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BSOD - MEMORY_MANAGEMENT nach Hardware-Änderung

sucharek008

Schraubenverwechsler(in)
Guten Tag liebe Community,

ich habe vor gut einer Woche meinen PC aufrüsten wollen. Mein alter Spec:

Mainboard: X370 GAMING PLUS (MS-7A33)
Processor: AMD Ryzen 7 1700X Eight-Core Processor, 3400 MHz
GPU: MSI NVIDIA GeForce GTX 1070-Ti Gaming
PSU: 600 Watt be quiet! Straight Power 10 CM Modular 80+ Gold
RAM: 2x 8 GB G.Skill RipJaws V schwarz DDR4-3200 DIMM CL16-18-18-38 Dual Kit
HDD: 2 TB Seagate Baracuda
SSD2: 500 GB Samsung Evo 860

Hierbei wollte ich lediglich meinen RAM aufrüsten und dabei von 16 GB auf 32 GB hochgehen (in Form von zwei weiteren 8 GB RAM-Riegeln und damit auf 4x8 GB RAM-Riegel kommen) und eine weitere Festplatte anschließen, nämlich eine SSD, die 1 TB Samsung Evo 860. Davor gab es wohl angenemerkt keine Probleme. Beim Anschließen der beiden neuen RAM Slots musste ich allerdings feststellen, dass sich der PC zunächst erst gar nicht starten ließ. Fans sowie LEDs haben angefangen zu leuchten. Der PC wurde offensichtlich mit Strom versorgt, aber keine angeschlossenene Komponenten wie Monitore, Maus und Tastaturen schienen ein Signal zu bekommen.
Nach etwas rumstöbern habe ich herausgefunden, dass ein BIOS Update dieses Problem fixen könnte und das hat es tatsächlich auch. Allerdings traten da innerhalb von 1 Minute nach dem Booten random BSOD's auf, welche alle von anderen Prozessen verursacht wurden. Auch dort habe ich mich auf die Suche begeben und eine Lösung auf dieses Problem gefunden:
Ich war zuvor nicht im XMP Profil drin und mein PC wurde in keinerlei Hinsicht übertaktet. In Foren hieß es, dass AMD Ryzen Prozessoren keine 4 RAM-Riegel vertragen und die damit mehr Saft brauchen. Ohnehin brauchen mehr RAM-Riegel höhere Voltages, sodass ich meinem RAM mehr Voltage zugewiesen und damit OC't habe. Dabei habe ich die Spannung von U(RAM) = 1.2 V -> 1.35 V gewechselt und den Takt auf 2666 MHz festgelegt, weil laut Hersteller mein Prozessor ohne OC max. einen RAM Takt von 2666 MHz annimmt, sodass weiteres Hochtakten für meine Interessen hinfällig wurde.
Eine Woche hatte ich keine Probleme und gestern Abend trat dann ein BSOD der Natur MEMORY_MANAGEMENT auf. Ich dachte mir zunächst "Kann passieren", ließ den PC rebooten und damit hat sich das. Allerdings habe ich heute erneut einen BSOD MEMORY_MANAGEMENT erhalten und dachte mir dann "da kann jetzt was nicht stimmen".

Mein PC lief zuvor allerdings mit den beiden 8 GB RAM-Riegeln fehlerfrei. Die BSOD's scheinen random aufzutauchen. Ganz gleich was ich am PC mache. Ich habe heute dann versucht am Takt rumzuspielen und meinen RAM vorerst auf 2133 MHz runtergetaktet nachdem ich den 2. BSOD erhalten habe. Nach mehrmaligen rebooten habe ich dann direkt einen dritten BSOD der Natur IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL erhalten. Ich glaube allerdings, dass dieser von zu viel force-rebooten über den Power-Button erzeugt wurde, da ich den definitiv noch nie gesehen habe. Ich kann mich hier aber auch irren. Nichts desto trotz lade ich alle drei Dump Dateien mal hoch.
Weiterhin habe ich nach den drei BSOD's mal ein sfc/scannow in der Eingabeaufforderung machen lassen, wodurch einige Systemintegrations-Fehler behoben wurden. Ein weiterer Scan sagte mir, dass das System nun fehlerfrei sei.
Nichts desto trotz würde ich mir hier eine Analyse der Dump-Dateien erhoffen, falls das Problem nun immernoch nicht behoben wurde. Falls weitere Dateien von meiner Seite benötigt werden, lade ich diese selbstverständlich hier hoch und bin über eine Mail-Benachrichtigung auf Abruf bereit euch mit weiteren Informationen zu versorgen.

Ich danke euch schon mal im voraus.

Beste Grüße
Micha
 

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Zuletzt bearbeitet:

Schwarzseher

Volt-Modder(in)
Deutet immernoch auf den Ram hin würde ich sagen. OC mal raus nehmen und den Ram mal mit Memtest86 prüfen.
Sollte das Fehlerfrei sein muss man schauen mit welchen Takt das OC läuft mit dem Ram .Normal reicht es wenn man das XMP aktiviert im Bios,der stellt alles korrekt ein. Kann aber vorkommen das der Ram mit 4 Riegeln auch noch etwas mehr Spannung benötitigt als die 1.35 V wie beim XMP .Würde mal geringfügig mehr probieren.
 

DaveManCB

PC-Selbstbauer(in)
Die Ryzen 1000er sind bekannt dafür das die meisten nur mit RAM Takt 2933MHz laufen. Vielleicht mal manuell von 3200 auf 2933 stellen
Also XMP laden und den Takt auf 2933 stellen
 
TE
S

sucharek008

Schraubenverwechsler(in)
@DaveManCB
Also bevor ich aufgerüstet habe liefen meine beiden RAM-Riegel per Default auf 2133 MHz und das ohne Probleme. Daher weiß ich nicht in wie fern das das runterstellen von 3200 auf 2933 was bringt. Vor allem liefen sie zu 4. eh nur auf 2666 MHz. Gerne kann ich das aber versuchen.

@Schwarzseher
Das sehe ich auch so. Ich glaube entweder ich mach das oder ich schicke die RAM-Riegel zurück und hole mir gleich 2x16 GB, was wegen Dual Channel eh besser laufen sollte.

Gerade habe ich erneut einen BSOD bekommen, diesmal als: SYSTEM_SERVICE_EXCEPTION
In allen Fälle war ntoskrnl.exe im Bluescreen View als rot markiert. Nichtsdestotrotz die vierte Dump-Datei.
Ich habe beschlossen mal wieder auf zwei RAM-Riegel umzustellen und habe daher die neuen RAM-Riegel rausgenommen und die beiden alten drin gelassen. Interessanterweise ließ sich der PC danach nicht mehr starten. Die LED's leuchteten alle auf, sämtliches PC-Zubehör wie Monitore, Tastatur und Maus haben kein Signal bekommen und der PC ist einfach stumpf ausgegangen. Nach paar Sekunden dann wieder an.
Ich habe mal die RAM-Riegel alle umgesteckt und geschaut, ob ich irgendeinen Zusammenhang finden kann:

Ich habe die alten RAM-Riegel mal einzeln überprüft und in den nach dem Mainboard vorgesehehen 2. Slot gesteckt. -> Der PC ging an
Ich habe beide alten RAM-Riegel in den 2. und 4. Slot gesteckt, sodass die im Dual Channel laufen.
-> Der PC ließ sich wie zuvor nicht starten
Ich habe beide neuen RAM-Riegel in den 2. und 4. Slot gesteckt, sodass die im Dual Channel laufen.
-> Der PC ging an

Bemerkenswert ist hierbei, dass sich die beiden alten RAM-Riegel nicht gemeinsam bedienen lassen, aber einzeln, während die beiden neuen RAM-Riegel beide zusammen laufen.
Skurile Angelegenheit würde ich sagen. Vielleicht könnt ihr schon mal mit diesen Sachen was anfangen... Kann es sein, dass sich einer der alten RAM-Riegel ganz zufällig langsam anfängt zu verabschieden? Allerdings liefert mir wie @Schwarzseher schon sagte nur Memtest eine 100% garantierende Antwort. Nichtsdestotrotz könnt ihr aber evtl. vorab eine Antwort auf das von mir beschriebene Experiment bzgl. des Testens der jeweiligen RAM-Riegel geben.

Beste Grüße
Micha
 

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swatty

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Mein 2x16GB RAM-Kit (CMK32GX4M2B3000C15, DDR4-3000 CL15) bekomme ich auf einem ASUS Prime X370-Pro mit Ryzen 7 1700 nicht stabil auf DDR4-2666. DDR4-2400 ist das höchste der Gefühle. Ich habe sämtliche Empfehlungen inkl. SOC-Spannung erhöhen usw. durch. Mehr geht einfach nicht. Und damit leistet mein Ryzen genau das, was er laut Spezifikation sollte. Denn ich habe Dual-Rank Riegel und da werden nur DDR4-2400 gewährleistet.

RankDIMMsSpeed
Single Rank2DDR4-2666
Single Rank4DDR4-2133
Double Rank2DDR4-2400
Double Rank4DDR4-1866

Bei 4 Riegeln sind also nur DDR4-2133 (Single Rank) bzw. DDR4-1866 (Dual Rank) garantiert. Und selbst die garantierten Werte zu erreichen ist bei Zen 1 manchmal nicht trivial und Bedarf ja nach verwendeten RAM-Chips mehr oder weniger Feintuning.

Um der Ursache deiner Instabilitäten auf den Grund zu gehen solltest du zunächst sehr konservative RAM-Geschwindigkeiten/Timings wählen und schauen, ob dein System damit längere Zeit stabil läuft. Erst dann macht es Sinn sich dem RAM-Tuning anzunehmen.
 
TE
S

sucharek008

Schraubenverwechsler(in)
@swatty
Vielen Dank für deine Antwort. Offenbar liefen damit meine vier RAM-Riegel auf zu hohem Takt (2666 MHz). Nach etwas Recherchieren habe ich herausgefunden, dass es sich bei meinen RAM-Riegeln um Dual-Rank-Riegel handelt. Ergo wäre wohl der erste Schritt in Bezug darauf, wenn ich eine Vollbestückung durchführe, den Takt auf 1866 MHz zu schrauben und zu hoffen, dass sich meine Probleme damit beheben.
Dennoch werde ich Memtest laufen lassen und die RAM-Riegel überprüfen, da ich das vorhin beschriebene Verhalten meiner alten RAM-Riegel mehr als merkwürdig finde.

Ich hoffe jemand hat aber noch weitere nützliche Informationen oder Antworten, die mir helfen könnten.
 

swatty

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Richtig, bei vier Dual-Rank Riegeln sind DDR4-1866 tatsächlich die von AMD maximal spezifizierte Geschwindigkeit. Alles darüber gilt als OC und kann klappen, muss aber nicht.

Leider war die RAM-Kompatibilität eine der Kinderkrankheiten der ersten Ryzen-Generation. Das ist besonders deshalb blöd, da die interne CPU-Kommunikation des Infinity Fabric direkt mit dem Speichertakt skaliert. Dh. langsamere Speichertakte führen zu langsamerer Kern-zu-Kern-Kommunikation und damit schlechterer Performance.

Hier ist ein PCGH-Artikel dazu, der das Performance-Thema etwas anschneidet.

Weiterhin sei noch zu erwähnen, dass die Speicherkompatibilität mit Zen 1 auf den Mainboards ja nach BIOS-Version variiert. AMD hat nach dem Ryzen Release nachgebessert und die Speicherkompatibilität wurde besser. Mit neueren BIOS-Versionen, die Unterstützung für Zen+ und Zen 3 gebracht haben wurde die Speicherkompatibilität teilweise jedoch wieder schlechter in Verbindung mit Zen 1 CPUs. Daher kann es sinnvoll sein etwas zu seinem Board zu recherchieren und schauen, bei welchem BIOS die Speicherkompatibilität ihren "Höhepunkt" erreicht hat.

Du könntest natürlich auch deine CPU durch eine Zen+/Zen 2 CPU austauschen und dadurch deutlich höhere RAM-Taktraten erreichen. Mit Zen 2 laufen üblicherweise problemlos DDR4-3200, häufig sogar mehr (sofern der RAM das mitmacht). Das wäre aber ein entsprechend teurer Weg, dessen Sinnhaftigkeit durchaus angezweifelt werden darf...
 
TE
S

sucharek008

Schraubenverwechsler(in)
@swatty
Ich lese allerdings zunehmend, dass eine Vollbestückung bei AMD eine Kunst für sich ist und sehr schnell zu Kopfschmerzen führen kann, so wie bei mir aktuell. Daher ist es debatierbar, ob ich mir einen anderen amd CPU kaufen sollte, der eine 4x8 GB Vollbestückung packt.
Ich denke von der Preis-Leistung wäre es sinnvoller die zwei neuen 8gb ram riegel wieder zurückzuschicken und mir dafür 2x16GB holen wenn überhaupt, einfach weil der Preis gefühlt unendlich gesunken ist, was RAM angeht.

Parallel dazu lasse ich aktuell memtest meinen RAM überprüfen. Hierbei muss ich aber erwähnen, dass Memtest86+ mittlerweile in der free Version nur 4 passes maximal zulässt. Hier wollte ich fragen, ob das ausreicht? Ich habe nämlich einerseits gelesen, dass man da mind. 8 durchführen sollte. Andererseits sagen die anderen, dass in 90% der Fälle, wenn es um defekten RAM geht, der Fehler dabei innerhalb von 10 Sekunden beim ersten test ausfindig gemacht werden und in 99% der Fälle aller defekten RAM-Riegel dafür 1 pass reicht.
Ferner wurde dazu erklärt, dass errors, die später vereinzelt auftreten mit Überhitzung zu erklären sind.

Hier bin ich mir jedenfalls nun unschlüssig, ob ich auf diese Zahlen vertrauen darf und die 4 passes als zuverlässiges Ergebnis deuten darf oder nicht.
Für den test habe ich nun die voltage wieder auf 1.2V geschraubt und die Taktrate befindet sich auf 2133 MHz (wie vom speichercontroller von ryzen 1700x vorgegeben).
Dafür habe ich aktuell einen der alten RAM-Riegel, nennen wir ihn Alter RAM1, in slot 2 meines Mainboards drin.
Der test läuft noch und befindet sich bei pass 3. Bisher zero Fehler.

Weiterer plan:
Alter RAM2 in slot 4
Neuer RAM1 in slot 1
Neuer RAM2 in slot 3

Hiermit wollte ich sicherstellen, ob neben den RAM-Riegeln auch die Sockel auf dem Mainboard fehlerfrei sind. Haltet ihr das für sinnvoll oder gibt es hier irgendeinen Haken, den ich hier nicht berücksichtige.
Die Fragen bzgl. des Memtests richten sich explizit an @Schwarzseher, da er/sie mir ans Herz gelegt hat ein memtest durchführen zu lassen.
 

swatty

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Wenn es auf neuen RAM hinauslaufen soll sei hier auf den entsprechenden single/dual Rank Filter von Geizhals hingewiesen. Groß ist die Auswahl bei 2x16GB single Rank jedoch nicht. Und in der QVL zu deinem Mainboard werden die Module sicherlich auch nicht stehen, Kompatibilität also auch hier ohne Gewähr.

Zu Memtest: Das ist immer nur ein Indikator, der mit zunehmender Anzahl an Runs aussagekräftiger wird. Ob 4 Runs reichen oder nicht hängt immer davon ab, worüber du eine Aussage treffen möchtest. Aber auch 10000 Runs garantieren keinen 100% stabilen Betrieb.
 
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