Aber wir reden hier nicht von gewerblichen Anschlüssen für professionelle Cutter, sondern von Durchschnitts-Anschlüssen für Privathaushalte. Die müssen nur sehr selten zu schneidendes Material übertragen und nie unter Zeitdruck. Wenn alle fünf Jahre mal das Material einer Hochzeit gesammelt werden soll, ist es dann ein großes Problem dies über Nacht hochzuladen?
Meine D850 braucht schon nur 15 MByte/s bei 4K (inkl Ton, filmt der Bekannte mit seiner GH5 mit 400 MBit/s sind es halt 50 MByte/s). das dann im Schnitt jedes 3. Wochenede (mind. 4 Stunden Rohmaterial) sind dann 216 GB (oder 720 GB mit der GH5). Das sind dann mind. 921 Minuten für das kleine Rohmaterial, real, falls man das Netz noch selber benötig, also eher 2-3 Tage Upload. Da ist der Versand der Speicherkarte nach dem eigenen Backup u.U. schneller. Die Zeiten gelten dann für ein Quellvideo.
Und ja, das ist alles Hobby und kein Home Office und auch nur eine von vielen füer mich real denkbaren Dinge, die ich mit einem erheblich besseren Upload anstellen würde. Von daher bleibe ich bei meiner Meinug, dass Coax/VDSL auf Dauer nicht ausreicht für privaten Internetanschlüsse. Und das erst recht nicht in der Form, wie dies derzeit durchgeführt und völlig fehlerhaft statistisch erfasst wird.
Wenn schon Ausbau mit Fördermitteln, dann müsste eine 100% Abdeckung aller Wohneinheiten vorgeschrieben werden, für die derzeit das Recht auf Grundversorgung besteht, und zwar mit einer real und dauerhaft nutzbaren Mindesbandbreite. Das ganze u.U. gleich mit der Verpflichtung, spätestens in X Jahren mind. auf FTTB auszubauen (und zwar auch wieder im Fördergebiet 100% aller öffentlich zu erschließenden Gebäude.
In den 0er Jahren hat es teilweise Wochen gedauert, ein Spiel herunterzuladen [sagt ein Freund]. Und in den 90ern musste man einen Monat und einen Gang zum Kiosk warten, nur um an einen Patch zu kommen.
Da bin ich in den Gameshop gefahren und habe die CD/DVD gekauft. Oder in die "Videothek" und habe die Spiele ausgeliehen. Damit liefen die Sachen wenigtens noch ohne Online-Zwang, dafür halt mit HW-Kopierschutz. Und erstaunlicher Weise gab es nur extrem selten Patches für die Spiele, die dann auch so klein waren, dass man sie zur Not per 56k Modem aus dem Internet herunter laden konnte. Oder direkt über die Uni, dann halt mit Transport per Disketten.
Wobei das überhaupt nichts mit der Upload-Diskussion zu tun. Download gibt es oft schon recht hohen und die Leute, die trotz Wohnung im angeblichen Ausbaugebiet nichts buchen können, werden von der Politik und all den Statistiken offline stehen gelassen. Daran ändert die akutelle Förderung auch nichts.
für das geforderte FTTH muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Wenn FTTH mal liegt, bei einigen Providern mittlerwiele nicht mehr.
Telekom: 500/100 = 60€/Monat
DG: 400/200 = 50€, 600/400
LWL Com: 1000/1000 = 50€
VDSL 100: 40-45€
Vodafone Kabeöl mit 1000/50 = 50€
Wer das nicht woll oder zahlen kann, findet überall auch günstigere Tarife. Selbst bei meinem Halsabschneider FTTH-Anbieter sind die Tarife per FTTH bis auf 3€ mit denen der Telekom identisch.
dass jeder selbst bezahlen sollte, so er denn will, während zum Beispiel stabile Brücken und funktionierende Schul-WCs für die Allgemeinheit wichtiger wären?
Für mich braucht es auch keinen BER, der ist in meinen Augen völlig sinnlos, wie die vergangenen Jahre ja gezeigt haben.
Im Gegensatz zur Deutschen Bahn, die weiterhin ein Unternehmen in Staatsbesitzt ist, hat sich deutsche Regierung entschlossen, die Telekom an der Börse zu verkaufen und damit geht auch einher, dass der Laden jetzt gewinnorientiert geführt wird.
Mit immer noch 31,9% in staatlicher Hand. Da hätte man durchaus ein Mitspracherecht, wenn man das wollte. Aber das funktioniert bei der Bahn genauso wenig.
Davon gibt es mehr, meistens klebt so was aber an den lokalen Stadtwerken dran und diese sind oft auch nicht alleine sondern als eine Unternehmensgruppe mit Wasserwerken, ÖPNV und anderem Gedöns zusammengelegt und unterstützen sich gegenseitig - ergo kann die erfolgreiche Stadtwerke mit Gewinnen im Energiesektor halt den Telekommunikationssektor durchpumpen.
Und genau das war es, was ich damit sagen wollte. Wer das nicht gemacht hat, war in den allermeisten Fällen schlicht zu faul, da braucht man sich heute nicht zu beschwerern, dass es die Privatwirtschaft nicht macht.
Ist aber egal, wenn ich lese, das Du sowas anscheinend akzeptierst, dann hat sich jeder Diskussion über Preise und den Sinn einer schottoigen und wertmindernden FTTH-Verkableung erübrigt:
Hässlich verlegt? Ja. Löcher wo n halbes Fußball durchpasst für ne Glasfaser? Ja. Löcher gestopft? Nicht wirklich. Im Balkon selbst wurde die Verkabelung mit einer Metallleiste abgedeckt die auch die Befestigung war.
Das ist super einfach und billig.
Sowas mag in einer heruntergekommenen Plattenbausiedlung gehen, aber nicht mit Eignetümern, die mind auf Werterhalt setzen.
So habe ich lieber MEHRERE Leitungen die ich auch parallel laufen lassen kann weil man eh n Backup braucht.
Ich wüsste nicht, was ich mit 3*FTTH in der Wohnung sollte und wo ich die drei ONTs unterbringen sollte. Als Backup genügt mir LTE oder vieleicht irgendwann mal 5G vollkommen. Aber auch sowas verhindert die Lokalpolitik oft erfolgreich.