Habe mal den Originalartikel überflogen. Unter
Laborbedingungen(!) kriegt man es gerade so hin halbwegs brauchbare Infos (nur die erste Zahl des PINs etc.) soweit auszulesen, dass man sich beim Erraten des PINs ein bisschen (+10-20%) über Zufallsniveau befindet...
Wenn man sich den Alltag anschaut, gibt es so gut wie niemanden, der solche Geräte nutzt. Das ist Punkt 1.
Dazu kommt, dass man für brauchbare Infos keinerlei Inferenz haben darf. D.h. der User darf für mindestens 90s am Stück seine Aufmerksamkeit auf
nichts anderes lenken als die Zahlen, die man rausfinden möchte, oder eben anderen Dinge wie Bankkarten usw. Also ein Umstand, der extrem schwierig herzustellen sein wird! Zumindest, wenn man davon ausgeht, dass der User nichts von dem Angriff merken soll

Selbst Kleinigkeiten wie Augenbewegungen, kleinste Körperbewegungen, Geräusche aller Art oder einfach nur andere Gedanken und man kann die Auswertung vergessen (wenn man es nicht 1000 Mal versucht und dann mit viel Glück ein Muster aus dem Signal herausrechnen kann).
Punkt 3: Die Hacker müssten viel Ahnung von der Auswertung von EEGs haben.
Wenn ich mir diese 3 Punkte anschaue, frage ich mich, wer so einen enormen (!) Aufwand betreiben wollen würde, um dann die Ratewahrscheinlichkeit um ein paar Prozent anheben zu können? Ganz davon abgesehen, dass auch in absehbarer Zeit kaum jemand diese Geräte für die Alltägliche Nutzung verwendet
Vom "
Auslesen von Infos aus dem Gehirn" kann hier absolut nicht die Rede sein! Auch nicht in den nächsten 10 Jahren. In meinen Augen ist es lächerlich, dass die Autoren versuchen einen so großen Impact in ihre Untersuchung hineinzuinterpretieren. Wenn das alles so einfach ginge, wäre eine Großzahl an Hirnforschern überglücklich!