Bewertung von Selbstbau-NAS

Pffzzhh!

PC-Selbstbauer(in)
Hallo zusammen,

ich spiele derzeit mit dem Gedanken, mir aus einem alten PC ein Selbstbau NAS zu zaubern.

Ich möchte euch einmal meine Gedanken aufzeigen und euch bitten mir Hinweise/Tipps und Stolpersteine aufzuzeigen.

Grundsätzliche Idee: 4 Festplatten a 8 TB im RAID5, sodass 24TB Nutzdaten zur Verfügung stehen.

Möglicher PC:
Intel Core i7 2700K
4x4 GB RAM
Asus P8P67 LE Mainboard
Be Quiet 630W Netzteil

Nachteile der Konfig: Das Mainboard hat nur 2x SATA III und 4x SATA II. Aber ich denke, dass das bei den aktuellen Festplatten nichts ausmacht(?)
Stromhungrige Overpowered CPU: Diese will ich ziemlich in der Performance und den Stromverbrauch drücken, durch undervolting, underclocking, etc.

Ich würde es mal mit FreeNAS versuchen, weil damit viel geht und es wohl recht beliebt ist. Bessere Alternative(?)

Besteht die Möglichkeit, ggf. eine weitere SSD als RAID-Cache zu nutzen (natürlich nur wenns was bringt)?

Ich möchte am Ende auf jeden Fall folgendes können:
Selbstverständlich Daten im Netzwerk lesen/schreiben, wahrscheinlich überwiegend SMB. Möglichst Performance an der GBit LAN Grenze.
App auf dem Handy um auch Online auf die Daten zuzugreifen, zusätzlich ständige Datensicherung von Fotos & co.
Einfache Erstellung Freigabe von Dateien/Ordnern, damit online Freunde Daten lesen/speichern können, über Webmaske o. Ä.
Automatisierbare Backups (gerne inkrementell) vom PC

So ein PC kostet ja um die ~100 Euro, ein gutes NAS vom namenhaften Hersteller ab ~400 Euro. Also möchte ich vor allem Geld sparen und selber basteln ;-) Den Desktop-PC möchte ich zusätzlich soweit wie möglich zum Stromsparen bringen.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und Antworten!
 
Ich gehe mal davon aus das der Stromverbrauch nicht so wichtig ist . Falls doch würde ich eher zu einer Fertiglösung raten.
Nun zur Hardware:
Wenn du die Teile eh noch "rumfliegen" hast warum nicht.
Bei den Festplaten empfehle ich dir nur das du darauf achtest das diese keine SMR Technik verwenden.
Und 24/7 Zertifizierung schadet nicht.
Mehr dazu hier:SMR Wikipedia

Da ein Software Raid immer etwas Performance klaut(wenn auch nicht immer realistisch messbar je nach Setup)
ist es für mich schwrierig da ne Aussage über die Lese/Schreibraten zu treffen. Ich würde erstmal so starten und falls notwendig auf nen Raid Controller wechseln.
zB. Sowas:LSI 9271
Kann sein das du erstmal ein Firmware Upgrade machen musst damit deine 8TB Platten erkannt werden.

Zum Betriebssystem:
Ich würde ja einfach ein normales Debian oder Centos installieren. Da dann Samba drauf un gut is.
Falls du natürlich eher ne Gui haben willst ist freeNAS nicht schlecht.
Schau dir doch auch nochmal Openmediavault hier an. Finde das etwas "moderner".

Gruß
 
Ich gehe mal davon aus das der Stromverbrauch nicht so wichtig ist . Falls doch würde ich eher zu einer Fertiglösung raten.
Nun zur Hardware:
Wenn du die Teile eh noch "rumfliegen" hast warum nicht.
Bei den Festplaten empfehle ich dir nur das du darauf achtest das diese keine SMR Technik verwenden.
Und 24/7 Zertifizierung schadet nicht.
Mehr dazu hier:SMR Wikipedia

Da ein Software Raid immer etwas Performance klaut(wenn auch nicht immer realistisch messbar je nach Setup)
ist es für mich schwrierig da ne Aussage über die Lese/Schreibraten zu treffen. Ich würde erstmal so starten und falls notwendig auf nen Raid Controller wechseln.
zB. Sowas:LSI 9271
Kann sein das du erstmal ein Firmware Upgrade machen musst damit deine 8TB Platten erkannt werden.

Zum Betriebssystem:
Ich würde ja einfach ein normales Debian oder Centos installieren. Da dann Samba drauf un gut is.
Falls du natürlich eher ne Gui haben willst ist freeNAS nicht schlecht.
Schau dir doch auch nochmal Openmediavault hier an. Finde das etwas "moderner".

Gruß
Danke für deine Antwort! Den PC bekomme ich sehr günstig, und werde ihn wie beschrieben auch zum stromsparen treiben.
Auf jeden Fall kaufe ich richtige NAS Platten.
Klar kann ich auch ein einfaches Linux installieren und dann alles, was ich brauche nachladen. Aber das Linux gefummel ist mir zu aufwendig, und warum auch, wenn es schon zugeschnittene Lösungen gibt?

Von Open vault habe ich auch schon gehört... Ist es denn auch so schön einfach um diverse Dienste erweiterbar wie freenas?
 
Ich persönlich finde OpenmediaVault besser als FreeNAS. Muss dazu sagen das ich es aber schon lange nicht mehr verwendet habe. Probier es doch mal aus :-)
Wichtig! Es ist nicht ausgeschlossen das auch NAS Platten SMR verwenden. Da musst du richtig aufpassen. Western Digital hat da in der Vergangenheit richtig mist gebaut mit manchen Platten der WD RED Serie. SMR wurde verwendet aber diese waren nicht damit markiert.
 
Ich persönlich finde OpenmediaVault besser als FreeNAS. Muss dazu sagen das ich es aber schon lange nicht mehr verwendet habe. Probier es doch mal aus :-)
Wichtig! Es ist nicht ausgeschlossen das auch NAS Platten SMR verwenden. Da musst du richtig aufpassen. Western Digital hat da in der Vergangenheit richtig mist gebaut mit manchen Platten der WD RED Serie. SMR wurde verwendet aber diese waren nicht damit markiert.
Danke für den Hinweis zu SMR, das hatte ich auch schon gelesen und bin auf der Hut ?

Ich werde wohl wirklich erstmal OV ausprobieren.
 
Was genau hast du mit dem NAS vor bzw. was soll es leisten?

Wenn du einfach nur Netzwerkspeicher bereitstellen und für zukünftige Optionen maximal flexibel sein willst, würde ich das Ganze einfach unter Windows laufen lassen. Da können sämtliche erdenklichen Anwendungen laufen, ohne dass du auf Plugins für explizite NAS-Lösungen angewiesen wärst.

Von Raid bin ich vor Jahren weggekommen, da mir der Aufwand bei Erweiterung oder Austausch von Platten zu groß, die Datenablage zu intransparent und mir die Abhängigkeit vom jeweiligen Raid-Controller zu groß war. Stattdessen nutze ich DrivePool wegen der transparenten Parität und der besseren Speichernutzung, da Platzierung und Spiegelung einerseits flexibel bis auf Verzeichnisebene herunter konfigurierbar sind und die Anzahl der Spiegelungen praktisch nur von der Anzahl der Festplatten und deren Kapazität limitiert wird, nicht aber vom Raid-Modus. Der Pool kann ad hoc durch zusätzliche Datenträger erweitert werden und es ist komplett egal, wie diese angeschlossen und formatiert sind, oder ob CMR oder SMR zum Einsatz kommt. Bereits enthaltene Daten können weiter von dieser Platte genutzt werden - und das wahlweise separat oder als Teil des Pools.

Mein primärer Pool im Selbstbau-NAS besteht derzeit aus vier intern verbauten HDDs mit je 8 TByte. Die meisten Daten sind einfach gespiegelt, einige besonders wichtige bzw. Performance-relevante auch häufiger, mancher Nice-to-keep-Kram auch gar nicht.
Der Pool für das Backup besteht aus drei Festplatten mit 4 TByte und zwei HDDs mit 3 TByte in einem externen 5bay-Gehäuse, über USB angeschlossen und nur aktiv, wenn benötigt.
Im Hauptrechner selbst noch ein Pool aus SSDs mit 2 x 2 TByte und 2 x 500 GByte, Ablage und Spiegelung jeweils organisiert nach Performance-Gesichtspunkten.

Da hier keine Arbeit von einem Raid-Controller abgenommen wird, ist es punktuell sogar vorteilhaft, einen eigentlich überdimensionierten Prozessor verbaut zu haben (in meinem Fall ein alter i5-3570). Wohlgemerkt, das ist nicht zwingend notwendig, aber für manche Duplizierungs- und Validierungsprozesse *darf* die CPU aufdrehen, ansonsten idlet sie gemütlich und sparsam vor sich hin.
 
Nachteile der Konfig: Das Mainboard hat nur 2x SATA III und 4x SATA II. Aber ich denke, dass das bei den aktuellen Festplatten nichts ausmacht(?)
Wenn 1 GBit Anbindung genügt, dann sollte das egal sein.

Stromhungrige Overpowered CPU: Diese will ich ziemlich in der Performance und den Stromverbrauch drücken, durch undervolting, underclocking, etc.
Viel Spaß, wenn das Teil danach auch stabil und zuverlässig laufen soll. Aber vielliecht hast Du mit Deiner CPU+Board ja Glück, trotz des Alters.

Was soll da stromhungrig sein, das ist kein Q6600. Mein i7-2600K braucht mit 3 aktiven HDDs, SSD, 4*8=32 GB Ram, 10 GBit Lan und IGP 52W, mit deaktivierten Platten sind es 39W. Und das seit 9 Jahren, egal ob als Desktop oder seit 1,5 Jahren als Heimserver/NAS.

Die Kiste lief ganz früher mal undervoltet, bis ich nach ca. 15 Jahren Datenverluste und Abstürze hatte. Die musst Du im unbeaufsichtigten NAS erst einmal bemerken und dann auch mit dem Undervolting (und nicht mit dem Mainbaord, Netzteil, Ram usw) in Verbindung bringen.

Das QNap hat vorher auch 29W mit 4 aktiven Platten benötigt. Das sind also gigantische ca. 25 W Mehrverbrauch, mit passender Ram-Größe sicher etwas weniger. Also (wenn die Platten 24/7 durchlaufen würden) 5 € Mehrkosten in Form von Stromverschwendung.

Besteht die Möglichkeit, ggf. eine weitere SSD als RAID-Cache zu nutzen (natürlich nur wenns was bringt)?
Eine Einzelplatte schafft 150-200 MB/s lesend wie schreibend, wenn das Soft-RAID nicht nextremer Schrott ist, sollte sich daran bei einem i7-2700K ohne Verschlüsselung und sonstigen Spielereien auch mit einem RAID5 nicht viel ändern.

Was willst Du das cachen? Wenn das NAS-OS etwas taugt (also mehr wie ein Standard Win10), dann erwarte ich von dem, dass es das RAM als Cache nutzt (außer, das wird für ZFS und Deduplizierung benötigt). Bleiben also >= 8 GB an Cache, bis das NAS auf Grund von Storage-Geschwindigkeit unter die 113 MB/s des GBit Lan fallen könnte. Baust Du 10 GBit ein, ist natürlich etwas anderes selbst 2,5 GBit dürftest Du ohne SSD-Cache nur geringfügig ausbremsen.

Aber klar, wenn Du immer wieder intensiv (und ausschließlich) auf die selben Dateien zugreifst, könnte ein SSD-Cache den Stromverbrauch massiv senken.

So ein PC kostet ja um die ~100 Euro, ein gutes NAS vom namenhaften Hersteller ab ~400 Euro. Also möchte ich vor allem Geld sparen und selber basteln ;-) Den Desktop-PC möchte ich zusätzlich soweit wie möglich zum Stromsparen bringen.
Strom wird vermutlich nicht günstiger, der PC scheint noch nicht vorhanden zu sein. Wie lange soll die alte HW im Dauerbetrieb laufen. Mien PC war eine EhDa Ressource, Kosten 0€, Geld spart man damit vermutlich nicht, wenn er, wie wohl bei Dir, wirklich 24/7 laufen muss und ständig etwas zu tun bekommt.

Spätestens, wenn Du darauch auf noch die Freunde loslässt und automatische Backups laufen lässt, ist ein zweites NAS als Backup fürs erste nötig. Bei der von Dir geschilderten Nutzung in einer komplett automatisierten Form.

RAID ist kein Backup und bei der Nutzung wäre das für mich auch keine temp. Lösung, ist ich regelmäßig manuell ein Backup erstellt habe.

Was die Platen betriffgt: WD Red Plus 8 TB sind zwar CMR, mittlerweile aber leider luftgefüllt und damit laut und werden auch recht warm. Mir sind keine 8TB HDDs mehr bekannt, die so schön leise (und bie mir zuverlässig) wie die alten WD Red 8 TB (WD80EFZX) mit Helumfüllung sind.

Klar kann ich auch ein einfaches Linux installieren und dann alles, was ich brauche nachladen. Aber das Linux gefummel ist mir zu aufwendig, und warum auch, wenn es schon zugeschnittene Lösungen gibt?
Wenn Du dort alles exakt so findest, wie Du es möchtest.

Für mich war genau das der Grund, vom QNap-NAS auf meinen alten PC (mit i7-2600K) umzusteigen. Bis ich die Fertigsoftware so individualisiert hätte, war mir Linux lieber.

Von Open vault habe ich auch schon gehört... Ist es denn auch so schön einfach um diverse Dienste erweiterbar wie freenas?
Also doch wieder Herumgefummel?
 
Was genau hast du mit dem NAS vor bzw. was soll es leisten?

Wenn du einfach nur Netzwerkspeicher bereitstellen und für zukünftige Optionen maximal flexibel sein willst, würde ich das Ganze einfach unter Windows laufen lassen. Da können sämtliche erdenklichen Anwendungen laufen, ohne dass du auf Plugins für explizite NAS-Lösungen angewiesen wärst.

Von Raid bin ich vor Jahren weggekommen, da mir der Aufwand bei Erweiterung oder Austausch von Platten zu groß, die Datenablage zu intransparent und mir die Abhängigkeit vom jeweiligen Raid-Controller zu groß war. Stattdessen nutze ich DrivePool wegen der transparenten Parität und der besseren Speichernutzung, da Platzierung und Spiegelung einerseits flexibel bis auf Verzeichnisebene herunter konfigurierbar sind und die Anzahl der Spiegelungen praktisch nur von der Anzahl der Festplatten und deren Kapazität limitiert wird, nicht aber vom Raid-Modus. Der Pool kann ad hoc durch zusätzliche Datenträger erweitert werden und es ist komplett egal, wie diese angeschlossen und formatiert sind, oder ob CMR oder SMR zum Einsatz kommt. Bereits enthaltene Daten können weiter von dieser Platte genutzt werden - und das wahlweise separat oder als Teil des Pools.

Mein primärer Pool im Selbstbau-NAS besteht derzeit aus vier intern verbauten HDDs mit je 8 TByte. Die meisten Daten sind einfach gespiegelt, einige besonders wichtige bzw. Performance-relevante auch häufiger, mancher Nice-to-keep-Kram auch gar nicht.
Der Pool für das Backup besteht aus drei Festplatten mit 4 TByte und zwei HDDs mit 3 TByte in einem externen 5bay-Gehäuse, über USB angeschlossen und nur aktiv, wenn benötigt.
Im Hauptrechner selbst noch ein Pool aus SSDs mit 2 x 2 TByte und 2 x 500 GByte, Ablage und Spiegelung jeweils organisiert nach Performance-Gesichtspunkten.

Da hier keine Arbeit von einem Raid-Controller abgenommen wird, ist es punktuell sogar vorteilhaft, einen eigentlich überdimensionierten Prozessor verbaut zu haben (in meinem Fall ein alter i5-3570). Wohlgemerkt, das ist nicht zwingend notwendig, aber für manche Duplizierungs- und Validierungsprozesse *darf* die CPU aufdrehen, ansonsten idlet sie gemütlich und sparsam vor sich hin.
Danke für deine Antwort!
Was ich damit machen möchte habe ich ja aufgeführt:
"
Ich möchte am Ende auf jeden Fall folgendes können:
Selbstverständlich Daten im Netzwerk lesen/schreiben, wahrscheinlich überwiegend SMB. Möglichst Performance an der GBit LAN Grenze.
App auf dem Handy um auch Online auf die Daten zuzugreifen, zusätzlich ständige Datensicherung von Fotos & co.
Einfache Erstellung Freigabe von Dateien/Ordnern, damit online Freunde Daten lesen/speichern können, über Webmaske o. Ä.
Automatisierbare Backups (gerne inkrementell) vom PC
"
Die beiden mittleren Anforderungen klingen also nach sowas wie "OwnCloud".

Bzgl. Raid: Ich hatte prinzipiell ein Software-Raid im Auge, weil ich keinen Controller kaufen möchte und per Software alles im Griff haben möchte. Warum Raid5? Na weil eine von vier Platten ausfallen darf, aber die Daten noch da sind (zumindest von der Hardware her gesehen, andere Fehler können durch Backups abgesichert werden)
Wenn 1 GBit Anbindung genügt, dann sollte das egal sein.

Viel Spaß, wenn das Teil danach auch stabil und zuverlässig laufen soll. Aber vielliecht hast Du mit Deiner CPU+Board ja Glück, trotz des Alters.

Was soll da stromhungrig sein, das ist kein Q6600. Mein i7-2600K braucht mit 3 aktiven HDDs, SSD, 4*8=32 GB Ram, 10 GBit Lan und IGP 52W, mit deaktivierten Platten sind es 39W. Und das seit 9 Jahren, egal ob als Desktop oder seit 1,5 Jahren als Heimserver/NAS.

Die Kiste lief ganz früher mal undervoltet, bis ich nach ca. 15 Jahren Datenverluste und Abstürze hatte. Die musst Du im unbeaufsichtigten NAS erst einmal bemerken und dann auch mit dem Undervolting (und nicht mit dem Mainbaord, Netzteil, Ram usw) in Verbindung bringen.

Das QNap hat vorher auch 29W mit 4 aktiven Platten benötigt. Das sind also gigantische ca. 25 W Mehrverbrauch, mit passender Ram-Größe sicher etwas weniger. Also (wenn die Platten 24/7 durchlaufen würden) 5 € Mehrkosten in Form von Stromverschwendung.

Eine Einzelplatte schafft 150-200 MB/s lesend wie schreibend, wenn das Soft-RAID nicht nextremer Schrott ist, sollte sich daran bei einem i7-2700K ohne Verschlüsselung und sonstigen Spielereien auch mit einem RAID5 nicht viel ändern.

Was willst Du das cachen? Wenn das NAS-OS etwas taugt (also mehr wie ein Standard Win10), dann erwarte ich von dem, dass es das RAM als Cache nutzt (außer, das wird für ZFS und Deduplizierung benötigt). Bleiben also >= 8 GB an Cache, bis das NAS auf Grund von Storage-Geschwindigkeit unter die 113 MB/s des GBit Lan fallen könnte. Baust Du 10 GBit ein, ist natürlich etwas anderes selbst 2,5 GBit dürftest Du ohne SSD-Cache nur geringfügig ausbremsen.

Aber klar, wenn Du immer wieder intensiv (und ausschließlich) auf die selben Dateien zugreifst, könnte ein SSD-Cache den Stromverbrauch massiv senken.

Strom wird vermutlich nicht günstiger, der PC scheint noch nicht vorhanden zu sein. Wie lange soll die alte HW im Dauerbetrieb laufen. Mien PC war eine EhDa Ressource, Kosten 0€, Geld spart man damit vermutlich nicht, wenn er, wie wohl bei Dir, wirklich 24/7 laufen muss und ständig etwas zu tun bekommt.

Spätestens, wenn Du darauch auf noch die Freunde loslässt und automatische Backups laufen lässt, ist ein zweites NAS als Backup fürs erste nötig. Bei der von Dir geschilderten Nutzung in einer komplett automatisierten Form.

RAID ist kein Backup und bei der Nutzung wäre das für mich auch keine temp. Lösung, ist ich regelmäßig manuell ein Backup erstellt habe.

Was die Platen betriffgt: WD Red Plus 8 TB sind zwar CMR, mittlerweile aber leider luftgefüllt und damit laut und werden auch recht warm. Mir sind keine 8TB HDDs mehr bekannt, die so schön leise (und bie mir zuverlässig) wie die alten WD Red 8 TB (WD80EFZX) mit Helumfüllung sind.

Wenn Du dort alles exakt so findest, wie Du es möchtest.

Für mich war genau das der Grund, vom QNap-NAS auf meinen alten PC (mit i7-2600K) umzusteigen. Bis ich die Fertigsoftware so individualisiert hätte, war mir Linux lieber.

Also doch wieder Herumgefummel?

Danke für deine direkten Antworten!

Ok, ich verstehe deinen Standpunkt zur GBit/s Performance, die auch ohne SSD geht. Das leuchtet mir ein, die spare ich mir. Ist dann eh eine SSD drin fürs OS.

Ja, ein RAID ist kein Backup. Ein RAID5 bringt Performance und schützt vor einen Hardwareausfall. Mehr soll es mir nicht bringen.

Zum Linux-"Herumgefummel", an dem Ausdruck störst du dich anscheinend:
Dann formuliere ich meine Erwartungshaltung anders: Ich möchte ein Fertig-OS, dass mir über einfache (GUI) Mittel die Möglichkeit bietet, alle Dienste einrichten zu können, die ich jetzt oder später für mein NAS haben möchte.
Eine blanke Distribution mit RAID und Diensten einzurichten ist für mich als Linux "gerade-noch-Noob" eher frustrierend, da ich bei meinen bisherigen Linux-Erfahrungen ständig in Foren suchen musste, was warum jetzt geht oder eben nicht. Diese Erfahrungen sind war interessant, aber ich möchte es nun halt einfacher und geführter haben. OpenVault sieht für mich erstmal ansprechend aus, mal schauen, wie meine Erfahrungen damit werden.

Zum Undervolting: Ich denke ja darin, sinngemäß die ganze TDP zu senken, also auch maximale Taktrate, etc. Sodass es sich halt wie ein kleinerer sparsamer Prozessor verhält, quasi künstlich beschneiden. Ich messe natürlich mal den Verbrauch und schaue, was wie viel bringt, und sich vor allem lohnt.
Der PC steht dann zwar in der Abstellkammer, darf aber eben auch kühl und leise sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Linux-"Herumgefummel", an dem Ausdruck störst du dich anscheinend:
Ich störe mich nicht daran, ich kann nur Deine Argumentation nicht ganz nachvollziehen. Einerseits stört es Dich, das Linux selber einrichten zu müssen, was ich durchaus verstehe. Andererseits setzt Du auf Plugins/Erweiterungen eines OwnCloud/OpenMediaVault.

Ab dem ersten Punkt, an dem Du kein passendes Plugin findest, geht das "Gebastel" los oder Dir fehlt die gewünschte Funktionalität. Ein paar der von Dir genannten Punkte gehen für mich in diese Richtung, wobei ich nicht alle für OwnCloud/OpenMediaVault verfügbaren Plugins kenne.

"Automatisierbare Backups (gerne inkrementell) vom PC" sind für mich in der heutigen Zeit etwas, das nicht der PC steuern muss sondern das NAS. Oder es ist, falls es Backup-Images sein sollen, ein Kombination aus beiden.

Der PC darf bei mir keinen schreibenden Zugriff auf die Backup-Ordner im NAS haben (bzw. eigentlich würde mir das Verbot der Dateiänderung genügen, also ein WORM). Auch den Schreibzugriff vom PC aus mit einem gesonderten Backup-User könnte ein Trojaner auf dem PC abfangen und dann die Backups auf dem NAS verschlüsseln.

Ob es für OMV Plugins gibt, welche die Bilder vom Smartphone automatisch abholen und sichern, weiss ich nicht. Auch da hätte ich, wenn ich sowas benötige, gerne einen Automatismus. Mind. muss das NAS die Bilder nach dem Backup auf dem NAS vor Schreibzugriffen schützen.

Aber auch bei OMV wird man (hoffentlich) an die shell kommen um sich solche Skripte selber zusammen zu bauen, falls das genutzte Plugin sowas nicht beherrscht.

Zum Undervolting: Ich denke ja darin, sinngemäß die ganze TDP zu senken, also auch maximale Taktrate, etc. Sodass es sich halt wie ein kleinerer sparsamer Prozessor verhält, quasi künstlich beschneiden.
Wie auch immer das bei einem SB i7-2700K geht. Bei meinem i9-9900K (der im Leerlauf mit ein paar SSDs und Grafikkarte auch nur 38W verbraucht) kann ich das im BIOS einfach einstellen. Beim i7-2600K erinnere ich mich an keine Settings im BIOS. U.U. kann man den Max Multiplikator einstellen.

Ob es dann energieeffizienter ist, den i7-2700K kurz mit 60-95W rechnen zu lassen (falls Du jemals solche Software dort laufen hast) oder länger mit weniger Verbrauch, mussst Du wohl testen.

Leise wird der i7 mit 4 HDD niemals, falls Du nicht für die angedachten 100€ auch ein vollständig gedämmtes und trotzdem gut belüftetes Gehäuse bekommst. In meinem (zugegeben aus dünnem Blech) bestehenden Gehäuse höre ich sogar die WD Red 8TB (Luftgefüllt) mehr wie die Seagate Exos X X16. Beide laufen, wie WD mittlerweile für die WD Red zugegeben hat, mit 7200. Und folglich sind die Platten weder leise im Leerlauf, noch leise im Zugriff noch sind sie im Zugriff kühl. Vier Stück davon muss man sicherlich aktiv kühlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für deine Antwort!
Was ich damit machen möchte habe ich ja aufgeführt:
"
Ich möchte am Ende auf jeden Fall folgendes können:
Selbstverständlich Daten im Netzwerk lesen/schreiben, wahrscheinlich überwiegend SMB. Möglichst Performance an der GBit LAN Grenze.
App auf dem Handy um auch Online auf die Daten zuzugreifen, zusätzlich ständige Datensicherung von Fotos & co.
Einfache Erstellung Freigabe von Dateien/Ordnern, damit online Freunde Daten lesen/speichern können, über Webmaske o. Ä.
Automatisierbare Backups (gerne inkrementell) vom PC
"
Die beiden mittleren Anforderungen klingen also nach sowas wie "OwnCloud".
Entschuldige bitte, meine Frage war unpräzise gestellt: Was ich meinte war, wie groß dein Wille ist, dich in die Einrichtung aller Funktionen/Komponenten einzufuchsen. Aus deinem Ausführungen zum Thema "Gebastel" schließe ich, dass du mit einer Windows-Basis vermutlich tatsächlich besser bedient bist, da du dort alle gewünschten Funktionalitäten, sofern nicht bereits Teil des OS, wie gewohnt als Anwendung installieren und einrichten kannst.

Mit Linux als Basis sind die Lösungen zumeist eleganter, aber der Einarbeitungsaufwand in aller Regel höher.

Bzgl. Raid: Ich hatte prinzipiell ein Software-Raid im Auge, weil ich keinen Controller kaufen möchte und per Software alles im Griff haben möchte. Warum Raid5? Na weil eine von vier Platten ausfallen darf, aber die Daten noch da sind (zumindest von der Hardware her gesehen, andere Fehler können durch Backups abgesichert werden)
Wenn es sogar um ein Software-Raid geht, entfällt das Argument maximaler Performance und es spricht erst recht alles dafür, den Speicherplatz eher zu poolen. Da kann dann, vergleichbar mit einem Raid-1, sogar die Hälfte der jeweils verfügbaren Platten ausfallen, jedoch ohne grundsätzlich doppelten Speicherplatzbedarf. Und natürlich mit dem Vorteil, dass ein Zusammenbruch des "Raids" die Daten auf den einzelnen Platten nicht unleserlich macht und der Austausch oder die Erweiterung von HDDs mit einem Klick erfolgt und der Platz sofort verfügbar ist.

Die Übertragungsgeschwindigkeit im Gigabit-LAN sollte übrigens unabhängig davon sein, wie du den Speicherplatz letztlich organisierst. Möglich sind über das LAN ca. 115 MByte/s und das werden weder die HDDs noch die Sandy-Bridge-Plattform ausbremsen. Lediglich ein schlechtes oder falsch konfiguriertes Software-Raid könnte zu Einbußen führen, beispielsweise bei der Datenspiegelung in (versuchter) Echtzeit.
Das gesagt, bringen SSDs in dieser Hinsicht keinen direkten Vorteil und wären lediglich im Betrieb leiser und stromsparender. Indirekt ermöglichen es die meisten Pool-Systeme, eine Art Landezone auf SSD einzurichten, in der auf das NAS gespeicherte Daten erst einmal landen, bevor sie im Hintergrund auf den langsameren HDDs einsortiert werden. Auch zahlreiche kleine Dateien kann man gezielt auf den schnelleren Disks im Pool ablegen lassen, um Lags beim Abruf zu verringern.
 
Um es in einem Satz zusammenzufassen: Ein RAID organisiert Datenträger, ein Pool organisiert Daten.

Der Vorteil ist die flexiblere Struktur, der Nachteil ist die - je nach verwendetem System und Verwendungszweck - geringfügig oder auch stark verringerte Performance.
Es gibt Pool-Systeme, die sollte man nicht einmal mit der Kneifzange anfassen, beispielsweise die Storage Spaces von Windows, weil diese quasi nur alle Nachteile von Raids und Pools (intransparentes Dateisystem, Datenträger müssen exklusiv verwendet und speziell formatiert werden, reduzierte Performance etc.) kombinieren. Hingegen haben Systeme wie DrivePool, DriveBender, Unraid ihre ganz spezifischen Stärken und Schwächen, sind aber alle grundsätzlich problemlos verwendbar.
 
Mit Linux als Basis sind die Lösungen zumeist eleganter, aber der Einarbeitungsaufwand in aller Regel höher.
Hier war bisher eine Lösung auf OpenMediaVault/FreeNAS Basis priorisiert. Wer keinen (einfach einzurichtenden) DrivePool benötigt und im Fertigsystem alles findet, was er möchte, ist damit erheblich einfacher dran.

Und dann ein Windows 10 als Heimserver-System, das ich auch anderen zur Verfügung stelle und ins Internet freigebe?
 
Und dann ein Windows 10 als Heimserver-System, das ich auch anderen zur Verfügung stelle und ins Internet freigebe?
Fahrlässiges bis idiotisches Aushebeln vorhandener Sicherheitskonzepte ist nicht auf Windows beschränkt, soweit ich weiß. ;)

Aber du hast natürlich recht: Wem die (ggf. erweiterbare) Funktionalität einer Komplettlösung genügt, ist damit in aller Regel gut bedient. Ärgerlich wird es nur, wenn sich der Bedarf später verändert und die bisherige Lösung ihn nicht mehr erfüllen kann, das NAS und die darauf gespeicherten Daten jedoch nicht ohne Weiteres auf eine andere überführt werden können. Dann ist eine Mischung aus vertrauter Arbeitsumgebung mit geringer Einarbeitungshürde und maximaler Flexibilität meines Erachtens der bessere Weg.

Ich kenne diese Entwicklung aus eigener leidiger Erfahrung und die Foren sind voll mit entsprechenden Beiträgen, in denen die ursprünglich verwendete Lösung gewünschte/benötigte Funktionen nicht bietet, nur sehr schleppend erhält oder die Entwicklung schlimmstenfalls sogar komplett eingestellt wird. Wenn man dann - um mal bei jetzigen Beispiel zu bleiben - auf bis zu 16 TByte Daten sitzt, die irgendwie auf ein neues System migriert werden wollen, wünscht man sich, gleich von Anfang an auf weniger hermetische Lösungen gesetzt zu haben.
 
Hallo zusammen,

hier mal ein Lebenszeichen von mir.

Also diese Storage Spaces finde ich klasse. Ich bin jetzt soweit, dass ich anstatt 4x8TB nun 2x12TB günstig gekauft habe.
Ich werde wohl auch auf WIndows als OS setzen, da ich damit einfach am besten klarkomme und vermutlich ohne große Probleme jeden Dienst darauf bekomme, den ich mir wünsche, ohne zu sehr zu fummeln.

Aktuell habe ich auf den 2x12TB nun per Storage Space ein "RAID1" 2x2TB und den Rest als ungesicherten Platz eingerichtet. Bisher noch per USB an meinem PC, bald dann am "Server-PC". Ich hoffe, dass die Storage-Spaces dort auch direkt übernommen werden...

Ich würde jetzt ein billiges Win10 kaufen. Gibt es noch einen Grund eher ein Server-System zu kaufen? Nach meiner Recherche würde das vieles eher komplizierter machen...
 
Für maximal ein bißchen private Cloud etc. wäre Windows Server überdimensioniert, das geht auch mit der Home- oder für etwas mehr Kontrolle mit der Pro-Variante.

Mit Storage Spaces meinst du hoffentlich nicht die von Windows, denn von denen kann man nur abraten. Sie sind vielleicht okay, wenn man im Vorab ausprobieren will, wie sich so etwas grundsätzlich handhaben lässt, aber ich würde dem nicht meinen endgültigen Datenpool anvertrauen. Die verbinden so ziemlich alle Nachteile eines RAID und eines Pools, ohne deren jeweilige Vorteile zu bieten und sind obendrein unzuverlässig.

Schau dir stattdessen lieber DrivePool oder DriveBender an. Die sind in jeder Hinsicht überlegen, spottbillig und haben großzügige Testzeiträume. Ich habe beide gründlich ausprobiert, beide sind prinzipiell empfehlenswert.

Bei mir ist es letztendlich DrivePool geworden, dazu könnte ich auch umfassend Einstiegshilfe leisten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde jetzt ein billiges Win10 kaufen.
Es ist ja ein rein privat genutztes System, da mag ein Aktivierungskey ohne Lizenznachweis genügen.

Gibt es noch einen Grund eher ein Server-System zu kaufen? Nach meiner Recherche würde das vieles eher komplizierter machen...
Was soll daran komplizierter sein, wenn man die GUI-Variante installiert?

Es ist erheblich teurer, es mögen einige reine Desktop-Anwendungen nicht laufen (ich habe zwar bei Win Server 2016 bisher keine gefunden, es aber auch nicht als Desktop-OS genutzt) und es ist eine LTSC Variante. Win Server 2019 erhält extended Support (also Security Fixes) bis 2029.

Wenn Dich das 18 Monatige Upgrade bei Win 10 Pro nicht stört, sollte das genügen. 30-60 Tage am Stück wird es wohl problemlos laufen, dann muss man zum Einspielen der Security Fixes sowieso booten.

Fahrlässiges bis idiotisches Aushebeln vorhandener Sicherheitskonzepte ist nicht auf Windows beschränkt, soweit ich weiß.
Klar, aber als "Server" mit Serverdiensten, die aus dem Internet erreichbar sind, wollte ich nur ungerne ein ungepatches System laufen lassen. Also muss man sich drum kümmern oder die Kiste bootet gar alle 30 Tage von selber neu (hoffentlch ohne relevante Bugs im Update und nicht gerade dann, wenn man sich im Urlaub darauf verlassen möchte).

An eine LTSC Version vom Windows 10 kommt man privat nicht legal heran, da hätte ein Server-OS für mich schon Vorteile (kostet bei Windows halt leider mind. das 2,5 fache). Das ist dann einer der Gründe, auf meinem Linux-NAS demnächst CentOS zu installieren und wenn das für mich nutzbar ist, auch auf dem Haupt-Server wieder von Windows zu Linux zu wechseln. Wobei ich dabei ohne Datenverlust/Nutzung des Backups immer noch bei NTFS hänge und nicht auf BTRFS wechseln kann.

Wenn man dann - um mal bei jetzigen Beispiel zu bleiben - auf bis zu 16 TByte Daten sitzt, die irgendwie auf ein neues System migriert werden wollen, wünscht man sich, gleich von Anfang an auf weniger hermetische Lösungen gesetzt zu haben.
Und was machst Du, wenn DrivePool plötzlich nicht mehr weiter entwickelt wird? Oder wenn der Hersteller plötzlich Adobe nacheifert und nur noch ein Abo anbietet? Spätestens, wenn Microsoft danach eine inkompatibele Änderung bringt, müsstest Du auch migrieren.

Das ist am Ende für mich genauso irrelevant wie der Versuch, einige viele Jahre alte HDDs von einem NAS-OS ohne Datenverlust in ein anderes migrieren zu wollen. Mir ist es jedenfalls nicht in den Sinn gekommen, nach 7 Jahren vier 2-3 TB kleine Platten vom QNap-NAS (für das es immer noch Firmware-Updates geben würde) in ein neues NAS umzuziehen.
 
Und was machst Du, wenn DrivePool plötzlich nicht mehr weiter entwickelt wird? Oder wenn der Hersteller plötzlich Adobe nacheifert und nur noch ein Abo anbietet? Spätestens, wenn Microsoft danach eine inkompatibele Änderung bringt, müsstest Du auch migrieren.
Die Gefahr, dass Anbieter ihr Angebot einstellen, Funktionen einkassieren oder die Konditionen ändern könnten, besteht überall. Die Frage ist, wie du dann dastehst und was deine Optionen mit dem existierenden Datenbestand sind.
Wenn die Organisation der Daten im Pool - wie schon geschrieben - nicht hermetisch ist, kann ich die Inhalte an nahezu jedem beliebigen Rechner anschließen und die Daten weiter nutzen, sie kopieren, verschieben und natürlich auch ins neue - ebenfalls nicht hermetische - Ablagesystem seeden. Und zwar nicht als stunden- oder gar tagelanger Vorgang, sondern genau so lange, wie es dauert, ein Verzeichnis innerhalb eines Dateisystems zu verschieben.

Was ich bei hermetischen Systemen immer habe, nämlich der Zwang, meinen Datenbestand auf neue Festplatten mindestens der gleichen Kapazität zu migrieren und dort ggf. die Paritäten neu aufzubauen, ist hier der worst case, der nur dann eintritt, wenn keine neue, nicht hermetische Alternative finde.
Die Gefahr, ohne spezifische Controller und/oder Software gar nicht mehr an die Daten heranzukommen, ist hier überhaupt nicht vorhanden.

Das sind für mich klare Vorteile. Der einzig verbleibende wesentliche Nachteil besteht darin, das Microsoft mir die Basis wegziehen könnte, auf der meine Pool-Software läuft. Und inwiefern unterscheidet sich das davon, dass mir das ganze Server-OS unter den Füßen weggezogen werden könnte? :ka:

Dass der Server mal kurz ausfallen kann, weil Windows für einen größeren Patch neu startet, halte ich für kein valides Argument. Auch Linux-basierte Systeme benötigen einen Neustart, damit der volle Patchlevel erreicht wird - sie sind nur flexibler, was den Zeitpunkt dieses Neustarts angeht. Das spricht dann gegen Windows Home, jedoch nicht pauschal gegen Windows als Basis.
In der Praxis ist es ohnehin wurscht, denn für sensible Produktivsysteme, in denen der Server nicht einmal kurz wegen eines Neustarts down sein darf, sind alle DIY-Lösungen eher fragwürdig.

Das ist am Ende für mich genauso irrelevant wie der Versuch, einige viele Jahre alte HDDs von einem NAS-OS ohne Datenverlust in ein anderes migrieren zu wollen. Mir ist es jedenfalls nicht in den Sinn gekommen, nach 7 Jahren vier 2-3 TB kleine Platten vom QNap-NAS (für das es immer noch Firmware-Updates geben würde) in ein neues NAS umzuziehen.

Da muss man halt sehen, wie der grundsätzliche Ansatz für Ausfallsicherheit und Kapazitätserweiterung aussieht. Ich sehe in einem Selbstbau-NAS (!), dessen Aufnahmefähigkeit für Datenträger ich selbst bestimmen kann, keinerlei Anlass, funktionierende Datenspeicher einzumotten, wenn ich sie auch einfach um weitere/neuere/größere erweitern und mit quasi einem Klick dafür sorgen kann, dass sich keinerlei Parität allein auf die alten-Platten stützt. Wenn dann eine der alten Platten doch irgendwann ausfällt, bekomme ich eine Meldung, nehme sie aus dem Pool und - falls überhaupt erforderlich - ersetze sie.
Gleiches gilt, wenn mir einfach die Performance nicht mehr zusagt. Aber ich muss nie, an keiner einzigen Stelle, den kompletten Datenbestand migrieren. Außer natürlich bei einem GAU, der alle Platten des NAS gleichzeitig schrottet. Dagegen jedoch bieten auch andere Lösungen keinerlei Schutz.
 
Ich habe jetzt viel herumprobiert aber leider fast keine Möglichkeit gefunden, den 2600k sparsam zu bekommen... Das ist erst in den direkten nachfolge Generationen besser geworden.

Daher habe ich mich dazu durchgerungen, doch ein gezielt sparsames NAS mit aktuellen Komponenten zusammen zu bauen.

Dafür halte ich mich an diese gute Anleitung:

Ich habe jetzt viel herumprobiert aber leider fast keine Möglichkeit gefunden, den 2600k sparsam zu bekommen... Das ist erst in den direkten nachfolge Generationen besser geworden.

Daher habe ich mich dazu durchgerungen, doch ein gezielt sparsames NAS mit aktuellen Komponenten zusammen zu bauen.

Dafür halte ich mich an diese gute Anleitung:
Sind nur leider gut 200 Euro, aber da muss ich jetzt halt durch...

Danke nochmal für eure Hilfe!
Ich denke jetzt doch darüber nach, openmediavault zu nutzen. Wenn ich das richtig sehe, brauche ich ein plugin, um ein drivepool einzurichten? Ich möchte letztendlich wie unter Windows einzelne "Partitionen" im Pool erstellen mit individuellen Paritäten
 
Ich denke jetzt doch darüber nach, openmediavault zu nutzen. Wenn ich das richtig sehe, brauche ich ein plugin, um ein drivepool einzurichten? Ich möchte letztendlich wie unter Windows einzelne "Partitionen" im Pool erstellen mit individuellen Paritäten
Das müsste mergerFS sein. Meines Wissens sehr stabil, aber ich weiß nicht, wie es dort mit Paritäten aussieht und wie wichtig dir das ist - es könnte nämlich sein, dass du diese mittels RAID herstellen musst, bevor du den Pool oder die Pools mit mergerFS organisierst.

Hardwareseitig sieht die Konfiguration solide aus. Der sparsame Betrieb entsteht allerdings eher durch das dort verwendete Netzteil und ich fürchte, das NAS muss eine ganz Weile laufen, bevor sich die Anschaffung durch geringeren Stromverbrauch amortisiert. Das soll dich aber nicht bremsen, ein kompletter Neubau ist auf jeden Fall ein spannendes Projekt! :)
 
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