Auch PCIe 5.0 trägt zu unzufriedenstellenden Mainboard Designs bei

tokenrider

Freizeitschrauber(in)
Was waren das doch für schöne Zeiten, in denen ein PC über eine ausreichende Anzahl an PCI-Sockeln verfügte, um ein System auch langfristig erweitern zu können.

Als Positivbeispiel sei dieses Server-Mainboard genannt:

Folgende Trends begünstigen oder verschärfen die Abnahme der PCIe-Sockel:
  • übermäßig breite Grafikkarten
  • Zupflastern des Mainboards mit bis zu vier M.2-Steckplätzen
  • verringerte Anzahl von PCIe-5.0-Lanes aufgrund übertrieben hoher Bandbreite
Ein bedauerlicher Trend, der leider bei fast allen Mainboards zu beobachten ist, vor allem im Consumer-Bereich.
Wenn ich mir die aktuellen Boards ansehe, schiebe ich das Thema Rechnerupgrade nur allzu gerne in weite Ferne.

Aber wozu brauchen wir unbedingt PCIe 5.0 für Systemkomponenten wie Grafikkarten oder SSDs?

Roman (der 8auer) hat interessante Messergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass PCIe 5.0 selbst für das derzeitige Topmodell von NVIDIA (RTX 5090) nur minimale Leistungsvorteile gegenüber PCIe 4.0 und sogar PCIe 3.0 bietet:
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In diesem PCGH-Artikel wird darauf hingewiesen, dass viele Mainboards nicht genügend PCIe-5.0-Lanes bereitstellen können. Und selbst wenn, dann muss man darauf achten, dass die Grafikkarte durch PCIe-Lane-Sharing am Ende nicht nur x8 Lanes erhält:

Da stellt sich die Frage, ob das alles wirklich notwendig ist....

Bei den heutigen Preissteigerungen in allen Bereichen sollte man darauf achten, dass der Rechner über genügend attraktive PCIe-Sockel verfügt, um auch langfristig mit aktuellen Komponenten erweitert werden zu können.

Bei mir waren neben der CPU vor allem folgende Erweiterungen, wichtig: Grafikkarte, 10-GBit-LAN (2x SFP+), drei verschiedene USB-3-Karten für unterschiedliche Anwendungsfälle (Backup, Recording, Kameraanbindung via USB-C aufgrund der höheren Ladeleistung für die Kamera-Akkus).

Dabei zeigte sich, wie vorteilhaft es ist, wenn das Mainboard verschiedene Sockeltypen wie x2, x4, x8 und x16 bietet. Gerade bei den USB-3-Karten gab es Unterschiede in der PCI-Anbindung. Hier profitierte ich davon, passende Sockel mit ausreichend PCIe-Lanes zu haben.

Heutzutage finde ich fast alle Mainboards schlecht designt. Das mangelhafte Design sorgt dafür, dass ich mein geplantes PC-Upgrade immer weiter aufschiebe – in der Hoffnung, dass endlich wieder besser erweiterbare Produkte auf den Markt kommen.
 
Der Geiz mit PCIe-Lanes ist aber schon sehr lange allgegenwärtig. ...leider!

Das hat aber viel mehr mit der "Anforderung" des Marktes und der Kostenoptimierung der Hersteller zu tun.

Ich würde behaupten das weit mehr als 95% aller Anwender eben ausschließlich eine Grafikkarte als Add-In-Karte verwenden und zusätzlich mehr wert auf unkompliziertes Nachrüsten weiterer M.2-SSDs legen.

Für die "Exoten", die dann doch noch eine weitere PCIe-Karte verwenden wollen, haben viele Mainboard dann halt noch einen x4 Slot. Hier und da sogar noch eine weiteren x1 Slot.

Daher bieten CPUs und PCHs halt auch nicht viel mehr an Lanes, die von den Mainboards dann mal mehr, mal wenig effizient geroutet werden.

Was waren das doch für schöne Zeiten, in denen ein PC über eine ausreichende Anzahl an PCI-Sockeln verfügte, um ein System auch langfristig erweitern zu können.

Als Positivbeispiel sei dieses Server-Mainboard genannt:
Das ist halt Server-Hardware. In dem Bereich hast du ganz andere und unterschiedliche Anforderungen (NIC/HBA/etc.), dass das nicht über integrierte Komponenten abgefangen werden kann. Viele PCIe-Lanes sind daher unerlässlich.

Die vielen PCIe-Lanes machen aber halt auch die CPUs und Mainboards komplexer, was man dann am Preis merkt.

Folgende Trends begünstigen oder verschärfen die Abnahme der PCIe-Sockel:
  • übermäßig breite Grafikkarten
  • Zupflastern des Mainboards mit bis zu vier M.2-Steckplätzen
  • verringerte Anzahl von PCIe-5.0-Lanes aufgrund übertrieben hoher Bandbreite
Ein bedauerlicher Trend, der leider bei fast allen Mainboards zu beobachten ist, vor allem im Consumer-Bereich.
Wenn ich mir die aktuellen Boards ansehe, schiebe ich das Thema Rechnerupgrade nur allzu gerne in weite Ferne.
Wie gesagt, die Sache mit der Grafikkarte und den M.2 Slots ist eine Anforderung der breiten Masse.
Die reine Anzahl an Lanes ist durch PCIe 5.0 allerdings nicht geschrumpft.
Intel spendiert mit den aktuellen CPUs/PCHs sogar wieder mehr Lanes! Die Umsetztung der Mainboardhersteller ist dann aber eine andere Sache. Das Routing der Leiterbahnen wird halt komplizierter, je mehr es werden.

Aber wozu brauchen wir unbedingt PCIe 5.0 für Systemkomponenten wie Grafikkarten oder SSDs?

Roman (der 8auer) hat interessante Messergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass PCIe 5.0 selbst für das derzeitige Topmodell von NVIDIA (RTX 5090) nur minimale Leistungsvorteile gegenüber PCIe 4.0 und sogar PCIe 3.0 bietet:
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In diesem PCGH-Artikel wird darauf hingewiesen, dass viele Mainboards nicht genügend PCIe-5.0-Lanes bereitstellen können. Und selbst wenn, dann muss man darauf achten, dass die Grafikkarte durch PCIe-Lane-Sharing am Ende nicht nur x8 Lanes erhält:

Da stellt sich die Frage, ob das alles wirklich notwendig ist....

Hier widersprichst du dir aber irgendwie selber.

Das gute bei PCIe 5.0 ist doch, dass durch die hohe Bandbreite nicht mehr so viele Lanes nötig sind.
Es gibt Mainboards, die zwei mechanische PCIe 5.0 x16-Slots haben. Da, wie du selbst geschrieben hast, bei den Aktuellen Grafikkarten auch 8 Lanes völlig ausreichend sind, können die anderen 8 Lanes im zweiten Slot für andere Karten oder SSDs genutzt werden.

Lane Sharing wir also immer weniger zum Problem, je höher die Bandbreite der einzelnen Lanes sind.

Bei den heutigen Preissteigerungen in allen Bereichen sollte man darauf achten, dass der Rechner über genügend attraktive PCIe-Sockel verfügt, um auch langfristig mit aktuellen Komponenten erweitert werden zu können.

Bei mir waren neben der CPU vor allem folgende Erweiterungen, wichtig: Grafikkarte, 10-GBit-LAN (2x SFP+), drei verschiedene USB-3-Karten für unterschiedliche Anwendungsfälle (Backup, Recording, Kameraanbindung via USB-C aufgrund der höheren Ladeleistung für die Kamera-Akkus).

Dabei zeigte sich, wie vorteilhaft es ist, wenn das Mainboard verschiedene Sockeltypen wie x2, x4, x8 und x16 bietet. Gerade bei den USB-3-Karten gab es Unterschiede in der PCI-Anbindung. Hier profitierte ich davon, passende Sockel mit ausreichend PCIe-Lanes zu haben.

Heutzutage finde ich fast alle Mainboards schlecht designt. Das mangelhafte Design sorgt dafür, dass ich mein geplantes PC-Upgrade immer weiter aufschiebe – in der Hoffnung, dass endlich wieder besser erweiterbare Produkte auf den Markt kommen.

Da bist du aber schon ein Extrem-Beispiel, was Add-In-Karten betrifft. (Wozu braucht man drei USB-3 Karten?)
Grundsätzlich gebe ich dir aber recht: Es wäre schön, wenn es auch im Consumer-Bereich mehr Lanes gäbe. Ein PC könnte mit mehr Erweiterungsmöglichkeiten deutlich länger leben.
 
Der Geiz mit PCIe-Lanes ist aber schon sehr lange allgegenwärtig. ...leider!
War früher mal anders und ging auch.

Das hat aber viel mehr mit der "Anforderung" des Marktes und der Kostenoptimierung der Hersteller zu tun.
Es ist doch immer wieder das Gleiche. Features mit dem Rotstift entfernen und nachher behaupten, es hätte eh niemand gebraucht. Und die bis zu vier M.2 Anschlüsse kosten etwa nichts?

Ich würde behaupten das weit mehr als 95% aller Anwender eben ausschließlich eine Grafikkarte als Add-In-Karte verwenden und zusätzlich mehr wert auf unkompliziertes Nachrüsten weiterer M.2-SSDs legen.
Es hat auch schon früher nicht jeder gebraucht, vor allen Dingen nicht direkt nach Neukauf des Rechners.
Aber jeder war froh, wenn er was Nachrüsten konnte, wenn er es brauchte.
Und wie gesagt, M.2 könnte man auch mittels PCIe Karten nachrüsten, die durchaus angeboten werden.
Das ist kein Grund zu sagen, nö, so viele Sockel braucht keiner oder das würde Kosten sparen.
Auch die M.2 auf dem Mainboard müssen erstmal bereitgestellt werden, das ist auch nicht umsonst.
Nur verbrennt es wertvolle Lanes, die als PCIe Sockel ausgelegt deutlich variabler in der Anwendung wären.

Für die "Exoten", die dann doch noch eine weitere PCIe-Karte verwenden wollen, haben viele Mainboard dann halt noch einen x4 Slot. Hier und da sogar noch eine weiteren x1 Slot.
Ein x4 Slot ist zu wenig und es ist auch nicht exotisch.
Eher der Sockel für eine 2. Grafikkarte und wenn der Platz nicht mit Sockeln, sondern M.2 zugepflastert ist.

Daher bieten CPUs und PCHs halt auch nicht viel mehr an Lanes, die von den Mainboards dann mal mehr, mal wenig effizient geroutet werden.
Alles kein Grund das so wie jetzt zu implementieren.
Gerade PCIe 5.0 macht es eher schwieriger, weil höhere Geschwindigkeiten meistens auch zur Folge haben, dass Signalwege möglichst kurz zu halten sind.
Und für die vielen unnötigen M.2 Anschlüsse sparst Du an der Stelle auch nichts ein.

Das ist halt Server-Hardware. In dem Bereich hast du ganz andere und unterschiedliche Anforderungen (NIC/HBA/etc.), dass das nicht über integrierte Komponenten abgefangen werden kann. Viele PCIe-Lanes sind daher unerlässlich.
Das kann man so nicht pauschalisieren.
Es gab auch im Consumerbereich schon immer Gründe fürs Aufrüsten:
Sata3 auf Sata6 oder USB2 auf USB3 oder USB-C oder von 100 Mbit auf Gigabit und inzwischen halt schon bis hoch auf 10 Gbit. Für SFP+ brauchst Du definitiv eine separate Karte. Das ganze spielt eben nicht nur im Server Bereich ab.

Das traurige ist nur, dass man jetzt darzu gedrängt wird, im Server und Workstationbereich kaufen zu müssen.
Und gerade da sind die Preise explodiert. Früher gab es da auch mehr Auswahl im Bereich CPU und Mainboard in bezahlbaren Bereichen. Mein Supermicro X10SRi-F hat damals nur €280 gekostet.

Die vielen PCIe-Lanes machen aber halt auch die CPUs und Mainboards komplexer, was man dann am Preis merkt.
Die brauchst Du doch weiterhin für die Anbindung von bis zu vier M.2.
Als PCIe Sockel wäre es in der Abwendung viel flexibler, wie schon oft bemerkt.

Wie gesagt, die Sache mit der Grafikkarte und den M.2 Slots ist eine Anforderung der breiten Masse.
Als ob die jemals gefragt worden wären. Die Hersteller haben irgendwas produziert und Du kannst am Ende des Tages nur das Kaufen was es auf dem Markt gibt. Insofern wäre es auch falsch zu behaupten, das hätte die Nachfrage ergeben. Man kann nur Dinge nachfragen, die es gibt.

Wie ich bereits ausführte, hätte man M.2 auch mittels PCIe Karten implementieren können.
Das wäre insgesamt flexibler und brauchbarer gewesen.

Die reine Anzahl an Lanes ist durch PCIe 5.0 allerdings nicht geschrumpft.
Intel spendiert mit den aktuellen CPUs/PCHs sogar wieder mehr Lanes! Die Umsetztung der Mainboardhersteller ist dann aber eine andere Sache. Das Routing der Leiterbahnen wird halt komplizierter, je mehr es werden.
Als ob es kein Problem wäre, die bis zu vier M.2 Sockel auf einem mainboard zu erreichen.

Das gute bei PCIe 5.0 ist doch, dass durch die hohe Bandbreite nicht mehr so viele Lanes nötig sind.

Prinzipiell schon, aber sehr kurzsichtig gedacht.
Zum einen müssten noch ältere Karten unterstützt werden und da brauchst Du oftmals eine höhere Anzahl an Lanes, um halt die erforderliche Bandbreite auch bei PCIe 2.0, 3.0, 4.0 zu erreichen.
Die Hersteller würden sich ins eigene Fleisch schneiden, Erweiterungskarten mit einem zu hohen PCIe Standard zu implementieren als notwendig. Es muss auch noch in älteren Systemen funktionieren.

Nimm mal meine RTX 4070 PCIe 4.0 x16 als Beispiel.
Wenn die nur mit 8 Lanes als PCIe 4.0 oder 5.0 Karte implementiert worden wäre, dann hätte ich sie vermutlich gar nicht sinnvoll in meinem System nutzen können, das maximal PCIe 3.0 x16 unterstützt.

Genau das gleiche Spiel hast Du bei einer Vielzahl von anderen Karten. Was nutzt Dir der schönste PCIe 3.0 x2 Sockel, der gerade noch frei ist, wenn die PCIe 2.0 USB3 Karte einen x4 Socel braucht, um nur ein Beispiel zu nennen. Die Karte mit gemau dem USB3 Chipset gibt es auch nicht in allen erdenklichen Ausführungen und schon gar nicht als PCIe 4.0 oder gar 5.0. Und wer möchte schon immer neu kaufen.

Es gibt Mainboards, die zwei mechanische PCIe 5.0 x16-Slots haben. Da, wie du selbst geschrieben hast, bei den Aktuellen Grafikkarten auch 8 Lanes völlig ausreichend sind, können die anderen 8 Lanes im zweiten Slot für andere Karten oder SSDs genutzt werden.
Macht keinen Sinn, manche Karten sind halt nicht PCIe 5.0 und die brauchen halt ihre Anzahl an Lanes.
Du möchtest auch nicht alles neu kaufen müssen.

Lane Sharing wir also immer weniger zum Problem, je höher die Bandbreite der einzelnen Lanes sind.
Dann kuck Dich mal um wieviele PCIe 5.0 Karten es gibt. Etwa im USB Bereich? Natürlich nicht, weil die Hersteller die Karten natürlich auch noch an Kunden mit älteren Systemen verkaufen möchten. Und da nimmt man am besten das, was man angesichts des zu erwartenden Durchsatzes benötigt.

Da bist du aber schon ein Extrem-Beispiel, was Add-In-Karten betrifft. (Wozu braucht man drei USB-3 Karten?)
Das habe ich doch schon geschrieben warum. Und warum Extrem? Nur weil Du es nicht brauchst?
Mit guten Boards war sowas schon immer möglich.
Also hier nochmal nur für Dich:
Für den Anschluß von Recording interfaces (Studio / Home Studio Bereich) musst Du für bestmögliche Kompatibilität sorgen. Nicht alle USB3 Karten halten sich an gewisse USB Standards für gewisse Transfer Modes, die man in dem Bereich benötigt. Zudem ist es dringend angeraten, ein Recording Interface nicht zusammen mit anderen Geräten an einen USB Controller anzuschließen.
Für Backup auf USB3 Platten/SSD ist UASP wichtig höherer Durchsatz, speziell auch bei vielen kleinen Dateien.
Das ist dann schon die 2. USB3 Karte die ich tatsächlich benötige.
Die dritte Karte brauchte ich, um für meine Kamera einen USB-C Anschluss zu haben. Es hieß, dass USB-C benötigt würde, um die Kamera Akkus laden zu können. Da ich noch einen Slot frei hatte, habe ich dann eine USB-C Karte besorgt, damit mein PC langsam auch mal sowas hat, wenn es benötigt würde, so wie in diesem Fall.


Grundsätzlich gebe ich dir aber recht: Es wäre schön, wenn es auch im Consumer-Bereich mehr Lanes gäbe. Ein PC könnte mit mehr Erweiterungsmöglichkeiten deutlich länger leben.
Ach, sieh an, damit hatte ich nach Deinen Ausführungen ja schon gar nicht mehr gerechnet :-)
 
Du rennst bei mir offene Türen ein!
Mich nervt die Situation auch und ich bin auch definitiv kein Verteidiger für die Hersteller, die immer mehr zusammenstreichen.

Nur habe ich mich schon vor geraumer Zeit mit dem gleichen Thema beschäftigt. Das hat mich nach diversen Recherchen halt zu genau meinen Punkten geführt.

Frag mal in deinem Bekanntenkreis nach, wie viele dort mehr als nur eine Grafikkarte verbaut haben. Im Privatrechner natürlich; Workstations zählen nicht. :D

Der 08/15 User und Gamer, die nun mal den Großteil der PC-Nutzer ausmachen, haben halt (wenn überhaupt) nur eine einzelne Grafikkarte als Add-In Karte. Dazu eine M.2-SSD, ggf noch eine zweite, weil die "alte" irgendwann zu klein geworden ist, jetzt aber noch als zweites Kärtchen mit drin steckt.

Natürlich ist man viel Flexibler, wenn man viele PCIe-Slots hat und dann eine PCIe zu M.2 Adapterkarte nutzen kann.
Aber schau doch alleine hier im Forum. Diejenigen, die sich hier angemeldet haben, haben schon mehr Ahnung als 95% aller PC-Nutzer. Trotzdem taucht doch so oft die Frage auf, ob SSD X auf Mainboard Y passt, ob das Nachteile bring, wenn Slot Z verwendet wird, etc.

Und jetzt willst du ernsthaft die anderen 95% noch mit Adapter hantieren lassen?

Der absolute Mehrheit schaut halt, ob SSD/PCIe-Karte/externes Gerät ans Mainboard passt.
Wenn nicht, dann wird halt keine neue SSD/etc. gekauft. Oder es wird ein neuer PC gekauft, weil der alte kanns ja nicht. Das ist Mist, aber leider Realität.

Und da ist es klar, dass das von den Hardware-Herstellern ausgenutzt wird um nur noch diese Masse abzuholen.
Alles andere ist zu teuer.

Zumal PCIe-Routing echt nicht ohne ist. Es ist definitiv aufwändiger, einen einzelnen PCIe x16-Slot auf einem Mainboard unterzubringen, als vier M.2-Slots! Geschweige denn zwei oder drei, die an fester Position sitzen müssen!
Die M.2 Slots kann man halt dort positionieren, wo es günstig ist von der Leiterbahnführung. Daher sitzen die oftmals auch an so komischen stellen. Bei den regulären PCIe-Slots hast du diesen Luxus halt nicht.

Ich war immer großer Fan von den HEDT-Plattformen. Aber die Verkaufszahlen sind über die Jahre derart in den Keller gerauscht, dass sowohl Intel als auch AMD das aufgegeben haben.
Bis vor einiger Zeit gab es das also sehr wohl als Angebot, wurde aber von zu wenigen Kunden angenommen.

Das du tatsächlich noch so eine Plattform als daily-driver nutzt, ging aus deinem erstem Post nicht hervor.
Aktuelle Plattformen haben halt von sich aus schon relativ viele USB-Ports und Controller, auch zwei oder mehr USB-C.
Wenn dann aufgrund von Komplatibilitätsprobleme ein weiterer USB-Controller dazu kommt, ja, das kenne ich auch. Aber bei gleich drei Zusätzlichen war ich doch verwundert. Und ja, das würde ich schon "extrem" nennen; für heutige Verhältnisse. :ugly:
 
Man muss mal die Mengen sehen:

Masse -> braucht eigentlich gar keinen PCIe Slot - iGPU genutzt und nur SSD
Desktop / Gamer / Selbstbauer -> 16x PCIe 4xPCIe + SSD reicht für 95% der Nutzer
 
Ich bin froh über die M2-Slots. Habe 3 M2 verbaut. Die haben eben definitv einen Vorteil gegenüber normalen SSDs:
Sie brauchen wenig Platz und stören den Luftfluss nicht.
Natürlich könnte ich die auch mit einer Karte einbauen... Aber dann teilen sie sich auch die Lanes, die an der Karte angebunden sind.
Ich brauche auch zum Glück nicht mehr Karten, als meine Grafikkarte. Alles andere, was ich brauche, bietet ja schon das Board.

Trotzdem verstehe ich @bitsbytes durchaus.
 
Ich bin froh über die M2-Slots. Habe 3 M2 verbaut. Die haben eben definitv einen Vorteil gegenüber normalen SSDs:
Sie brauchen wenig Platz und stören den Luftfluss nicht.

1. M.2 verbrauchen natürlich Platz auf Kosten ansonsten flexibler nutzbaren PCIe Sockeln.
Es ließen sich aber mindestens 2 M.2 auf einer PCIe Karte verbauen.
Mit nur 2 PCIe Karten hättest Du somit wesentlich kompakter bis zu vier M.2 verbaut.

2. Wenn man sich den Rechner gut zusammenstellt und ein passendes Gehäuse wählt,
dann gibt es keine Probleme mit dem Luftfluss. Man kann auch krampfhaft versuchen,
Probleme herbeireden zu wollen, nicht wahr ?

Natürlich könnte ich die auch mit einer Karte einbauen... Aber dann teilen sie sich auch die Lanes, die an der Karte angebunden sind.

Die Anbindung der M.2 Sockel erfolgt auch über PCIe Lanes.
Du hast nach wie vor die gleiche Problematik des PCIe Lane sharings.
Nur noch verschärft, weil die M.2 Sockel nicht so flexibel wie PCIe verwendet werden können.

Ich brauche auch zum Glück nicht mehr Karten, als meine Grafikkarte. Alles andere, was ich brauche, bietet ja schon das Board.

Hilft den Leuten, die erweitern wollen oder müssen nicht im geringsten weiter.

Trotzdem verstehe ich @bitsbytes durchaus.

Kaum zu glauben.
 
Warum so aggressiv? Hab ich Dir was getan? Du tust ja fast so, als wäre ich schuld daran, wie die heutigen Boards konzipiert werden.
 
PCI-E-Adapter für mehr als eine M.2-SSD erfordern entweder Switches (zu deren Kosten hatten wir ja schon eine Diskussion) oder Slots mit mehr als vier Lanes. Diese können aber gemäß PCI-E-Spezifikation nur von den CPUs und somit zu Lasten der Grafikkarte bereitgestellt werden. Aktuell verfügbare I/O-Hubs unterstützen dagegen zumindest bei Intel keine Links über ×4-Breite. AMD dokumentiert die Fähigkeiten nicht, aber es steht selbst zur CPU nur ein ×4-Uplink bereit. Out-Of-Spec-Implementationen, die zwei ×4-Links in einem Slot bündeln, gab es zwar mal bei Asus – aber dieser Käse lässt sich dann nur mit entsprechenden Spezial-Adaptern und nur für SSDs nutzen. Da kann man den M.2-Steckplatz auch gleich auf dem Mainboard verbauen, was deutlich billiger als eine Kombination aus Slot und extra Karte ist, eine bessere Signalqualität bietet, keine Platzkonflikte mit Grafikkarten riskiert und die RMA-Abteilung um einige DAU-Fälle entlastet.

Letztere Argumente gelten auch für einen Vergleich zwischen M.2- und konventionellen ×4-Slots: Letztere bedeuten mehr Flexibilität, aber auch mehr Kosten und Ärger. Das muss gegen die Interessen der User abgewogen werden und selbst hier, in einem überaus Enthusiast-lastigen Forum, nutzt bereits ein gutes Viertel der Anwender drei oder mehr M.2-SSDs. Aber weniger als 1 Prozent braucht einen dritten Erweiterungs-Slot.

Das ist auch nicht weiter verwunderlich, wenn man die hier geäußerten Wünsche als Beispiel heranzieht:
- 10G-LAN? Gibt es onboard. Zwar nicht als SFP, aber hier wurde ja ausdrücklich die Vermeidung von Server-/Workstation-Technik gewünscht und im Mainstream-Bereich ist halt RJ45 üblich.
- USB-Typ-C als Stromquelle? Onboard. Hohe Power-Delivery-Profile sind noch rar, aber das gilt auch für alle Controller-Karten, die ich auf die schnelle geprüft habe. Deren max. 15 W kann man teilweise sogar über Adapter von Typ-A beziehen. Oder einfach von einem USB-Netzteil.
- USB für hohe Datenraten? Onboard.
- USB für störungsempfindliche Geräte? Schwierig zu beurteilen, da es ja um die Vermeidung von Fehlern geht, die gar nicht auftreten sollten, oder um die Bereitstellung von Leistungen, die über Spezifikationen hinausgehen. Aber die Wahrscheinlichkeit, so etwas onboard vorzufinden, ist zumindest nicht schlechter als auf einer Steckkarte und auch getrennte USB-Controller hat jedes 1851- oder AM5-System mindestens zwei, X680E und X870 gleich drei und X870E sogar vier.

Dementsprechend orientiert sich die Mehrheit der Platinen bei der Erweiterbarkeit an der Mehrheit der Platinenkäufer und die achten auf M.2. Nichtsdestotrotz nimmt z.B. ein Asus Prime B850-Plus vier Erweiterungskarten auf (sofern sie mit 1 GB/s PCI-E 4.0 ×1 hinkommen) und z.B. Gigabytes X870 Elite kann die Lanes sämtlicher seiner M.2-Steckplätze außer des ersten in Slot-Form anbieten. (Dass es trotzdem eher wenig sind – well: blame AMD^^)
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt es den noch gute Boards die zu Gunsten mehr freie lanes für z.B M.2 zu haben auf PCIe 5.0 für die Grafikkarte und SSD verzichten bei Z890 Boards, oder werden die automatsisch erweitert wenn ich im Bios auf PCI 4.0 rutertelle - kenn mich da jetzt nicht so aus?
 
Die Anzahl der Lanes und somit der möglichen Ports ist eine fixe Größe, unabhängig von der letztlich genutzten Geschwindigkeit.
 
Ist bei vielen Boards auch schwierig, weil nicht selten die Anschlüsse von der Grafikkarte verdeckt werden und somit meist nur noch max. ein zweiter genutzt werden kann.
 
Deshalb sind bei sinnvollen Boards da ja auch M.2 zu finden.
M.2 und nicht fragwürdige PCIe-Slots, für die man, wenn man sie für M.2 verwenen will, auch noch Adapterkarten braucht die es auch nicht geschenkt gibt.



Meine 4x M.2 und zwei PCIe x4 (nicht billige x1), welche wahrscheinlich nie gefüllt werden, sollten doch wohl einen Großteil der Privatnutzer glücklich machen können.
Bis auf ausgefallene 🦄🦄.
 
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