So wie auf dem Mac wird es unter Windows architekturbedingt nicht funktionieren. Das Mac OS X ist letztendlich aus einem Unix-System hervorgegangen (BSD), welches sich durch strikte Trennung von System-Kern und Anwendungen auszeichnet. Es gibt keine zentrale Registry-Datenbank mit irgendwelchen Konfigurationseinstellungen. Jede Anwendung verwaltet selbständig in ihrem Installationsverzeichnis ihre Basis-Konfiguration. Diese wird bei nutzerspezifischen Anpassungen in das Benutzer-Verzeichnis repliziert. Das wird von allen Anwendungen so durchgeführt. Damit ist enthält ein Backup des Anwendungs-Verzeichnisses und er Benutzer-Konfigurationsverzeichnisse alle Erforderlichen Daten zur Nutzung der Anwendung. Von den im Mac OS X integrierten Bibliotheken mal abgesehen.
Teilweise verfahren Anwendungen auch unter Windows nach diesem Schema, aber ein geringer Teil an Konfigurations-Informationen wir von den meisten noch in der zentralen Windows-Registry abgelegt. Diese ist nur als Ganzes sicherbar. Man kann zwar einzelne Anwendungs-Einstellungen exportieren, da diese jedoch auf Grund der Struktur der Registry oft über mehrere Stellen verteilt sind, wird das recht umständlich. Außerdem gibt es keine allgemeingültige API, die es einem Backup-Programm erlaubt, aus den installierten Programmen auf die verwendeten Registry-Schlüssel zu schließen. Damit müssten die Entwickler der Backup-Software jede Änderung von Registry-Einträgen durch die Entwickler der zu sichernden Programme individuell im Backup-Programm einpflegen. Diesen Aufwand kann kein Mensch bezahlen. Mal davon abgesehen, dass die Anwendungs-Entwickler diese Interna ihrer Programme i.d.R. gar nicht publizieren wollen.
Allerdings umgehen die meisten Anwendungen dieses Problem, indem sie beim Fehlen von eigenen Registry-Einträgen diese mit Default-Werten belegen. D.h., wenn Du die Installations- und Benutzerverzeichnisse der Anwendungen sicherst, sollten sie nach einer Wiederherstellung im Crash-Fall eigentlich wieder funktionieren. Die Ordnerstruktur der Benutzerprofile von Windows ist eigentlich hinlänglich bekannt. Damit konnte man bis Windows XP mit ntbackup sehr individuell und einigermaßen übersichtlich seine Daten sichern. Die Individualität habe ich beim Backup von Windows 7 noch nicht gesehen, allerdings habe ich mich auch noch nicht so intensiv mit Windows 7 beschäftigen können. Wenn meine neue SSD da ist, will ich dann umsteigen und kann mir die Sache etwas genauer ansehen.
Ansonsten gibt es schon einige Sicherungsprogramme, die recht ordentlich sind und vieles automatisieren können, so dass man erst beim Restore etwas davon mitbekommt. Allerdings muss man den Backup-Programmen die Automatismen erst mal "beibringen".
