Asus Z170 ProGaming - Software?!

Polo7

Schraubenverwechsler(in)
Hallo liebe Community,

ich habe da ein Problem mit meinem Z170 ProGaming Mainboard und der dazugehörigen Software und wenn mir jemand helfen kann, dann bestimmt ihr!

Hardware im Kurzüberblick:
Mainboard: Asus Z170 ProGaming
Prozessor: i5 6600k
Kühler: Bequiet Dark Rock Pro 3
Grafikkarte: Asus R9 380
RAM: 16GB Hyper X Fury DDR4 2600 Mhz
Netzteil: Bequiet 630W
Festplatte: 250GB SSD + 1TB HDD + einige externe

Nun möchte ich gerne die Asus Software installieren, als Beispiel die ASUS AI Suite 3 V1.01.24 für Windows 10 64BIT (mein Betriebssystem).

Ich habe Windows frisch aufgesetzt und behaupte mal von mir selbst, dass ich das richtig gemacht habe. Ich bekomme dieses Programm nicht installiert (genau wie alle anderen, die zu dem Mainboard gehören). Wenn ich auf die Setup.exe /AsusSetup.exe klicke passiert einfach gar nichts.
Der Asus Support sagt er braucht weitere Informationen, obwohl ich alles ausgefüllt habe, wirklich alles inklusive SN usw... man ist also nicht gewillt Support zu den eigenen Produkten zu liefern..

Hat jemand von euch Erfahrungen mit diesem Problem?

Liebe Grüße
Polo
 
Wofür willst du die Software nutzen?
Ich würde die ganzen Asus Utilities nicht mal mit Handschuhen anfassen, die fabrizieren nur Schrott.
Hatte nach der Installation nur Probleme mit der Software. Gamecrashs, Systemabstürze.

Hast du den PC komplett neugekauft?
Das BeQuiet L8 ist nämlich etwas ungeeignet für dieses System.
 
Alles neu gekauft und selbst zusammengestellt. Aus welchem Grund soll das Netzteil ungeeignet sein?
Ich würde mir die Software gerne mal anschauen, schließlich habe ich ein Windows 10 kompatibles Mainboard gekauft und ebenso die Software die mitgeliefert wird.
Zum Beispiel die Lüftersteuerung und Overclocking möchte ich per Asus Software betreiben. Zumindest mal zum ausprobieren.

Jedes mal neu starten ist da ein wenig nervig, vorallem da die Maussteuerung im Bios ein wenig mühsam ist :D

e: was meinst du mit was ist los? Ich kam eben bei gefühlen 100 Loginversuchen nicht rein. Der Fail-Login-Counter hat dabei nicht hochgezählt ... und das Passwort war die ganze Zeit richtig
 
Aus welchem Grund soll das Netzteil ungeeignet sein?

Weil es ein technisch veraltetes gruppenreguliertes Ding ist - und nebenbei zu groß (der PC braucht beim Spielen keine 300W).
Erklärung warum das schlecht ist:
Das liegt daran, dass das L8 Gruppenreguliert ist.

Gruppe bedeutet, dass die drei Spannungen im Netzteil, also 3,3 und 5 und 12 Volt gemeinsam erzeugt werden.
Das bedeutet aber auch, dass die drei Spannungen voneinander abhängig sind.
Belastest du nun eine Spannung sehr stark -- und heute wird praktisch nur noch die 12 Volt Leitung benötigt. 5 Volt brauchst du für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich gar nicht mehr -- sinkt diese ab, so dass du statt 12 Volt nur noch 11,6 Volt hast. Die 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX Spezifikation, aber bei 11,4 Volt wird es schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5 Volt Leitung schnell mal bei 5,5 oder gar 6 Volt landet.
Ausgleichen kannst du das nur, indem du die entsprechende Spannung belastest. Du müsstest also die 5 Volt Leitung stärker belasten, damit sie wieder sinkt. Was aber eben in der heutigen Zeit nicht einfach ist, weil ja nichts mehr da ist, was die 5 Volt braucht. Eine SSD oder eine HDD reichen da nicht.
Wenn du dann noch Netzteile hast, die eine billige Filterung und Glättung haben -- man kann das anhand der verbauten Caps erkennen -- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung. Du kannst die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, das ist technisch nicht möglich. Man kann sie aber so weit reduzieren, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Hardware hat.
Steigt sie aber an, hat sie ab einem gewissen Punkt durchaus wieder Einfluss auf die Hardware. die Steigende Restwelligkeit ist einer der Gründe, wieso Festplatten ausfallen.
Wenn du also jemanden kennst, der in letzter Zeit eine defekte Festplatte hatte, frag ihn mal, wie alt sein Netzteil ist, das er verwendet.
biggrin1.gif


Hast du nun brauchbare Netzteile, die entsprechende Schutzschaltungen haben, schalten die ab, wenn die Spannung unterhalb eines Wertes sinkt.
Hier im forum gibt es einen User, dessen Netzteil -- ein S7 mit 450 Watt -- abschaltet, wenn er die Grafikkarte übertaktet.
Nominell sollte die Leistung des Netzteils reichen, aber weil die 5 Volt Leitung nicht mehr belastet wird, sinkt die 12 Volt Spannung unterhalb des Auslösewertes und das Netzteil schaltet ab.
Andere Netzteile schalten z.B. gar nicht ab, wie das Corsair RM. Das powert auch noch, wenn nur noch 10 Volt anliegen [was eben an der fehlenden Schutzschaltung liegt und deswegen wird es hier um Forum auch verrissen -- zu Recht]. Die thermaltake Germany Serie hatte ich ja schon erwähnt.
Schlimm wird es aber dann, wenn du hochgelabelte Gruppen Netzteile hast, wie das S7 mit 700 Watt oder das L8 mit der gleichen Leistung oder vergleichbar.
Bei denen ist die Spannungsstabilität extrem schlecht, sodass man sie nicht nutzen sollte. Schon gar nicht für Multi GPU, auch wenn die 700 Watt suggerieren, dass es eigentlich reichen müsste.


Bei Indy Netzteilen wird, wie der Name schon erahnen lässt, die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt.
Das passiert mit DC-DC Converter. Daher nennt man diese Netzteile auch DC-DC Netzteile.
Der Vorteil ist die Spannungsstabilität. Auch wenn die 12 Volt Leitung bis zum Bersten belastet wird, hat das keine Auswirkungen auf die kleineren Spannungen.
Aber auch hier gibt es Grenzen. Wichtig sind Schutzschaltungen. Wenn die nicht vorhanden sind -- wie beim Corsair RM als Beispiel -- nützt die Spannungsstabilität nichts. Das Netzteil kann bei einem Fehler nicht abschalten und wird im Grenzfall die Hardware beschädigen.
Dann gibt es da noch Netzteile, wie die P10 Serie, die so stark gebaut ist -- was eben die Caps angeht -- dass sie auch problemlos deutlich mehr Leistung stemmen kann.
Ich hatte zwei P10 mit 550 Watt an der SunMoon getestet und beide waren in der Lage, über 700 Watt zu leisten, ohne dass sich die Spannungsstabilität geändert hatte, ohne dass die Restwelligkeit angestiegen ist. Die sind nicht mal lauter geworden.
Das ist schon sehr beeindruckend und einer der Gründe, wieso ich bei Multi GPU Systemen gerne das P10 empfehle. Ich weiß da aus erster Hand, dass es das leistet, was es verspricht.


Zusammengefasst:
Gruppe Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung -- was heute eben Fakt ist angesichts der dominierenden 12 Volt Leitung -- ein Problem mit der Spannungsstabilität, was im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils führt, wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind, und im schlimmsten Fall zur Beschädigung der Hardware führt, wenn die Filterung und Gättung schlecht ist.
Indy Netzteile oder DC-DC Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Nachteil hier ist einfach der, dass im Max Last Bereich die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt, was auf schlechte Komponenten im Form von minderwertigen Caps zurück zu führen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schurtschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, das aber erst jenseits von 80 Ampere greift. Schon bei weiniger als 50 Ampere schmelzen Leitungen.


Und dann will ich das mit den Peak werten noch mal aufgreifen.
Aktuelle Grafikkarten wie die 900er Serie von Nvidia, haben zum Teil stark schwankende Peak werte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen Max Last und Idle hin und her schalten.
Das liegt wiederum am Boost Modus, den aktuelle Karten besitzen.
die Karte versucht immer den maximalen Boost Takt zu erreichen und taktet ständig darauf zu, wird aber gleichzeitig vom Power Limit und Temperatur Limit eingegrenzt.
So kann es passieren, dass eine Karte zwar eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, aber einen Peak Wert von über 300 Watt.
Gerade bei übertakteten Karten wird der Unterschied größer -- Toms Hardware hatte da mal einen Test zu gemacht, als die 900er Karten auf den Markt kamen -- da liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei 190-200 Watt und der Peak Wert kratzt an der 400 Watt Marke oder ist darüber.
Moderne Netzteile, wie das E10 oder auch das Antec Edge -- gibt natürlich noch viele weitere Netzteile -- haben keine Probleme mit den Peak Werten. Die kann die Filterung problemlos abfangen.
Hast du aber ein älteres Netzteil drin oder eben ein Gruppe Netzteil, kann es passieren, dass das Netzteil abschaltet, weil der Peak Wert zu hoch war und die Schutzschaltung gegriffen hat, eben wegen der abfallenden 12 Volt Spannung.
Gerade ältere Netzteil, die schon belastete Caps haben, die auch schon einen Alterungsprozess unterliegen, können da einen Schaden kriegen, weil einer der Caps platzt.

Ich will damit nicht sagen, dass wir alle Netzteile, die älter als 4 Jahre sind, entsorgen sollen. Das ist Unsinn.
Solange du die Hardware nicht veränderst, wird das Netzteil keine Probleme haben und auch 10 Jahre laufen. Ich kenne da mehr als genug Beispiele, wo Rechner seit 10 oder 15 Jahren problemlos laufen, eben auch weil die Hardware nie verändert wurde.
Nur sind wir hier in einem Hardware Forum und da ändert man seine Konfiguration von Zeit zu Zeit und wer noch ein Sockel 775 System mit einer GTx 280 hat und nun auf ein aktuelles System mit GTX 980 wechsel will, sollte sich im Klaren sein, dass sein Straight Power E6, das er seit 8 Jahren nutzt, und das immer noch läuft, für die aktuelle Hardware einfach nicht geeignet ist. Hier ist dringend anzuraten, das Netzteil zu tauschen.

Ich würde mir die Software gerne mal anschauen, schließlich habe ich ein Windows 10 kompatibles Mainboard gekauft und ebenso die Software die mitgeliefert wird.
Zum Beispiel die Lüftersteuerung und Overclocking möchte ich per Asus Software betreiben. Zumindest mal zum ausprobieren.

Wenn du dir die Software ansiehst hat sie sich leider schon ins System gefressen. Diese Tools sind nich wirklich sinnvoll. Die können sowieso nur Dinge über Umwege machen die das UEFI ohnehin kann. Die Tools sind für Leute die keine Ahnung haben aber viel buntes Bling-Bling sehen wollen - wenn dus richtig machen willst stell deine Einstellungen/OC/Lüfter usw. im UEFI/BIOS ein und verzichte auf irgendwelche Zusatzsoftware die dir unkontrolliert im System rumpfuscht. ;)
 
Also ich habe mir die Software auf Screenshots angesehen und sie sieht 1:1 so aus wie das UEFI-Bios und da sie von Asus ist, warum nicht nutzen.
Mir geht es einfach um die Bequemlichkeit nicht 100x den PC neu zu starten. :D

Und mit dem Netzteil bin ich sehr zufrieden, habe es in 2 PCs im Einsatz, es macht keine Geräusche ist Modular und tut was es soll. Außerdem habe ich beim Aufrüsten / Zukauf von Komponenten Luft nach oben. :)

e: alleine das Anzeigen von Temperaturen wäre cool über das Tool. Da HW-Monitor, CPU-Z usw. einfach abstürzen. Das Bios jedoch die Temperaturen richtig anzeigt.
 
ich hab die ai suite auch wieder deinstalliert. Hab keinen wirklichen Nutzen davon. Die Lüfter kann man auch problemlos im Bios einstellen usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du kannst schick das L8 zurück und hol dir beispielsweise ein E10 500W reicht alle mal und hat deutlich bessere Schutzschaltungen und Qualität und ist nicht so uralt.
 
Ich könnte das Netzteil zurückschicken, aber ich bin wirklich voll und ganz zufrieden damit und würde es immer wieder kaufen. Trotzdem dankeschön! Meine Ansprüche an ein Netzteil sind nicht hoch, es muss funktionieren und das möglichst lange und das tut das 630er meiner Meinung nach sehr gut :)
 
Wenn du es zurückschicken kannst, tu es.

Für ein Upgrade bei der Grafikkarte auf ein HighEnd-Modell (GTX1080 o.ä.) ist es absolut ungeeignet.

630W wirst du auch nie brauchen.
 
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