Autofahrer verweigert DNA-Test beim Massen-Gentest - Eure Meinung?

muadib

Freizeitschrauber(in)
Wie der Titel schon sagt geht es hier um einen Massen-Gentest, der bei einem vermuteten Tötungsdelikt durchgeführt wird. Nun werden diese Tests mitunter sehr kontrovers diskutiert. Einige verweigern sich den Tests und bestehen auf ihren Grundrechten und Andere beschuldigen diese Personen mit der Verweigerung den Täter zu schützen.
Wie steht ihr dazu?

Quelle
Vermisster Mirco: Autobesitzer verweigert DNA-Test - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
 
Wieso sollten Leute die nichts zu verbergen und gemacht haben den Gentest machen???
Vielleicht haben die Leute einfach keine Lust dazu.
Man kann ja auch mal die Polizei Ärgern :P
Wir sind ja in diesem Staat zum glück imemrnoch freie Bürger.
 
Ich würds auch nicht machen.
Ich mein, noch hab ich keine Banken überfallen, aber wenn ichs irgentwann vor hab hab ich schlechte Karten
 
Ich war noch nie in der Situation. Deshalb weiß ich auch nicht, wie ich reagieren würde. Aber tendenziell würde ich sagen, daß ich das auch eher verweigern würde. Man weiß ja nie...

Dabei habe ich gar keine so große Angst davor, daß meine DNA-Daten gespeichert würden, sondern vielmehr davor, daß da vielleicht im Labor eine Verwechslung geschieht. Und dann hat man wieder ganz unnötige Scherereien.
 
Ich würde mich wohl auch weigern. Das würde die Suche nach dem Täter aber nicht behindern, da ich keine bösen Sachen mache.

Autobesitzer verweigert DNA-Test
Aber warum ist das überhaupt eine Meldung auf Spiegel Online wert?.... Das spricht doch gegen Spiegel Online.
 
Offiziell werden die Gen-Daten von nicht Straffälligen wieder gelöscht. Wers glaubt...

Wenn Google nicht vorher drankommt :ugly:

Wobei ich Gendaten bis auf weiteres nichtmal als kritisch ansehen würde. Eine umständlichere Methode, um die Identität von jemandem zu klären, gibt es nicht und sie für Identitätsdiebstahl zu nutzen ist noch kostspielieger. (und wird es noch ein Weilchen bleiben, denn die Entwicklung in diesem Bereich läuft eher in Jahrzehnten ab)
Da find ich Fingerabdruckdatenbanken (Stichwort Reisepass) wesentlich bedenklicher.

Im konkreten Fall würde ich mich aber aus einem ganz anderen Prinzip weigern: Neben der allgemeinen Schuldvermutung, die Massengentests allgemein unterliegt, handelt es sich hierbei auch noch um einen "vorab" Test. Man hat kein Material, man hat keine Anhaltspunkte - aber man investiert mal ordentliche Stange Geld in ein Flächenscreening? Vielleicht kann mans ja irgendwann mal machen...
Was soll sowas? Hat da jemand nen Bruder bei örtlichen Biotech-Versorger?
 
Im konkreten Fall würde ich mich aber aus einem ganz anderen Prinzip weigern: Neben der allgemeinen Schuldvermutung, die Massengentests allgemein unterliegt, handelt es sich hierbei auch noch um einen "vorab" Test. Man hat kein Material, man hat keine Anhaltspunkte - aber man investiert mal ordentliche Stange Geld in ein Flächenscreening?
Woher weißt Du, dass es auf der gefundenen Kleidung von Mirco nicht fremde DNA-Spuren gab?

Und auch wenn nicht ist es halt so: wenn von 2000 Leuten sich zB nur 5 verweigern, kann man auch in deren Umfeld mal genauer hinschauen, ob es da vlt. Anhaltspunkte für eine Täterschaft gibt. Das funktioniert natürlich nur, wenn die allermeisten auch freiwillig mitmachen, denn sonst sind es zuviele, die man genauer checken müßte.

So oder so ist das ganze auch auch eine Maßnahme, um den Täter nervös zu machen. Je nervöser der wird, desto eher macht er Fehler oder fällt auf. Vielleicht findet in Wahrheit nicht mal eine komplette DNA-Probe statt, sondern es wird nur die Probe "als Show" genommen, aber danach nicht analysiert.



ps: die DNA-Proben müssen ja gesetzlich vernichtet werden - d.h. IMHO, dass die Proben - wenn man sie doch nicht vernichten sollte - als Beweis für eine zukünftige Tat gar nicht zulässig sind und der Prozess deswegen platzen würde, oder nicht?
 
verweiger mich sowas generell am besten noch fingerabdrücke foto und was weiß ich machen, is klar und dann wirds schön gespeichert, danke vater staat das ich generell dann gecheckt werde ob ich nich für eine straftat in frage komme
 
Woher weißt Du, dass es auf der gefundenen Kleidung von Mirco nicht fremde DNA-Spuren gab?

Aus dem Artikel geht hervor, das bislang keine gefunden wurde:
"Sollte sich Täter-DNA auf den Asservaten finden"

Und auch wenn nicht ist es halt so: wenn von 2000 Leuten sich zB nur 5 verweigern, kann man auch in deren Umfeld mal genauer hinschauen, ob es da vlt. Anhaltspunkte für eine Täterschaft gibt.

Ich denke, ich muss nicht näher erklären, warum mir die Aktion nicht sympathischer wird, wenn das bestehen auf die eigene Privatsphäre zu einem Tatverdacht führt.
Da können wir Grundrechte auch gleich ganz abschaffen und eine nationale Fingerabdruck und Gendatenbank anlegen. Rund-um-die-Uhr-Videoüberwachung wäre auch nicht schlecht. Und wer das nicht will, bei stellt sich nur noch die Frage, WAS er wohl angestellt hat.

(laut Artikel ist es aber zumindest offiziell noch nicht so schlimm und Verweigerer stehen nicht automatisch unter Tatverdacht)

ps: die DNA-Proben müssen ja gesetzlich vernichtet werden - d.h. IMHO, dass die Proben - wenn man sie doch nicht vernichten sollte - als Beweis für eine zukünftige Tat gar nicht zulässig sind und der Prozess deswegen platzen würde, oder nicht?

Die Proben selbst zu konversieren dürfte schon aufgrund des Aufwandes eine schlechte Idee sein - aber die Bandenmuster kann und wird man ohnehin digitalisieren, um Vergleiche zu beschleunigen und die abzuspeichern...
Laut Datenschutzgesetz muss sowas sicherlich auch gelöscht werden...
 
Aus dem Artikel geht hervor, das bislang keine gefunden wurde:
"Sollte sich Täter-DNA auf den Asservaten finden"
ja, aber das is ja nur die offizielle Verlautbarung. Die Polizei taktiert ja auch gern mal.


Da können wir Grundrechte auch gleich ganz abschaffen und eine nationale Fingerabdruck und Gendatenbank anlegen. Rund-um-die-Uhr-Videoüberwachung wäre auch nicht schlecht. ...

(laut Artikel ist es aber zumindest offiziell noch nicht so schlimm und Verweigerer stehen nicht automatisch unter Tatverdacht)
Natürlich kein Tatverdacht, aber man wird bestimmt mal genauer hinschauen, genau so als wenn ein Zeuge sagt "mein Nachbar fährt ein Auto, wie es beschrieben wurde" oder so was, dann wird die Polizei das auch prüfen, ohne dass derjenige direkt unter "Tatverdacht" steht - das sehe ich daher noch absolut unkritisch. Ich rede beim "überprüfen" ja nicht von Verhören, Observation oder Hausdurchsuchung bei den Leuten, nur weil die die Probe verweigerten ;)


Die Proben selbst zu konversieren dürfte schon aufgrund des Aufwandes eine schlechte Idee sein - aber die Bandenmuster ...
das ist doch hoffentlich klar, dass ich diese Bandenmuster meinte und nicht die eigentlichen Proben... :ugly:
 
ja, aber das is ja nur die offizielle Verlautbarung. Die Polizei taktiert ja auch gern mal.

taktieren vs lügen...

Natürlich kein Tatverdacht, aber man wird bestimmt mal genauer hinschauen, genau so als wenn ein Zeuge sagt "mein Nachbar fährt ein Auto, wie es beschrieben wurde"

Das ist ein konkreter Hinweis, dem man mit Recht nachgehen kann. Wer Merkmale des Täters aufweist, kann zu recht verdächtigt werden (ist ja noch nicht das gleiche, wie beschuldigen). Aber wenn ein Zeuge sagt "mein Nachbar man gebraucht von seinen Grundrechten"...
Das sollte eigentlich die Norm sein, nicht etwas täterspezifisches.

oder so was, dann wird die Polizei das auch prüfen, ohne dass derjenige direkt unter "Tatverdacht" steht - das sehe ich daher noch absolut unkritisch. Ich rede beim "überprüfen" ja nicht von Verhören, Observation oder Hausdurchsuchung bei den Leuten, nur weil die die Probe verweigerten ;)

Blöde Frage: Wenn man die Leute nicht fragt, nicht beobachtet und in ihrem Umfeld nicht nach Spuren sucht - wie sieht die "Überprüfung" denn dann sonst aus :huh:

das ist doch hoffentlich klar, dass ich diese Bandenmuster meinte und nicht die eigentlichen Proben... :ugly:

In diesem Forum gibt es Leute, da gewöhnt man sich ab, irgendwas vorrauszusetzen :ugly:
Aber ernsthaft: Für eine künftige Verwendung wäre das optimal. So kann man in Zukunft nämlich auch detaliertere Analysen nachholen, sobald die Verfahren dafür bezahlbar/etabliert sind.
 
Woher weißt Du, dass es auf der gefundenen Kleidung von Mirco nicht fremde DNA-Spuren gab?

Und auch wenn nicht ist es halt so: wenn von 2000 Leuten sich zB nur 5 verweigern, kann man auch in deren Umfeld mal genauer hinschauen, ob es da vlt. Anhaltspunkte für eine Täterschaft gibt. Das funktioniert natürlich nur, wenn die allermeisten auch freiwillig mitmachen, denn sonst sind es zuviele, die man genauer checken müßte.

So oder so ist das ganze auch auch eine Maßnahme, um den Täter nervös zu machen. Je nervöser der wird, desto eher macht er Fehler oder fällt auf. Vielleicht findet in Wahrheit nicht mal eine komplette DNA-Probe statt, sondern es wird nur die Probe "als Show" genommen, aber danach nicht analysiert.



ps: die DNA-Proben müssen ja gesetzlich vernichtet werden - d.h. IMHO, dass die Proben - wenn man sie doch nicht vernichten sollte - als Beweis für eine zukünftige Tat gar nicht zulässig sind und der Prozess deswegen platzen würde, oder nicht?


Das sich von sehr vielen Menschen nur sehr wenige weigern ist genau das Problem. Diese werden dann natürlich von den Mitmenschen die aus Gutgläubigkeit ihre Fingerabdrücke abgegeben haben als Täter abgestempelt. Dieser Mensch muss dann nur noch einmal auf dem Titelblatt der Bild erscheinen und dessen Leben ist dann zerstört. Ich erinnere mich noch an einen Fall der selbst in Deutschland in den Medien war, wo in Frankreich drei unschuldige Männer wegen einem ähnlichen Delikt angeklagt waren obwohl es nie Beweise oder nennenswerte Indizien gegeben hat. Einer von denen hatte sich in Haft das Leben genommen und das Leben der Anderen war natürlich auch gelaufen.
Das die Menschen, die freiwillig den Gentest abschliessen die Gesellschaft dadurch einen Stück weiter in den Abgrund treiben, ist ihnen wahrscheinlich gar nicht klar, denn mit diesem Verhalten - ich hab nichts zu verbergen also gebe ich alles von mir Preis - wird die Unschuldsvermutung umgekehrt. Man muss nicht mehr mir die Schuld nachweisen sondern ich bin erst mal grundsätzlich ein potentieller Täter und muss meine Unschuld beweisen.
Irgendwann wenn sich genügend Menschen gefunden haben die solche Tests eher begrüßen werden diese wahrscheinlich auch von der Politik als Pflicht eingeführt oder besser noch gleich bei der Geburt. Dass unser Staat alle Bürger nicht nur für Kriminelle sondern auch für Terroristen hält hat dieser ja ausführlich gezeigt. Siehe Vorratsdatenspeicherung, biometrischer Reisepass und Perso, Onlinedurchsuchung und diverse andere Gesetze die in den letzten Jahren durchgesetzt oder glücklicherweise gescheitert sind. Dass das Bundesverfassungsgericht in den letzten Jahren mit Klagen überhäuft wurde weil Gesetze offensichtlich gegen das Grundgesetz verstoßen spricht wohl für sich.
 
Das sich von sehr vielen Menschen nur sehr wenige weigern ist genau das Problem. Diese werden dann natürlich von den Mitmenschen die aus Gutgläubigkeit ihre Fingerabdrücke abgegeben haben als Täter abgestempelt. Dieser Mensch muss dann nur noch einmal auf dem Titelblatt der Bild erscheinen und dessen Leben ist dann zerstört.
Ähm: die Namen der Verweigerer werden doch gar nicht bekannt gegeben, wie soll es dann diese genannten Probleme geben? ^^


Ich erinnere mich noch an einen Fall der selbst in Deutschland in den Medien war, wo in Frankreich drei unschuldige Männer wegen einem ähnlichen Delikt angeklagt waren obwohl es nie Beweise oder nennenswerte Indizien gegeben hat. Einer von denen hatte sich in Haft das Leben genommen und das Leben der Anderen war natürlich auch gelaufen.
eine ANKLAGE ist was völlig anderes, da müssen schon wirklich triftige Gründe und Indizien vorliegen, die ein Verteidiger widerlegen oder entkräften muss bzw. zumindest dafür sorgen muss, dass die Indizien nicht für einen Prozess ausreichen - das hat aber rein gar nix mit den DNA-Tests und deren Verweigerung zu tun, denn ein Verweigerter Test ist bei weitem noch kein Grund für eine Anklage.
 
Wieso sollten Leute die nichts zu verbergen und gemacht haben den Gentest machen???
Vielleicht haben die Leute einfach keine Lust dazu.
Man kann ja auch mal die Polizei Ärgern :P
Wir sind ja in diesem Staat zum glück imemrnoch freie Bürger.

Wenn man nichts zu verbergen hat, kann man den Test doch ohne Probleme machen.

Wer sich bei derlei Dingen weigert braucht sich dann nicht wundern, wenn die Staatsanwaltschaft Wind bekommt und in diese Richtung nach weiteren Beweisen sucht.

Freiheit bringt nunmal auch Selbstverantwortung.
 
Wer sich weigert, hat nicht zwangsweise was zu verbergen - aber der dürfte sich dann auch nicht beklagen, wenn die Polizei ihn um eine Stellungnahme bittet. Es gibt genug Gründe, nicht freiwillig mitzumachen. Manche haben einfach ein extrem starres "Das ist mein gutes Recht!"-Haltung, die würden - wenn es dafür keine Strafe gäb - auch bei grün einfach losfahren, obwohl da noch ne Oma über Straße geht, weil man bei Grün ja an sich fahren darf. :D Andere haben einfach zu wenig Zeit, um dort dann rumzuhängen, bis der Abstrich gemacht wurde. Wieder andere haben einfach nur was besseres zu tun, zB Familie oder so. Und es gibt auch Leute, die einfach faul sind. Da ist ja keine Großstadt, sondern eher ländlich - da muss bestimmt der ein oder andere nicht nur mal eben 2km fahren, um zur Probe zu kommen, und genug Leute sind ja sogar zu faul, nur die 1km zum nächsten Supermarkt zu fahren um was zu essen zu holen, und "hungern" lieber den Abend lang...



Aber mal grundsätzlich: wo ist denn Eurer Meinung nach die Grenze, ab wann man jemanden "verdächtigen" darf? Es ist doch fast immer so, dass zuerst eine Gruppe von Leuten als Tatverdächtige in Frage kommen und in irgendeiner Weise überprüft werden, das muss dann wie gesagt nicht gleich ein Verhör oder so sein, da gibt es genug andere Methoden. Mal angenommen, es wäre kein Passat gewesen, sondern ein Ferrari Modena, von dem es nur 5 in der Region gibt, oder man hätte nach Recherche defnitiv nur noch 5 Leute, die es gewesen sein könnten: wenn dann von den 5 Leuten dann nur einer die Probe verweigert und die restelichen 4 negativ analysiert werden: würdet Ihr dann etwa mit Verweis auf die die Grundrechte sagen "das ist sein Recht, wenn der sich weigert darf man den in keiner Weise, nicht mal ansatzweise irgendwie weiter überprüfen" ? Sicher nicht, oder? Für mich ist das genauso, als ob zb bei einer Schlägerei auf einen Bahnsteig die Beschreibung "1,90m, Irokesenfrisur und weiße Adidas-Jacke" zutrifft, man dann 20 Leute mit passender Größe und Frisur ausfindig macht, von denen aber nur 2 auch so eine Jacke haben. Da würde man auch diese zwei dann näher checken - was aber dann bei weitem noch kein Tatverdacht ist.
 
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