumbasis ist, ich ahne eine Zinnbasis. Aber das ist reiner Kaffeesatz.

Das Lot besteht zu 99% aus Indium, der Rest ist wahrscheinlich Silber und Verunreinigungen. Der Roman hatte da mal eine Video zu nachträglichen Verlöten gemacht. Indium benötigt eine zusätzliche Goldschicht auf Die und Heatspreader zum Verlöten. Es ist kein Diffusionsschicht es geht eine Verbindung mit dem Indium ein.

Gallium kann mit der Zeit in das Silizium (wie bei Kupfer z.B.) eindringen, wenn die Diffusionschicht (SIO2 oder Titan + Nickel & Vanadium) fehlt. In der Theorie könnte dadurch der Core beschädigt werden, in der Praxis ist das ehr unwahrscheinlich, da beim Flip-Chip die Silizumschicht ausreichend dick genug sein sollte, aber - nach Jahren - sicherlich nicht auszuschließen. Je dünner die Siliziumschicht wird, desto höher ist das Risiko eines Kurzschlusses durch die eindringenden Gallium-Partikel (Elektronen aber auch Protonen) in einer absehbaren Zeit.
 
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Das Problem bei Verlöten ist, dass die Die durch das Zusammenziehen des Lots schnell brechen kann.
ja genau, spricht Roman in dem Video auch an, dass sie deswegen vermutlich von 0,42 mm Die-Dicke beim 8700k, auf die 0,87 mm beim 9600k etc. gehen mussten
die Heatspreader hatten mit 3,1 mm beim 8700k und 2,3 mm beim 9600k auch unterschiedliche Werte und die Indiumlotschicht gibt er mit 0,5 mm an

eine größere Die-Fläche wirkt sich zwar theoretisch positiv auf den Wärmestrom aus, aber dickerer Die, dicke Lotschicht und dünner Heatspreader wirken sich negativ aus...

Silizium ist ein schlechter Wärmeleiter.
hmm, das habe ich schon öfters gelesen, aber ich Frage mich dann immer, schlecht im Vergleich zu was?
mit angeblichen 163 W/mK eher im Mittelfeld, finde ich und immernoch besser als WLP, Flüssigmetall oder Indiumlot

hier vielleicht mal ne Liste meines Kenntnissstandes (bzw. von Wiki :D) relevanter Wärmeleitkoeffizienten

Luft = ca. 0,0262 W/mK
Wärmeleitpaste = ca. 4-14 W/mK
Flüssigmetall (Conductonaut) = ca. 73 W/mK
Indium = ca. 76 W/mK
Silizium = ca. 163 W/mK
Aluminium = ca. 230 W/mK
Gold = ca. 314 W/mK
Kupfer = ca. 380 W/mK
Silber = ca. 429 W/mK

deswegen hat sich Roman ja mal nen Heatspreader aus Silber machen lassen und nicht aus Gold, BlingBling :D
 
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Die Schutzschicht(diffunsionssperre) auf dem DIE ist sehr Dünn(Aufgedampft) Das das DIE Dick ist/war um Wärmespannungen zu vermeiden ist eine Vermutung. Warum macht Intel jetzt die DIE's dünner ???
Die Hitzequelle ist ja auf der "anderen" Seite des DIE, wo das Lot hinkommt.
Der8auer hat bei einem 9900k gezeigt das das abschleifen von nur 0,2mm 5 grad und mehr niedrigere Temp. bringt.
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