Bericht: Gothic-4-Publisher in finanziellen Schwierigkeiten

Wenn man sich hier ein paar Kommentare durchliest dann kann man nur mit dem Kopf schütteln. Guckt ihr Leute eigentlich nur auf Euren Bildschirm und auf die Wand dahinter? Oder wo kommt diese eklatante Verfremdung zur Realität her?? Ich mein wie kann man einem Unternehmen die Pleite wünschen wenn da Existenzen dran hängen? Wenn ihrn verschimmeltes Brot kauft und es erst zu Hause merkt, wünscht ihr dem Markt oder Bäcker dann auch die Pleite? Echt mal. Was solches geflame angeht hat das Forum echt an Reiz verloren. Man macht nen Thread auf und liest nur noch Seitenlang sone *******. :daumen2:

Man kann JoWood nicht alleine die komplette Schuld am G3 Debakel geben. Die haben das Spiel nicht entwickelt. Mehr gibs dazu nicht zu sagen.
 
das Erste worauf ein erfahrener RPG Spieler achtet ist das Kampfsystem. Abschreckungspunkt Nr1 für mich. Und auch der Grund weshalb ich Dragon Age Origins nach 10 min wieder deinstalliert hab.

Bei The Witcher ist es am anfang noch etwas lau, aber man kann bereits beim ersten Gegner erkennen, es wird mit combos gearbeitet, sieht als vielversprechend aus.

Kritikpunkt Nr2 Talente und Entwicklung.
Nachdem man die ersten 5 Gegner niedergemetzelt hat schaut man ja schonmal nach, was is denn so später alles drin. Und da erkennt man bei the Witcher sofort, es wird 2 Schwerter arten geben (1 Stahlschwert für Menschen und Tiere, und 1 Silberschwert für Monster) und für beide jeweils 3 Kampfstile. Im Skilltree lässt sich gleich erkennen es kommen weitere combos dazu.

Was mich sehr angesprochen hat war, dass es für die 4 Attribute (Ausdauer, Stärke, Geschick und Vitalität) jeweils einen Skilltree gibt. Des Weiteren für alle 5 Arten der Hexer Magie, für die drei Stahlschwert-Stile jeweils einen und auch für die 3 Silberschwert-Stile. Hat mehr sehr gefallen.

Das Kampfsystem macht bereits mit lvl 12 einfach Laune, Drehung links, Drehrung rechts, schlag hinterm Rücken etc. sehr schön anzuschauen.
Ist ein gegner gelämt wird das kurzer hand das Schwert anders herrum genommen und dem Gegner in den Kopf gebrettert... ;) oder in den Rücken gehaun und die Kehle aufgeschlitzt.... und so komme ich zum 3. Punkt was für the Witcher spricht...

Es ist kein dämliches Heile Welt Spiel ... da werden Kraftausdrücke verwendet, es laufen Huren rum, nackte Vampire, es wird leuten der Kopf abgeschlagen, man selber is kein standart Held, ich rette dei Welt und will nur Anerkennung dafür... nein, man wird beschimpft, arbeitet für Geld und tut das, was man selbst für richtig hält.

Dennoch hat es Elemente von Gothic, durch den Bereich Alchemie.
Auch die Monster sind abwechslungs reich, man metzelt nicht einfach alles nieder... je nach Schwierigkeitsgrad muss man schonmal in die Monster info schaun und wissen, gegen welche Art Magie sind sie empfindlich, welches Messer muss ich nehmen, welchen Trank kann ich da gut gebrauchen.

Also ich selbst habe schon eine RPGs gespielt und fand auch Titel wie Gothic II, Diablo 1-2 etc. Geil, aber the Witcher war bislang das abwechslungsreichste RPG.

Aber die genannten Kritikpunkte stimmen natürlich, teilweise lange Conversationen, Ladescreens selbst bei Häusern, ein paar Dinge wären durchaus noch zu verbessern.


PS: Wenn ich mir n Auto, Haushaltsgerät oder sonst was kaufe, oder wenn man bei Sofware bleiben will, z.b. irgendein Programm... wenn das fürn Eimer ist, kauf ich mir davon so schnell bzw. gar nicht nochmal etwas. Und wenns mich in den Wahnsinn treibt, wünsch ich dem Unternehmen auch sicher nichts gutes ;)
 
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Vieles was du da sagst gabs schon bei Gothic 1... Raue Atmo, Beleidigungen, Harte Arbeit für Sachen, Huren etc.
 
Um zu Verstehen zu geben, warum zum Beispiel ein Unternehmen Pleite gehen, und was das für Konsequenzen für Gothic4 haben kann, muss ich jetzt mal meinen geistigen Dünnschiss ablassen... :P



Es gibt leider immer wieder böse Zungen, die Fluch und Spott über die Softwareindustrie hegen, da das Produkt nicht perfekt ist.
Die heftigsten Kritiken kommen leider meist von den Leuten, die nicht den komplexen Ablauf der Entwicklung kennen.

Natürlich ist es traurig das gerade bei der Fortsetzung eines beliebten Titels, deren Entwicklung heutzutage Unsummen an Geld verschlingt, der Auftraggeber auch Pleite gehen kann. Um den Schaden zu minimieren wird die Software als Rettungsanker "verfrüht" auf den Markt geworfen, um Unkosten zu decken, oder gar Verluste zu minimieren, was zusätzlich für schlechte Kritik sorgt.

Nicht selten ist für Unkosten das Projektmanagement verantwortlich, welches wiederum Kosten am falschen Ende sparen möchte, oder gar nicht hart genug durchgreift, oder zu hohe Erwartungen hat, oder sich selbst nicht über den geordneten Ablauf einer Entwicklung bewusst ist, oder, oder, oder...

Schließlich kommt es zum Chaos, man verliert den Überblick, und niemand traut sich die Notbremse zu ziehen und den Fehler einzugestehen!

Gerade in heutigen Zeiten, wo alle nach "mehr Geld" schreien, ist Qualität Luxus geworden.
Dabei übersehen leider viele Unternehmen, das durch eine frühe Erkennung von Fehlern wiederum jede Menge Geld gespart werden kann, was sonst in zeit- und kostenraubenden Nacharbeiten (zB Patches), oder in der Suche nach gravierenden Folgefehlern versickern würde.

Genau da kommt eine gute QS ins Spiel, die frühzeitig in das Projekt integriert werden muss. Mit ihr werden nicht nur Softwarefehler, sondern auch Fehler die schon in der Planung auftreten, frühzeitig erkannt.


Ein QS-Team eines professionellen Unternehmens bringt Ordnung in dieses Chaos, setzt Prioritäten, macht auf Risiken und Kostenfallen aufmerksam, optimiert den gesamten Prozess vom Gedanken, über das Papier, bis hin zur fertigen Software. Durch fehlendes Geld wird am Ende dann halt nicht unbedingt ein komplett fehlerfreies Produkt präsentiert, aber immerhin ein funktionsfähiges.

Im Falle von Unterhaltungssoftware, fließen Unmengen an neuen kreativen Ideen neben dem eigentlichen Konzept ein, die während der Entwicklung umgesetzt werden müssen. Da auch die höheren Erwartungen befriedigt werden wollen, wird die Priorität eher auf die Funktionsfähigkeit gesetzt, und nicht gerade auf das äußerliche Erscheinungsbild.

Gothic4 scheint weitgehend zu funktionieren, wenn auch nicht komplett fehlerfrei. Es stehen in meinen Augen nur noch Optimierungsarbeiten mit kleiner Priorität an (Balancing, bessere Texturen, usw), aber es ist spielbar, und somit wurde entschieden es so zu veröffentlichen.


Ich hoffe das ich es ungefähr erklären konnte, warum Gothic4 eben so in dieser Form veröffentlich wird, und das es einem Auftraggeber leider zu häufig aus dem Grund schlecht geht, das dass Management mal wieder zu geizig war, um ein qualifiziertes QS-Team zu engagieren. Dann wird es nämlich wieder heißen "Ich habe es doch gesagt! Warum wird nicht reagiert?!...".

Es hätte aber auch schlimmer kommen können.

Gothic4 wird von mir zumindest gekauft, damit der Support auch nicht auf jeden Fall ausbleibt!
Wenn alle das Game im Voraus in Grund und Boden kritisieren, wird dieser Anker eben nicht funktionieren. Es gibt leider zu viele Menschen die schnell voreingenommen sind, ohne sich selbst zu vergewissern. Bla...Faden verloren...:what:

Grüße... :D
 
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Ich weis nicht wo Gothik 4 ne super stimmige Atmosphäre (in der Demo) bieten soll. Wirkt alles er recht langweilig und 0815 RPG-Kost. Vielleicht kann sich das in der Vollversion ja noch ändern.

PS: Two Worlds (1) hab ich zwar nie gezockt, aber Witcher habe ich gestern beendet und es war ein sehr gutes RPG. Nicht immer nur fröhlicher Sonnenschein auf der Ponyranch. Das ist mal etwas düster angelegt und hebt sich von diesem Einheits -allles ist schön- Brei ab.
Witcher bietet nur einen mMn lahmen start.

Ich würde sagen das ist Ansichtssache. Mir persönlich gefällt die Gothic Welt einfach sehr gut und bei Witcher gefällt mir das Kampfsystem nicht.
 
Ich würde sagen das ist Ansichtssache. Mir persönlich gefällt die Gothic Welt einfach sehr gut und bei Witcher gefällt mir das Kampfsystem nicht.


Da gehen Ansichten wirklich auseinander. Mir gefällt dieses anspruchsvollere kämpfen einfach besser, als das Gothik-Gekloppe.

Siehe:
Das Kampfsystem macht bereits mit lvl 12 einfach Laune, Drehung links, Drehrung rechts, schlag hinterm Rücken etc. sehr schön anzuschauen.
Ist ein gegner gelämt wird das kurzer hand das Schwert anders herrum genommen und dem Gegner in den Kopf gebrettert... ;) oder in den Rücken gehaun und die Kehle aufgeschlitzt.... und so komme ich zum 3. Punkt was für the Witcher spricht...

Aber wie du schon sagst ist das alles Ansichtssache.
 
@bltpgermany

Schließe nicht von dir RPG-ler auf andere. Warum achtet ein RPG-ler zuerst auf das Kampfsystem? Ich denke die meisten achten auf die Inszenierung der Welt, und die Story. Wenn mir das Kampfsystem im Vordergrund stehen würde, würde ich wohl eher nach Action Titeln suchen. (bzw. „Action-RPG“)
Ich Spiele nicht Stunden lang ein RPG, löse Quests und Rätsel, tauche in diese Welt ein... und nicht um den Gegnern möglichst vielfältig den Gar auszumachen.

Weil du anfängst von Heile Welt Spiel zu reden, zielst du dabei auf die Demo von Gothic 4 ab? Es ist wohl gemerkt das Tutorial. :schief:
 
JoWood wiederholt das gleiche mit Gothic 4 wie damals mit Gothic 3. Ein einziges Spiel wird zum Rettungsring für eine ganze Firma. Wenn es mit Gothic 4 nicht klappt und die über 6 Mio. € Entwicklungskosten nicht eingespielt werden, dann wird JoWood evtl. das gleiche Schicksal wiederfahren wie Ascaron mit Sacred 2.
 
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