aber inzwischen weiß ich, dass CachyOS seine Ecken und Kanten hat,
Jede Distribution, generell jedes OS hat seine Ecken und Kanten, da es einfach keine perfekte Lösung für jeden geben kann. Aber genau das ist ja auch das Gute bei Linux-Distributionen, es gibt so viele davon, dass mit großer Wahrscheinlichkeit eine dabei ist, die ausreichend viel von den eigenen Ansprüchen bietet, sodass man gerne bei ihr bleibt.
Ich habe vor 20+ Jahren mit Debian angefangen, habe dann ein paar Jahre Ubuntu genutzt, bis ich auf Gentoo wechselte und vor über 15 Jahren bei Arch bzw. Arch-basierten Distros angekommen bin. Ich persönlich mag Rolling-Releases und mag keine "festen" Versionen, bei denen man dann alle paar Jahre große Updates machen muss. Ich nutze auch gerne die Kommandozeile, weil ich in der Regel schneller tippen kann, als mich durch irgendwelche Oberflächen zu klicken.
Das einzige Manko, was ich bei Arch sehe, ist, dass es nur wenige direkt vom kommerziellen Hersteller bereitgestellte Pakete gibt und man daher dann auf die Konvertierung von .deb- und/ oder .rpm-Pakete angewiesen ist. Aber auch da, die Werkzeuge sind vorhanden und wenn man sich nicht selbst einarbeiten will, kann man auf vorgefertigte Skripte aus dem AUR zurückgreifen. Ist ja nicht so, dass die Wartung installierter AUR-Pakete wirklich mit Aufwand verbunden wäre, aber man sollte zumindest grundlegende Skripting-Erfahrung haben, um die "Gefährlichkeit" der makepkg-Änderungen einschätzen zu können.
Ich hatte erst letztens eine Diskussion mit jemanden, die sich Mint installiert hatte, weil sie gelesen hatte, dass es Benutzerfreundlich sei. Als sie dann über das Software Center Blender installieren wollte und nur Blender 4.0 zur Verfügung hatte, viel sie vom Glauben ab und hat sich dann sehr gewundert, wie alt die angebotene Software dort dann ist.
Fast jede Distribution hat immer Vor- als auch Nachteile, man muss halt herausfinden, wo man persönlich das beste Verhältnis dieser Vor- und Nachteile hat.