Breitbandförderung: Telekom kann wegen EU-Richtlinine teilweise nicht mehr als 50 Mbit/s anbieten

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EU-Förderrichtlinien binden laut Unternehmensangaben der Deutschen Telekom derzeit die Hände bei der Bereitsstellung von Anschlüssen mit mehr als 50 Mbit/s in einem Fördergebiet, was sich jedoch mit Änderungen bei den Vorgaben zum Vectoring ändern soll.

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Das ist aber schon seit dem einführen von Vectoring (2013) so. Überall wo gefördert wurde, darf kein Vectoring angeboten werden (für 7 Jahre). Überall wo Vectoring gebaut wurde, hat die Telekom alles selbst bezahlt.
Mir war die Info jedenfalls nicht neu..

Aber, dass mittlerweile eine Ersatzprodukt bei der EU vorgelegt ist, so dass auch Vectoring in Zukunft gefördert werden darf ist mir dann doch neu. Mein letzter Stand (der aber auch schon ein paar Jahre alt ist) war, dass Planungen dafür laufen.

Na dann geht es ja voran. Und in allen Gebieten in denen jetzt VDSL (mit max. 50Mbit/s) ausgebaut wird, kann dann wohl in ein Paar Jahren auf Vectoring umgerüstet werden (einfach nur eine zusätzliche Karte in den Outdoor MSAN stecken) und somit die Geschwindigkeit weiter gesteigert werden (vor der 7 Jahresfrist).
 
AW: Breitbandförderung: Telekom kann wegen EU-Richtlinine teilweise nicht mehr als 50 Mbit/s anbieten

Zur Zeit sind die Ausschreibungen meist auf 30MBit/s ausgeschrieben. Da ist halt VDSL Ausbau das günstigste (FTTC). In einigen fällen wird aber auch FTTH damit gefördert, dort wo die 30Mbit/s mit FTTC nicht wirtschaftlich zu erreichen sind (Bauernhöfe). Siehe dazu Beispielweise diese Förderrichtlinien: http://www.schnelles-internet-in-bayern.de/file/pdf/16/Breitbandrichtlinie_vom_10._Juli_2014.pdf (Siehe Punkt 1.2 und 4.1).

EDIT : und unter 5.2 ist dann auch die Einschränkung aufgeführt um die es im Artikel geht!

Beschreibung der Leistung muss erwähnen, dass die geförderte Breitbandinfrastruktur eine tatsächliche und vollständige Entbündelung im Sinn der Leitlinien der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (ABl C 2013 25/1) in ihrer jeweils geltenden Fassung erlaubt und alle verschiedenen Arten von Netzzugängen, die Betreiber nachfragen könnten, bieten muss.
 
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Geht es wieder los mit dem Geblubber?
Könnt Ihr es nicht einfach unterlassen, das Telekomgebashe immer wieder anzufachen?
 
AW: Breitbandförderung: Telekom kann wegen EU-Richtlinine teilweise nicht mehr als 50 Mbit/s anbieten

Geht es wieder los mit dem Geblubber?
Könnt Ihr es nicht einfach unterlassen, das Telekomgebashe immer wieder anzufachen?

imo wird die telekom völlig zu recht gebashed.
der laden bekommt so gut wie nichts auf die reihe.
 
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Telekom hier Telekom da, Die freie Marktwirtschaft ist schuld. Wo es kein Geld zu verdienen gibt wird man auch nicht ausbauen. Die Telekom ist ein Unternehmen wie jedes andere auch und es geht nun mal um Gewinnmaximierung. Zusätzlich kommt noch hinzu, dass es nicht sicher ist ob die Kunden vor Ort auch die Telekom mit dem Anschluss beauftragen. Stellt euch vor die bauen ein Gebit mit 100Mbit aus ca 150000 Einwohner und nur 5% wählen die Telekom. Gut man könnte sagen ist eine Sache des Image und Marketings, aber auch das würde sich nur bedingt lohnen für die Telekom. Warum man nicht eine Gesellschaft formt die das Netz für alle Teilnehmer ausbaut und die Kosten verteilt ist mir ein Rätsel.
 
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Als ich nur schon den Titel gelesen habe: Der EU ist die Leitung wohl nicht gut genug um als Internetleistung herzuhalten oder was geht denn da ab? :lol: Dann heisst es auf einmal es geht doch und dann geht es doch nicht weil Genehmigung fehlt, unnötige und dämmliche Bürokratie.
Wenn die Konkurrenten zur Telekom nicht das Geld haben um das Netz auszubauen dann sind sie eben selber Schuld! Schlussendlich müssen die Kunden der Anbieter darunter leiden und das wegen sowas kleinem! Schafft doch endlich mal diese bescheurten EU Richtlinien ab, eine Kartoffel ist eine Katoffel auch wenn das "Gesetz" was anderes sagt.
 
AW: Breitbandförderung: Telekom kann wegen EU-Richtlinine teilweise nicht mehr als 50 Mbit/s anbieten

Hört sich für mich schwer nach Ausrede an, da das Vectoring auf Kupferkabelbasis billiger für die Telekom ist, statt komplett neu zu verkabeln. Vor allem an dem Beispiel dieser kleinen Gemeinde, sehr heuchlerisch wie ich finde. Falls die Telekom es überhaupt schaffen sollte die 50 MBit zur Verfügung zu stellen, nicht nur da sondern auch anderswo, wäre das eine Firmenhistorie.
 
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Der große Fehler war einfach damals die Infrastruktur zu privatisieren. Welche Folgen das hat kann man jetzt gut sehen. Ausbau nur da wo der Rubel rollt, die anderen gucken in die Röhre(und nein, UMTS und Co sind da einfach kein Adäquter Ersatz^^) und das rächt sich nun. Der Bund sollte das wieder weitgehend steuern und wenn er nicht das Netzt übernimmt, dann muss es eben eine Ausbaupflicht geben und zwar eine zeitlich unbefristete, damit nicht wieder wegen zu schmaler Zeitvorgaben, 2018, automatisch die schlecht möglichste Tehcnologie gefördert wird also Vectoring.

Unterm Strich sollte Deutschland aufpassen nicht den Anschluss an andere Länder zu verlieren, denn digitale Infrastruktur wird immer entscheidender sowohl privat als auch für Unternehmen, in der Standortauswahl. Wir brauch eine zukunftsfähige und nachhaltige Technologie!

MfG
 
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Och, 1.000 Selen Orte, 3.000 oder mehr. Dicht besidelt. DSLAMs auf Sichtweite.
Insgesammt ü 10.000 Einwohner.

Mehr als UMTS war und ist nicht srin.

Bis ein kleiner Privater ausbaute.

Risssen den ganzen Nachbarsort auf.

1Jahr später kam dann noch KD. Zufall aber auch...
Und TK wollte plötzlich im 1k Ort auch, als der Ausbau kam. Haben se aber dann doch nicht.
 
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Der "Breitbandausbau" der Telekom ist sowieso ein schlechter Witz. In dem Dorf in dem ich lebe hieß es seit 2014, dass demnächst auf eine Bandbreite von bis zu 50 Mbit ausgebaut werden soll. Vor einer Woche sind sie mit dem Ausbau fertig geworden.
Bandbreite haben wir nun 15 Mbit statt 50...
 
AW: Breitbandförderung: Telekom kann wegen EU-Richtlinine teilweise nicht mehr als 50 Mbit/s anbieten

Der "Breitbandausbau" der Telekom ist sowieso ein schlechter Witz. In dem Dorf in dem ich lebe hieß es seit 2014, dass demnächst auf eine Bandbreite von bis zu 50 Mbit ausgebaut werden soll. Vor einer Woche sind sie mit dem Ausbau fertig geworden.
Bandbreite haben wir nun 15 Mbit statt 50...

Dann müssen sie nochmal nachbessern, ob sie wollen oder nicht. ;)
 
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Vollkommen klares Resultat, wenn Infrastruktur und Dienstleistung nicht entkoppelt werden. Im Gasgeschäft wurden Erzeuger die ein eigenes (Transport)-Leitungsnetz betrieben haben schon vor Jahren dazu "gebracht", zuerst in Form einer Ausgliederung in eigene Gesellschaften, danach komplett entkoppelt, um Preistransparenz und Unabhängigkeit zu schaffen. Vertikale Integration wurde also aufgelöst, warum man das nicht auch in der IT-Infrastruktur macht ist mir schleierhaft. Dazu noch diverse lokale Verordnungen / Gesetze und EU-Richtlinien, und ruckzuck kann sich niemand mehr bewegen, nichtmal mehr der quasi-Monopolist.

Telekom hin oder her, bei einem Unternehmen geht es nicht immer sofort um kurzfristige Optimierung, sondern auch mittel- und Langfristplanung (Stichwort:ROI und Substanzerhaltung), zumal selbst eine gemeinnützige Organisation sinnvoll und nachhaltig Mittel verwenden muss um die eigene Existenz nicht zu gefährden. Wann immer ich dieses ganze Unternehmens-Gebashe lese, frage ich mich, ob genau diese Kritiker auch so freimütig mit den eigenen Ressourcen umgehen, oder wenn es plötzlich die eigene Mittelverwendung betrifft auf einmal nachhaltig und langfristig entscheiden (z.b. bei der Investition in die eigene Infrasturktur, sei es Auto, Haus oder nur der doofe Daddel-PC...). Man sollte die eigenen Motive und die Motive anderer Marktteilnehmer schon mal im Zusammenhang sehen.
 
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Kommt mir bekannt vor:

Ein Kumpel von mir wohnt auch auf einem Kaff, ist aber schon ein größerer Ort.
Die Telekom hat dort ebenfalls ordentlich 100mbits ausgebaut. Stellt aber nur 50 berei, da die Zuschussverträge bis 50mbits noch laufen und sie, wenn sie 100mbits bereit stellen, diese Zuschüsse nicht kassieren.
Er(der Kumpel) vermutet, dass nach Ablauf der Verträge, in ein oder zwei Jahren, die Telekom erneut Zuschüsse für das Anbieten von 100mbits bekommen wird und oh Wunder, es ist ja schon ausgebaut. Man bekommt also extra ein zweites Mal Zuschüsse für Technik die bereits voll funktionsfähig vorhanden ist und hält diese nur zurück um alles abzugrasen was man so mitnehmen kann.

Auf der einen Seite zwar irgendwie verständlich, wer würde nicht doppelt kassieren wenn er könnte, für den Kunden aber mal wieder Müll und insgesamt wird so alles nur auf die lange Bahn geschoben und verzögert.
 
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Der große Fehler war einfach damals die Infrastruktur zu privatisieren. Welche Folgen das hat kann man jetzt gut sehen. Ausbau nur da wo der Rubel rollt, die anderen gucken in die Röhre(und nein, UMTS und Co sind da einfach kein Adäquter Ersatz^^) und das rächt sich nun.

Prinzipiell bin ich bei Dir, dass die Netzinfrastruktur besser nicht in privater Hand ist. ABER: Ob es wirklich schneller und besser wird, wenn es staatlich gesteuert ist, wage ich wirklich ernsthaft zu bezweifeln. Ich bin ein Kind der 80er, ich kann mich noch SEHR gut mit Grausen an das Staatsmonopol bei der Telekommunikation erinnern... Allein das Thema Zulassung von Endgeräten... Schauder.

"Schnell und flexibel" beißt sich total mit "staatlich kontrolliert".
 
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Prinzipiell bin ich bei Dir, dass die Netzinfrastruktur besser nicht in privater Hand ist. ABER: Ob es wirklich schneller und besser wird, wenn es staatlich gesteuert ist, wage ich wirklich ernsthaft zu bezweifeln. Ich bin ein Kind der 80er, ich kann mich noch SEHR gut mit Grausen an das Staatsmonopol bei der Telekommunikation erinnern... Allein das Thema Zulassung von Endgeräten... Schauder.

"Schnell und flexibel" beißt sich total mit "staatlich kontrolliert".

Der Staat als Bauer und Eigentümer der Infrastruktur, die Privat Unternehmen als Pächter und Provider für Kunden. Ich denke das wäre eine sinnvolle Kombi
 
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