Ich denke hier gehts um die leider sehr große Zielgruppe der Leute die froh sind wenn sie rausbekommen welches Kabel wo in den Router muss und dass das WLAN-Passwort auf dem Aufkleber hinten steht.
Genau für diese Zielgruppe sind die Hinweise nicht geeignet. Solche Leute surfen nicht das BSI an und selbst wenn sie es täten, könnten sie anhand der allgemeinen Funktionsbezeichnung nicht gebrändete Option im Untermenü ihres Routers finden. Das generische "nicht benötigte Funktionen abschalten" ist für DAUs sogar komplett unmöglich, weil sie nicht wissen, welche Funktionen für ihre Nutzung nötig sind. Kaum vermeidbare Folge: Entweder die DAUs geben direkt auf oder sie klicken wild drauf los und wenn dann auf einmal gar nichts mehr geht, heißt es: "BSI HAT MEINEN ROUTER KAPUTT GEMACHT, HÖRT NIE AUF DAS BSI!!!" (Erster heißer Kandidat: Zur Änderung von SSID und WLAN-Passwort auffordern, aber nicht auf die danach zwingend nötige Neueinrichtung des WLANs im Handy hinweisen. Da dürfte 60 Prozent der Bevölkerung schon stolpern und weitere 20 Prozent scheitern. Am anderen Ende haben es 19 Prozent eh schon gemacht. Bleibt 1 Prozent, das gerade im Urlaub ist.)
Würde klappen, wenn es genug Leute geben würde, die Bock drauf haben. aber es werden jetzt schon so viele Fächer fachfremd unterrichtet.Aber ich verstehe, was du meinst. Dafür bräuchte es aber erstmal Umstrukturierung des Schulsystems. Das Leben is hart.
Ich glaube nicht, dass man alles für das Leben notwendige an Schulen lehren kann. Problem ist halt, dass man von manchen Eltern wohl auch keinerlei Beitrag erwarten kann, wie ich bei gefühlt jedem wochenendlichen Supermarktbesuch lernen muss.
Das Ergebnis lautet dann halt: Das Leben wird hart.
Mmmh... Das is Bundeslansabhängig, vermute ich. Denn Informatik Gymge in bspw. RLP is tatsächlich Informatik ^^
Bei mir war "Informatik" auch mit Programmieren & Co (und seinerzeit noch freiwillig). Die Microsoft-Office-Werbeveranstaltung lief als "Computertechnischer Grundkurs" und umfasste keinerlei Sicherheitsthemen oder Medienumgang. (dafür Kommandozeilen^^) Letzteren würde ich aber auch gar nicht als IT-Thema sehen – "glaube nicht alles, was irgendwer getippt hat", "unterscheide zwischen dem, was da steht und dem, was man sich zwischen die Zeilen denken kann" war und ist auch außerhalb des Internets wichtig. Das kann man wahlweise im Deutschunterricht als Textverständnis oder Politik respektive Ethik anhand der Auswertung aktueller Nachrichten machen.
Da sehe ich den Fail aber ganz klar beim Anwender der kein eigenes Passwort wählt und den Router vors Fenster stellt. Gegen so viel DAU kann Vodafone nun wirklich nichts machen (und das sage ich als jemand der nun sicher kein fan von Vodafone ist^^).![]()
Zugegebenermaßen hätte ich nicht damit gerechnet, dass jemand seine Router-Rückseite öffentlich ausstellt. Alle mir bekannten Haushalte haben das Ding neben der Telefon- oder Kabeldose und die liegt nie an einer Außenwand neben bodenlangem Fenster direkt an öffentlichen Wegen. Aber wer Produkte für DAUs anbietet, muss diese DAU-sicher machen. Und da gäbe es in dem Fall wirklich viele Möglichkeiten:
- Schild mit Login-Informationen abdecken.
- Login-Informationen einzeln zum Abheften beilegen.
- Erstellung eines Custom-WLAN-Passworts & SSID erzwingen, denn ohne Zugang zum Netzwerk nützt auch der Admin-Login wenig.
- Konfigurationsänderungen allgemein nur über Kabel-LAN zulassen. (Eine allgemein sinnvolle Einstellung, sagt sogar der AVM-Support, implementiert sie aber trotzdem nicht.)
- Admin-Rechte nach Ersteinrichtung an eine MAC koppeln.
- Gar kein Login, sondern einen physischen Knopf am Gerät, mit dem man Zugriffe bestätigen muss.
- Konfiguration default ganz sperren und erst via Hotline freischalten lassen, weil DAUs außer Internetzugang sowieso nichts an ihrem Router nutzen.
Um ehrlich zu sein ist ein fester Zettel am Router selbst ohne Einsehbarkeit eine schlechte Idee, weil so auch Kinder alles nötige zur Umgehung elterlicher Vorgaben erhalten.
Aber ja, das is mir durchaus bewusst. Da könnte man allerdings gesonderte Schulungen für anbieten, wie es bei einigen anderen Dingen auch der Fall ist. Die greifen dann, wenn die Eltern nicht können 
