Billige Windows-Lizenzen: Käufer bekommen Post von der Staatsanwaltschaft

Das kann ich bestätigen. Gerade letztes Wochenende einen Rechner aufgesetzt, WIndows 10 installiert und mit einem (allerdings nicht preiswert eingekauften) Key für Windows 7 aktiviert.
Da haben wir auch die Lösung für das Problem. Einfach billige win7 Keys kaufen. Schon ist man raus aus dem Fokus :)

Die ist keine Anleitung für eine Straftat. Das ist anscheinend verboten. Ich mache nur legale Sachen.
Schwierige Kiste für den Endverbraucher.


Auf der einen Seite hat es erstmal eine Berechtigung wenn sich die Staatsanwaltschaft für Keys interessiert, die bei ebay von irgendwelchen windigen Händlern für unter 5€ als 'irgendetwas mit Lizenz' angeboten werden. Diesen Händlern darf/muss gerne mal sehr genau auf die Finger geschaut werden, das kann nur im Interesse der Kunden sein. Ebenso könnte man auch bei den entsprechenden Verkaufsportalen nachhaken. Passiert natürlicht nicht.

Mein Verständnis hört aber sehr schnell auf, wenn sich der Ermittlungseifer gegen den unbedarften Endkunden richtet. Die Argumentation der Staatsanwaltschaft steht hier schon auf sehr tönernen Füßen:

- Der gemeine Kunde (95%+) kennt den Unterschied zwischen Lizenz und Lizenzkey nicht. Er verlässt sich darauf, dass drauf steht was drin ist und ein falscher Key im Zweifel von Microsoft nicht aktiviert wird.

- Der Kunde muss nicht davon ausgehen, dass die Verwendung herkömmliche Produkte auf den üblichen Verkaufsseiten illegal sind. Die kriminelle Handlung sieht dabei schlicht so aus: Er gibt Windows 10 in der Suchleiste des Webshops ein und kauf eines der ersten von hunderten von Ergebnissen. Auf die Idee bei Microsoft zu recherchieren kommt man natürlich nicht. Wozu auch.

- Software hat keinen inhärenten Wert. Microsoft kann seine Lizenzen für 5 Cent oder 5.000€ über Dritthändler verkaufen, die Kosten der Keygenerierung sind quasi null. Insofern kann Software natürlich mit extremen Preisnachlässen im Vergleich zum UVP verkauft werden. Es kann nicht verlangt werden hier genaue Nachforschungen anzustellen.

- In der Lebensrealität des gemeinen Kunden ist es absolut nicht unüblich das es bei Software zu extremen Preisnachlässen kommen kann. Epic verschenkt regelmäßig Spiele, Steam hat Reduzierungen von bis zu 90%. Microsoft selbst schmeißt jedem eine Windows- 10 Version hinterher der nicht bei drei auf dem Baum ist. Es ist für den Kunden weder ersichtlich noch verständlich warum eine neue Lizenz hunderte Euro kosten soll. Auf die Idee etwas falsch zu machen kommt er garnicht.

- die Rechtslage zum legalen Weiterverkauf/Weiterverwendung von Software-Keys ist gelinde gesagt komplex. Man muss sich schon sehr tief in die Materie einlesen (sprich Gerichtsurteile durcharbeiten) um einigermaßen orientiert zu sein. Dies vom Endkunden zu verlangen wird nicht funktionieren. Zumal in der Praxis ein Graubereich halt verbleibt. Ist ein Key von einer Volumenlizenz eines Großhändlers bei Amazon für 49€ legal oder nicht? Die OEM Lizenz für 50€? Den Lizenzkey des Amazon-Dritthändelers für 12,99? Dem vom Lizenzportal für 24,99€? Welcher normale Mensch stellt sich die Frage überhaupt?!

- der Kauf eines Keys ist noch kein Anhaltspunkt für eine illegale Nutzung. Der Käufer kann durchaus separat eine Lizenz besitzen deren Key nicht mehr funktioniert. Oder er hat den Key verloren. Er kann den Key auch für einen dritte gekauft und im guten Glauben weitergegeben haben. Er kann sie auch sammeln und seine Wände damit tapezieren.

Insofern sieht es in der Realität natürlich so aus, dass sich übereifrige Staatsanwälte hier natürlich krasse ebay-unter-5€-Fälle herauspicken.
Etliche werden so dumm sein die Klappe nicht zu halten und sich in einen Strafbefehl hineinplappern. Bei den Intelligenteren wird das Verfahren halt eingestellt. Bei ein paar sehr wenigen zu bockigen Kunden klingelt vielleicht mal früh morgens das Sturmkommando.
Illusionen das Amtsgerichte die HDs hierzu nicht durchwinken weil offensichtlich krass nicht verhältnismäßig muss man sich nicht machen. Das läuft sein jeher so, auch wenn am Ende nix außer Einstellung gegen Auflage bei rumkommt.
Macht mächtig Wind, Strafe einen, erziehe hundert.
Kann ich das als mein Plädoyer nehmen?
 
weil die staatsanwaltschaft mutmaßt, das illegae lizenzen verkauft werden, geht man statt zu den händlern also zu den kunden und stellt diese in den bereich der illegalität, wo diese doch garnicht wissen können wo der händler die lizens her hat.

wahrscheinlich auch, weil die privaten nicht so viele gute und teuere anwälte haben.

wie hat die staatsanwaltschaft überhaupt von solch einem kauf erfahren?
hat mikrosoft da daten der auffälligen kunden rausgegeben?

überhaupt MS, die könnten das ja recht leicht alles erledigen, das es keine illegalen lizenzen mehr gibt, allerdings zu dem preis, das es dann für OEM und grosskunden wesentlich schwieriger wird und DAS wollen sie erstrecht nicht.
 
Da haben wir auch die Lösung für das Problem. Einfach billige win7 Keys kaufen. Schon ist man raus aus dem Fokus :)

Anscheinend nicht ganz. Teilweise steht was davon, dass die Key Käufe fast 10 Jahre her gewesen sein sollen, da gab es noch kein Windows 10.

Allerdings lässt sich das immer noch nicht verifizieren solange die Quellenlage so dünn ist.

Angeblich soll wohl die Staatsanwaltschaft in Koblenz da umfangreich ermitteln. Aber auch in dem Artikel gibt es keine Infos dazu welche Händler nun betroffen sind. Das ist schon recht fragwürdig. Denn wie soll der Kunde dann wissen welche Händler schwarze Schafe sind.

https://www.golem.de/news/windows-und-office-tausende-verfahren-wegen-unserioeser-microsoft-lizenzen-2103-154691.html schrieb:
Wegen des Kaufs unseriöser Software-Lizenzen von Microsoft-Produkten hat es in den vergangenen Jahren schon Tausende Verfahren gegen die Käufer gegeben. In den zurückliegenden sieben Jahren habe die Zahl der Verfahren im "niedrigen fünfstelligen Bereich" gelegen, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz auf Anfrage von Golem.de mit. Die dortige Zentralstelle für Wirtschaftsstrafsachen habe in den vergangenen Jahren "zahlreiche Umfangsverfahren" wegen unseriöser Lizenzschlüssel für Windows oder Office-Pakete geführt.

Zudem seien regelmäßig Verfahren an die Staatsanwaltschaften am Sitz des Käufers abgegeben worden. "Die Anzahl der abgegebenen Verfahren dürfte ebenfalls im niedrigen fünfstelligen Bereich liegen", hieß es weiter. Auch aktuell seien "mehrere Umfangsverfahren anhängig".

Die Verfahren richteten sich zwar in erster Linie gegen die Verkäufer, aber auch gegen die Käufer von nicht-lizenzierter Software. Dazu sei die Staatsanwaltschaft wegen des Legalitätsprinzips verpflichtet. Ermittelt werden in diesen Fällen wegen (gewerbsmäßiger) unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke nach den Paragrafen 106, 108, und 108a des Urheberrechtsgesetzes (UrhG).
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange die das nicht auf mmoga ausweiten, ist mir das egal :lol::ugly:
Den Gedanken hatte ich auch, wenn jemand mit "Lizengo" nichts am Hut hat, hat er auch nichts zu befürchten.
Der Artikel hier mischt aber leider zwei Tatsachen, die nichts miteinander zu tun haben.
Er erweckt gleich am Anfang den Anschein, als würden hier nur diejenigen Post bekommen, die eine Seriennummer über Lizengo erworben haben. Liest man aber den original Post von:
...so hat das rein garnichts damit zu zun, kurz gesagt: Jeder könnte Post bekommen, der irgendwo mal einen "Billig Schlüssel" gekauft hat.
 
Es ist aber nicht strafbar sich irgendwo einen Key, also eine zufällige Zahlenfolge zu kaufen. Die kann man auch selbst erzeugen.
Erst wenn man damit ein Produkt aktiviert könnte eine Urheberrechtsverletzung vorliegen.
Das lässt sich aber nur anhand dessen, dass jemand eine Bestellung getätigt hat nicht nachweisen, dass der Key jemals genutzt wurde.
 

Gibts hier jemanden der WIRKLICH Ahnung hat von sowas und mir erklären kann
, warum man das als Eigentümer einer online zu aktivierenden Software nicht steuern/verhindern kann, dass es illegale Keys gibt? Wieso gibt man als Eigentümer der Software nicht einfach Anzahl X Keys an Steam / Epic / etc. und nur die können dann aktiviert werden und auch nur wenn der Kauf DIREKT auf dieser Plattform erfolgt...

Hier im Thread wurde bereits dargelegt, dass es sich um Volumen-Keys handelt, die über das vorgesehene Volumen hinaus genutzt werden oder Keys, deren zugehörige Lizenzen nicht für den europäischen Markt gelten. Das heißt der Key an sich ist nicht illegal, sondern seine Verwendung ohne Lizenz. Das sieht man dem Key bei der Eingabe aber nicht an. Wenn du das noch ein weitere mal von jemandem mit "wirklich Ahung" wiederholt haben möchtest, müsstest du sagen, was deiner Meinung nach "wirkliche Ahnung" ist und warum alle vorherigen Poster ahnungslos sind.


Bei meinem Update direkt über Microsoft habe ich nichts derartiges bekommen. Selbst der Key - den ich in Textform per Mail bekommen habe - war ein Standard-Key, den MS tausendfach verschickt hat.

Ob MS mir deswegen eine illegale Lizenz verkauft hat? Ich hab da so meine Zweifel...

Updates sind ein ganz anderer Fall, da sie selbst keine Lizenz erhalten. Stattdessen wird deine alte Lizenz erweitert – wenn du ein DLC zu einem Spiel kaufst, ist das ja auch keine neue Vollversion.



Klingt so, als wird da bisher nur die Staatsanwaltschaft in Koblenz sehr übereifrig aktiv. Wer also nicht im dortigen Gerichtsbezirk wohnt sollte auf der sicheren Seite sein.

Obwohl der Beschluss schon zwei Jahre zu finden sein soll findet man aber außer der verlinkten Seite aber nichts zu dem Aktenzeichen.

Aua. Man hört zwar oft, dass die Justiz in Deutschland hoffnungslos überarbeitet ist (und ich muss das leider aus privater Erfahrung auch bestätigen). Aber dass das solche selbst verschuldeten Gründe hat, war mir neu.


Man sollte meinen, daß eine Firma wie M$ über genügend Mittel verfügt, um seine Software kopiersicher zu gestalten. Wenn sie das nicht hinkriegen und man die Software "legal" überall für 5 Euro hinterhergeschmissen bekommt und ich das kaufe, dann ist das sicher nicht mein Problem. Firmen, die weitaus weniger Mittel als M$ haben kriegen das ja auch gebacken, z. B. Steinberg Software mit USB Dongle Schutz, usw.

Jeder Kopierschutz ist knackbar und Software mit der Reichweite von Windows oder Office ist immer ein lohnendes Ziel für Kriminelle. Kommerziellen Vertrieb illegaler Windows-Versionen ist älter als das Internet, man konnte schon Mitte der 90er Windows-CDs mit nicht-ganz-so-originalen Hologrammen und allem drum und dran erwerben.


Und ganz unten steht

Mir ist bekannt, dass ich lediglich einen Aktivierungsschlüssel ohne Lizenz erwerbe, sofern das Produkt nicht als "Lizenz" im Produktnamen gekennzeichnet ist. Ich werde selbst sicherstellen, dass ich ausreichend lizenziert bin.

Oh, im Produktnamen steht nichts von "Lizenz"

DAS ist mal dreißt. Keine CD, kein sonstiger physischer Inhalt, keine Lizenz. Das gesamte Produkt besteht nur aus einer wertlosen Zeichenfolge. Stellt sich die Frage, ob der Hinweis darauf im Sinne des Rechts deutlich genug ist, damit es sich nur um Abzocke handelt oder ob hier schon klarer Betrug vorliegt.


Lol? Was ist das denn für eine ekelhafte Sache. Und sowas wird einfach von Amazon und auch ebay geduldet.

Sowohl Amazon als auch Ebay sind bekannt dafür, ihren eigenen Gewinn über vieles zu stellen und auch fragwürdige Angebote zu dulden, solange es nicht massenhaft Ärger mit Kunden oder direkt was auf die Finger gibt. Eine eigenständige Überprüfung der Händler durch die Plattformen gibt es überhaupt nicht und scheinbar haben sich über Lapeschi E-Commerce in dem knapp halben Jahr seit Aufnahme der Geschäftsaktivitäten noch nicht genug Leute beschwert. Interessantes Detail: Sowohl Fabio Lapeschi als auch Simon Hanke, der Anbieter hinter dem verdächtig günstigen Lionkey-Angebot auf real.de werben damit, Mitglieder der Initiative "FairCommerce" zu sein.


So. Gegenfrage: Office ist seit ~ 1995 auf dem Markt und seit mindestens 2005 hat sich programmtechnisch nicht mehr so ganz viel getan. Klar, neue Funktionen gibt es immer aber das Rad haben sie seit MINDESTENS 10-15 Jahren nicht mehr neu erfunden.

Warum kostet so eine Software dann 680 €? Ergibt das für einen unbedarften Verbraucher Sinn?
Vielmehr Sinn ergibt die Story so:

Cool story, bro.

Fakten:
- Selbst 2019 Professional Retail kostet keine 680 Euro, sondern wird ab 430 Euro von namenhaften Händlern vertrieben.
- Professional kauft nur, wer Publisher, Access & Co braucht. Für den normalen Office-Einsatz und als Privatanwender gibt es Home & Student für 150 Euro direkt von Microsoft
- Selbst diese 150 Euro muss nur ausgeben, wer noch gar kein Office hat. Also was hat dieser Preis mit dem Alter des Codes zu tun? Kriege ich einen 60 Jahre alten Lamborghini auch für 5 Euro, ist ja nichts neues dran?

Wenn du vor 10 Jahren 130 Euro gezahlt hast, kannst du dein Office 2010 (älter würde ich nicht empfehlen, mit 2007 wurde sehr viel neues eingeführt und ab 2010 auch bedienbar gemacht) doch weiterhin nutzen. Wo liegt dein Problem?
 
Hier im Thread wurde bereits dargelegt, dass es sich um Volumen-Keys handelt, die über das vorgesehene Volumen hinaus genutzt werden oder Keys, deren zugehörige Lizenzen nicht für den europäischen Markt gelten. Das heißt der Key an sich ist nicht illegal, sondern seine Verwendung ohne Lizenz. Das sieht man dem Key bei der Eingabe aber nicht an. Wenn du das noch ein weitere mal von jemandem mit "wirklich Ahung" wiederholt haben möchtest, müsstest du sagen, was deiner Meinung nach "wirkliche Ahnung" ist und warum alle vorherigen Poster ahnungslos sind.

Servus, mittlerweile habe ich das im Thread auch gelesen, mein Posting war aber zu einem Zeitpunkt geschrieben, wo "Volumenlizenz" erst wenige Male kurz erwähnt und NICHT ausführlich erklärt wurde. Auf den Thread-Seiten NACH meinem Posting ist das noch ein klein wenig näher erläutert worden. Kanns tmir jetzt also schlecht vorwerfen, dass wenn ich auf Seite 3 im Thread was schreibe, was auf Seite 4 oder 5 näher erklärt wurde, dass es im Thread schon dargelegt wurde. Ja, mittlerweile so einigermaßen ja und es ist mir JETZT klar :-)

Bisher/Vorher wusste ich nicht (mangels Interesse BISHER, aber man lernt sehr gerne imme rdazu), wie eine Volumenlizenz funktioniert.
Jetzt habe ich mich informiert, auch dank dieses Threads und weiß mehr. Loddar M. hätte gesagt "Again what learned".

Nebenbei bemerkt halte ich Volumenlizenzen (nun da ich weiß was es ist und grob wie es funktioniert) für sehr praktikabel aber saudoof vom Prinzip her, weil man einfach NIX feststellen kann. Absolut nicht nachverfolgbar... wie soll das ein Kunde prüfen/wissen. Und warum sind diese Volumenlizenzen auch nicht auf Regionen eingeschränkt.
Wie auch immer, wird schon alles seinen Grund haben. Ein riesen Grampf ist eine Volumenlizenz dennoch.

Jetzt verstehe ich auch, warum Microsoft mit Office so gerne ein Abomodell "Office 365" etablieren würde mit regelmäßigen Zahlungen DIREKT an MS... :-)
Cool story, bro.

Fakten:
- Selbst 2019 Professional Retail kostet keine 680 Euro, sondern wird ab 430 Euro von namenhaften Händlern vertrieben.
- Professional kauft nur, wer Publisher, Access & Co braucht. Für den normalen Office-Einsatz und als Privatanwender gibt es Home & Student für 150 Euro direkt von Microsoft
- Selbst diese 150 Euro muss nur ausgeben, wer noch gar kein Office hat. Also was hat dieser Preis mit dem Alter des Codes zu tun? Kriege ich einen 60 Jahre alten Lamborghini auch für 5 Euro, ist ja nichts neues dran?

Wenn du vor 10 Jahren 130 Euro gezahlt hast, kannst du dein Office 2010 (älter würde ich nicht empfehlen, mit 2007 wurde sehr viel neues eingeführt und ab 2010 auch bedienbar gemacht) doch weiterhin nutzen. Wo liegt dein Problem?


Auch Fakten:

- Home&Student hat kein Outlook dabei. Klar braucht kein Mensch Access und das Profi-Zeug, aber Outlook ist schon nett. Aber auch kein so Wahnsinnsprogramm dass ein komplettpaket von Office dadurch im entferntesten 400 € wert sein könnte gegenüber Home and Student.

- Autovergleiche HINKEN IMMER. Ein 60 Jahre alter VW Golf (wenn er mal so alt wird und NICHT als Oldtimer hergerichtet ist) wird auch nur ein ekelhafter Rosthaufen sein und vermutlich 5 € wert sein. Je nachdem wie viel Metall noch nicht verrostet ist. Ich weise darauf hin dass DU mit unsäglichen Autovergleichen angefangen hast. :-)
Beispielsweise gibt es 10 oder 20 Jahre alte Spiele (das ist Software und passt besser als Vergleich und auch besser in dieses Forum) die für 1 € zu haben sind. Oder kostenlos... Und KEINER verlangt dass Microsoft seinen alten Code verschenken soll. Deswegen zahlt der einfache Kunde ja auch 20 € dafür :-) . Weil dieser Preis OFFENSICHTLICH ANGEMESSEN IST für das Produkt, das angeboten wird.

- Man kann dem normalen Kunden auch nicht so wirklich zumuten, dass er versteht was der große Unterschied zwischen Home and Student und Professional ist außer das Wort. Er liest Microsoft Office. Er will paar Briefchen schreiben und weil auch gern Outlook hätte (weil er das schon seit 20 Jahren nutzt) muss er "Professional" nehmen. Dass da ganz viele tolle andere Lizenzen für Profis dabei sind ... kann schon sein. Nutzt er nicht.


Ehrlich, ich bin erschüttert, dass ein PCGH-Redakteur hier ernsthaft verteidigt dass 400 oder 600 € (oder was für ein unrealistisch hoher Preis auch immer) für eine stinknormale Office-Lizenz angemessen und realistisch seien und dass der 08/15 Kunde auch noch erkennen soll dass das nicht legal sein kann.
Das geht in meinen Kopf einfach nicht rein.

Geistiges Eigentum ist wichtig und richtig und Software darf nicht immer einfach nur umsonst sein. Dasselbe gilt ja beispielsweise auch für eure Hefte als epaper. HIER erkenne ich übrigens einen realistischen Wert einer Monatsausgabe von ~ 4 € als epaper. Das geht in meinen Kopf rein. Das zahl ich dann natürlich auch. Ich erkenne den Gegenwert und die Arbeit die drin steckt und aufgrund der Verbreitung und so weiter ist es halt nötig und angemessen, dass hier eben ~4 € verlangt werden.

Und ich sage ja auch nicht dass ein Kunde nicht stutzig werden soll wenn er 1 € für eine Windows 10 Lizenz zahlt.
Aber 20 €... ja... das hört sich gut und realistisch an. Warum Microsoft hier dann 400 € verlangt... keine Ahnung, vielleicht sind das ja 10 Lizenzen?! Vielleicht prüfe ich auch gar nicht erst die Homepage von Microsoft. Bin ich verpflichtet zu prüfen, was der Hersteller direkt verlangt? Und zum Preis von beispielsweise 20 € denke ich mir dann: Immerhin reitet Microsoft den Gaul seit 20 Jahren oder länger und unter anderem AUCH weil es milliardenfach verkauft wird erscheint es geradezu grotesk, dass Microsoft dafür milliardenfach x hundert Euro verlangen könnte.

Nimms nicht persönlich, man darf ja auch mal abweichender Meinung sein. Alles gut.
Aber ein sehr interessantes Thema und ich bin fasziniert wie sehr hier Meinungen voneinander abweichen können.
 
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Man muss Microsoft als Monopolisten nicht mögen. Aber WENN ich Office nutzen will, dann ist alles andere als 365 Single/Familiy ohnehin schon nur ein Angebot für Kautze und Ewiggestrige. Und WENN mir das auch nicht schmeckt, dann gibt es Office-Pakete anderer Hersteller oder LibreOffice.

Vor zwei Jahrzehnten haben wir IBM Lotus Smartsuite und StarOffice mit Rechnern verschenkt und es wollte keiner haben. Ich kann die armseligen Schutzbehauptungen nicht nachvollziehen, mit denen einer Sache der Wert abgesprochen wird, die man offenbar trotzdem dringend will. Nur kosten soll es nichts. Dann nehmt etwas was nichts kostet, bevor es auch das nicht mehr gibt.
 
Servus, mittlerweile habe ich das im Thread auch gelesen, mein Posting war aber zu einem Zeitpunkt geschrieben, wo "Volumenlizenz" erst wenige Male kurz erwähnt und NICHT ausführlich erklärt wurde. Auf den Thread-Seiten NACH meinem Posting ist das noch ein klein wenig näher erläutert worden. Kanns tmir jetzt also schlecht vorwerfen, dass wenn ich auf Seite 3 im Thread was schreibe, was auf Seite 4 oder 5 näher erklärt wurde, dass es im Thread schon dargelegt wurde. Ja, mittlerweile so einigermaßen ja und es ist mir JETZT klar :-)

Bisher/Vorher wusste ich nicht (mangels Interesse BISHER, aber man lernt sehr gerne imme rdazu), wie eine Volumenlizenz funktioniert.
Jetzt habe ich mich informiert, auch dank dieses Threads und weiß mehr. Loddar M. hätte gesagt "Again what learned".

Okay. Im Zweifelsfall lohnt es sich in Foren immer gezielt nachzufragen. Also wenn es Antworten auf die Basisfrage "Wieso?" gibt, bei denen man wegen "Volumenlizenz" nicht weiterkommt lieber fragen, was denn die Besonderheit von Volumenlizenzen ist als die Grundfrage zu wiederholen. Sonst entsteht nämlich der Eindruck, dass man die bereits gegebenen Antworten ignoriert (anstatt sie nur unvollständig zu finden) und wenn man dann noch ausdrücklich eine Antwort von Personen mit besonderen Kentnissen fordert, wirkt das schnell beleidigend auf diejenigen, die bereits eine Antwort gegeben haben.

Nebenbei bemerkt halte ich Volumenlizenzen (nun da ich weiß was es ist und grob wie es funktioniert) für sehr praktikabel aber saudoof vom Prinzip her, weil man einfach NIX feststellen kann. Absolut nicht nachverfolgbar... wie soll das ein Kunde prüfen/wissen. Und warum sind diese Volumenlizenzen auch nicht auf Regionen eingeschränkt.
Wie auch immer, wird schon alles seinen Grund haben. Ein riesen Grampf ist eine Volumenlizenz dennoch.

Jetzt verstehe ich auch, warum Microsoft mit Office so gerne ein Abomodell "Office 365" etablieren würde mit regelmäßigen Zahlungen DIREKT an MS... :-)

Die Volumenlizenzen sind letztlich ein Zugeständnis an große OEMs. Wenn jemand hunderttausende PCs produziert, wäre es ein enormer Aufwand jedem einzelnen einen bestimmten Lizenzschlüssel zuzuweisen. Stattdessen wird einmalig ein Systemimage mit dem Volumenschlüssel installiert und auf alle Laufwerke kopiert – fertig. Das funktionierte schon zu Zeiten als eine digitale Lizenzverwaltung gar nicht möglich war und es um reine Offline-Installationen ging. Die individuelle Lizenz existiert praktisch nur als Aufkleber oder beiliegender Codekarte und muss gar nicht mit der Software-Installation verknüpft sein. Lauffähiges Office + legale Lizenz = alles in Ordnung, auch wenn nie eine spezifische Lizenz-Information eingegeben wurde. Microsoft muss hier letztlich abwägen ob man den Missbrauch lieber durch nachträgliche Maßnahmen eingrenzt, in dem man Nutzer illegitimer Installationen belästigt, oder ob man den Systemintegratoren erheblichen Aufwand bereitet, an dessen Ende die gegebenenfalls einfach LibreOffice installieren und Microsoft den Mittelfinger zeigen.

Office 365 ist tatsächlich der mittelfristige Ausweg aus dieser Situation und bei Microsoft selbst muss man mittlerweile schon suchen, um eine Offline-Fassung zu bekommen. Möglich, dass es eine "Office 2022" oder 23 gar nicht mehr geben wird. Adobe hat einzeln vertriebene Fassungen auch zugunsten von online-Gängelung eingestellt.

- Home&Student hat kein Outlook dabei. Klar braucht kein Mensch Access und das Profi-Zeug, aber Outlook ist schon nett. Aber auch kein so Wahnsinnsprogramm dass ein komplettpaket von Office dadurch im entferntesten 400 € wert sein könnte gegenüber Home and Student.

Home & Business für 200 bis 250 Euro bietet auch Outlook.
 
Jedes verkaufte Exemplar einer Boxed-Windows- oder Office-Lizenz muss in einer vollständigen Verpackung kommen. So sollte neben dem Karton auch noch eine offizielle Produktkarte samt Produktschlüssel enthalten sein.
Dat is ja wohl nen Witz. Lizenzen werden heute fast nur noch mit Key-Code per Mail verkauft, auch von M$.
Der bei Winfuture angeprisene gebrauchtwarehändler (mysoftware.de) bietet auch nur Keys per Mail an.
Wie soll man VOR dem kauf wissen, ob es eine legale ist?
Der Händler der für die Keys 2,50€ nimmt, muss nicht schlechter sein als ein Händler der 50€ nimmt statt der Neuware UVP von 150€

Es ist als Endverbraucher schlecht, bis garnicht prüfbar, ob die Keys echt sind, oder auch schon 10x verkauft wurden.
 
Der Gesetzgeber muss einschreiten und MS zu einer saftigen Geldstrafe verdonnern. Denn es ist die Aufgabe von MS, dass die Keys geprüft werden bei der Aktivierung. Und dann dem User gesagt wird, achtung dies ist ein Volumenkey und darf nicht genutzt werden auf ihrem Gerät. Oder alles ok super hat geklappt sie sind nun der neue Eigentümer der Retail/OEM Version. Und auch ob der Key vorher deaktiviert wurde und nun neu aktiviert wurde. Ect.

Der kleine Josef Jedermann ist hier also der Dumme und wird kriminalisiert.

Ich kann meinen Retail key auch verschenken oder für 2 Euro verkaufen, das ist meine Sache.

Amazon und ebay sind da auch in der Pflicht und müssen alle unseriösen Angebote löschen.
 
MS kann das gar nicht prüfen mit den Volumenkeys, ob die auf ein Gerät dürfen oder nicht. Sonst müsste man die an spezielle IPs von Unternehmen binden.

Mittlerweile gibt es Libreoffice in Version 7.

Outlook kann man auch sehr gut durch Thunderbird ersetzen. Oder man ruft die Mails einfach im Browser ab.
 
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MS kann das gar nicht prüfen mit den Volumenkeys, ob die auf ein Gerät dürfen oder nicht. Sonst müsste man die an spezielle IPs von Unternehmen binden.
Ja doch natürlich, ganz einfach, Unternehmen dürfen nur Enterprise Edition installieren, Privatanwender nur Home oder Pro. Und dann muss es eine Art Wizard geben wo man angibt ich möchte diesen Key privat nutzen und ich bin Einwohner in der EU. Und dann prüft er den Key und sagt das ist kein retail/oem Key und sagt geht nicht. Aber wäre ja "zu einfach".
 
Ich kann als privater Nutzer genauso Enterprise installieren. Insbesondere weil in der Pro manche Feature fehlen und sich z.B. die Spionage gar nicht ganz abstellen lässt.
Die LTSC gibt es z.B. auch nur als Enterprise.
 
Ich kann als privater Nutzer genauso Enterprise installieren. Insbesondere weil in der Pro manche Feature fehlen und sich z.B. die Spionage gar nicht ganz abstellen lässt.
Die LTSC gibt es z.B. auch nur als Enterprise.
Sülz :/ Ich hab doch grad gesagt, dann eben per Wizard. Wo ich sage Privatnutzung und Einwohner EU. Fertig. Pro ist nicht Enterprise. Das ist ja einfach nur eine Lizenzfrage und Wahrheitsgemäße Angabe. Und es ist nur für den Nutzer da zu sehen, was es für ein Key ist, der nicht für Privatnutzung da ist. Außerdem könnte man noch sagen Ort Deutschland und dann soll der MS Server sagen dieser Key ist für China bestimmt und darf nicht in der EU genutzt werden.

Aber MS gibt dem normalen Nutzer ja keinerlei Auskunft was das für ein Key ist, ob er in der EU legal ist für Privatnutzung. Die Information hat Ms ja zu jedem Key.

Und wenn Windows dann sagt, nene key nicht nutzbar in der EU für privat, dann weiß der Käufer mit dem Key stimmt was nicht und wendet sich an Amazon/ Ebay.

Der schuldige ist MS nicht der Käufer.
 
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Die Nutzung von nicht für gewerbliche Zwecke lizensierter Software für gewerbliche Zwecke ist bereits verboten und wieso sollte man Privatanwendern die Nutzung von Software verbieten, die nur in den großen Paketen enthalten ist? Und wieso sollte man Microsoft gegenüber die eigene Staatszugehörigkeit angeben müssen und was würde das an Rechtssicherheit bringen, wenn Microsoft nicht prüfen kann, ob die Angaben richtig sind?
Keys kann man, wie hier im Forum dargelegt wurde, bereits heute überprüfen, es geht aber um die Lizenz.
 
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