AW: Call of Duty Black Ops: PS3-Spieler fordern Kaufpreis zurück
Ich finde es amüsant, nicht mehr und nicht weniger.
Meines Wissens nach hat sich 'Call of Moorhuhn - Script Ops' auf allen Systemen wunderbar verkauft. Die nächste Auflage wird noch viel schlechter daherkommen, 90er-Wertungen werden wieder gekauft und man wird abermals richtig viel Asche verdienen. Die Käufer fragen sich dann nach dem Kauf, wie dieses Spiel solch hohe Erwartungen und Wertungen haben konnte und beschweren sich - und niemanden interessiert's.
Einziger, mieser Nebeneffekt: Durch den wahnwitzigen Erfolg der 4-5 Stunden andauernden Scriptsequenzen, die den Titel 'Call of Duty' tragen (länger braucht man beim ersten Durchspielen auf dem härtesten Schwierigkeitsgrad nicht), werden auch die Singleplayer-Kampagnen anderer Titel völlig verhunzt. Eine KI braucht man nicht mehr (Gegner können wie in Script Ops ja auch einfach auf eine fest definierte Position watscheln und dann einfach stehen bleiben und ballern, egal was passiert), nimmt dem Spieler jegliche Entscheidungsmöglichkeiten (man will ihn ja nicht überfordern, ich sage nur "Rechte Maustaste: Rückwärts fahren, linke Maustaste: Vorwärts fahren" in Script Ops. Dumm nur, dass man vorgegeben bekommt, wann man vorwärts und wann man rückwärts fahren darf) und fügt im 0,5s Takt Explosionen ein, damit's auch richtig schön lächerlich wird (Hauptsache, es "kracht")...
Black Ops hätte man problemlos auch mit einem Buzzer, einer Tanzmatte oder dem Guitar Hero Controller umsetzen können. "Drücke jetzt Rot, um den Gegner zu erschiessen. Drücke jetzt blau, um dich abzuseilen. Drücke 2x Grün, um der Rakete auszuweichen." Viel mehr Gameplay ist aus meiner Sicht nicht vorhanden...
Sorry dass ich hier mal Dampf ablassen musste, aber ganz ehrlich: Als jemand der mit DOS-Shootern angefangen hat, gefällt mir der momentane Werdegang des Shooter-Genres überhaupt nicht. Zu simpel, zu einfach, zu anspruchslos, zu kurz, kein Gameplay mehr.