Bedingungsloses Grundeinkommen

Dieses Geld wirst du in einer globalisierten Welt aber nicht in dein Sozialsystem bekommen. Wenn du jemandem mit entsprechenden Geldmitteln an eben dieses möchtest, dann wird der immer einen legalen Weg finden dieses Geld an deinem System vorbei zu schleusen.

Das ist ja Sache der Politik, diese "legalen Wege" zu beseitigen.
Dazu muss man natürlich erst mal eine gemeinschaftliche Wirtschaftspolitik machen.
Die ist ja nicht mal in den Kommunen in Deutschland gleich, selbst da wird schon getrickst und geschoben, damit man Unternehmen anlocken kann.
Wären aber Steuersätze gleich, spielte es keine Rolle mehr, wo sich das Unternehmen ansiedelt oder was produziert oder was eben sonst.
Entscheidend ist hierbei den Finanzsektor wieder einzufangen.
 
Wären aber Steuersätze gleich, spielte es keine Rolle mehr, wo sich das Unternehmen ansiedelt oder was produziert oder was eben sonst.
Entscheidend ist hierbei den Finanzsektor wieder einzufangen.

Was sollte denn Länder wie Tonga oder Vanuatu dazu bewegen ihre Steuersätze anzupassen. In einer Welt in der sich Steuersätze global vereinheitlichen lassen, da funktioniert auch der Kommunismus problemlos. In einer weitgehend Kapitalistisch geprägten Welt ist ein solcher "Idealzustand" aber m.E. vollkommen realitätsfern.
 
Ich denke nicht, dass Tonga ein Interesse hat, Stahlindustrie oder Aluminiumhütten auf den Inseln anzusiedeln.
Die haben andere Punkte, die interessant sind.
 
Man bedenke aber auch, das staatsübergreifend nicht nur die Steuern relevant sind. Deutlich wichtiger ist da eher der durchschnittliche Lebensstandard und damit verbunden auch das Mindestgehalt. Denn die Ausgaben dürften schon erheblich größer als die Steuern sein.
 
Du musst die Menschen näher zusammen bringen.
Das bedeutet für Deutschland, dass man nicht jeden Tag Fleisch essen muss und dass auch nicht jeder ein Auto braucht. Das öffentliche Verkehrsnetz ausbauen, es kostenfrei zur Nutzung anzubieten, das würde schon was bringen.
Und andere Staaten, ich denke da vor allem an China, müssen sich mal Gedanken machen, ob sie die Umwelt weiterhin so schädigen wollen, wie sie es aktuell tun.
Abgesehen davon, dass es sowieso schon viel zu viele Menschen auf der Erde gibt -- ein Trend, der sich weiter fortsetzen wird.
 
Die Menschen näher zusammen bringen...
Ich würde eher sagen schneller.

Sieh dir mal Hyperloop an, mit so nem Ding könnte man, wenn Musk's Vorstellung passt auch von Dörfern unkompliziert und sehr schnell in die Großstadt gependelt werden.
Mein absoluter Traum.

Zum Fleisch, jain ich mag den Geschmack, aber wenn wir es künstlich und gesund produzieren können gerne.
 
Ob das wirklich so eine gute Idee ist? Ich kann es mir nicht vorstellen da es a.) Personengruppen gibt die partout nicht arbeiten wollen und denen sollte man nicht den Arsch vergolden, und b.) Leute denen das Grundeinkommen reicht und deshalb eine richtige Arbeit nicht für sinnvoll erachten. Egal wie man es dreht es ist nix für die heutige Wirtschaft wenn man keine Selbstversenkung anstrebt
 
Ob das wirklich so eine gute Idee ist? Ich kann es mir nicht vorstellen da es a.) Personengruppen gibt die partout nicht arbeiten wollen und denen sollte man nicht den Arsch vergolden, und b.) Leute denen das Grundeinkommen reicht und deshalb eine richtige Arbeit nicht für sinnvoll erachten. Egal wie man es dreht es ist nix für die heutige Wirtschaft wenn man keine Selbstversenkung anstrebt

Und genau wegen diesen beiden Personengruppen wird sich die Arbeitslosigkeit erhöhen, ausser die Arbeitsplätze werden mit Asylbewerbern gedeckt die arbeiten müssen bevor sie BGE kriegen.
 
Da wird aber den Arbeitgebern die Sicherheit fehlen.
Wenn ich heute komme und morgen einfach keinen bock mehr habe und gehen kann und wieder in die grundsicherung falle kann das dem Arbeitgeber das Genick brechen.

Heute ist es Umgekehrt,
der Arbeitgeber darf dich zu vielen zwingen weil er sicher sein kann:

A) Der Arbeiter kann sich den Jobverlust nicht leisten
B) Der nächste von der Arge steht schon an der Startlinie


Beim BGE
müsste sich der Arbeitgeber mit gutem Arbeitsklima und Gehalt, die Sicherheit verdienen


Und so müsste es auch sein, der Arbeitgeber hat für das Wohl seiner Arbeiter zu sorgen,
nicht diese zu unterdrücke.

Derzeit ist es Sklaverei 2.0


Es müssen auch keine 1000 euro sein, sondern z.b. 600 euro das die Existenz gesichert ist(Lebensmittel, Strom, Wasser, Wohnung)
 
Zuletzt bearbeitet:
So etwas könnte vielleicht aufgehen wenn man dafür einen Teil seiner " gewonnener Freizeit " für gemeinnützige Arbeit zur Verfügung stellt. Aber dafür müsste man das Gehalt splitten damit Arbeit noch erstrebenswert ist und ansonsten nur für das nötigste reichen sollte. Hm, so etwas in der Art gibt es ja schon
 
Ich finde es eher ratsamer, statt eine fixe Summe aus ALG2 ein bedingungsloses Einkommen zu machen. Meiner Meinung sollten Kürzungen entfallen. Der Satz sollte auf 450€ angehoben werden und statt 100€ vllt. 200€ dazuverdienen lassen. Denn so würden Minijobs auch für Arbeitgeber einfacher zu händeln sein. Denn für 100€ (1x die Woche arbeiten für 3-4 Stunden arbeiten) bieten selten AG's Jobs an. Aber bei 200€ könnte es interessanter werden und könnte auch Langzeitarbeitslose motivieren. 200€ ist schon viel Geld für die und für einmal 7-8 Stunden die Woche würden die sich bestimmt aufraffen können.

Man "darf" auch heute schon mehr hinzuverdienen, nur ab einer Bagatellgrenze von über 100 € wirds halt verrechnet. Die Anrechnungsquote da von derzeit 80% (!!! da rege sich noch mal jemand über die Lohnsteuer auf...) abzusenken würde das Annehmen einer Arbeit sicherlich attraktiver machen, aber aufgrund diverser Zwangs- und Drangsalierungsmaßnahmen gibt es da ohnehin keine so großen Probleme. Umgekehrt ist es politisch nicht gewünscht, den Niedriglohnsektor durch mehr Zuschüsse zu fördern - und genau darauf läuft das ja hinaus: Arbeitgeber müssten weniger Lohn zahlen und Jobs wären trotzdem attraktiv, weil der Staat ja zuschießt.
(womit ich persönlich eigentlich gar kein Problem hätte, wenn das Geld umgekehrt weit oben wieder eingetrieben werden würde, wo die Gewinne landen, die diese billigen Arbeitskräfte ermöglichen)




Zum Thema BLGE:
Hatten wir hier schon mal. Meine Meinung hat sich seitdem nicht geändert. Moralisch kein schlechter Gedanken, volkswirtschaftlich in einem geschlossenen System ein genialer (netto wird Bürokratie eingespart und Bürokratie ist die unproduktivste Verschwendung von Arbeitskraft überhaupt), aber ein praktisch ein katastrophales Konzept - wir leben nämlich nicht in einem geschlossenen System "Deutschland". Das Grundeinkommen erscheint nur finanzierbar, wenn dafür dutzende andere Hilfssysteme entfallen (ALG, Sozialhilfe, Kindergeld, Bafög, Ausbildungsvergütungen, Obdachlosenhilfe, kulturelle Förderungen,..............................) aber: Deren Verwaltungsaufwand entsteht auch um Berechtigte von Nichtberechtigten zu trennen. Und dabei geht es nicht nur um das Aussortieren von Leuten, die schon genug haben, sondern auch um Leute die überhaupt nicht berechtigt sind (und es auch nicht sein sollten), vom Deutschen Staat Unterstützung zu erhalten. Wir können aber weder in Deutschland lebende Ausländer ausschließen (sonst hat man das mit den Sozialsystemen gelöste Probleme wieder, dass ein Teil der hier lebenden in Situationen gerät, in denen sie nur noch durch Kriminalität überleben können), noch können wir allen die sich hier aufhalten ein BLGE zahlen (weil das dann sehr schnell ~7 Milliarden Menschen wären). Fazit also: BLGE erst dann, wenn wir es global einführen können.
 
BLGE wird Global so schnell nicht kommen weil ich bezweifle das gewisse Personen auf der Welt an sowas interessiert sind. Sie verdienen schon genug und auch wenn sie evtl. auch Geld erhalten, sind sie diejenigen die den größten Anteil davon durch Steuern zahlen.
Und ich sage "evtl auch Geld erhalten" weil es sein kann das im Kleingedrucktem steht das es ab einem gewissem Einkommen kein Geld gibt.
Wieso sollte der Staat den Reichen mehr Geld geben? Das ganze würde vom Volk deswegen gar nicht akzeptiert werden.
 
"so schnell"?
:rofl:
Meine Formulierungen waren eigentlich als Euphemismus für "unmöglich" gedacht. Dafür bräuchte es erst eine weltweite Angleichung der Lebensstandards und dann eine globale Sozialpolitik. So etwas haben wir im letzten halben Jahrhundert nicht einmal innerhalb Deutschlands geschafft, weltweit wird es auf Jahrtausende hinaus nicht geben.
 
Meiner Meinung nach steht dem BGE ein enormes Hindernis in Form des nicht hinterfragen Dogmas der Arbeit im Weg. Als "Arbeit" definiert sich heutzutage eine Beschäftigung auf regelmäßiger Basis welche ein Einkommen bringt. Andere Tätigkeiten werden zwar auch als Arbeit bezeichnet, doch der gemeinte Wortinhalt ist ein anderer, deswegen ist es ziemlich schwierig in dieser Debatte auf einen Nenner zu kommen. Z.B.: Die Leistung einer Mutter ist der wichtigste Anteil an Leistung innerhalb einer Gesellschaft, dennoch wird diese nicht mit dem Begriff der "Arbeit" gewürdigt, auch fallen Menschen welche sich freiwillig engagieren nicht in diese Gruppe und das obwohl deren Anteil dem der Arbeitenden mindestens ebenbürtig ist.

Auch stellt sich die Frage was man als Gemeinschaft erreichen möchte und wie schwer da der Wunsch des Einzelnen gewichtet wird. Kaum ist man auf der Welt wird man in ein Räderwerk geworfen welches einem seine Rechte und Pflichten auferlegt, dieses Konzept ist sehr alt und wird ebenfalls kaum hinterfragt. Warum bin ich als Person definiert welche sich der Staat zum Eigentum macht? Wieso kann man mich zur Erbringung von Leistungen zwingen und denunzieren sollte ich mich weigern dies zu tun? Weshalb wiegen Personenrechte schwerer als Menschenrechte? Und so weiter...

Noch ein kleiner Exkurs: Zu Beginn der Industriellen Revolution war die Absicht, den Menschen von der Arbeit zu befreien, nicht zu verkennen. Durch jahrzehntelangen Fortschritt und der daraus folgenden stetig wachsenden Effizienz dieses Systems kam man dem Ziel immer näher, zumindest bis irgendwann auf halben Weg vergessen wurde worum es eigentlich geht. Heute stehen wir vor einem riesigen Problem, unsere Wirtschaft hat eine Dimension/Leistungsfähigkeit erreicht welche nur mehr in Kernbereichen eine Arbeitsleistung erfordert, der Rest wurde automatisiert oder durch fehlenden Nutzen wegrationalisiert. Sprich, es gibt immer weniger Arbeit welche die ständige Leistung durch einen Menschen erfordert und anstatt sich daran zu erfreuen und alle an diesem Gewinn zu beteiligen schlägt man sich über die Verbleibenden "Stellen" die Köpfe ein, wer es nicht schafft sich in diesem System einzugliedern wird gesellschaftlich abgewertet und jeder der anfängt diesen Zustand zu hinterfragen ist ein Utopist den es zu ächten gilt da er anscheinend keine Ahnung von der Realität hat.

Solange man dieses Problem nicht aus der Welt schaffen kann wird sich die Situation nicht verbessern, selbst ein BGE kann daran nichts ändern denn dieses ist zur Symptombekämpfung nicht geeignet.
 
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