Broadwell iGPU?

T

Tim1974

Guest
Hallo,

das Thema würde auch in den Grafikbereich passen, da es aber letztendlich eine CPU ist, schreibe ich mal hier.

Die iGPU der Broadwell-CPUs scheint ja der Kracher zu sein, nach dem was ich las, ist das wohl mit Abstand die stärkste iGPU, die es je gab, oder nicht?
Was mich interessiert, könnte man mit dem Boadwell-i5 ein Gaming-PC für FullHD mit mittleren Details bauen und dann auch Egoshooter flüssig spielen?
Ist die Intel Iris Pro graphics 6200 ebenso schnell wie eine normale NVidia GTX 660?

Kommt die iGPU im Desktopbereich auch problemlos mit 4K zurecht?

Wie ist die Rechenleistung der CPU gemessen an meinem i7-4770K?

Wird bei Broadwell auch Wärmeleitpaste zwischen den Kernen und Heatspreader verwendet?

Gruß
Tim
 
Die mit Abstand stärkste iGP die es je gab ist eine Übertreibung und zwischen GTX660 und Iris Pro 6200 liegen Welten. Ich glaube mehr muss nicht gesagt werden. :ugly:
 
Ja, Broadwell hat die stärkste iGPU.
Ja, kommt immer auf deine Spiele, deine Settings, deine Auflösung etc. an. Rein theoretisch wäre das möglich. Hier ein Beispiel an Crysis: Can it run Crysis? Heute mit der Iris Pro Graphics 6200
Ich hab mal was gehört, dass die iGPU mit der 750 vergleichbar ist, welche mit der 660 vergleichbar ist. Keine Garantie!
Ja, mit dem geeigneten Board ist 4k möglich.
Leicht schneller als der 4770k, da eDRAM als L4-Cache verbaut ist. Ist mit langsamerem Takt gleichschnell wie der 4790k. Hat aber kein HT, was in vielen Spielen aber sowieso ggf. bremst.
Ja, nur die 2011er-CPUs werden verlötet.

Für einen Vergleich verlinke ich hier mal auf den Test des A10-7870k, wo du unten bei den Benchmarks auch den i7 5775c findest. Der i5 5675c ist ähnlich schnell, die iGPU taktet nur etwas geringer. AMD A10-7870K: Die erste TFLOPS-APU im Test [Test der Woche]
 
Für einen Gaming-PC ist eine dedizierte GPU noch immer die bessere Wahl. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass die iGPU sich von den ~65 Watt (TDP) des Prozessors vielleicht 20 Watt genehmigt. Dafür ist die Leistung ziemlich beeindruckend, aber natürlich kommt diese Lösung nicht an moderne Grafikkarten heran, die sich 100 Watt genehmigen dürfen.
Wenn Du spielst, wird die Grafik immer der limitierende Faktor sein, sprich, die reine Rechenleistung des i5 wird man nicht sinnvoll nutzen können. Da wäre eine Kombination aus CPU und GPU in der Regel günstiger und trotzdem stärker.
 
Ja, Broadwell hat die stärkste iGPU.
Ja, kommt immer auf deine Spiele, deine Settings, deine Auflösung etc. an. Rein theoretisch wäre das möglich. Hier ein Beispiel an Crysis: Can it run Crysis? Heute mit der Iris Pro Graphics 6200
Ich hab mal was gehört, dass die iGPU mit der 750 vergleichbar ist, welche mit der 660 vergleichbar ist. Keine Garantie!
Ja, mit dem geeigneten Board ist 4k möglich.
Leicht schneller als der 4770k, da eDRAM als L4-Cache verbaut ist. Ist mit langsamerem Takt gleichschnell wie der 4790k. Hat aber kein HT, was in vielen Spielen aber sowieso ggf. bremst.
Ja, nur die 2011er-CPUs werden verlötet.

Für einen Vergleich verlinke ich hier mal auf den Test des A10-7870k, wo du unten bei den Benchmarks auch den i7 5775c findest. Der i5 5675c ist ähnlich schnell, die iGPU taktet nur etwas geringer. AMD A10-7870K: Die erste TFLOPS-APU im Test [Test der Woche]

Also ich bezweifle dass die iGPU schneller ist als eine GTX 660 (habe sie ja selber) ich würde mal eher so in die richtung GTX 460 oder noch langsamer schätzen xD
 
Kommt die iGPU im Desktopbereich auch problemlos mit 4K zurecht?

So lange keine 3D-Anwendungen laufen (für die eine iGPU in 4K viel zu langsam ist) ja, sprich der reine Desktopbetrieb geht natürlich.

Wie ist die Rechenleistung der CPU gemessen an meinem i7-4770K?

Minimal schneller, in der Praxis quasi identisch.

Wird bei Broadwell auch Wärmeleitpaste zwischen den Kernen und Heatspreader verwendet?
Ja, wie bei allen intel-CPUs die nicht High-End/Profisegment sind.

Was mich interessiert, könnte man mit dem Boadwell-i5 ein Gaming-PC für FullHD mit mittleren Details bauen und dann auch Egoshooter flüssig spielen?

Nein. Jedenfalls nicht ohne dedizierte Grafikkarte.

Ist die Intel Iris Pro graphics 6200 ebenso schnell wie eine normale NVidia GTX 660?
Nein, bei weitem nicht.
 
Die Iris Pro 6200 ist grob vergleichbar mit einer GTX550Ti oder R7 250 / HD7750. ;)

Für den absoluten unanspruchsvollen Gelegenheitspieler der in 1680er Auflösung auf niedrigen bis mittleren Details mit 25 fps leben kann oder eben für alte Spiele die keine Anforderungen stellen ists ne Option aber ernsthaft spielen ist mit keiner iGPU möglich.
 
Ok, dann habe ich da was falsches aufgeschnappt.

Ich weiß, welchen Test du meinst, in dem die Iris Pro 6200 "genauso schnell wie die GTX 750" war. ;)

Dort wurde allerdings ein etwas unfairer Vergleich angestellt, denn es wurde in GTA V die Leistung eines Athlon 860K+GTX 750 mit der Leistung eines i7-5775C mit Iris Pro 6200 verglichen.
Das Problem daran ist jedoch, dass es in 720p und auf niedrigen Details gemacht wurde, also Settings, die niemand im Alltag benutzt und die eher für den Vergleich von CPUs geeignet sind.
Würde mich nicht wundern, wenn der Athlon 860K auf *diesen* Einstellungen wirklich schon die GTX 750 limitiert hat, denn GTA V ist ziemlich CPU-intensiv.
 
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Genau das ist der unsinnige Test.

Das Problem ist, dass sie die Grafikkarten mit einem gimmligen AthlonX4 860K betrieben haben, die Iris aber mit dem neuesten Broadwell der um ein vielfaches schneller ist als der Low-End-Athlon.

Der Vergleich ist kompletter Unsinn da die Randbedingungen völlig andere sind - oder anders gesagt wenn die dedizierten Grafikkarten auch mit dem Broadwell kombiniert werden (und die Iris abgeschaltet wird) wären diese weitaus schneller. ;)

Die Iris kann hier nur mit der 750 mithalten weil letztere im CPU Limit des billig-Athlon hängt (sieht man insbesondere an den min-FPS die CPU-limitiert sind).
 
Danke, stimmt, das Kleingedruckte.... :wall:
Ich hätte erwartet, dass die Spasekenmacher die GTX 750 natürlich zum Broadwell stecken
 
Das hätte jeder angenommen, ich auch.

Ich bin nur stutzig geworden als die min-FPS die mit der Grafikkarte wenig zu tun haben bei der Iris auf einmal doppelt so hoch waren... :D
Da musste ne weit schnellere CPU verwendet worden sein.
 
Vergleichbar ist die Iris Pro 6200 übrigens meiner Erfahrung nach eher mit der GT 730 (GDDR5-Version); dabei ist die Iris Pro auch spürbar besser.
Das Problem an *meiner* Erfahrung: Ich habe auch nur meinen eigenen HTPC als Referenz, in dem neben der GT 730 auch noch ein recht schwacher Pentium G3250 steckt. :ugly:

Für meinen eigenen Erfahrungswert benutze ich allerdings weniger anspruchsvolle Spiele wie Diablo 3 und Fallout New Vegas.
 
Ok, danke für die Erklärungen und Links.
Trotzdem interessant, wenn jetzt die nächste Generation der iGPUs kommt, die vielleicht nochmal ein Schippchen nachlegen kann und dann Dualchannel DDR4-RAM verbaut ist, vielleicht kommt auch mal Quadchannel DDR4, dann wirds vielleicht echt eine Alternative zu dedizierten Grafikkarten.
Immerhin sitzt dann alles in einem Chip, was wesentlich kürzere Wege bedeutet, als wenn die CPU-Daten erst übers Board zum PCIe-Steckplatz transportiert werden müssen und dann in die Karte.

Ich find die iGPU-Lösung auch von der Kühlung her interessant, dann nimmt man einen richtig fetten Kühler mit leisem, temperaturgeregelten Lüfter und hat einen gut aufgeräumten PC-Aufbau mit sehr gutem Airflow durchs Gehäuse (ohne störende Karten bzw. Heizkacheln).
 
Mehr RAM-Channels wirds im Mainstream nicht geben - und da wos die gibt (X99 folgende, Nachfolger werden auf 6-Channel spekuliert) gibts keine iGPUs. ;)

Es ist auch noch länger so, dass der "Umweg" in die Grafikkarte sehr, SEHR viel weniger ausmacht als die viel größere Power einer echten GPU zur iGPU. Besonders da so Geschichten wie PCIe4 (oder NVlink...) anstehen ist das sowieso weniger das Problem.

Natürlich werden iGPUs immer besser und sind eine Alternative für anspruchslose Gelegenheitsspieler aber echte Grafikkarten werden in absehbarer Zeit nicht angegriffen werden, von den low-Ends mal abgesehen.
 
Eine High-End Zen-APU mit GCN 2.0 und HBM könnte durchaus interessant und sicher für 1080p auch jenseits von anspruchslosen Spielen wie CS:GO und Dota 2 spieletauglich werden, doch bis dahin vergeht leider noch einige Zeit und durch die nächste Generation dedizierter Grafikkarten wird der Vorsprung dedizierter Performance/High-End GPUs nicht gerade geringer.
Derzeit sind es wirklich nur schwache Laptop-GPUs wie eine GT 920M und die Desktop-Grafikkarten unter einer GTX 750, die durch APUs/starke iGPUs immer überflüssiger werden.
 
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