Hyourinmaru
Komplett-PC-Käufer(in)
Da ich mich gerade mit Secure Boot beschäftige und drüben auf CB auch einen Leserartikel vorbereite, wie man Secure Boot auch im Dual Boot mit Linux und Windows nutzen kann mit eigenen Schlüsseln, kann ich dir sagen, dass Secure Boot erstmal kein Cheat-Schutz ist, zumindest nicht im herkömmlichen Sinne und auch eher als eine Art Nebeneffekt. Es sorgt lediglich dafür, dass es prüft, ob der Bootloader und, je nach Konfiguration dieses, auch der Betriebssystem-Kernel mit einer gültigen Signatur versehen und damit vertrauenswürdig sind. Es geht also eher um den Boot-Vorgang.Kleine Frage: Wie genau sorgt eigentlich secure boot dafür, dass cheaten schwieriger/unmöglich wird? Soweit ich weiß, sorgt secure boot ja nur dafür, dass nur zertifizierte Hardware/Treiber auf dem System laufen.
Ein Cheat-Schutz ist Secure Boot nur dann, wenn spezielle Cheat-Hardware zum Einsatz kommt und einen Kernel-Treiber verwendet, der unsigniert ist oder eine ungültige Signatur verwendet. Dann wird der Kernel-Treiber geblockt und die Cheat-Hardware kann nicht verwendet werden. Verfügt der Kernel-Treiber dieser Cheat-Hardware allerdings über eine gültige Signatur, ist Secure Boot kein Hindernis und die Cheat-Hardware kann verwendet werden. Aber bei Windows wird sowieso nur eine Signatur mit einem von Microsoft ausgestellten Zertifikat anerkannt, selbstsignieren ist nicht. Und dass Microsoft Zertifikate an Cheat-Hardware-Entwickler rausgibt, ist so gut wie unmöglich.
Aber bei allem, was sich im Userspace abspielt, sowohl mit Hardware (ohne Kernel-Treiber) als auch mit Cheats via Software, ist Secure Boot machtlos!
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haben da ja schon was zu geschrieben.