Weil ich gerade auch ein wenig Zeit zu füllen habe, gebe ich mich dem Quatsch noch mal hin:
Und wieder ein gutes Beispiel, wie eine persönliche Meinung, die nur von einer Minderheit im Staate getragen wird, als Mehrheitsentscheidung dargestellt wird.
Hast Du dazu fundierte Untersuchungen? Ich sehe nur großes Kopfschütteln über diese Ansätze, denn jeder denkende Mensch weiß, dass es bei der Größe unserer
Außengrenze nicht umsetzbar ist. Die Lösung wäre eine Mauer um die EU, das scheinen AfD und CSU zu wollen, alles andere ist Augenwischerei. Man muss die
Probleme lösen, nicht Grenzen bauen.
Wieder ein gutes Beispiel? Es gibt kein einziges Beispiel von mir. Ich kann leider auch nur den Umfragen vertrauen (auch wenn deren Qualität immer dürftiger wird) und da sieht die Lage recht eindeutig aus. Zu eindeutig, um es mit +-3Prozent Fehlertoleranz, die womöglich schändlich ausgenutzt worden sind, zu erklären.
Umfrage: Mehrheit will Fluchtlinge an der Grenze zuruckweisen
Meinungsumfrage: Mehrheit will Asylsuchende an der Grenze abweisen - WELT
INSA-Umfrage fur FOCUS Online: Jeder zweite Deutsche will Grenzen schliessen, um Fluchtlingsstrom zu stoppen - FOCUS Online
• Zuruckweisung registrierter Fluchtlinge an der deutschen Grenze 2018 | Umfrage
Selbst 42% der "die LINKE"-Anhänger möchten laut statista die Zurückweisung an der Grenze.
Die Probleme sind nicht zu lösen. Jedenfalls nicht kurzfristig und nicht dadurch, dass wir unbegrenzt Menschen aufnehmen, nicht mal durch das Geld, das wir gleichzeitig nach Afrika und in den Nahen/Mittleren Osten pumpen. Viele Probleme sind bspw auch gar nicht an die Geographie gebunden. Der Hass der Menschen da draußen richtet sich (entgegen der Schönfärberei mancher Linken) gegen Ethnien, Frauen, Juden, Christen, etc.pp. und werden mitgebracht. Die bleiben nicht im Heimatland.
Wenn alles so einfach wäre (Grenze auf, jeder rein, der will und schon herrscht Weltfrieden), hätte man es längst gemacht. Aber so wird das nichts. Das ist ein unglaublich naives und dummes Weltbild, strotzt nur so vor Unerfahrenheit und mangelhafter Weitsicht. Chaos war noch nie eine Lösung für irgendwas. Jedes Jahr >200.000 schlecht bis gar nicht qualifizierte Leute bedingungslos in unser System einwandern zu lassen wird nur eins bewirken: "Tschüss soziale Errungenschaften!".
Der Nationalstaat wurde seinerzeit von den Linken erfunden, weil diese damals noch einen Rest an Intelligenz besaßen (heute nur noch schwerlich anzutreffen, es gibt sie zwar noch, aber die haben momentan keine Chance, sich maßgeblich am Diskurs zu beteiligen). Ohne Nationalstaat gibt es keinen Sozialstaat. Es muss berechenbar sein, wie viele einzahlen und wie viele entnehmen. Die Sozialsysteme sind nicht auf unbegrenzten Zugriff ausgelegt. Das ist auch überhaupt nicht möglich.
Wenn das Spiel jetzt also endlos weiter geht, wird es früher oder später dazu kommen, dass bspw. jeder Arztrechnungen wieder anteilig selbst zahlen muss (und ich rede hier nicht von "Uh, 40 Euro für eine Zahnfüllung sind doch nichts!", sondern in erster Stufe von 20-30%, absehbar noch mehr), bspw eine Absicherung für den Fall der Arbeitslosigkeit (Arbeitslosenversicherung) nicht mehr tragfähig ist, das Rentenalter auf jenseits von Gut und Böse bei noch viel niedrigerer Auszahlung steigt, den Kommunen das Geld ausgeht, etc. pp.
Es gibt nur einen praktikablen Weg und der ist der realistische:
Es ist schön, dass alle ihren Spaß hatten und den edlen Menschen raushängen lassen konnten. Aber das funktioniert nur temporär, die Grenzen gehören (zumindest vorläufig) wieder gesichert.
Es ist nicht möglich, ~70mio Menschen, die momentan weltweit irgendwo vor irgendetwas fliehen, gepaart mit einer schier unendlichen Masse an Wirtschaftsmigranten in unserem Land zu versorgen. Das kann einfach niemand gegenfinanzieren.
Hilfe von und mit der EU, Amerika, China, Russland und Co. wird es für den Deutschen Kurs nicht mehr groß geben. Das sollte sich die letzten Tage auch deutlich gezeigt haben. "Fluchtursachen bekämpfen" ist eine leere Sprechblase. Es funktioniert nicht. Weil unsere Denkmuster in den Ursprungsländern nicht greifen (und auch in breiter Fläche gar nicht erwünscht sind).
Wer Chaos möchte und gerne selbst mittendrin ist, braucht es nicht hierher zu lotsen, der kann direkt in die Heimatländer fahren. Für freiwillige Missionen kann sich jeder bei den entsprechenden Hilfsorganisationen melden. Es braucht im schlimmsten Fall eine praktische Ausbildung in einem handwerklichen Beruf (oft aber nicht mal das) und schon ist man unterwegs. Dann bekommt man auch ein wenig von Land und Leuten mit, das erdet ziemlich schnell.
Es bleibt leider nur das deutliche Signal, dass hier erst mal Schluss ist. Es wird Jahrzehnte benötigen, alleine die halbwegs zu integrieren (mit den Türken haben wir es bspw. leider bis heute nicht richtig geschafft, wenn man sich anschaut, dass Deutschland die mit Abstand meisten Erdogan-Wähler unter den EU-Ländern besitzt), die mit ihren Kindern und Kindeskindern bereits hier aufgeschlagen sind. Ganz besonders die >70% jungen Männer.
Das ist schon eine Marathonaufgabe, an der Länder wie Frankreich gerade unsäglich scheitern. Die sind 10 Jahre weiter als wir. Dort gibt es bereits etliche Gegenden, da kommt nicht mal mehr der Notarzt bei Notrufen vorbei.
Es gibt einfach Grenzen des Handelns und der Möglichkeiten.
Im Gegensatz zu deiner Behauptung, die Menschen würden mit dem Kopf über die Grenzpläne Seehofers schütteln, packt sie eher die nackte Wut über die noch immer anhaltenden Zustände. Um das zu belegen, braucht es nicht mal Umfragen. Da reicht ein Blick auf die Wahl in Italien, Österreich und Co.. Und wenn sich da nicht asap was tut, dann ist die AfD der Linken kleinstes Problem. Noch ein paar tote Mädchen hier, ein kleiner Anschlag da und hier wird es richtig ungemütlich.
Die Klimaflüchtlinge beginnen gerade erst zu kommen. Das Thema Flüchtlinge wird in den nächsten hundert Jahren ganz andere Dimensionen annehmen und es
müssen andere Lösungen als Mauern und krepieren gefunden werden. Wer ist denn verantwortlich für die Situation in Afrika, wenn wir mit unserer Medizin die
Kindersterblichkeit fast auf Null reduzieren und parallel die Verhütung über den Papst verbieten sowie über Klimaerwärmung Fauna und Flora verändern?
Ja, Geburtenkontrolle bspw und die Anpassung der Menschen und bspw. Saatgut an potentiell neue Gegebenheiten.
Wenn ihr alle so weiter lebt, werden 2050 etwa 10mrd Menschen auf dem Planeten leben. Selbst wenn ihr 2Mrd davon irgendwie nach Europa bringt, wird die Sache nicht funktionieren. Da die Nummer immer weiter eskaliert, bspw. Muslime wie Christen, Inder wie Chinesen, etc. pp. weltweit um die Wette gebären und Verhütung ganz böse ist, wird die Lösung gewiss nicht "Deutschland nimmt alle auf!" sein.
Das ist eine nicht mal annähernd logische Lösung. Das ist schlicht das Arbeiten am eigenen Untergang.
Das zu verstehen, hat nichts mit Rassismus oder ähnlich zu tun. Dafür muss man einfach mal eine Minute realistisch an die Sache herangehen.
Wie lange kannst du Menschen in dein Haus/deine Wohnung einladen, sie versorgen und verpflegen, bevor dein Geld nicht mehr ausreicht? Und was passiert an diesem Punkt? Du verlierst deine Wohnung, dein Konto, du wirst Teil der Menge derer, die du eingeladen hast und sitzt mit ihnen zusammen ohne Zukunft auf der Straße.
So zu handeln, ergibt keinen Sinn.
Wenn bei uns einmal die Sonderkonjunktur wackelt, ist bereits mit der momentanen Anzahl an Aufgenommenen Ärger vorprogrammiert. Ihr spielt ein Hochrisikospiel und könnt (und werdet, wenn es keiner beendet) alles verlieren.
Verantwortung sieht anders aus, aber gut, Verantwortung hat man auf der rechtsextremen Seite nie erlebt, nur Hass und Gewalt. China geht der Weg der Entwicklung
in Afrika und baut zuerst die benötigte Infrastruktur gegen Schürfrechte. Und während wir, getrieben von den Rechtsdeppen der AfD nur über Flüchtlinge reden und
die gesamte Politik lähmen, handeln andere. Und genau aus dieser Ecke kommt die überwiegende Anzahl der Hasskommentare. Rechtsdeppen halt....
Ein weiterer kläglicher Versuch, mich auf die "rechtsextreme Seite" zu stellen. Ich bin dort aber keineswegs Zuhause (und wer den Verstand nicht völlig abgegeben hat, dürfte das auch bemerkt haben). Ich besitze (im Gegensatz zu dir) keinerlei Drang, gegen den Staat vorzugehen. Ich halte auch andere Menschen nicht für "Minderwertiger", weil sie zufällig eine andere Hautfarbe besitzen. Ich halte die Vernunft und den Realitätssinn für den geeigneten Motor für die Welt und es tat (und tut) teilweise richtig weh, wenn man zusah, wie die letzten Jahre die völlige Unvernunft den Antrieb übernehmen wollte (und auch beinahe ans Ziel gekommen wäre).
Ich ordne mich selbst je nach Thema (und soweit das im Jahr 2018 überhaupt möglich ist) mitte-rechts/konservativ ein (wobei rechts/konservativ ja eigentlich auch Synonym zu gebrauchen ist, denn 1814 saßen in der französischen Abgeordnetenkammer "rechts" nun mal die Konservativen, Links die Demokraten/Radikalen, erst ab ca. 1820 kamen die "extremen Ränder" hinzu, was zur bekannten Sitzaufteilung und noch immer gebräuchlichen ideologischen und politischen Schublade: "extrême droite – droite modérée – centre droite – centre gauche – gauche modérée – extrême gauche" führte).
Das hier trifft es MMn ganz gut:
Die Meinungsforscherin Noelle-Neumann hat beschrieben, was Menschen unter rechten und was sie unter linken Werten verstehen. Als linke Werte gelten danach: Gleichheit, Gerechtigkeit, Nähe, Wärme, Formlosigkeit, das "Du", Spontaneität, das Internationale und Kosmopolitische. Ihnen stehen als rechte Werte gegenüber: Betonung der Unterschiede, Autorität, Distanz, geregelte Umgangsformen, das "Sie", Disziplin, das Nationale.
In der Wirtschaft sind linke Werte: staatliche Planung, öffentliche Kontrolle, rechte Werte: Privatwirtschaft und Wettbewerb.
Freiheit verstehen Linke zuerst als Freiheit von Not. Der Staat soll sich um soziale Sicherheit und Geborgenheit kümmern. Rechte verstehen Freiheit umgekehrt zuerst als Freiheit von staatlicher Gängelung und staatlichem Zwang. Sie schätzen Anstrengung, Risikobereitschaft, Eigenaktivität. Das zentrale linke Anliegen ist Solidarität mit den Schwächeren.
Mir gehen alle Extremisten auf den Sack und ganz besonders die, die sich in ihrem Wahn schon so verirrt haben, dass sie Gewalt gegen wen auch immer als legitimes Mittel zum "Widerstand" gegen wen auch immer ansehen und keinerlei Zugang mehr in Diskussionen finden, aus diesen überhaupt keinen Impuls mehr für die eigene Meinungsbildung erhalten können (weil ihre Meinung starr und nicht mehr mit Logik veränderbar ist).
Extremisten (egal ob links, rechts, islamistisch, etc.) sind einfach keinerlei Bereicherung für irgendwen.
Noch zu deinem (blöden) Beispiel: Infrastruktur gegen Schürfrechte ist doch quasi Kolonialismus 2.0?! "Wir bauen euch Infrastruktur, die wir dann hauptsächlich für den Transport und unsere Leute nutzen und ihr überlasst uns dafür bitte dann auch noch alles, was wir bei euch an Bodenschätzen auftun können." Das als Linkesextreme geil zu finden, ist dann wieder sehr inkonsequent.
De facto sieht es so aus, dass bspw China große Flächen im Ausland aufkauft und dort Lebensmittel für die eigenen Leute produziert. Straßen hin oder her, die Menschen vor Ort hungern weiter. China ist nämlich (und das weiß man auch nur, wenn man mal da war/sich näher mit dem Land beschäftigt hat) das wohl am stärksten "Ich"-Bezogene Land der Welt und in weiten Teilen wirklich übel rassistisch. Die Chinesen denken zum Großteil an niemanden, außer an China.
Der richtige Weg wäre wohl eher einer, der diese Länder dazu befähigt, ihre Schätze selbst zu heben und fair auf dem Markt anbieten zu lassen (sprich: es braucht eher Kredit und Knowhow, denn Invasion und Ausschlachtung). Das wäre Nachhaltigkeit.
Verantwortung ist übrigens nicht zu verwechseln mit Selbstüberforderung bis hin zur Selbstaufgabe. Letzteres empfinden bspw Haustier-Messies, die sich ohne Ende mit armen Tieren aus dem Tierheim eindecken, um dann in den Exkrementen vor sich hin zu vegetieren und großes Leid zu verursachen, statt tatsächlich zu helfen.
Verantwortung kann ohne Augenmaß und ein Mindestmaß an Kontrolle nicht adäquat wahrgenommen werden.
Edit
@Poulton
Es wird nicht besser. Du verstehst den Begriff "Volk" im Staatsrecht nicht und kommst mit einem Begriff an, den nie wer verwendet (nicht mal angedeutet) hat, um dich selbst in deinem Wahn zu bestätigen. Es ergibt einfach keinen Sinn mit dir. Man kann nicht über Heizkörper diskutieren und einen dabei in der Runde dulden, der ständig fabuliert "Dampf... Dampf ist Gas! Ihr seid alle Nazis!".
Das ist einfach ein Niveau... Mit "dumm" wäre es noch sehr wohlwollend umschrieben.
Ich verweise auf die Beantwortung deiner Märchenstunde. Inklusive dem tatsächlich
relevanten Wiki Artikel und dem Grundgesetz.
Und nun bist du auch schon wieder ausgeblendet. Mit Extremisten kann man nicht differenziert diskutieren.