AW: Batman Arkham Knight: - Teure Premium Edition und Season Pass, User sind empört
Ich glaub ihr Leuts wollts in Zukunft nur noch Indi-Games Spielen. Gönnen würd ichs euch ja wenn mich nicht auch betreffen würde.
Es kostet heute um ein vielfaches mehr Geld ein Spiel zu kreieren als noch vor 10 Jahren oder mehr, kosten tun sie aber immer noch 60 Mücken. Die Games sollten inzwischen eigentlich doppelt so viel kosten - vor allem weil sich die moisten Games heutzutage nur unwesentlich besser verkaufen als füher. Ist doch logisch dass dann die Mehrkosten mit DLC usw. wieder eingespielt werden sollen.
Aber lieber boykottieren. Wirkliche AAA Games muss man inzwischen eh fast suchen und wenn dann mal eins erscheint, dann ist es nur eine Fortsetzung. Wen wunderts bei ne solchen Kundschaft? Lieber nochmal 500 EUR für die Grafikkarte raus hauen und dann keine 30 EUR für ein neues Spiel her geben wollen.
Das kann man so sehen... muss man aber nicht.
Ich habe vor guten 20 Jahren mit dem Zocken begonnen und damals waren Vollpreis-Spiele bei 100-120 D-Mark zu finden.
Macht heute die 50-60 Euro, die ein Spiel normalerweise kostet.
Man mag es Verblendung nennen, aber das, was heute 60 Euro kosten soll, wäre früher keine 120 D-Mark wert gewesen. Alleine die Tatsache, dass ich mir nach Erwerb erstmal einen Day-One-Patch ziehen darf, ist eine Unverschämtheit. Diese Möglichkeit gabs früher nicht, da gabs Patches, wenn überhaupt, auf Disketten von PC-Zeitungen. Da musste also von vornherein darauf geachtet werden, dass das Spiel läuft, sprich die QA war aufwändiger. Alles Kosten, die damals höher waren als sie es heute sind (oder zumindest zu sein scheinen). Und damals kam es nicht auf die Grafik an, sondern auf die Inhalte. Die dürften teurer sein als irgendwelche Grafik-Features aus ner Engine abzurufen.
Allerdings: Die PC-Spiele-Gemeinde wird kleiner... Die Konsolenspieler geben mehr Geld aus und dort wird anscheinend das meiste Geld gemacht. Also ist eine PC-Umsetzung oder sogar eine PC-exklusive Entwicklung mit Kosten verbunden, die auf weniger verkaufte PC-Einheiten verteilt werden muss. Insofern verstehe ich Deine Idee, dass PC-Spiele teurer sein müssten. Aber: Das ist ein Henne-Ei-Problem. Wenn die PC-Spiele zu teuer sind, kauft sie niemand. Wenn sie niemand kauft, braucht man sie nicht zu entwickeln.
Wenn jetzt mal ein Konzept kommen würde, dass die PC-Spieler umhaut und alle schreien "Ja das brauch ich!", könnte man die Entwicklungskosten auf mehr verkaufte Einheiten umlegen, das Spiel würde günstiger und dadurch würden sich mehr dafür entscheiden.
So ein Konzept scheint aber keiner der Publisher in der Schublade zu haben... Immer geilere Grafik allein bringts nicht, und irgendwo hab ich mal gelesen, dass man die besten Grafik-Features gar nicht wirklich wahrnimmt (war wohl was mit 'fast schon real, daher nicht als künstlich zu erkennen' und 'das auge erkennt keinen unterschied zwischen 10 Mio. Grashalmen und 15 Mio. Grashalmen'...)
Aber solange die Publisher versuchen, die wenigen Spieler, die sie noch haben, auszupressen, wird die Basis nicht wachsen. Ich würde momentan keinem Einsteiger raten, 60 Euro für ein PC-Spiel auszugeben. Die Grenze liegt bei mir bei 20 Euro für diese ganzen Kurz-Zeit-Spiele. Richtig Geld (also max. 50€) gebe ich nur aus für etwas, was mich definitiv länger als 100 Stunden vor den Bildschirm zerrt...
- Kerbals Space Program (vor 2-3 Jahren gekauft, für 20€)
- OOTP 16 (für 40 oder 50€)
- Football Manager 12 (der von SEGA, damals wohl auch 40 oder 50€)
Grundsätzlich: Wenn mich ein Spiel für den Preis mindestens so lange unterhält wie ein Kinobesuch (der mich 5 Euro kostet, für 2 Stunden)
Für 60 Euro kann ich 24 Stunden ins Kino gehen, solange sollte ein Spiel mindestens halten. Und da gibts nicht viele, zumindest nicht im SP. MP ist ein ganz anderes Thema. Aber ein ganz anderes...
Wenn ich das so lese, komm ich wie ein Geizkragen vor
