AW: Bundesregierung mit Zielsetzung zum Energieverbrauch bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus
wieviel co2 ensteht eigendlich grade bei den bränden in Australien?
Fossiles (und nur das zählt wirklich)? Quasi gar keins. Da brennen größtenteils Buschland und schnellwachsende Bäumchen, die nur aufgenommes CO2 aus den letzten paar Jahrzehnten, vielleicht seit Anfang des letzten Jahrhunderts wieder freisetzen. Im Gegensatz zu den Flächen, die für unser Plamöl und Soya in Südostasien beziehungsweise Südamerika brandgerodert werden, gibt es in der australischen Halbwüste auch keine dicke Humusschicht oder andere C-Speicher im Boden, die freigesetzt werden können. In der derzeitigen Masse ist es natürlich trotzdem ein heftiger Peak, aber ich würde davon ausgehen, dass Australien in den letzten beiden Jahrzehnten netto mehr CO2 aus Kohle denn aus den immer wieder abbrenenden und dann nachwachsenden Buschgebieten freigesetzt hat.
Merkst Du was? Bevor Du Dich so von oben herab äußerst, solltest Du vielleicht Details kennen oder es lassen. Wenn ich mein Haus z. B. an meinem Arbeitsort bauen würde, würde meine Frau weiter zur Arbeit fahren. So wohnen wir mittig und dort wo unser Sohn zur Schule gehen kann. PUNKT.
2x 40 Minuten Überland je Richtung jeden Tag? Da würde ich mal grob überschlagen 150 km Gesamtfahrstrecke rechnen, also allein 160 l Diesel (bei einem guten Schnitt von 5/100) im Monat oder über 5 Tonnen CO2 pro Jahr allein für den Arbeitsweg. Warum solche Lebensplanungen keine dauerhafte Situation sein können, muss ich nicht weiter erklären, oder?
Aber anstatt rumzuraten pack doch mal die Zahlen auf den Tisch: Wieviele Kilometer fahrt ihr jeden Tag, wieviel verdient der schlechter bezahlte Arbeitnehmer, was kostet die Betreuung des Kindes und wieviel der Abschlag fürs Haus pro Monat, was das zweite Auto? Es würde mich nicht wundern, wenn am Ende der Bilanz locker die Miete für eine
durchschnittliche Wohnung in Fahrradentfernung zum Arbeitsplatz des besser verdienenden rausspringt, wenn der andere auf eine beliebige Aushilfsstelle in der Nähe wechselt. Das ist dann vermutlich nicht annähernd so schön, wie ein ruhiges Häusschen auf dem Land und zwei Karrieren. Aber rate mal, was die Leute, an denen ihr jeden Morgen vorfährt, auch nicht haben?
Es ist auch schön, dass Du ohne Diesel wohin kommst, aber für mich ist es aus Preis-/Leistungssicht momentan nun mal das Beste und mein Diesel ist Euro6, also recht sauber.
Abgesehen davon, dass "Euro6" nicht mit "sauber" korreliert: Beides hat nichts mit dem Klima zu tun. Auch wenn weniger Feinstaub und NO in Verkehrsballungsräumen trotzdem nett sind.
Fahre seit 15 Jahren mit dem Auto zur Arbeit, die letzten 5 mit einem Diesel...gerade gekauft, als herauskam, das eine "nette" deutsche Autofirma mit Betrug ordentlich Reibach gemacht hatte...
Fahrtstrecke einfach 50km, Fahrtzeit einfach ca. 40 min.
Fahrtzeit mit den Bus & Bahn, je nach Tageszeit 90-120 Minuten...einfach versteht sich...UND wenn alles passt...das heißt, wenn ich aus dem Entwicklungsbüro rechtzeitig raus komme, und Bus & Bahn keine Verspätung hat...

Alternative wäre natürlich, ich übernachte im Büro...

Und ja, ich bin verwurzelt in meiner (Klein-)Stadt, incl. Familie, Verwandten und Bekannten...
Kernfamilie seit 15 Jahren (bzw. ggf. länger, da du davor scheinbar ÖPNV-Erfahrung gesammelt hast)? Dann waren deine Kinder entweder zu Beginn der Pendelzeit noch lange nicht in der Schule und hätten bei einem Umzug keinen Freundeskreis verloren oder sie sind jetzt schon aus dem Haus und nicht mehr betroffen. Solltest du jeden Tag auch mit Geschwistern, Eltern, etc. verkehren, will ich nichts gesagt haben, aber: Das ist heutzutage sehr selten. Die meisten, die ich kenne, besuchen Angehörige in der gleichen Stadt im Schnitt einmal im Monat, Tendenz mit zunehmender Verbreitung assozialer Medien abnehmend. Und da ist es dann wohl viel günstiger, wenn man einmal von der Nähe der Arbeit zu den Verwandten fährt, anstatt jeden Tag von der Nähe der Verwandten zur Arbeit.
P.S.
Wahrscheinlich konnte er sich das Haus nur "leisten", weil es eben 40min außerhalb der ÖPNV-Reichweite liegt?
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist das der Fall. Immobilie auf dem Land ist in extrem viel billiger und jeden Tag pendeln wird massiv subventioniert. Da kann man sich mit einem etwas überdurchschnittlichen Einkommen auf einmal ein luxuriöses Leben leisten. Aber: Der Planet kann es sich eben nicht leisten, das jeder Deutsche das macht. Und der Rest der Deutschen kann es sich nicht einmal leisten, dass es die machen, die es heute machen. Wir haben nicht nur ein Problem mit CO2-Emissionen und Luftschadstoffen, wir haben auch eine hoffnungslos zersiedelte Landschaft, wir haben nicht genug Straßen und keinen Platz für weitere, vom Geld ganz zu schweigen, wir haben immer mehr Ortsteile, in denen ein gesundes Leben wegen Verkehr nicht mehr möglich ist, etc.. Kurz: Ich kann nachvollziehen, warum jemand für sich zu dem Schluss kommt, dass so ein Lebensstil für ein toll ist. Aber es sollte auch jedem klar sein, dass er damit massiv auf Kosten anderer lebt, dass das auf Dauer nicht tragbar ist und wenn die Politik dann endlich mal eine kleine Weiche in richtige Richtung schiebt, dann will ich kein Gejammer über Sprit- und Gaspreise hören, sondern ein aufrichtiges "naja, war ja absehbar, dass die Party nicht ewig weiter geht".
Prima, 2050 lebt der dumme Pöbel dann wieder in Höhlen während die Schönen und Reichen so weiter machen wie bisher? Es gibt immer mehr Menschen auf der Welt, immer mehr und mehr wird elektronisch gesteuert/angetrieben. Das braucht alles Strom.
Wenn es bislang keinen Strom brauchte und gut funktionierte, dann sollte man es wohl nicht durch etwas ersetzen, was mehr Strom verbraucht und auch nicht mehr machen kann, als gut funktionieren

Aber genau das ist es, was geschieht, solange Strom im Überschuss zu Schleuderpreisen bereitgestellt wird. Erinnert sich noch eine an die Zeit, als man bei knappen Speicherplatz einmal eine größere Festplatte gekauft hat, anstatt ständig hunderte Gigabyte über x Zwischenstationen von permanent laufenden Servern runter- und ggf. wieder hochzuladen?
2018 betrugen die globalen Rüstungsausgaben ca. 1,8 Billionen USD, das sind unvorstellbare, wahnwitzige Summen für sinnlose Streitereien und Sandkastenkriege.
Ja, 1.800.000.000.000 $ sind eine unvorstellbare Summe. Aber weißt du, was genauso schwer vorzustellen ist?
Die 2.016.983.430.000 $ an Rohöl, die im gleichen Jahr gefördert und verbraucht wurden. (Rohöl - verarbeitet dürfte der Wert das doppelte bis dreifache betragen haben, was beim derzeitigen Ölpreis aber immer noch wenig ist. Und im Gegensatz zu den globalen Rüstungsausgaben, die beinahe zur Hälfte US-Wirtschaftssubventionen darstellen, sind das wirklich verbrannte Werte.)
Würden alle Länder ihre Rüstungsausgaben für 5-10 Jahre gezielt in die Forschung und den Ausbau stecken, wäre die Menschheit ziemlich sicher in kürzester Zeit am Ziel. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betragen einen winzigen Bruchteil von dem was in die Rüstung investiert wird. Aber all die bestechlichen, machthungrigen und oft völlig inkompetenten Politiker denken nur daran wie sie am besten die Konzernbosse glücklich machen und ihre eigenen Taschen füllen.
Und trotzdem wurden die Parteien, die Deutschland zum xten Mal in Folge enorme Rüstungsexporte genehmigt haben, bei der letzten Bundestagswahl schon wieder deutlich im Amt bestätigt und auf Landesebene hat sich seitdem eine Partei hervorgetan, die den Klimawandel leugnet und noch mehr Rüstungausgaben will...
Man kann den Deutschen Wählern viel vorwerfen, aber um die Interesse ihrer Konzernbosse bemühen sich geradezu rührend.
Und wenn er zur Arbeit in die Stadt zieht, dann wird wieder über die Schwaben gemeckert die euren Kiez gentrifizieren und mit barbarische Sitten wie "Grüß Gott" am Morgen und große Kehrwoche am Samstag eure Kultur bedrohen ?
Naja, Schwaben sind halt Schwaben, da können die zwar eigentlich nichts für, aber was will man machen? Gott möchte ich die nächsten Jahrzehnte jedenfalls nicht begegnen, daher kann ich auch nicht grüßen.

Wo du aber Recht hast: Gentrifizierer werden genauso angefeidet, wie alle anderen Formen von Bonzen. Sich statt einem luxuriösen Haus auf dem Land eine luxuriöse Wohnung in der Stadt zu nehmen ist zwar deutlich besser fürs Klima, aber all diejenigen, denen sowas nicht vergönnt ist, sind halt trotzdem angepisst. Früher hat man den Neid als Anerkennung gewertet oder ignoriert, heute jammert man darüber, wiedersetzt sich aber trotzdem vehement jeder Maßnahme für eine gerechtere Wohlstandsverteilung
Panzer und Kriegsschiffe sind aber gut für den Klimawandel. Damit kann man toll Menschen töten, damit die weniger Umweltschmutz machen. Dafür ist so ein Kampfpanzer gut geeignet. Also alles für den Klimaschutz !

Deutschland verhält sich wirklich sehr vorbildlich in der Welt.
Panzer tun vergleichsweise wenig gegen die Überbevölkerung und Kriegsschiffe quasi gar nichts. Bomben sind schon ein Stück weiter, aber die wahren Massenvernichtungswaffen sind bekanntermaßen Handfeuermodelle. Aber auch da hat Deutschland sich ja in vielen Fällen sehr um Klimaschutz bemüht, vor allem Mexikaner sind für diese Mitthilfe ungeheur dankbar. (Oder wären es, wären sie nicht gerade mit kompostiert werden beschäftigt)
Nach dem Friedenspanzer nun also der Umweltpanzer, naja, klingt doch mindestens genauso plausibel.
Kampfanzer, Friedenspanzer, Innenstadtpanzer, Umweltpanzer - woran merkt man es, wenn deutsche Ingenieure am Werke waren?
Wenn es nur Deutschland macht, dann bringt es natürlich nichts, aber es macht ja nicht nur Deutschland mit sondern alle EU Staaten und die Staaten die das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet haben (aktuell 176 Staaten). Aus den 2% von Deutschland werden auf die EU bezogen dann schon ca. 30% und wenn man die anderen Staaten aus dem Klimabkommen dazu nimmt (die ihren Ausstoß aber nicht auf 0 reduzieren wollen) ist man irgendwo bei ich meine 50%.
Nicht zu vergessen die ganzen Handelspartner Deutschlands. Wenn jemand Markenrechte verletzt, z.B. die Frechheit hat, Medikamente zu bezahlbaren Preisen zu vertreiben, sind wir doch auch immer ganz schnell mit Gegenmaßnahmen. Warum sollte das nicht funktionieren, wenn fremde Industrien Lebensgrundlagen vernichten?
Wäre schön, wenn man als Privathaushalt nicht die Industrie mitfinanzieren müsste, indem man extrem inflationäre Strompreise zahlt. Vor Jahren (jedes Mal vor Wahlen natürlich) wurde versprochen, etwas gegen die für Privathaushalte stark steigenden Preise zu tun, aber passiert ist nichts.
Naja: Es wurden halt immer die Parteien gewählt, die schon vorher nichts gemacht haben, heute nicht machen und morgen nichts machen werden, aber nicht diejenigen, die derartige Korrekturen gefordert haben.
Hab auch nen Bekannten, der mal im Umweltamt gearbeitet hat und er war geschockt, wie wenig sich das Umweltamt wirklich um die Umwelt schert. Da kamen ihm Sachen unter die Nase, die zum Himmel stinken.
Umweltamt oder -ministerium? Ersteres ist unter den öffentlichen Institutionen zumindest dasjenige, dass ziemlich oft den Finger in die Wunden legt, damit enden aber eben auch seine Kompetenzen. Änderungen müsste das Ministerium durch den Bundestag bringen, aber der ist ja wieder mit Wirtschaftsförderung ausgelastet...
Konkret am Beispiel eines Schützenpanzers Marder III: der genehmigt sich im Gelände auf 100 km mal eben ca. 400 Liter Diesel... noch dazu ohne Rußpartikelfilter oder AdBlue
.gif)
... was da bei einer Übung verbraucht wird, schafft Otto-Normalverbraucher mit seinem PKW-Diesel in einem Jahr nicht.
AKK kann zwar den Verbrauch nicht minimieren, arbeitet aber fleißig daran, dass statt sinnloser Übungen künftig auch ein Output produziert wird!