Boot Problem - Netzteil im Verdacht

Oureweller

Kabelverknoter(in)
Servus und guude,

seit einiger Zeit hat meine Rechnerin wohl ein kleines Sexualproblem mit mir. Sie kommt erst nach mehrmaligen Versuchen auf touren...

Technisch will ich es mal so formulieren:
Mein PC startet erst nach mehrmaligen anschalten, meist so 2-3 Versuche. Er kommt bis zum Bootscreen in dem ich dann ins Bios wechseln kann. Danach schaltet er sich einfach aus.
Dann muss ich in am Knopf wieder einschalten und das ganze wiederholt sich. Piepcodes gibt er keine von sich. Es piept nur einmal, was ja auch normal sein sollte?!

Irgendwann startet er und Windows läuft ganz normal. Während des Betriebs macht er keinerlei Probleme. Egal ob ich surfe, etwas rendere oder spiele.

Was mir aufgefallen ist. Wenn ich die Mehrfachsteckdose, an der der Monitor, PC und Schreibtischlampe hängt einschalte und kurz warte bevor ich den PC einschalte, startet er beim ersten mal.
Und weiter... Ich habe einen Bluetooth Stick zum Musik hören am PC. Wenn der PC diese Boot Probleme hat, wird in Windows der Stick nicht erkannt. Ich muss den Treiber dann über die Syssteuerung deaktivieren und wieder aktivieren.
Wenn der PC beim ersten mal startet, wird auch der Stick erkannt?!

Das Bios habe ich zwischenzeitlich auch schon auf Standard gesetzt, machte aber keinen Unterschied der Problematik...

Mein System: Win 7-64bit, ASUS H97 Pro Gamer, Intel I5 4460, 2x4gb Crucial Ram, Sapphire Radeon HD 5850, 250gb SSD von Crucial und eine SATA HDD, natürlich ein Monitor, Maus und Tastatur ;-)

Nach dem googlen ähnlicher Probleme habe ich stark das Netzteil in Verdacht...

Über Ideen und Vorschläge bin ich natürlich dankbar...

Grüße aus dem nasskalten Odenwald
 
Was mir aufgefallen ist. Wenn ich die Mehrfachsteckdose, an der der Monitor, PC und Schreibtischlampe hängt einschalte und kurz warte bevor ich den PC einschalte, startet er beim ersten mal.

Experimentiere mal etwas mit der BIOS-Option "Restore Power on AC Loss" (ungefährer Name) herum. Das bewirkt, dass dein PC sich selbst einschaltet, sobald du die Mehrfachsteckdose einschaltest. Evtl. wär das ja auch bei deinem Problem hilfreich.
 
Servus,

Unkraut vergeht nicht und so bin ich wieder da... Mit dem immer noch bestehenden Problem. Inzwischen konnte ich aber die genaue Typenbezeichnung meines Netzteils herausfinden.

Es handelt sich dabei um ein BQT E5-550W

Da ich mir nun auch noch eine neue GraKa bestellen möchte, liegt allein aus Sicherheitsgründen der Kauf eines neuen NT nah. Leider habe ich auch von Netzteilen keine große Ahnung. Bei beQuit! habe ich meinen Verbrauch mal kalkuliert und komme auf ca. 300 Watt. Bei Amazon (jaaaa teurer, aber ich mag das wenn die Sachen hübsch verpackt am nächsten Tag auf mich warten) habe ich z.B ein Thermaltake 530W NT mit dem klingenden Namen "Hamburg" gefunden. Es kostet auch nur knapp 45€... Aber ihr habt bestimmt ein paar Alternativen für mich?

Viele Grüße
 
Tja, so ein "sei Still!" sieht natürlich schon viel wertiger aus! dafür ist es aber auch doppelt so teuer... Aber wenn du sagst, mein jetziges wäre schon 11 Jahre alt und das neue würde genau so lange halten, fallen 100€ ja wirklich nicht ins Gewicht ,-) Denkst Du ich bräuchte ein 500W Nt oder würde es auch ein 400W oder 450W NT tun? Das sind ja auch noch preisliche Unterschiede. Dein Cougar ist natürlich auch vom Preis her interessant!

Edith: Wenn ich nach Tests suche, finde ich extrem viele Tests die schon 5 oder mehr Jahre alt sind?! Ist es inzwischen unnötig geworden die Teile zu testen?
 
11 Jahre sollte man kein Netzteil verwenden, vor allem nicht, wenn die Hardware ab und an getauscht wird.
Wenn man sich die Kondensatoren und andere Bauteile im Netzteil anschaut, sollte man nach 5 Jahren das NT wechseln.
Bleibt die Hardware unverändert, kann man es unter Umständen auch noch drinlassen.
Aber gerade, wenn auf moderne Hardware aufgrüstet wird, sollte es nicht allzu alt sein.
Nicht funktionierende Schutzschaltungen können wirklich Schaden anrichten.

Die be quiet-Netzteile sind technisch natürlich sehr gut, wobei das Whisper M sich auf dem gleichen Niveau bewegt.
Das Cougar ist etwas "schlechter" und lauter, ebenso das Vengeance. Aber schlecht sind die alle nicht.

400W reichenfür dein System aus, auch für ein modernes System mit i5/i7 und GTX1060/70 bzw RX470/80 reichen 400W aus.
Für eine GTX1080 würde ich dann vielleicht auf 500 gehen, dass man ein bisschen Reserve hat.
 
Alles klar. danke für die Erklärung. Dann werde ich mal das Cougar im Auge behalten und die Preise vergleichen. Inzwischen habe ich schon so viel Geld in den PC gesteckt, das ich langsam ein bissl genauer gucken muss ;-)
 
Ah, be quiet hat seit letzter Woche ein neues Netzteil draußen.
Darüber wissen wir aber noch nicht viel, gibt noch keine guten Tests dazu.
Möchte es aber der Vollständigkeit halber dennoch erwähnen.

be quiet! Pure Power 10-CM 400W ATX 2.4 Preisvergleich | Geizhals Deutschland

Die Vorgänger waren eher mau, bei diesem hier soll laut be quiet-Marketing eine vernünftige DC-DC Plattform vorliegen.
Aber auf Marketing-Sprüche sollte man sich generell nie verlassen. ;)
 
Kurze Erkärung von Threshold: DC-DC ist das Gegenteil von Gruppenreguliert.

Ein gruppenreguliertes Netzteil bedeutet, dass die drei vorhandenen Spannungen im Netzteil (3,3V, 5V und 12V) gemeinsam erzeugt werden. Diese drei Spannungen sind also abhängig voneinander.
Belastest du nun eine Leitung sehr stark (heute meist nur 12V für GPU, da 5V nur für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich nicht mehr benötigt), sinkt die Spannung dieser ab, sodass statt 12V z.B. nur noch 11,6 vorhanden sind. 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX-Spezifikation, bei 11,4 Volt wird es aber schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5V-Leitung bis 5,5V oder gar 6V angehoben wird.
Dies kann nur ausgeglichen werden indem man die zu hohe Leitung stärker belastet. Dies ist aber nicht so einfach, da es kaum Komponenten im PC gibt, welche 5V benötigen. Eine SSD oder HDD schafft diese Belastung nicht.
Wenn in dem gruppenregulierten Netzteil noch eine billige Filterung und Glättung vorhanden ist (zu erkennen an den verbauten Kondensatoren), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung.
Man kann die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, aber es ist möglich, sie so weit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss auf die Hardware mehr hat.
Sobald die Restwelligkeit aber wieder ansteigt, hat sie ab einem gewissen Punkt wieder Einfluss auf die Hardware. Oft ist das der Grund, warum Festplatten ausfallen.
 
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