Atomenergie/Energiepolitik

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Na super. Die Regierung veranlasst zwar die Abschaltung von AKWs, aber so wie es aussieht, gibt sie jetzt den Energiekonzernen freie Hand bei der Preisgestaltung. Ein Kuhhandel zu Lasten der Bevölkerung. Obwohl AKWs grade mal 2% der Energiegewinnung ausmachen. Naja, wir werden halt von einer Konzernlobby regiert.
 
jep, 25%. Trotzdem haben wir nach Abschaltung der, glaube 7 AKWs sind im Gespräch, noch genug Strom. Wir Exportieren ihn ja. Ich finde es nur eine Sauerei, wie wir von Lobbyisten regiert werden.
Bei der nächsten Bundestagswahl sollen sie statt den Parteien, lieber die Konzerne nennen, die wir dann wählen sollen.
 
Praktisch gesehen könnte man in Deutschland 7 AKW's abschalten, von der alten Generation und uns würde kein Licht ausgehen, nur wie du schon sagst würden die großen EVU's dann rumheulen, da nicht mehr genug Strom exportiert werden kann. ;)
 
Es geht den Konzernen nicht darum, das es dann zu wenig Strom gibt. es geht darum, das Werk zu entsorgen. Ist ja kein gewöhnlicher Bauschutt. Sie wollen, das für die Entsorgung jemand anderes bezahlt, obwohl ein Kraftwerk in seiner Lebenszeit vermutlich Milliarden eingefahren hat. Sauerei.
 
Mit exportiert meine ich gewinnbringend ins Ausland verkaufen und nicht zu wenig Strom, denn wie ich schon schrieb geht der uns nicht aus, selbst wenn man 7 AKW's abstellt. ;) Die Entsorgung bezahlen die aus der Portokasse, hier gehts aber um Gewinne und die werden ja geringer wenn man die abschaltet.
 
Weil die AKWs ja schon abgeschrieben sind, jeder Tag länger laufen spült Millionen in die Kassen, da meckern sie natürlich, wenn man ihnen einen Goldesel wegnehmen will.
 
Aber so viel Plasma brauchst du eigentlich nicht, da die Fusion von kleineren Atomen deutlich mehr Energie liefert als die Fission von großen Atomen, bezogen auf die gesamte Masse.

? Wer redet denn von großen Atomen? Ich rede von MEHR Plasma. Die Energiebilanz dürfte afaik ein Wechselspiel zwischen dem Fusionsvolumen und der Fläche zur Wärmeabgabe (Plasmatemperatur) bzw. Eingrenzung sein. D.h. je mehr Plasma man auf einem Haufen hab, desto besser wird die Bilanz aus erzeugter und benötigter Energie.
Andere Parameter wie z.B. Grad der Verdichtung beeinflussen es zwar auch, aber diese Grundprinzip ist das, was sich am leichtesten (und immer auch zusätzlich) ausreizen lässt.

Das nächste Dilemma ist aber, dass du neben Deuterium auch noch Tritium brauchst, das ein Reaktor zwar selbst herstellen kann, aber dieses Radioaktiv ist.

Deuterium ist auch radioaktiv, nur etwas haltbarer.

Aber, wie schon gesagt, was nützt ein Fusionsreaktor, der das 100 fache eines Windkraftwerkes kostet, aber nur 20x mehr Energie liefern kann?

Frag nicht mich. Ich stelle schon bei jeder Gelegenheit die Frage,
"was eine Fusionsenergie nützt, deren Entwicklung mehr kostet, als die vollständige Umstellung auf erneuerbare?"

Mir ist nicht bekannt, dass es jemals zu so einer Störung kam, das flüssiges Helium in den Reaktor eingedrungen ist.
Wenn ich in einem Zimmer flüssigen Stickstoff hinstelle und ihn schlagartig entweichen lassen, habe ich nicht das Gefühl, dass der Luftdruck im Zimmer gigantische Ausmaße annimmt. ;)

Kannst den flüssigen Stickstoff ja mal auf einen glühenden brennenden Kohlehaufen kippen.

Wie willst du denn Fissionsmaterial in das Plasma eines Fusionsreaktors kriegen, dass dann auch noch fusioniert?
und zu was soll es fusionieren, Eisen zu Nickel. :D
Oder willst du Gold herstellen? :lol:

Ich will gar nicht, aber ein Terrorist will ggf. Uran spalten und eine riesige Neutronenquelle könnte dabei hilfreich sein.


jep, 25%. Trotzdem haben wir nach Abschaltung der, glaube 7 AKWs sind im Gespräch, noch genug Strom. Wir Exportieren ihn ja. Ich finde es nur eine Sauerei, wie wir von Lobbyisten regiert werden.
Bei der nächsten Bundestagswahl sollen sie statt den Parteien, lieber die Konzerne nennen, die wir dann wählen sollen.

Wir bekommen zumindest alle 4 Jahre die Möglichkeit, den Schwerpunkt zwischen den Lobbys zu verschieben.
Letztes mal wurden die gewählt, die potentiell tödliche oder/und die Ökosphäre zerstörende Technologien befürworten. Mal gucken, was die Bevölkerung bis zur nächsten Wahl lernt.
 
Deuterium ist auch radioaktiv, nur etwas haltbarer.

Nö, ist es nicht, nur Tritium ist radioaktiv.

Frag nicht mich. Ich stelle schon bei jeder Gelegenheit die Frage,
"was eine Fusionsenergie nützt, deren Entwicklung mehr kostet, als die vollständige Umstellung auf erneuerbare?"

Es geht halt um neue Techniken, da spielt die ökonomische Ausbeutung noch keine Rolle, erst mal haben.
Guck dir Kernenergie an, da weiß auch noch keiner, was das am Ende wirklich kosten wird, aber Hauptsache haben.

Kannst den flüssigen Stickstoff ja mal auf einen glühenden brennenden Kohlehaufen kippen.

Kipp mal Wasser auf einer heißen Herdplatte, was passiert?
Es entsteht Wasserdampf.
Nimmt der Luftdruck zu?
Denke mal, dass das kaum messbar ist, aber du kannst ja mal dein Barometer daneben halten. ;)

Ich will gar nicht, aber ein Terrorist will ggf. Uran spalten und eine riesige Neutronenquelle könnte dabei hilfreich sein.

Hmm. riesige Neutronenquelle...hmm... :D:ugly:
Eine riesige Neutronenquelle hast du in Kernfissionsreaktoren, denn da sind viele freie Neutronen, in einem Fusionsreaktor hast du Protonium und Deuterium, kein Neutron, dann Tritium, ein Neutron. Dieses Neutron bleibt, denn es ist ja Teil des Endproduktes der Fusion, eben Helium.
Hmm, wo sind also die vielen freie Neutron, die du brauchst..... :huh:
*an Kopf kratz* ;)

Wir bekommen zumindest alle 4 Jahre die Möglichkeit, den Schwerpunkt zwischen den Lobbys zu verschieben.
Letztes mal wurden die gewählt, die potentiell tödliche oder/und die Ökosphäre zerstörende Technologien befürworten. Mal gucken, was die Bevölkerung bis zur nächsten Wahl lernt.

Eben, hatten wir ja gemacht, von 1998 an, wenn du dich erinnerst.
Wurden da AKWs abgeschaltet?
Nö, aber so eine komische Sache wie Dosenpfand wurde eingeführt. Seit dem werden Unmengen an Einwegplastikflaschen für Getränke hergestellt (siehe Supermarkt, besonders Discounter), die Mehrwegflaschen gehen weiter zurück.
Einwegplastikflaschen werden meist schon vor Ort gescheddert, gehen als Schüttgut zum Recycling Unternehmen. Dort wird es je nach Bedarf entweder gereinigt und weiterverarbeitet oder kommt gleich in den Brennofen.
In letzter Zeit in den Brennofen, weil die Reinigung seit einiger Zeit immer teurer geworden ist, neu produzieren ist billiger.
 
Nö, ist es nicht, nur Tritium ist radioaktiv.
Misst, verwirrt.

Kipp mal Wasser auf einer heißen Herdplatte, was passiert?
Es entsteht Wasserdampf.
Nimmt der Luftdruck zu?
Denke mal, dass das kaum messbar ist, aber du kannst ja mal dein Barometer daneben halten. ;)

Wir reden hier nicht von einem Liter Wasser (das zudem extrem viel Energie verbraucht, um zu verdampfen) in einem großen Raum auf einer leicht erwärmten Herdplatte, wir reden von flüssigem Helium in einem möglichst kleinen Reaktorbereich, der auf extrem heißen Plasma trifft. Etwas naheliegenderer Vergleich zu dem, was ich befürchte, wäre "kipp mal Wasser auf glühende Kernbrennstäbe". Was da passiert, kann man aktuell in den Nachrichten verfolgen und Gerüchten zufolge spielen Drucksteigerungen dabei eine Rolle.

Hmm. riesige Neutronenquelle...hmm... :D:ugly:
Eine riesige Neutronenquelle hast du in Kernfissionsreaktoren, denn da sind viele freie Neutronen, in einem Fusionsreaktor hast du Protonium und Deuterium, kein Neutron, dann Tritium, ein Neutron. Dieses Neutron bleibt, denn es ist ja Teil des Endproduktes der Fusion, eben Helium.
Hmm, wo sind also die vielen freie Neutron, die du brauchst..... :huh:
*an Kopf kratz* ;)

Ich glaube mich zu erinnern, dass Fusionsvorgänge sehr viel freie Neutronen produziert (Stichwort "boosted Fission"), frag mich aber nicht, wie das auf kernphysischer Ebene abläuft.

Eben, hatten wir ja gemacht, von 1998 an, wenn du dich erinnerst.
Wurden da AKWs abgeschaltet?

Zwei Stück immerhin. Für die restlichen wurde eine Abschaltung in Zukunft vereinbart - aber behauptet ja niemand, dass Idealisten geschickte Verhandlungspartner wären.

Bezüglich Dosenpfand: Weiß es nicht mehr genau, glaube mich aber zu erinnern, dass ein Komplettverbot von Dosen auch nicht mit EU-Recht vereinbar gewesen wäre?
 
Wir reden hier nicht von einem Liter Wasser (das zudem extrem viel Energie verbraucht, um zu verdampfen) in einem großen Raum auf einer leicht erwärmten Herdplatte, wir reden von flüssigem Helium in einem möglichst kleinen Reaktorbereich, der auf extrem heißen Plasma trifft. Etwas naheliegenderer Vergleich zu dem, was ich befürchte, wäre "kipp mal Wasser auf glühende Kernbrennstäbe". Was da passiert, kann man aktuell in den Nachrichten verfolgen und Gerüchten zufolge spielen Drucksteigerungen dabei eine Rolle.

Kannst du nicht vergleichen, da das Plasma wesentlich weniger Masse enthält als Kernbrennstäbe.

Ich glaube mich zu erinnern, dass Fusionsvorgänge sehr viel freie Neutronen produziert (Stichwort "boosted Fission"), frag mich aber nicht, wie das auf kernphysischer Ebene abläuft.

Ich hab mich da mal informiert (dazu später mehr), da ich etwas Zeit hatte.... :schief:
Kleine, auf Kohlenstoffverbindungen aufbauende Brüllmaschine im Haus, erzeugt unnötige Energie (wie nutzen? :huh:), dafür aber garantiert voll biologisch abbaubar :D:ugly:

Bezüglich Dosenpfand: Weiß es nicht mehr genau, glaube mich aber zu erinnern, dass ein Komplettverbot von Dosen auch nicht mit EU-Recht vereinbar gewesen wäre?

Mir gehts eigentlich nicht um den Dosenpfand, damit hab ich keine Probleme. Mir gehts darum, dass das Pfandsystem allgemein albern ist. Es greift nur bei kohlensäurehaltigen Getränken.
Wieso? wieso nicht bei allen anderen auch, z.B bei Milchprodukten?
Daraus hat sich dann eine Einwegmetalität entwickelt, es gibt nur noch Einwegflaschen in Supermärkten (die natürlich mit Pfand beaufschlagt werden), der Mehrweg ist aber praktisch dort abgeschafft, bei den Discountern ist das am Extremsten.
Vergleich auch mal Einwegflaschen mit Mehrwegflaschen, es fällt sofort auf, dass die Mehrweg stabiler sind, was logisch ist, da sie ja mehrmals benutzt werden müssen. Aber das macht sie in der Herstellung auch teurer und schwerer (Ja, sogar bei PET Flaschen wird nach Gewicht geguckt), daher haben praktisch alle Anbieter von Getränken auch oder nur noch Einwegflaschen im Sortiment, weil die Herstellung günstiger ist und die Rücknahme weg fällt, ebenso die Reinigung und die erneute Befüllung.
Es ist hier eine reine Kostenfrage, die dünnen, leichteren Einwegflaschen sind in der Herstellung rund 25-35% (ungesicherter Schätzwert, aber anzunehmen) günstiger als die Mehrwegflaschen.
Soo, jetzt die Kernfusionssache (da könnte man glatt einen eigenen Thread aufmachen :D, nicht politisch beruhend, wie dieser Thread, sondern rein technisch/wissenschaftlich betrachtet :daumen:).

Also, Neutronen entstehen in der Tat, sie sind auch der Hauptträger der Energie, die man ja nutzen will um Wasser aufzuheizen.
Protonium hat kein Neutron, Deuterium hat ein Neutron, Tritium hat zwei Neutronen.
Siehe Bild

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Verschmelzen also nun Deuterium und Tritium im Plasma (Protonium fusioniert sehr schlecht, das kriegt nur die Sonne hin) zu Helium, wird ein Neutron freigesetzt, da stabiles Helium nur 2 Neutronen braucht (es gibt auch Helium Isotop mit 3 Neutronen, das ist aber instabil und zerfällt).
Die Neutronen können das Plasma ungehindert verlassen, da sie ja elektrisch neutral sind und nicht auf die Magnetfelder reagieren.
Das Helium muss entfernt werden, da es den Fusionsvorgang sonst unterbrechen würde (das Helium wird abgesaugt, sehr komplizierte Sache).
Diese Neutronen treffen dann auf die Wand der Reaktors und werden von den Atomen des Materials "eingefangen", dabei geben die Neutronen ihre Bewegungsenergie in Form von Wärme ab, das Wasser hinter der Reaktorwand erwärmt sich und treibt den Stromgenerator an, danach wird es in einem Wärmetauscher abgekühlt und fließt wieder zurück zum Reaktor (ein gewisser Teil des Wassers nimmt auch Neutronen auf und wird zu schwerem Wasser, aber bisher gibts da nur Theorien, wie viele Prozent das ausmacht).
Jedoch haben die Neutronen nicht so viel Bewegungsenergie wie die Neutronen in einem Kernfissionskraftwerk (ungefähr 14MeV zu 280MeV), daher können die Neutronen auch keine Kernspaltung auslösen, selbst man man hochangereichertes Plutonium (wie auch immer) in die Reaktorkammer zum Plasma hin bekommt.
Trotzdem erzeugt ein Fusionsrekator mehr Energie als ein Fissionsreaktor, einfach deshalb, weil die Menge an Neutronen größer ist, bzw. die Bindungsenergie in kleinen Atomen stärker ist als in großen Atomen.
Siehe Bild.

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Das Helium selbst hat natürlich auch noch Bewegungsenergie, die aber eher schlecht genutzt werden kann (sie entspricht 1/3 der Neutronenenergie). Langfristig will man natürlich dahin kommen, dass auch die Heliumenergie genutzt werden kann. Aber derzeit geht das nicht, weil das Helium durch die beiden Protonen ja elektrisch geladen ist.
Siehe Bild

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Auf jeden Fall ist die Fusion rein wissenschaftlich und technisch betrachtet eine sehr interessante Sache, die ohne Quantenmechanik überhaupt nicht stattfinden könnte.
Siehe Bild

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Übrigens ist die Effizienz, sofern sie mal gelingt, in einem Fusionsreaktor besser als in der Sonne.
Siehe Bild

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Die Sonne ist eigentlich ein sehr ineffizienter Energieerzeuger. Sie kommt auf nur 0,2 Mikrojoule/Gramm und Sekunde. Eine menschliche Zelle schaft ungefähr das 10.000 Fache.
Ein Bakterium wie das Azotobacter schafft sogar das 50 Millionen Fache der Sonne und ist damit der Rekordhalter, wenn es um Effizienz geht.

Das Deuterium/Tritium Gemisch ist übrigens die beste Wahl, da es die meiste Energie liefert.
Siehe Bild

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Wie gesagt, eine sehr interessante Sache, mit der Kernfusion, allerdings halte ich die Zeitvorstellungen für etwas übertrieben, aber Obama hat ja auch gesagt, dass er bis 2030 auf dem Mars landen will. ;)
Siehe bild

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Abschließend noch mal ein zwei Bilder aus dem Inneren eines Stellarators.

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Jetzt hab ich glatt das schöne Video vergessen..

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Quelle von allen Grafiken und Fotos: Jülich Forschungszentrum für Kernfusion, Dr. Ralph Schorn
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Ich sehe da was ganz Anderes kommen:

  1. die 7 alten AKW's werden abgeschaltet - für drei Monate.
  2. die Konzerne jammern laut über die Kosten und kassieren 'Schadensersatz' und das in einer Höhe, die die tatsächlichen Kosten weit übersteigt. Deren (überhöhte) Angaben kann ja niemand überprüfen.
  3. die Stromkonzerne erhöhen die Preise kräftig - die Merkel hat das ja schon angekündigt.
  4. in drei Monaten läuft das Moratorium stillschweigend aus, die 7 alten Dinger gehen - zumindest teilweise - wieder an Netz. Ganz still und leise... Die Wahlen sind ja dann (zumindest teilweise) vorbei.
  5. Die hohen Strompreise bleiben - und die Konzerne freuen sich.

Lasst mich da nur ein Beispiel nennen: es gab da vor einiger Zeit so einen Aufschlag auf den Strompreis von einem Cent je kw/h wegen der erneuerbaren Energien.
Da frage ich mich nur, warum die meisten - wenn nicht alle - Konzerne den Strompreis statt um einen Cent gleich um 3-5 oder mehr Cent je kw/h angehoben haben.
Und dass, obwohl allein die vier großen die Konzerne im letzten Jahr 36 Milliarden Gewinn gemacht haben!

Da werden - statt bisher nur die Autofahrer (Mineralölsteuern, Mehrwersteuer auf die Mineralölsteuer! Weiß übrigens jemand, wann und wozu die Mineralölsteuer mal eingeführt wurde? Vorübergehend zur Finanzierung der Kosten der Berliner Luftbrücke 1947/48.....) - nunmehr alle Bürger des Landes endgültig zu den 'Zahlschweinen' der Nation.
War ja beim Soli nicht anders.

Ich empfinde das alles - und allen voran die Frau Merkel - nur noch als riesengroße Verarschung!

Grüße

Jochen
 
Kleine, auf Kohlenstoffverbindungen aufbauende Brüllmaschine im Haus, erzeugt unnötige Energie (wie nutzen? :huh:), dafür aber garantiert voll biologisch abbaubar :D:ugly:
Nutzung in Deutschland verboten ;)

Mir gehts darum, dass das Pfandsystem allgemein albern ist. Es greift nur bei kohlensäurehaltigen Getränken.
Wieso? wieso nicht bei allen anderen auch, z.B bei Milchprodukten?
Zwei Gründe:
1. Machen Politiker aus Prinzip keine einfachen, allumfassenden Regelungen, wenn man auch fünf verschiedene mit 20 Ausnahmen machen kann. Meine private Vermutung ist: Die meisten Politiker sind gelernte Juristen und bei einfachen Gesetzen wären sie nach der Politikerlaufbahn überflüssig und arbeitslos :ugly:
2. Der Sinn von Pfand lag daran, Müll in der Landschaft zu vermeiden und die Grundlagen für Mehrweg zu sichern. Ersteres ist ein Problem vor allem bei "in" Getränken wie Softdrinks und Bier, die von vielen Leuten unterwegs konsumiert werden, was mit einer unterwegs-Entsorgung des Behältnisses einherging. Milch ist weiterhin uncool. Letzteres ist ein Thema bei Flaschen. Die lassen sich mit z.T. sinnvollen Aufwand als Mehrweg ausführen (insbesondere zur Einführung des Pfandsystems extrem leicht, da meist Glasflaschen) - aber dazu käme der Riesenaufwand bei der Etablierung eines Rücknahmesystems. Die Pfandpflicht löst das Henne Ei Problem.
Milch wird allerdings auch ohne Pfandflicht quasi nie in Einwegflaschen verkauft und Tetrapacks werden nie Mehrweg sein. Da ein Pfand drauf zu erheben wäre nur eine teure Alternative zum Grünen Punkt. Andere Ausnahmen machen ebenfalls Sinn, z.B. wird Wein oft im Ausland abgefüllt oder kommt in eigenen Flaschen daher, die z.T. erst 5-10 Jahre später geleert sind. Ein Pfandsystem, das auf einheitliche Flaschen angewiesen wäre, wäre fast unmöglich (und bei den geringen Mengen auch nicht nötig)

Daraus hat sich dann eine Einwegmetalität entwickelt,

Nö, die hat sich unabhängig mit den günstigen Produktionsmöglichkeiten entwickelt. Es gibt afaik kein Land, dass eine Lösung dagegen gefunden hat, außer Einweg radikal zu verbieten, was aber, s.o. afaik nicht möglich ist.

Es ist hier eine reine Kostenfrage, die dünnen, leichteren Einwegflaschen sind in der Herstellung rund 25-35% (ungesicherter Schätzwert, aber anzunehmen) günstiger als die Mehrwegflaschen.

Würde mich nicht mal wundern, wenn es gerade bei großen Flaschen noch weniger ist. Man sollte das ganze deswegen auf umwelttechnisch nicht verteufeln: Ohne eine dezentrale Getränkeversorgung oder normierte Flaschen für alle bringt Mehrweg nicht zwangsläufig einen Vorteil. Eine PET-Mehrwegflasche macht auch nur 5-6 Zyklen mit, dazwischen muss sie in sehr platzraubender Form (verglichen mit geshreddertem Material) zurücktransportiert und gereinigt werden. D.h. wenn man eine Einweglösung mit 1/4 des Energieaufwandes herstellen könnte (und spätestens beim Vergleich 1l Mehrweg vs. dünnwandiger 2l Einweg halte ich das für möglich), dann könnte Einweg bei langer Lieferstrecke gleichwertig sein (wenn auch weiterhin schlecht zu handhaben). Glas-Mehrweg ist PET-Mehrweg aus ähnlichen Gründen auch bei Strecken ab afaik 200km unterlegen. Man kann es zwar deutlich häufiger verwenden, aber es wiegt einfach zuviel.


Also, Neutronen entstehen in der Tat, sie sind auch der Hauptträger der Energie, die man ja nutzen will um Wasser aufzuheizen.
...
Jedoch haben die Neutronen nicht so viel Bewegungsenergie wie die Neutronen in einem Kernfissionskraftwerk (ungefähr 14MeV zu 280MeV), daher können die Neutronen auch keine Kernspaltung auslösen, selbst man man hochangereichertes Plutonium (wie auch immer) in die Reaktorkammer zum Plasma hin bekommt.

Wiki(en) sagt:
Elektron aus Fusion (DT): 14 MeV
Elektron aus Fission: 2 MeV
Elektron für Fission: <0,1 eV
Das Problem wäre demnach eher, dass man noch einen Moderator mitbringen sollte, wenn das ganze Effizient ablaufen soll (was es bei der Menge aber natürlich nicht muss).
Edit: Neutronen! Neutronen sind natürlich gemeint

Das Helium selbst hat natürlich auch noch Bewegungsenergie, die aber eher schlecht genutzt werden kann (sie entspricht 1/3 der Neutronenenergie). Langfristig will man natürlich dahin kommen, dass auch die Heliumenergie genutzt werden kann. Aber derzeit geht das nicht, weil das Helium durch die beiden Protonen ja elektrisch geladen ist.

Die Wärme sollte doch eigentlich einfach zu nutzen sein und in anderer Form kann die Energie ja schlecht aus dem System raus, oder?

Wie gesagt, eine sehr interessante Sache, mit der Kernfusion, allerdings halte ich die Zeitvorstellungen für etwas übertrieben, aber Obama hat ja auch gesagt, dass er bis 2030 auf dem Mars landen will. ;)

Bush wollte letzte Jahr auf dem Mond sein... (andere wollten ihn schon 10 Jahre vorher hinschießen)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Ich sehe da was ganz Anderes kommen:

  1. die 7 alten AKW's werden abgeschaltet - für drei Monate.
  2. die Konzerne jammern laut über die Kosten und kassieren 'Schadensersatz' und das in einer Höhe, die die tatsächlichen Kosten weit übersteigt. Deren (überhöhte) Angaben kann ja niemand überprüfen.
  3. die Stromkonzerne erhöhen die Preise kräftig - die Merkel hat das ja schon angekündigt.
  4. in drei Monaten läuft das Moratorium stillschweigend aus, die 7 alten Dinger gehen - zumindest teilweise - wieder an Netz. Ganz still und leise... Die Wahlen sind ja dann (zumindest teilweise) vorbei.
  5. Die hohen Strompreise bleiben - und die Konzerne freuen sich.
  1. Du solltest Wahrsager werden...;) Außerdem, was scheinbar niemanden in Deutschland bei der momentanen Atompanik zu interessieren scheint ist die Tatsache das selbst wenn man jedes AKW in Deutschland abschalten würde, gäbe es immer noch jede menge AKW's in Frankreich die uns verstrahlen könnten. Mit einem kompletten Atomaustieg hierzulande würden wir zwar nicht mehr auf einer Zeitbombe sitzen, aber immer noch direkt neben einer stehen...:( In Polen gibt zwar jetzt noch kein AKW, aber es soll eins geplant bzw. gebaut werden. Na prost Mahlzeit!:klatsch: Tschernobyl lässt schon mal (im vorraus) Grüßen...:(
 
Wiki(en) sagt:
Elektron aus Fusion (DT): 14 MeV
Elektron aus Fission: 2 MeV
Elektron für Fission: <0,1 eV
Das Problem wäre demnach eher, dass man noch einen Moderator mitbringen sollte, wenn das ganze Effizient ablaufen soll (was es bei der Menge aber natürlich nicht muss).

Elektronen teilen aber keine Atome, das machen Neutronen.
Im Plasma sind auch gar keine Elektronen mehr drin, denn die stören ja die Kernfusion.
Und in Atomkernen sind Elektronen auch sehr überflüssig, da sie ja Teil der Hülle sind. ;)

Die Wärme sollte doch eigentlich einfach zu nutzen sein und in anderer Form kann die Energie ja schlecht aus dem System raus, oder?

Das Problem ist halt, dass Heliumkerne positiv geladen sind, ebenso wie das Deuterium und Tritium, du musst also Energie einsetzen um das Helium aus dem Plasma zu bekommen und derzeit ist das so, dass es mehr Energie kosten, das Helium abzusaugen als das Helium Bewegungsenergie hat (denn die Bewegungsenergie musst du ja eben "bekämpfen" um es absaugen zu können).
Das Helium auch als Energieträger zu nutzen ist noch blanke Theorie, bzw. habe ich darüber eigentlich noch keine Theorie gefunden, nur das, was man sich beim Forschungszentrum in Jülich erhofft.

Bush wollte letzte Jahr auf dem Mond sein... (andere wollten ihn schon 10 Jahre vorher hinschießen)

Bush hat das schnell abgesagt, nachdem die Börsen eingebrochen sind, als Folge von 9/11.
Ich weiß auch nicht, wie die Menschen das zum Mars schaffen wollen, denn immerhin werden sie 2 Jahre lang unterwegs sein, einfach mal so hinfliegen kannst du nicht und in den 2 Jahren sind sie völlig auf sich gestellt, selbst wenn sie Houston sagen, dass sie ein Problem haben, braucht die Nachricht 30 Minuten zur Erde und weitere 30 Minuten zurück, also 60 Minuten auf eine Antwort warten, in der Zeit kann es zu spät sein.
(aber auch das wäre ein interessantes Thema für einen eigenen Thread :D)
 
Du solltest Wahrsager werden...;) Außerdem, was scheinbar niemanden in Deutschland bei der momentanen Atompanik zu interessieren scheint ist die Tatsache das selbst wenn man jedes AKW in Deutschland abschalten würde, gäbe es immer noch jede menge AKW's in Frankreich die uns verstrahlen könnten. Mit einem kompletten Atomaustieg hierzulande würden wir zwar nicht mehr auf einer Zeitbombe sitzen, aber immer noch direkt neben einer stehen...:( In Polen gibt zwar jetzt noch kein AKW, aber es soll eins geplant bzw. gebaut werden. Na prost Mahlzeit!:klatsch: Tschernobyl lässt schon mal (im vorraus) Grüßen...:(
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Wenn man erreichen wollte dass auch dei AKW in Frankreich abgeschaltet werden wird man das nie nie nie schaffen solange man selber noch welche am Laufen hat. (Vielleicht auch dann nicht, aber mit laufenden AKW jdf. erst Recht nicht.)
Und im Zweifel ist es auch besser wenn es "neben" mir hoch geht als direkt unterm Hintern. ;)

Fusionskraft hört sich echt spannend an, aber irgendwie bezweifle ich dass ich das noch erlebe... Allerdings hätten sich meine Großeltern wohl auch nicht träumen lassen was heute alles so möglich ist. :)
 
Wenn man erreichen wollte dass auch dei AKW in Frankreich abgeschaltet werden wird man das nie nie nie schaffen solange man selber noch welche am Laufen hat. (Vielleicht auch dann nicht, aber mit laufenden AKW jdf. erst Recht nicht.)

Ja ich denke auch, wenn einer anfängt (und Deutschland ist Einflussreicher als manch andere Länder), vielleicht der ein oder andere sich darüber Gedanken machen wird.
 
Du solltest Wahrsager werden...;) Außerdem, was scheinbar niemanden in Deutschland bei der momentanen Atompanik zu interessieren scheint ist die Tatsache das selbst wenn man jedes AKW in Deutschland abschalten würde, gäbe es immer noch jede menge AKW's in Frankreich die uns verstrahlen könnten. Mit einem kompletten Atomaustieg hierzulande würden wir zwar nicht mehr auf einer Zeitbombe sitzen, aber immer noch direkt neben einer stehen..

Es gibt sowas wie "Diplomatie" und "Demokratie in anderen Ländern". Wenn wir keine Atomkraftwerke mehr haben, könnten wir zu Recht einen gewissen Druck auf Frankreich ausüben, dass sie aufhören, uns zu bedrohen. Das führt vielleicht nicht direkt zu einer Abschaltung, aber es wäre eine klare Last in einer ganzen Reihe von Verhandlungen. Außerdem gibt es auch in Frankreich eine (bislang kleine - aber es wäre wohl ein guter Zeitpunkt, das zu ändern) Anti-AKW-Bewegung und das nervigste Argument der AKW-Befürworter ist nach wie vor "ohne geht nicht".
In dem Moment, in dem ein Land -zudem eine große Industrienation wie Deutschland- vormacht, dass es sehr wohl geht, haben die Strahlemänner ein massives Argumentationsproblem.
Statt dessen finanziert Deutschland sogar noch anderen Staaten den Bau neuer AKWs :kotz:

Elektronen teilen aber keine Atome, das machen Neutronen.

:klatsch:
Genau die mein ich doch. Les das ganze nochmal und denk dir das richtige Wort hin.

Im Plasma sind auch gar keine Elektronen mehr drin, denn die stören ja die Kernfusion.
Und in Atomkernen sind Elektronen auch sehr überflüssig, da sie ja Teil der Hülle sind. ;)

:huh: In Plasma sollten jede Menge Elektronen sein, sie sind halt nur nicht mehr an die Kerne gebunden.

Das Problem ist halt, dass Heliumkerne positiv geladen sind, ebenso wie das Deuterium und Tritium, du musst also Energie einsetzen um das Helium aus dem Plasma zu bekommen und derzeit ist das so, dass es mehr Energie kosten, das Helium abzusaugen als das Helium Bewegungsenergie hat (denn die Bewegungsenergie musst du ja eben "bekämpfen" um es absaugen zu können).

Ich wiederhole die Frage: Wohin bitte soll die Energie verschwinden?
Die Kopplung der elektrischen Generatoren wird auch bei Fusionsreaktoren noch über primitive Abwärme erzeugen und quasi alles, was an Energie in den Reaktor gesteckt wird, sollte als Abwärme wieder rauskommen - egal ob es zur Kontrolle von Helium oder zum Zünden des Plasmas dient. Einzige Ausnahme ist die Kühltechnik der Spulen.


Bush hat das schnell abgesagt, nachdem die Börsen eingebrochen sind, als Folge von 9/11.
Ich weiß auch nicht, wie die Menschen das zum Mars schaffen wollen, denn immerhin werden sie 2 Jahre lang unterwegs sein, einfach mal so hinfliegen kannst du nicht und in den 2 Jahren sind sie völlig auf sich gestellt, selbst wenn sie Houston sagen, dass sie ein Problem haben, braucht die Nachricht 30 Minuten zur Erde und weitere 30 Minuten zurück, also 60 Minuten auf eine Antwort warten, in der Zeit kann es zu spät sein.
(aber auch das wäre ein interessantes Thema für einen eigenen Thread :D)

Ich persönlich sehe da keinen großen Diskussionsbedarf. Technisch unlösbare Probleme gibt es da keine, wir haben mehr als genug Material zum Mars (und noch weiter) geschickt, um zu wissen wie das geht, wir hatten Menschen außerhalb des Schutzes der Erde und wir haben riesige, bewohnbare Objekte ins All geschafft. Expeditionen in vergangenen Jahrhunderten waren durchaus auch ihre 4-5 Jahre unterwegs und das ganz ohne Kommunikationsmöglichkeit.
Die einzigen beiden Komponenten, die fehlen, ist eine Finanzierung und ein Grund. Der Rest wäre reine Optimierung (insbesondere um die Finanzierung zu erleichtern).
 
:huh: In Plasma sollten jede Menge Elektronen sein, sie sind halt nur nicht mehr an die Kerne gebunden.

Hast du das Video nicht gesehen?
Wenn du dir das anguckst, dann weißt du, wo die Elektronen sind.

Ich wiederhole die Frage: Wohin bitte soll die Energie verschwinden?
Die Kopplung der elektrischen Generatoren wird auch bei Fusionsreaktoren noch über primitive Abwärme erzeugen und quasi alles, was an Energie in den Reaktor gesteckt wird, sollte als Abwärme wieder rauskommen - egal ob es zur Kontrolle von Helium oder zum Zünden des Plasmas dient. Einzige Ausnahme ist die Kühltechnik der Spulen.

Die Energie verschwindet ja nicht, wie muss aufgefangen werden.
Du musst das produzierte Helium, bzw. die Heliumkerne von der Fusion weg bekommen. Das machst du, indem du sie absaugst. Du musst also Energie aufbringen um die Bewegungsenergie der Heliumkerne abzubauen, somit erzeugst du zwar Wärme, aber eben nicht da, wo du sie haben willst.
Und im Augenblick gibts es keine Möglichkeit, wie du die Heliumkerne ebenfalls zu den Wänden hinbekommen kannst, hinter denen das Wasser ist, was du aufwärmen willst.
Die Neutronen können das, denn die sind ja elektrisch neutral, die interessieren sich nicht für irgendwelche Magnetfelder. die positiv geladenen Heliumkerne haben es da deutlich schwerer aus dem Magnetfeld zu kommen (sie schaffen es schlichtweg ohne fremde Hilfe, sprich ohne Zuführung von Energie, nicht).
Das nächste Problem ist noch, dass die Neutronen ja irgendwo bleiben müssen, nachdem sie ihre Energie abgegeben haben. Das Material in den Wänden wird also zum Isotop und irgendwann radioaktiv und irgendwann sind so viele Neutronen drin, dass es instabil wird, spätestens dann muss es ausgetauscht werden.
Wann das passiert, kannst du zwar super berechnen, aber eben nur am Computer.

Ich persönlich sehe da keinen großen Diskussionsbedarf. Technisch unlösbare Probleme gibt es da keine, wir haben mehr als genug Material zum Mars (und noch weiter) geschickt, um zu wissen wie das geht, wir hatten Menschen außerhalb des Schutzes der Erde und wir haben riesige, bewohnbare Objekte ins All geschafft. Expeditionen in vergangenen Jahrhunderten waren durchaus auch ihre 4-5 Jahre unterwegs und das ganz ohne Kommunikationsmöglichkeit.
Die einzigen beiden Komponenten, die fehlen, ist eine Finanzierung und ein Grund. Der Rest wäre reine Optimierung (insbesondere um die Finanzierung zu erleichtern).

Der Grund ist offensichtlich, die Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars (oder was davon übrig geblieben ist) und natürlich Pioniergeist.
Bisher hat noch keine Sonde irgendwas brauchbares auf dem Mars gefunden, man muss einfach besser nachgucken können und Menschen sind da einer Maschine nun mal überlegen.
Es gibt viele Experimente, die zum Mars führen (sollen), wie aktuell Mars 500, doch eine Sache bleibt eben, der Mensch muss unabhängig agieren, es ist eben etwas anderes als wenn du zum Mond fliegst, wo du einen Defekt noch gerade biegen kannst (Apollo 13). doch wenn das Raumscshiff in Richtung Mars gestartet ist, dann ist der Point of no Return bereits erreicht, wenn das Schiff die Erdumlaufbahn verlassen hat. Wenn es technische Probleme gibt, die eine Landung auf dem Mars verhindern (und das Landen wird überlebenswichtig sein, denn das Raumschiff kann den gesamten Vorrat an Treibstoff und Nahrungsmitteln nicht mitnehmen, der größere Teil davon soll vorher mit Sonden zum Mars gebracht werden), dann haben die Menschen in dem Raumschiff ein ernstes Problem, denn umkehren können sie nicht, sie müssten 1 1/2 Jahre um den Mars kreisen, ehe sie zur Erde zurückkehren können (mit zuwenig Treibstoff und Nahrung, weil sie ja nicht gelandet sind). Wenn die Mondlandung daneben geht, umkreist du den Mond einfach und fliegst zurück, beim Mars geht das nicht.
Und bevor nicht jede noch so unwahrscheinliche Möglichkeit durchgesprochen und getestet wurde, kannst du nicht hinfliegen. Stell dir einen Sonnenausbruch vor, der stärker ist als jemals für möglich gehalten (wie das japanische Erdbeben) und dieser trifft das Marsraumschiff, bzw. wird es treffen (den Sonnensturm kann man beobachten). Das Marsraumschiff kann nicht mal eben einen Bogen fliegen (so funktioniert das leider nicht) und ausweichen, sie sind dem Sonnensturm ausgeliefert und können nur hoffen, dass die Abschirmung (die man verbaut hat), hält.
Das gleiche auf dem Mars. Stell dir einen Sandsturm vor, der größer und stärker ist, als alles, was man je beobachtet hat und genau über die Sonden hinüber fegt, die man vor dem Raumschiff hingebracht hat und die Hälfte der Sonden zerstört. Schon könnten sie Probleme mit der Versorgung bekommen, eventuell reich es nicht mehr um wieder zurück zu fliegen.
Was machst du, wenn du weißt, dass du in einem Jahr verhungern/verdursten/erfrieren wirst?
 
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