Atomenergie/Energiepolitik

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Allerdings ist es falsch zu denken: Ach die Kohlekraftwerke produzieren doch auch Uran, da könnens es die AKW´s doch auch. Nichtdestotrotz ist das Uran aus den AKW´s trotzdem eine Mehrbelastung

Das Uran, das in der Asche enthalten ist, strahlt genauso wie das Uran, das sonst wo in der Erde ist, also normale Strahlung.
Das kann man nicht mit der Strahlung von Brennstäben vergleichen.
Allerdings stellst sich mir immer mal wieder die Frage, wo die ganze Asche der Kohlekraftwerke bleibt. :schief:

Noch investiert die EU jedes Jahr Millionen in die Vernichtung von Landwirtschaftsüberschüssen, noch verrotet in deutschen Wäldern geschlagenes aber nicht absetzbares Holz, noch ist die Entsorgung von Gülle ein ernsthaftes Probelm und was so alles an organischen Abfällen im Müll landet, sollte auch jeder wissen.

Das ist aber wie immer ein logistisches Problem, du müsstest die Sachen einsammeln, transportieren und dann verwerten, sowas lohnt sich einfach noch nicht, dafür ist sowohl das Öl als auch das Uran noch zu billig.

Tipp: Die meisten Pflanzen werden von Objekten in 50-150m Höhe über dem Boden nicht wirklich gestört.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass bei Autobahnen immer viele Tiere leben, also Nutztiere (eigentlich ein beleidigendes Wort für das Tier)?
Warum eigentlich...
Ach ja, weil das Land recht billig ist. :klatsch:
Wäre es also nicht sinnvoller, man errichtet dort die Windkraftanlagen?
Denn laut genug ist es ja schon durch den Straßenlärm, da fallen ein paar tausend Windräder nicht mehr auf und fürs Auge ist auch was dabei, endlich nicht mehr verängstigte Rinder sehen, sondern Windräder zählen, der neue Sport der Kids auf den Rücksitzen. ;)

Habe mal zwei Wochen Urlaub in einer Entfernung von <150m gemacht.
Ich kann die Leute nicht verstehen, die in Panik verfallen, sobald im Umkreis von 10km ein Windrad aufgerichtet wird. Und ich würde mich allgemein als Geräuschempfindlich bezeichnen.

Ich war mal im Windpark (von Berufs wegen) und die sind schon sehr laut, wenn man ihnen zu nahe kommt, vorallem summiert sich die Lautstärke von mehreren.
Mies ist es auch, wenn man ein paar Frequenzen erwischt, auf die einige Menschen nervös reagieren, die haben dann ein Dauerpfeifen im Ohr.

Ganz abgesehen davon, dass die westlichen Regierungen, insbesondere auch die deutsche, auch noch fleißig Wirtschaftsprogramme auflegen, die es der einheimischen Industrie erleichtern sollen, ihr Know-How zu verschenken und die es den Chinesen ermöglichen, noch schneller noch mehr Energie zu verbraten.

Immerhin haben die Chinesen ja eine Airbus Produktionsstätte. In 20 Jahren kaufen wir dann chinesische Flugzeuge. :ugly:

Ich bin schon oft genug an Mühlheim-Kärlich vorbeigefahren. Häßlich ist jetzt wirklich was anderes.

Ich finde AKWs jetzt auch nicht sooo hässlich, kann aber auch daran liegen, dass ich so selten eins sehen.
Wenn ich neben einem wohnen würde, sähe ich das wahrscheinlich anders. ;)

Zum Teil hast Du recht, zum Teil auch nicht. Autobahnen sind soweiso immer gut.
Und das mit dem Atommüll und zukünftigen Generationen ist bei dem Verfallsdatum wirklich ein sehr schwaches Argument. Er ist ja schon da. Da macht etwas mehr auch keinen Unterschied mehr machen.

Aber die entscheidene Frage kann niemand beantworten, wohin damit?
Dass der Kram die nächsten 10.000 Jahre vor sich hinstrahlt, ist eben das große Manko, denn wer willl mit Sicherheit sagen, dass genau sein Ort (welcher das auch immer ist), dafür geeignet ist.
Was passiert, wenns in 1000 Jahren zu einer geologischen Bewegung kommt und der Inhalt die Fässer.... frei gesetzt wird? :what:

Ich mag Industrieromantik. Ich finde es auch im Ruhrgebiet sehr schön. :-)

Von welcher Industrieromantik sprichst du? ;)
Die Industrieanlagen, die ich bisher gesehen habe, waren eher funktionell und weniger für romantische Abende ausgelegt. :D

Es kommt halt darauf, daß etwas nur Industrie oder nur Natur ist. Windräder in der Landschaft sind in der Hinsicht weder Fisch noch Fleisch, sondern unter ästhetischen Gesichtspunkten einfach nur das Schlechteste aus beiden Welten.

Finde ich nicht, ich sehe, wenn ich richtig stehe, ein paar Windkrafträder am Horizont und kann da nichts Schlechtes sehen und ab und zu fahre ich mal ein einigen vorbei, das stört mich auch nicht so wirklich.
Allerdings betrachte ich auch gerne meine Solaranlagen auf dem Dach. :daumen:

Das nehm ich mal nicht als Argument, sondern als persönliche Meinung, die wenige teilen werden.

Mir ist es eigentlich recht egal, ob nun ein Kohlekraftwerk oder AKW oder sonst was, wichtig ist, dass sich die Firmen, die sie betreiben, an den Entsorgungskosten beteiligen.
Wir zahlen schon seit Jahren für die Abwrackung der AKWs über den Strompreis einen Beitrag und jetzt laufen die länger? :huh:
Wir zahlen also am Ende mehr als die Abwrackung kosten wird (für die Betreiber versteht sich)? :what:
Den Atomkonzernen werden Milliarden in den Arsch geblasen und das sollen sie gefälligst auf Heller und Pfenning zurückzahlen. :motz:

Aber es geht auch nicht um "etwas mehr". Es geht -weitere Laufzeitverlängerungen über die aktuellen Pläne oder gar Neubauten unberücksichtigt- um annähernd eine Verdoppelung der in Deutschland insgesamt produzierten Menge an Atomstrom und damit auch um eine Verdoppelung des Mülls.

Ich weiß gar nicht, für welche Menge an strahlenden Mülls Gorleben eigentlich ausgelegt ist, gibts da ein Bericht zu?
Werden wir irgendwann so viel Atommüll haben, dass der eine Salzstock (:ugly:) nicht mehr reicht um alles loszuwerden?

Reine Industrieanlagen finde ich jedenfalls potthässlich, da Teile ich nicht nur deine quantitativen Ansprüche an Ästhetik nicht, sondern auch deine qualitative Einschätzung.

Reine Industrieanlagen (gibts auch unreine Industrieanlagen?) sind effizent aufgebaut, sie sind für das geschaffen, was sie machen, mehr nicht und da ist die Optik nicht mal zweitrangig, für sie ist schlichtweg kein Platz.
Wer mal in einer Fabrik war, die Solaranlagen produziert, wird sehen, dass da gar nichts "Grünes" zu sehen ist.
 
Fr und Sa ist hier ja die Hölle los...

Zum Thema Landwirtschaft für Bioenergie und Biosprit:
Ökologisch und ökonomisch absoluter bullsh*t (normal versuch ich etwas nicht so exrtem auszudrücken aber hier seh ich keine andere Möglichkeit). Wenn Bioenergie, dann nur aus Abfällen oder Überproduktionen, aber auch das reicht um einen recht hohen Prozentsatz zu decken.

Zum Thema Binnenländer:
In Europa werden die Binnenländer auch nicht ausgebeudet, in Afrika erheben die Nachbarländer oft hohe Steuern, für die Produkte, die durch sie durch transportiert werden.

Ansonsten hat ruyven eigentlich alles gesagt... übrigens tolle Rechnung mit den Subventionen... das zeigt mal, wie viel Geld schon "verbrannt" wurde.

Ich finds lustig... auch wenn es schade ist, das sich einige Menschen scheinbar wirklich so überzeugen lassen.
 
Das ist aber wie immer ein logistisches Problem, du müsstest die Sachen einsammeln, transportieren und dann verwerten, sowas lohnt sich einfach noch nicht, dafür ist sowohl das Öl als auch das Uran noch zu billig.

Es ging hier ja um die Möglichkeiten. Das mit der derzeitigen Umlegung der Folgekosten auf die Allgemeinheit Uran und fossile für die Konzerne billiger sind, ist ein politisch abzustellendes Problem.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass bei Autobahnen immer viele Tiere leben, also Nutztiere (eigentlich ein beleidigendes Wort für das Tier)?
Warum eigentlich...
Ach ja, weil das Land recht billig ist. :klatsch:
Wäre es also nicht sinnvoller, man errichtet dort die Windkraftanlagen?
Denn laut genug ist es ja schon durch den Straßenlärm, da fallen ein paar tausend Windräder nicht mehr auf und fürs Auge ist auch was dabei, endlich nicht mehr verängstigte Rinder sehen, sondern Windräder zählen, der neue Sport der Kids auf den Rücksitzen. ;)

Windräder werden schon alleine wegen der guten Verkehrsanbindung gerne auch in der Nähe von Autobahnen errichtet (an der A7 stehen jedes Jahr mehr) - aber südlich der Mittelgebirge sind Autobahnen eher in Tälern zu finden (Bau auf ebenem Grund, möglichst ohne große Höhenänderungen), wärend die geeigneten Standorte für Windkraft möglichst hoch liegen. Das Potential "Windrad an Autobahn" ist also klein im Vergleich zu "Windrad über Wald und Feld".

Ich war mal im Windpark (von Berufs wegen) und die sind schon sehr laut, wenn man ihnen zu nahe kommt, vorallem summiert sich die Lautstärke von mehreren.

Wann war das?
Die Anlagen der 90er mit Getriebe und unkontrolliertem Strömungsabriss waren wohl z.T. recht laut. Ich kann, auch von dergleichen nicht bestätigen. Ein Baumarkt hier in Kiel hat ein Windrad hinterm Haus stehen und wenn man unmittelbar drunter steht, ist es immer noch leiser, als die anfahrenden Busse an der Haltestelle vor meiner Haustür.
Leise Windräder sind technisch definitiv möglich.

Mies ist es auch, wenn man ein paar Frequenzen erwischt, auf die einige Menschen nervös reagieren, die haben dann ein Dauerpfeifen im Ohr.

Das Problem kann einem natürlich mit jeder einzelnen technischen Einrichtung passieren - aber höherfrequente Töne sind bei Windrädern afaik recht selten (schon allein wegen der Größe), tragen nicht sehr weit (man muss das Ding ja nicht genau aufs Dach stellen) und leicht zu dämmen. Besondere Empfindlichkeit gegenüber einem tieffrequenten Ton hat zumindest in meinem Umfeld niemand.
Ich bin sicher, dass es in Deutschland wesentlich mehr Leute geben, die auf das Geschrei aus einem benachbarten Kindergarten nervös reagieren und obowhl Kinder ihrerseits auch zu einer Verschärfung nahezu aller Probleme unserer Zeit beitragen, sehe ich da keine Bemühungen, sie zu verbieten ;)

Aber die entscheidene Frage kann niemand beantworten, wohin damit?
Dass der Kram die nächsten 10.000 Jahre vor sich hinstrahlt, ist eben das große Manko, denn wer willl mit Sicherheit sagen, dass genau sein Ort (welcher das auch immer ist), dafür geeignet ist.
Was passiert, wenns in 1000 Jahren zu einer geologischen Bewegung kommt und der Inhalt die Fässer.... frei gesetzt wird? :what:

Bau erstmal ein Fass, das 1000 Jahre hält.
Die französischen Pläne gehen iirc davon aus, dass von den Fässern nach weniger als 100 Jahren nichts mehr übrig ist und die Schwedischen Pläne sind eher ein "Kupferendlager". Gesucht ist eine Gesteinsschicht, die über mehrere Jahrhunderte auch bei interner Wärmeentwicklung garantiert keinerlei Risse entwickelt, keinerlei Wasser aufnimmt oder abgibt,......

Ich weiß gar nicht, für welche Menge an strahlenden Mülls Gorleben eigentlich ausgelegt ist, gibts da ein Bericht zu?
Werden wir irgendwann so viel Atommüll haben, dass der eine Salzstock (:ugly:) nicht mehr reicht um alles loszuwerden?

Gorleben ist für 0t ausgelegt.
Der Salzstock wäre aber groß genug, um alle hochradioaktiven Müll aufzunehmen und auch einiges an mittelradioaktiven. Nur was nützt einem das? Der hochradiaktive Müll würde vermutlich ebensogut in die Hallen der Frankfurter Messe passen. Gesucht ist etwas, wo er reinpasst und nicht wieder rauskommt. Und wie die Kriterien für Gorleben beweisen ("Durchschnittseinkommen in der Umgebung"), haben wir bislang nicht einmal jemanden, der qualifiziert wäre, letzteres zu erscheinen. Wie die Asse beweist, haben wir ebenfalls niemanden, der qualifiziert ist, ein Endlager zu betreiben. Wie Morsleben beweist, haben wir niemanden, der qualifiziert ist, ein geschlossenes Endlager zu überwachen. Wie bitte soll das funktionieren?
Atomenergie in Deutschland funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Entsorgung nicht mehr benötigter Landminen in einem Kindergarten mit dem Hinweis "die haben eine Sicherung".
 
"1. Fehler: Sie müssen ihn nicht abnehmen, sie müssen ihn nur vorrangig vor konventionellen Kraftwerken ohne KWK abnehmen. Wer seine fossilen/nuklearen Energieträger wenigstens vollständig nutzt, anstatt damit die Umgebung zu heizen, muss auch keinen EEG-Strom nehmen"
§ 8

Netzbetreiber sind vorbehaltlich des § 11 verpflichtet, den gesamten angebotenen Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengasen unverzüglich vorrangig abzunehmen, zu übertragen und zu verteilen.


"2. Fehler: "50ct/kWh" hat Solarstrom selbst zur Einführung des EEG anno2000 kaum erreicht. Seitdem wurden die Vergütungen kontinuierlich und diesem Jahr zusätzlich schlagartig gesenkt. Aktuell sind es maximal 33 Cent für Kleinanalgen auf Gebäuden, für Großanlagen auf Gebäuden 24 Cent und für Anlagen auf Freiflächen gibts seit diesem Jahr 0 Cent."
Im Jahr 2006 beträgt der durchschnittliche Einspeisetarif für Sonnenstrahlung 53,10ct/kWh.

Strom aus Photovoltaik-Anlagen, die ab dem 01.10.2010 an das Netz gehen, wird wie folgt vergütet:

1. Freiflächenanlagen § 32 EEG 24,26 Cent / kWh (seit Juli: 25,02 Cent / kWh); Konversionsflächen 25,37 Cent / kWh (seit Juli: 26,15 Cent / kWh)
2. Anlagen auf oder an Gebäuden bis 30 kWp § 33 Abs. 1 Nr. 1 EEG 33,03 Cent /kWh (seit Juli: 34,05 Cent / kWh)
3. Anlagen auf oder an Gebäuden 30 bis 100 kWp § 33 Abs. 1 Nr. 2 EEG 31,42 Cent / kWh (seit Juli: 32,39 Cent / kWh)
4. Anlagen auf oder an Gebäuden 100 kWp bis 1 MWp § 33 Abs. 1 Nr. 3 EEG 29,73 Cent / kWh (seit Juli: 30,65 Cent / kWh)
5. Anlagen auf oder an Gebäuden größer als 1 MWp § 33 Abs. 1 Nr. 4 EEG 24,79 Cent / kWh (seit Juli: 25,55 Cent / kWh)

Für Solarstromanlagen auf Ackerflächen, die seit 01.07.2010 an das Netz gegangen sind, gibt es keine Vergütung mehr.

Die erneuerbaren Energienbranche kann sich hinsichtlich der Subventionierung nicht beschweren.

Finanzierungsregeln kann man hier lesen:

Atomenergie / Ver- und Entsorgung - Endlagerung - Verantwortlichkeiten für Endlagereinrichtung und -betrieb sowie Finanzierungsregelungen
 
Die erneuerbaren Energienbranche kann sich hinsichtlich der Subventionierung nicht beschweren.

Subventioniert wird aber alles, was mit der Energiebranche zu tun hat.
Mit wie viel Geld wird ein Arbeitsplatz im Kohlebergbau subventioniert, war das nicht 70.000€ pro Mann pro Jahr?
Eine Tonne Kohle kostet, wenn ich richtig geguckt habe, rund 86€ pro Tonne auf dem freien Markt, aber deutsche Kohle würde ohne Subventionen 150€ pro Tonne kosten.
Wieso also nicht alle Bergwerke dicht machen, alle Leute rausschmeißen und warten, bis die Kohle so wertvoll wird, dass sich das Abbauen bei uns wieder rentiert?

Wenn ich gucke, dass China 2,4 Milliarden Tonnen im Jahr fördert und Deutschland gerade mal 25 Millionen... :schief:
 
§ 8

Netzbetreiber sind vorbehaltlich des § 11 verpflichtet, den gesamten angebotenen Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengasen unverzüglich vorrangig abzunehmen, zu übertragen und zu verteilen.

Selektives zitieren macht Spaß

(3) Die Verpflichtungen nach Absatz 1 bestehen nicht, soweit Anlagenbetreiberinnen oder
-betreiber und Netzbetreiber unbeschadet des § 12 zur besseren Integration der Anlage
in das Netz ausnahmsweise vertraglich vereinbaren, vom Abnahmevorrang abzuweichen.


Desweiteren wird da ja schon §11 erwähnt

(1) Netzbetreiber sind unbeschadet ihrer Pflicht nach § 9 ausnahmsweise berechtigt, an
ihr Netz angeschlossene Anlagen mit einer Leistung über 100 Kilowatt zur Erzeugung von
Strom aus Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung oder Grubengas zu regeln, soweit
1. andernfalls die Netzkapazität im jeweiligen Netzbereich durch diesen Strom
überlastet wäre,

2. sie sichergestellt haben, dass insgesamt die größtmögliche Strommenge aus
Erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplung abgenommen wird, und

3. sie die Daten über die Ist-Einspeisung in der jeweiligen Netzregion abgerufen
haben.



Im Klartext: Wer eigenen Strom auf KWK-Kraftwerken zur Verfügung hat, kann den anstelle von EEG einspeisen. Alternativ kann man gleich Verträge schließen, die die Abnahmeverpflichtung aushebeln.

Im Jahr 2006 beträgt der durchschnittliche Einspeisetarif für Sonnenstrahlung 53,10ct/kWh.

2006 ist nicht 2010. Ungeachtet dessen listet zumindest Wiki einen maximalen Fördersatz von 51,8 Cent im Jahre 2006 - eine Quelle mit 53,1 konnte Google nicht finden

Strom aus Photovoltaik-Anlagen, die ab dem 01.10.2010 an das Netz gehen, wird wie folgt vergütet:

1. Freiflächenanlagen § 32 EEG 24,26 Cent / kWh (seit Juli: 25,02 Cent / kWh); Konversionsflächen 25,37 Cent / kWh (seit Juli: 26,15 Cent / kWh)
2. Anlagen auf oder an Gebäuden bis 30 kWp § 33 Abs. 1 Nr. 1 EEG 33,03 Cent /kWh (seit Juli: 34,05 Cent / kWh)
3. Anlagen auf oder an Gebäuden 30 bis 100 kWp § 33 Abs. 1 Nr. 2 EEG 31,42 Cent / kWh (seit Juli: 32,39 Cent / kWh)
4. Anlagen auf oder an Gebäuden 100 kWp bis 1 MWp § 33 Abs. 1 Nr. 3 EEG 29,73 Cent / kWh (seit Juli: 30,65 Cent / kWh)
5. Anlagen auf oder an Gebäuden größer als 1 MWp § 33 Abs. 1 Nr. 4 EEG 24,79 Cent / kWh (seit Juli: 25,55 Cent / kWh)

Für Solarstromanlagen auf Ackerflächen, die seit 01.07.2010 an das Netz gegangen sind, gibt es keine Vergütung mehr.

Die erneuerbaren Energienbranche kann sich hinsichtlich der Subventionierung nicht beschweren.

Deine Zahlen bestätigen meine 0-33 Cent, wiederlegen deine 50+ Cent Behauptung und beschäftigen sich weiterhin nur mit einem winzigen, hochsubventioniertem Teil der EE :rollen:


Danke für eine weitere Bestätigung meiner Ausführungen.
Mit Ausnahme von Schacht Konrad, an dem die Energieversorger mit ca. 1 Mrd. und die öffentliche Hand mit 1,5 Mrd. beteiligt sind, wird für die weiteren Projekte keine Beteiligung der Energieversorger über übliche Gebühren (siehe oben zu den Einnahmen aus in der Asse eingelagerten Abfällen) aufgelistet. Unterm Strich kommen die Angaben des Ministeriums auf die gleichen Werte, wie Wikipedia (1 Milliarde Anteil der Konzerne an Konrad stehen 0,9 Milliarden bzw. 0,1 Milliarden höhere Kosten für Konrad und Moorsleben gegenüber)
 
Wieso also nicht alle Bergwerke dicht machen, alle Leute rausschmeißen und warten, bis die Kohle so wertvoll wird, dass sich das Abbauen bei uns wieder rentiert?

Deutsche (Stein-)Kohle rentiert sich wirklich nicht. Der Grund, warum sie aber noch abgebaut wird ist ein anderer: Man will den Stellenabbau sozial verträglicher machen. Man stelle sich mal vor, was mit einer kleinen Stadt passieren würde, wenn mit einem Schlag 15% der Arbeitsplätze verloren gehen würden...
Die meisten Stellen wurde aber schon abgebaut und die anderen werden auch in nicht allzuferner Zukunft gestrichen werde (außer vielleicht wenige Ausnahmen, was daran liegt, dass die deutsche Kohle ziemlich hochwertig ist und geringe Mengen sich dann u.U. auch wieder rentieren).
 
Öhm, wieso ist deutsche Kohle hochwertiger als die aus anderen Ländern?
Begründest du es damit, dass sie reiner ist oder technisch besser gefördert und veredelt wird?
In Steinkhole ist immer ein gewisser Anteil an Schwefel drin, der dann mit verbrannt wird (Schwefeldioxid entsteht). Theoretisch müsste die Steinkhole so weit veredelt werden, dass keine Nebenstoffe mehr vorhanden sind. Aber wer macht das schon?
Chinesische Kohle ist sehr günstig, was sicher daran liegt, dass die Arbeitsbedingungen und die Enzlohnung außer Konkurrenz sind, aber ist sie desewgen schlechter?
 
Ich habe die Subventionierung nicht verurteilen. Für Subventionen gibt es politische, soziale und ökonomische Gründe.
Beide Seiten erhalten viele Subventionen. Wenn man auch mal die nicht Berücksichtigung von externen Kosten als Subvention betrachtet.

Dafür das man sich ja so leicht um das Einspeisegesetz drücken kann, hat es aber massiv zum Ausbau beigetragen und trägt auch weiter dazu bei. Und findet Nachahmer in vielen Ländern.
Die Angaben 53,1c/kWh habe ich aus dem Erfahrungsbericht zum EEG 2007 entnommen. Das alle Arten von e.E. einen so hohen Vergütungssatz haben habe ich auch nie behauptet. Die anderen liegen natürlich nicht so hoch wie dieser. Es reicht aber auch aus um Investitionsanreize zu schaffen. Das diese Vergütung auch verringert werden ist bei steigenden Stromkosten aus fossilen Stoffen auch normal.

Das beim Thema Endlagerung die Steuerzahler zu viel Zahlen und die Betreiber wohl zu wenig habe ich auch gesagt. Das aber nur der Steuerzahler zahlt ist falsch. Soviel ich das verstanden habe werden die Betreiber erst wirklich zahlen, wenn ein Endlager endgültig gefunden wird. Wann immer das auch sein wird.
 
Angeblich müssen die Betreiber auch für die Leitungsnetze bezahlen, aber wenn sie in 40 Jahren alle am Verrotten sind, weil die ja nichts investieren, dann rate mal, wer einspringen muss, denn die Versorgungssicherheit liegt immer noch beim Staat.
Er wird dann einspringen (müssen), um die Leitungsnetze zu sanieren und glaub ja nicht, dass er dann auch nur einen Cent von den Betreibern bekommen wird.

Guck dir doch die Bahn an, da sieht man, wohin es gehen wird. :daumen2:
 
Der Grund für die Wertigkeit ist die Reinheit und die Art der Kohle (siehe 6.2). Kohle wird nicht nur verbrannt, sondern auch als Koks für die Eisenindustie verwendet, dafür muss man die meisten Sorten koksen (v.a. Reinigung), bei hochwertigen Sorten kann dieser Schritt entfallen (zusätzlich gibt es noch andere Anwendungsbereiche für Kohle, außer Aktivkohle fällt mir aber spontan nichts ein).
Außerdem unterscheiden sich die Flöze, was wiederum unterschiedliche Verunreinigungen zu Folge haben kann.

China ist so günstig, wegen den Arbeitsbedingungen, die du genannt hast, der Tiefe, in der die Kohle lagert und der Quantität.

PS: Leider ist das meist der Fall, wenn etwas privatisiert wird, weswegen ich auch ein Gegner der Privatisierung von Infrastruktur bin.
 
Das alle Arten von e.E. einen so hohen Vergütungssatz haben habe ich auch nie behauptet.

Du hast mehrfach behauptet, dass erneuerbare Energien hochsubventioniert ist und dies mit veralteten Angaben zur Solarförderung begleitet. Dass das beim uninformierten Leser den Eindruck hinterlässt, EEG würden in gleicher Höhe subventioniert, wie Solar in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts, sollte offensichtlich sein.

Soviel ich das verstanden habe werden die Betreiber erst wirklich zahlen, wenn ein Endlager endgültig gefunden wird.

Oder auch nicht. Denn ob die Betreiber das dann bezahlen können, bzw. dagegen, dass die dann auf einmal extrem kostspielige und unrentable Kernenergie in einer eigenen Firma angesiedelt wird, die kurzerhand Konkurs anmeldet, gibt es keinerlei Schutz.


(zusätzlich gibt es noch andere Anwendungsbereiche für Kohle, außer Aktivkohle fällt mir aber spontan nichts ein).

Aktivkohle wird afaik primär aus tierischem oder pflanzlichen Material hergestellt.
 
@ ruyven:
Kann sein. Mit den besonderen Nutzungsmöglichkeiten kenn ich mich ehrlich gesagt nicht sonderlich gut aus.

@ quanti:
Leider hab ich keinen direkten Vergleich gefunden. Hier wird geschieben, dass chinesische Kohle unterdurchschnittlich gut ist.
Da ich keine guten Quellen finde versuche ich logisch zu argumentieren:
Die günstige Kohle befindet sich meist näher an der Erdoberfläche (v.a. der Tagebau ist extrem günstig, wenn auch extrem selten). Das wiederum bedeutet, dass die Kohle jung ist und keinem großen Druck und keinen hohen Temps. ausgesetzt wurde, was wiederum dazu führt, dass der C-Gehalt niedriger ist (geringerer Heizwert) und mehr Verunreinigungen vorliegen...
Deutsche Kohle liegt deutlich tiefer als an vielen anderen Orten, woraus fast zwangsläufig die bessere Qualität und der höhere Preis folgt.
Die einzige oberflächennahe Kohle in Deutschland ist Braunkohle, die wiederum eine andere Geschichte ist, da sie nicht für die Metallindustrie zu nutzen ist und damit zu einem höheren Anteil verfeuert wird, was bedeutet, dass sie hier eigentlich eher das Thema sein sollte...
 
Das ist dann aber eine geologische Geschichte, das ist auch nachzuvollziehen, warum tief liegende Kohle qualitätiv besser ist, daher, lass die Chinesen mal in den Tiefbau gehen, dann fördern die gleichwertige Kohle, sind aber immer noch deutlich günstiger.

Deutsche Kohle ist einfach überflüssig. Lieber den Berkbau stoppen und die Kohle importieren und später, wenn die Kohle am Weltmarkt teuer wird (wenn alle in die Tiefe gehen müssen um noch zu fördern), dann kann man die Bergwerke wieder öffnen und kostendeckend produzieren.

Ich verstehe einfach nicht, wieso da so viel Geld reingebuttert wird, das Geld kann man auch anderweitig nutzen, nur damit eine Struktur erhalten bleibt, die es mal gab, also aus Nostalgiegründen? :what:

Und was ist mit den Schäden durch den Tiefbergbau?
Im Augenblick brechen nur mal Häuser ein oder Weideflächer sacken weg, aber in 30 Jahren, wenns so weiter geht, dann ist das Ruhrgebiet unterhöhlt und dann will ich da nicht leben.
Bezahlen wirds eh der Steuerzahler oder denkst du ernsthaft, dass die Betreiber der Bergwerke den Flurschaden tilgen? :huh:
 
Das ist dann aber eine geologische Geschichte, das ist auch nachzuvollziehen, warum tief liegende Kohle qualitätiv besser ist, daher, lass die Chinesen mal in den Tiefbau gehen, dann fördern die gleichwertige Kohle, sind aber immer noch deutlich günstiger.
In China gibt es nur wenig Kohle in dieser Tiefenlage/Qualität.

Deutsche Kohle ist einfach überflüssig. Lieber den Berkbau stoppen und die Kohle importieren und später, wenn die Kohle am Weltmarkt teuer wird (wenn alle in die Tiefe gehen müssen um noch zu fördern), dann kann man die Bergwerke wieder öffnen und kostendeckend produzieren.

Ich verstehe einfach nicht, wieso da so viel Geld reingebuttert wird, das Geld kann man auch anderweitig nutzen, nur damit eine Struktur erhalten bleibt, die es mal gab, also aus Nostalgiegründen? :what:
Wie gesagt: Es hat vor allem soziale Gründe. Es wär deutlich tuerer alles auf einmal einzustellen und dann vielen Menschen ALG und Umschulungen zu zahlen und noch die Infrastruktur anzupassen. Wenn man es nach und nach macht, dan reguliert sich der Arbeitsmarkt besser und es gibt unterm Strich weniger Arbeitslose und man ermöglicht den Städten über längere Zeit neue Betriebe anzusiedeln.
An diesem Plan (Einstellung der Subventionen bis 2018) wird wohl auch nichts mehr geändert und das hat auch seinen Sinn.

Und was ist mit den Schäden durch den Tiefbergbau?
Im Augenblick brechen nur mal Häuser ein oder Weideflächer sacken weg, aber in 30 Jahren, wenns so weiter geht, dann ist das Ruhrgebiet unterhöhlt und dann will ich da nicht leben.
Bezahlen wirds eh der Steuerzahler oder denkst du ernsthaft, dass die Betreiber der Bergwerke den Flurschaden tilgen? :huh:
In Deutschland gibt es genug Vorschriften. Die Stollen werden abgestützt und z.T. mit anderen Stoffen gefüllt (nicht unbedingt Atommüll, aber andere Abfälle). In denen wenigen Jahren wo es den Steinkohlebergbau noch gibt, werden die gefährdeten Flächen auch nicht mehr wesentlich zunehmen.
Die größeren und wirklich drastischen Schäden richtet der Tagebau (Braunkohle) an.
 
Natürlich, aber China fördert ca. 45% weltweit...
Aber natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass der Bergbau in D komplett unrentabel ist...
 
Mir geht es nur eigentlich darum, dass nicht nur Solar-und Windenergie massiv subventioniert wird. Beim AKWs und Kohle wird ebenso subventioniert.
Praktisch alles wird subventioniert, selbst das Anbauen von Rapsöl zur Spritgewinnung. :(

Und wenn ein Liter Milch billiger ist als ein Liter Wasser, dann stimmt da auch was nicht. :what:
 
Solar- und Windenergie wird m.M.n. nicht genug subventioniert...

AKWs wurden auf den letzten Seiten ausführlich besprochen und scheinbar fließt in sie mit Abstand das meiste Geld...

Wird Braunkohle subventioniert? Wär mir nicht bekannt.

Die Landwirtschaft in der EU ist was ganz besonderes... die Frage ist nur ob positiv oder negativ (auf jeden Fall sind beide Seiten vertreten).
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück