Schönes Beispiel, wie man Daten so zurechtlegen kann, wie man sie gerne hätte. Vor allem wieder nach Daten der völlig depperten PKS. Warum/Wieso/Weshalb hatte ich verlinkt, in ihr landen zum Beispiel nur "
fertig bearbeitete Fälle").
Ich zitier mich aus einem anderen Thread einfach selbst, das spart Tipparbeit.
Die PKS ist nirgendwo eindeutig und eine Nebelkerze par excellence. Sie lässt vor allem keinerlei Rückschlüsse darauf zu, wie "sicher" es irgendwo ist.
PKS: Was die Kriminalstatistik misst - und was nicht - SPIEGEL ONLINE
SPON schrieb:
Die PKS misst vieles nicht, was mit Sicherheit zu tun hat
Die PKS ist ein Abbild dessen, was ein Teil der Polizei tut und sieht. Und je kleiner dieser Teil der Polizei ist, weil der Rest sich mit anderen Dingen befasst, desto weniger sieht er. Nicht enthalten in der PKS sind nämlich Verstöße gegen Landesgesetze, Ordnungswidrigkeiten, einige Verkehrsdelikte und politisch motivierte Straftaten, zu denen etwa Terrorismus zählt.
Vergleicht man die PKS mit den statistisch ebenfalls erfassten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaften, stellt man fest: Rund 20 Prozent aller behördlich bekannt gewordenen Straftaten fehlen in der PKS vollständig.
Beispiel Staatsschutz. In diesem Bereich stieg in den vergangenen Jahren die Zahl der Ermittlungsverfahren massiv an. Alleine im Zuständigkeitsbereich der Bundesanwaltschaft - die nur mit einem Teil der Terrorermittlungen befasst ist - erhöhte sich die Zahl von 68 eingeleiteten Extremismusverfahren in 2013 auf rund 1200 in 2017.
Auch die Zahl der sogenannten "Prüffälle Islamismus", in denen Beamte einem möglichen Terrorverdacht nachgehen müssen, hat sich etwa in Nordrhein-Westfalen seit 2014 fast verdoppelt. Das führt dazu, dass die Polizei immer mehr Personal in den für politisch motivierte Kriminalität zuständigen Staatsschutz verschieben muss. Denn der ist auch für die Überwachung der stetig wachsenden Zahl islamistischer Gefährder zuständig, deren Bearbeitung sich ebenfalls nicht in der PKS niederschlägt, aber Tausende Beamte beschäftigt.
Wollte man also die Logik der Ministerien auf die Spitze treiben, könnte man sagen: Jeder Gefährder macht Deutschland ein Stück sicherer, weil er Beamte bindet, denen die Entdeckung anderer Straftaten damit unmöglich wird - weshalb in der Folge Deliktzahlen in der PKS sinken.
Hinzu kommt: Die PKS erfasst nur Straftaten, wenn deren Tatort der Polizei bekannt ist und er in Deutschland liegt. Per Telefon oder Computer aus dem Ausland begangene Betrügereien tauchen in der Statistik also nicht auf. Dabei sollen alleine sogenannte Callcenterbanden nach Erhebungen der Ermittler bereits etwa eine Million Deutsche geschädigt haben - ohne dass diese Delikte in der PKS registriert wurden.
SPON schrieb:
Die Unzulänglichkeiten der Polizeilichen Kriminalstatistik sind seit Jahren bekannt. Das BKA selbst veröffentlicht auf seiner Website seitenweise Methodik-Erklärungen, die einordnen, was die PKS kann und was nicht. Leider scheinen diese Erklärungen nur in wenigen Innenministerien anzukommen. So ist Niedersachsen eines der wenigen Bundesländer, das überhaupt Dunkelfeldstudien durchführt.
Sie ist Beruhigungsmittel für die Bevölkerung. Das wissen natürlich auch die Politiker und richten ihr Handeln nicht nach ihr aus, sondern hauptsächlich nach internen Statistiken und Erhebungen, die vor allem auch Dunkelfelder berücksichtigen (bspw. werden
nur ca. 6% aller Sexualstraftaten und ca. 36% der Körperverletzungen überhaupt zur Anzeige gebracht [aus Scham, Angst, etc. pp.]; Terrorismus und politisch motivierte Straftaten [werden in der PKS komplett ausgelassen], etc.).
Anhang anzeigen 998591
Außerdem erfasst die PKS auch nur abgeschlossene Fälle. Was völliger Wahnwitz ist, wenn man bedenkt, wie viele Akten einfach wegen Überbelastung liegen bleiben.
Und noch ein kleiner Funfact: Allein
in den letzten 10 Jahren gab es 245 Änderungen an Begriffen und Definitionen in der PKS (das ergab eine Anfrage von der FDP [namentlich Marcel Luthe]). Man kann also nicht mal die einzelnen Erhebungen miteinander vergleichen.
Mit der PKS argumentiert man nicht. Man ignoriert sie besser.
Es ist ein riesiges Problem, dass die Menschen keine Ahnung haben, wie sie Statistiken einzuordnen haben.
Weiterführende Erläuterungen gibt es z.B. hier:
PKS 2017 - Ist das die Wahrheit? — BDK: Bund Deutscher Kriminalbeamter
Am 10.04.2018 kam es bei der offiziellen Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2017 zum alljährlichen „Schulterklopfen“ von Seiten des Innenministers. Wie sehr die PKS kein geeignetes Instrument ist, um die Gesamtkriminalität zu beschreiben, ist längst belegt.
Und noch mal: man hilft nicht den "Schwächsten", sondern den Stärksten. Die "Schwächsten" sind in Lagern weit außerhalb der EU ohne Chance, nach Deutschland zu kommen.
Zum Beispiel in Zataari oder Azraq.
Das UNHCR bettelt aktuell mal wieder um Spenden:
Wir brauchen dringend Ihre Unterstützung, um den Menschen aus Syrien weiter helfen zu können!
10 Euro kosten Windeln für zwei Monate für ein syrisches Flüchtlingskind.
80 Euro reichen für 20 Decken.
150 Euro kosten drei Nothilfspakete mit Hilfsgütern wie Wasserkanistern, Schlafmatten, Kochsets und Seife.
360 Euro kostet ein Familienzelt.
Und schau dir ja die Videos an und schäme dich!
Denn statt zu helfen, wirft man ~40mrd Euro pro Jahr für Ideologie aus dem Fenster. Mit diesem Geld hätte man allen Flüchtlingen statt Lager Einfamielienhäuser inkl. Strom, Wasser und einen Kleinwagen hinstellen können und die Ernährung auf 100 Jahre sichern können.
Aber mach nur weiter. Ich merke, wie "erreichbar" du in deiner Welt noch bist. Eben alles lang und breit erklärt, folgt dieselbe sinnleere Argumentation (wenn man das Vermitteln von Gefühlslagen ohne valide Basis denn so nennen möchte) auf dem Fuß.
Das unterscheidet eben vom Verstand getriebene Menschen von ideologischen Extremisten. Letztere sind im Diskurs nicht mehr zugänglich, das Weltbild unveränderlich.
Und für 2017 galt übrigens auch in der PKS:
https://www.n-tv.de/politik/Starker-Anstieg-bei-Mord-und-Totschlag-article19807048.html
Gewalt: Die Zahl der registrierten Gewaltverbrechen stieg um 6,7 Prozent auf insgesamt 193.542. Zugenommen hat vor allem die gefährliche und schwere Körperverletzung um 9,9 Prozent auf mehr als 140.000 Taten. Fälle von Mord und Totschlag sowie Tötung auf Verlangen legten um 14,3 Prozent auf 2418 Fälle zu, wobei der Anteil der Versuche mit fast 73 Prozent überwiegt. Raubdelikte gingen um 3,7 Prozent auf 43.000 Fälle zurück. Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung wiederum gab es einen Anstieg um 12,8 Prozent auf 7919 Fälle.
Immer wieder ärgerlich, wenn man merken muss, dass man Perlen vor die Säue wirft. Aber ich hatte nach deinem quasi offenem "outing" als Linksextreme auch nicht viel mehr erwartet.
Ich habe es zumindest versucht.
Also auch wieder ausgeblendet.