Unter der klischeehaften Annahme, dass guter Rat teuer sei, müssen wir davon ausgehen, dass 90% der Menschheit sehr sehr schlecht beraten sind. Weil wir es halt auf Ökonomie herunterbrechen und so betrachtet ist die Welt zu arm um sich guten Rat leisten zu können.
Dazu gesellt sich, dass es keinen Mangel an Leuten gibt die schlechte Ratschläge verbreiten, weil es ihnen Macht oder finanziellen Vorteil verschafft.
Es gibt also einen Bedarf gute Ratschläge billig zu verbreiten und Menschen zu helfen schlechte Ratschläge von guten zu trennen. So dass es nicht notwendig ist der Person zu glauben die etwas behauptet, sondern der Instanz die das auf den Prüfstand stellt. Deswegen macht die PCGH zum Beispiel lange Balken für AMD und Nvidia, weil das Geschwätz von deren Marketing sollten wir uns dort hinstecken wo keine Sonne scheint.
Gute Ratschläge enden aber halt nicht beim Kauf von Grafikkarten, das kann alle Themen des Lebens betreffen und so haben wir einen fließenden Übergang vom Tech-Journalismus zur Lebenshilfe.
Wenn es jetzt eine Generation gibt, die ein neues Werkzeug benutzt um guten Rat von schlechtem Rat zu trennen, dann ist das ein nicht zu unterschätzender evolutionärer Vorteil. Das Ziel ist ja nicht professionelle Hilfe auszugrenzen mit dem Werkzeug, sondern die ganzen Scharlatane der Welt. So kann KI einige Traumata schon im Vorfeld verhindern, bzw. nicht noch Öl auf das Feuer zu gießen wie es gerne von Trickbetrügern gemacht wird.
Wenn gerade GenZ jetzt zu einer Instanz greift die scheinbar fernab von Menschen ist, dann ist das kein Wunder, deren Elterngeneration sind ja die absolute Volksfront des Schwurbelns und der Esotherik.