b&w 685 oder doch?

So, war heut beim Händler, hab mir n paar LS angehört und mich zum Schluss für die KEF LS 50 entschieden.

Trotz meiner schlechten Aufstellung ne echt gute Bühne.
In Hochton/Stimmenbereich höre ich die Person und nicht die LS.
Außreichender Tiefton, ist halt ein Regallautsprecher mit nen 13er Midwoofer.
Mitten.....hatta?Hatta! Klingt für mich homogen, keine Loudnes Abstimmung.

Schlagt mich bitte nicht Tod, aber bei der B&W 686 hab ich minimales Dröhnen in untersten Tieftonbereich gehört,
kenne das gehörte Lied bis dato nicht und will deswegen die Aussage nicht in Stein meißeln.
 
Irgendwie werden hier Lautsprecherhersteller mit komplett verschiedenen Klangcharakter empfohlen. B&W und z.B. Canton klingen komplett verschieden. Von Canton Lautsprechern wurde ich bisher sehr enttäuscht. Sie klingen einfach viel zu hell und mehr als 2 Stunden hören war mit der Ergo Serie nicht drin. Danach haben mir sprichwörtlich die Ohren weh getan. Elac klingt ebenfalls etwas heller. Wharfedale und KEF sind wie B&W recht „warm“ abgestimmt. Der TE sollte unbedingt probehören und sich über seinen Klangcharakter erkundigen. Der eine mag es heller und der andere wärmer. Prinzipiell kann man mit „wärmeren“ Lautsprechern länger angenehm hören.

Die B&W 600er Serie hatte mir gar nicht zugesagt. Sie klang viel zu dumpf, als ob man ein dickes Tuch vor den Lautsprecher gehangen hätte. Die CM Serie von B&W war da deutlich besser und ich habe mich letztendlich für diese auch entschieden. Es gibt zwei Kompaktlautsprecher von der CM Serie. Den CM1 und CM5 (etwas größer als CM1). Lautsprecherständer gibt es ebenfalls für diese Kompakten. Jedoch wird es gegen Herbst den Nachfolger der Lautsprecherständer geben. Die „alten“ bekommt man momentan nirgends mehr (Preis für ein Paar 300€). Zu B&W passt am besten ein NAD oder Rotel Verstärker. Sei dir bewusst das B&W generell eine schlechte Empfindlichkeit hat. Du brauchst also Verstärker mit verhältnismäßig mehr Ausgangsleistung als vielleicht bei anderen Marken.

Auf dem blanken Tisch sollten Lautsprecher nicht stehen. Hol dir am besten Lautsprecherständer und fülle diese mit Bleischrott oder Sand. Wenn es nicht anders geht dann nimm wenigstens eine Steinplatte und Spikes zum entkoppeln vom Tisch. Der Tisch schwingt sonst sehr unangenehm und erzeugt ein dröhnen in tieferen Frequenzen.

Kompaktlautsprecher sind aber keine Nahfeldlautsprecher. Auch bei diesen kleinen Boxen muss ein gewisser Abstand zu ihnen eingehalten werden und sie müssen ausreichend Luft zu den Wänden haben. Ein ordentliches Stereo-Dreieck sollte stets möglich sein.

Mit Grauen muss ich mir hier teilweise Aufstellungen im Bilderthread ansehen wie dicke Standlautsprecher nur 1,5m voneinander entfernt stehen und nur 10-20cm zur Wand haben. Dazu noch in kleinen, akustisch komplett ruinierten, Räumen. Der Klang kommt zu einem sehr großen Anteil auch vom Raum. Dröhnen in den Ecken und heftige Reflektionen an Decken, Glasscheiben oder blanken Böden ist so unvermeidlich. Da lobe ich mir lieber anständige Kopfhörer. Grausig.

Das Schlimme ist dass die Leute nicht mal merken wie schlecht es teilweise klingt. Die hohe Nachhallzeit oder das Dröhnen vom Bass wird einfach hingenommen weil man es nicht anders kennt. Geht man mit den Leuten einmal in einen akustisch optimierten Raum ohne überdimensionierte Lautsprecher oder zum „richtigen“ HiFi Händler, dann merken sie erst den Unterschied und plötzlich gefällt ihnen der Sound ihrer Anlage überhaupt nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kompaktlautsprecher sind aber keine Nahfeldlautsprecher.

Doch, normalerweise schon! Die Eignung fürs Nahfeld ist in einem sehr großen Maß eine Frage der Größe. Wenn die Chassis klein und dicht beieinander liegen (wie das bei Kompakt-LS nunmal der Fall ist), sind die Boxen in aller Regel nahfeldtauglich.

Auch bei diesen kleinen Boxen muss ein gewisser Abstand zu ihnen eingehalten werden und sie müssen ausreichend Luft zu den Wänden haben.

Ersteres gilt generell für alle Lautsprecher und Letzteres ist eine Sache der Abstimmung! Es gibt nämlich sehr wohl LS, die keinen Abstand zur Wand benötigen.
 
Natürlich hat die Größe etwas damit zu tun ab wann sich der Lautsprecher für das Nahfeld eignet. Jedoch sind die meisten Kompaktlautsprecher für das Wohnzimmer konzipiert inkl. dementsprechend großem Stereodreieck. Nahfeldlautsprecher haben ein bestimmtes Abstrahlverhalten. Meistens handelt es sich hierbei um auch aktive Lautsprecher.

Siehe auch: Aktive Nahfeldmonitore

Natürlich gibt es auch Lautsprecher ohne Flow-Port (Bass Reflex) die näher an die Wand können. Fakt ist jedoch das ein größerer Abstand zu Wänden stets der Akustik zu gute kommt.
 
Nahfeldlautsprecher haben ein bestimmtes Abstrahlverhalten. Meistens handelt es sich hierbei um auch aktive Lautsprecher.

Das Abstrahlt erhalten wird in sehr hohen Maße von der Chassisgröße, der Anordnung und der Trennfrequenz zu tun. Bei Kompakt Lautsprechern sind die Rahmenbedingungen sehr eng durch die Größe festgelegt und deshalb sind praktisch alle Kompaktboxen fürs Nahfeld geeignet!

Ob aktiv oder passiv ist dabei ohne jeden belang, da es hier nur auf die Abstrahlung ankommt.

Nur weil eine Box Nahfeldmonitor heißt ist sie deswegen nicht besser oder schlechter für kleine Abstände geeignet. Sie verkauft sich aber evtl. in einem bestimmten Klientel besser...

Natürlich gibt es auch Lautsprecher ohne Flow-Port (Bass Reflex) die näher an die Wand können. Fakt ist jedoch das ein größerer Abstand zu Wänden stets der Akustik zu gute kommt.

Du wirst staunen, es gibt sogar Bassreflexboxen die direkt vor die Wand können - alles eine Frage der Abstimmung...

Ein größerer Wandabstand kommt oft der Räumlichkeit zugute, wobei man auch hier mit der Wahl der Treiber, deren Beschaltung und anderen Dingen auch ganz gut etwas tun kann.

Vlt. solltest du dich ein wenig mit dem Thema und der Theorie dahinter befassen bevor du hier so vollmundig Dinge erklärst...
 
Ich beschäftige mich mit dem Thema. Es hat aber keinen Sinn mit dir zu diskutieren da du jedes Wort auf die Waagschale legst. Natürlich gibt es hier und da Ausnahmen bezüglich der Raumaufstellung. Bei den meisten Herstellern ist dies aber nicht der Regelfall. Spezialisierte Sparten gibt es überall. Deswegen kann ich eine B&W CM9 aber nicht 20cm an die Wand stellen.
 
Ich beschäftige mich mit dem Thema.

Aber nicht mit der Physik dahinter! Es reicht nicht Werbeslogans zu kennen und in der einen oder anderen "Fachzeitschrift" zu schmökern. Aber du bist nicht alleine, gerade die Masche mit den sog. "Nahfeldmonitoren" zieht ungemein...

Es hat aber keinen Sinn mit dir zu diskutieren da du jedes Wort auf die Waagschale legst.

Das hat nix mit net Waagschale zu tun, deine Aussagen waren schlicht falsch und nicht bloß unglücklich ausgedrückt.

Speziell die Themen Nahfeld und Abstrahlverhalten solltest du dir mal ansehen...

Ansonsten ist es wie hier schon geschrieben für den TS ohnehin belanglos. Er hat seine Wahl getroffen zu dem ich ihn beglückwünschen möchte! Auch wenn sich KEF momentan abstimmungstechnisch von meinem Ideal entfernt (mein Händler ist darüber so enttäuscht, dass er sie aus dem Programm genommen hat), kann ich die Faszination eines Koaxes gut nachvollziehen (fürs Nahfeld dazu ideal!), habe ich doch selber KEFs im Wohnzimmer stehen mit denen ich nach wie vor sehr zufrieden bin.
 
Auf dem blanken Tisch sollten Lautsprecher nicht stehen. Hol dir am besten Lautsprecherständer und fülle diese mit Bleischrott oder Sand.

Werde mir mit Schaumstoff und Bitum eine Art Ständer für den Tisch basteln, das die LS 50 in etwa auf Ohrenhöhe kommen.

Stingray, was hättest du mir denn Empfohlen?
Verstehe grad irgendwie nicht, warum du mir indirekt die CM Serie ans Herz legst, gleichzeitig sagts du Kompakte sind keine Nahfeldmonitore ?

Die KEF LS 50 sollen aber zum Teil in diese Richtung entwickelt sein, da Sie von den LS3/5a beeinflusst wurden.
 
Zurück