Beamer Gesucht

Die Leinwand ist fast genauso wichtig wie der Beamer. Das Verhältnis muss hier ausgewogen sein; die Leinwand kann sogar die Auflösung limitieren, das gilt insbesondere für UHD/4k. Die Frage ist auch was man von der Leinwand erwartet und das hängt vom gesamten Heimkinokonzept ab. Speziallösungen wie etwa akustisch transparente Leinwände sind teuer.

Die Leinwand kann die Auflösung limitieren? Sorry, aber wer erzählt denn sowas? Eine LW kann ein Bild heller, dunkler, kontrastreich oder -arm machen, Moiree und Hotspots verursachen. Aber die Auflösung limitieren? Pixel wird sie einem nicht klauen können.

Gruß
Thomas
 
Ja, die Leinwand kann die Auflösung limitieren. Der Grund dafür ist das die Leinwand duch Unebenheiten und (unerwünschte) Lichtleitung und Reflexionen auf der Leinwandoberfläche (ganz ohne Reflexionen und/oder Lichtleitung und/oder Unebenheiten kann eine Leinwand aber natürlich auch nicht funktionieren, sonst wäre sie ja ein Spiegel...) dafür sorgen kann das das Bild verschwommen bzw. die Bildschärfe limitiert wird. Insbesonders bei relativ kleinen Leinwänden und einem Projektor mit sehr hoher Auflösung kann das ein Problem sein.

Die Leinwand bedingt damit natürlich eine analoge Unschärfe aber diese kann durch geeignete Verfahren quantifiziert (siehe etwa: http://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sung_%28Fotografie%29) und mit einer digitalen Auflösung verglichen werden. Wenn die Auflösungsgrenze der Leinwand erreicht wird ist ein Beamer mit höherer Auflösung sinnlos.

Die Auflösung einer Leinwand ist natürlich immer auf die Fläche der Leinwand bezogen z.B. (Hausnummern): 100 Pixel/cm² oder 50 Zeilen/cm. Damit ist die Auflösung der Leinwand vor allem bei kleinen Leinwänden potenziell problematisch. Im Idealfall sollte die Auflösung der Leinwand mehr als doppelt so groß wie die digitale Auflösung des Beamers sein um keinen relevanten Einfluss auf die Bildschärfe zu haben.

In der Praxis ist die Auflösung vor allem bei UHD/4k Beamern in Kombination mit einer relativ kleinen Leinwand relevant insbesondere bei akustisch transparenten Leinwänden (und natürlich "schlechten" Leinwänden). Akustisch transparente Leinwände haben häufig eine geringere Auflösung da sie durch ihre Mikroperforation eine zusätzliche Unregelmäßigkeit der Oberfläche besitzen.

Ein Beispiel für eine Oberfläche mit einer relativ schlechten Auflösung ist etwa ein Küchenpapier. Wenn man mit einem guten Beamer auf eine Leinwand mit hoher Auflösung projeziert und zum Vergleich ein Küchentuch auf die Leinwand hält dan sollte man deutlich erkennen das die Schärfe auf dem Küchenpapier deutlich leidet.
 
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